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April 3rd, 2009

Venezianische Impressionen (10)

Aqua alta

Gespiegelt
Gespiegelt
“Ich“,sagte der Nachtportier des Locanda Salieri, der – wie die meisten seiner Kollegen – den Eindruck eines Rentners mit Zusatzeinkommenswunsch macht, „ich würde nicht mehr raus gehen!“ Er zeigte auf das Wasser, das vor die Tür plätscherte – und das zehn Minuten zuvor, als wir ankamen im Hotel am Fondamente Minotto, noch nicht da war.

Aqua alta, Hochwasser. Die Venezianer kennen es, denn Venedig ist extrem nah am Wasser gebaut, und das Wasser steigt und fällt sowieso und immer im sechsstündigen Tidenrhythmus von Ebbe und Flut. Normalerweise bemerkt man das gar nicht beziehungsweise achtet nicht drauf, aber bei Hochwasser kann es dann doch ganz schnell gehen. Fünf Zentimeter die Stunde heißt: Bei Ankunft im Hotel kommst du trocken an, beim Gang ins nebenan liegende Restaurant gibst du den Ballettänzer und machst einen auf Spitzentanz – und nach dem Essen steht dir das Wasser bis zur Wade.

Aqua alta
Aqua alta
„Wade in the Water“ spielte das Ramsey Lewis Trio vor Jahrzenten – ach so haben sie das gemeint! Im Restaurant lachten sie, als wir Schuhe und Socken auszogen. Die meisten Gäste hatte man hinten raus geschickt: Da ist es etwas höher. Aber wir mussten ja vorne raus, weil unser Hotel nur vier schmale Häuser weiter rechts liegt.. Auf hundert Meter etwa ist das Ufer hier niedrig und hochwassergefährdet. Die Menschen wissen damit unterschiedlich umzugehen, aber wie sie es auch machen: Griesgrämig ist keiner dabei. Man lacht und arrangiert sich.

Als wir – mit bläcke Föös, wie der Kölner sagt (also barfuß) das Lokal verließen, kam gerade einer vorbei, der seine Frau/Feundin huckepack trug und an der nächsten Brücke auf trockener Stufe ablud. Andere hatten Stiefel an: schlichte grüne die Einheimischen, blümchenbunte die Touristen. „Ich habe meine Stiefel oben im Büro“ sagte der Chef des Restaurants: Aqua alta – business as usual.



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April 4, 2009

Venezianische Impressionen (11)

So war der ombra mal gemeint...

Nur Mut...
Nur Mut...
Vor der Kirche dei Tolentini gegenüber vom deutschen Honorarkonsulat, unweit des Piazale Roma, gibt es eine veritable Restauration, die vorzustellen sich lohnt: Bacareto da Lele heißt die kinderzimmerkleine Lokalität am Kirchplatz. Zwei Türen gibt's, und der Raum vor der Theke ist klitzeklein. Aber er ist ja auch nur zum Bestellen gedacht, denn dann geht man raus und hat auf dem Campo dei Tolentini genug Platz zum Plaudern.

Von Draußen hinterlässt da Lele einen durchaus ungewissen, vielleicht sogar bei vielen voreingenommenen Betrachtern einen gewissen Eindruck: Nämlich den, da nicht hinein zu gehen. Fahrlässig grob betrachtet könnte man den Ort für einen Pennertreff halten. Richtig ist: Da stehen Männer (seltener Frauen) in Arbeiterkleidung, haben ein Glas Wein in der Hand, reden laut - ob das das richtige für uns ist?

Gemischte Gesellschaft
Gemischte Gesellschaft
Der erste Blick ist typisch deutsch und trügerisch: Erstens stehen da Männer von der Müllabfuhr neben dem Rechtsanwalt im edlen Zwirn. Zweitens ist das Glas Wein so klitzeklein, wie das nur in Venedig geht - und drittens reden italienische Männer immer laut. Wir also rein!

Drinnen trennt die Theke das da Lele in den Kundenbereich - da passen vielleicht zehn stehend zusammen rein - und den Bedien- nebst Küchenteil. Zwei freundliche Herren wuseln da herum - der eine bediente uns (und sprach leidlich deutsch, wer hätte das erwartet?), der andere kümmerte sich um Nachschub bei den cichetti, den kleinen Leckereien. Es gibt verschiedene Sorten Rot- und Weißwein, es gibt Prosecco - aber keinen Espresso - so eine große Maschine passt in den Laden wohl nicht rein (zwei Espressobars sind aber gleich nebenan).

Rotweinschatten
Rotweinschatten
Hier scheint ganz Venedig (bzw. der Teil, den es hier vorbeiführt auf dem Weg zur und von der Arbeit) Gast zu sein. Und die beiden Jungs scheinen alle zu kennen - jedenfalls plaudern sie so mit ihnen, trinken auch mal einen mit und sind immer gut drauf. Dass die Gäste auch gut drauf sind, liegt einerseits an der ehrlichen Qualität der Weine (aus dem Fass kommen sie in die Zweiliterflasche und von dort aus in die Ombra-Gläschen) und den vorzüglich schmeckenden kleinen belegten Brötchen - es liegt auch am Preisgefüge: 60 Cent für das Gläschen Cabernet und 90 Cent für ein Häppchen (zum Beispiel Peperonisalami/Käse oder Mortadella/Paprika).

Bacareto Da Lele, Campo dei Tolentini, 183 Santa Croce. Kein Telefon.

Karte Essen und Trinken in Venedig

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April 5, 2009

Venezianische Impressionen (12)

Auf dem Fischmarkt

Fischmarkt
Fischmarkt
„What news on the Rialto?“ lässt Shakespeare seinen Shylock in der dritten Szene des ersten Aktes vom „Merchant of Venice“ fragen. Gute Frage: Was gibt’s Neues auf dem Rialto? Ehrlich gesagt nicht mehr so viel wie damals. Riva alto, die Insel mit dem etwas höheren Land und somit ein wenig hochwassersicherer als andere Teile der Stadt, war vor 500 Jahren das kaufmännische Zentrum von Venedig.

Man sieht diese Vergangenheit der Brücke noch heute an - auch wenn der Trubel dort oben rein touristischer Natur und deswegen von unsereins absolut zu meiden ist: Sind wir denn Touristen? Nein, wir sind Besucher der Stadt und wollen keinen Klimbim, der nach dem Prinzip "Schlechtes muss nicht preiswert sein!" verkauft wird. Unser Problem ist natürlich, dass wir auch nicht wirkliche Venezianer sind, also den Fisch- und Gemüsemarkt gleich unterhalb des Rialto nicht als Käufer besuchten, sondern als Gucker.

Fisch legen
Fisch legen
Eins ist klar: Wenn ich in Venedig wohnen würde, wäre ich jeden Tag dort und würde rumgehen, schwatzen, kaufen. Was für eine Pracht! Was für eine Frische! Und wie liebevoll die HändlerInnen mit den ihnen anvertrauten Waren umgehen: Alles ist fein säuberlich ausgerichtet und ergibt ein Bild - eins, das mit den daneben liegenden Lebensmitteln sich zu einem Mosaik verbindet, das täglich neu entsteht und sich stündlich verändert, weil es eben nicht nur Touris und Gaffer gibt, sondern auch Käuferinnen und Käufer. Letztere kommen übrigens schon frühmorgens (naja: wir waren so gegen acht Uhr da, also nicht ganz so früh) in feinem Zwirn gewandet und bestens beschuht mit ihrer Aktentasche unterm Arm vorbei, um nach dem üblichen freundschaftlichen Gespräch Fisch und Gemüse zu kaufen. Da stellt sich doch die Frage: Lagern sie den Fisch im Büro?

Die Verkäufer und (deutlich weniger) Verkäuferinnen an den Ständen sind natürlich alles keine null-acht-fuffzehn-Typen, sondern eben Marktverkäufer. Dass sie ihre Ware lieben, sie streicheln, begutachten, sortieren ist das eine. Dass sie sie anpreisen, ist selbstverständlich - aber wie sie das tun! Am besten gefallen hat mir der eine Fischverkäufer, der die Zahlen nicht sprach oder gar herausschrie, sondern sang! Ich komm' nicht auf den Titel, aber die Melodie war irgendwas Klassisches. Verdi, wahrscheinlich. Der Text dramatisch, aber gesungen doch so melodisch: "quattordici e quindici!" Gut gefiel mir, dass der Kollege am Stand gegenüber gleich einfiel, die inhaltsschwangeren Worte aufgriff und mit gleicher Meldodie, doch hübscherer Phrasierung, antwortete: "quattordici e quindici!"

Das Leben kann so einfach und so fröhlich sein!

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April 6, 2009

Venezianische Impressionen (13)

Die vierte Brücke

Ponte della Costituzione
Ponte della Costituzione
Über Brücken kann man gehen, aber auch trefflich streiten - wir in Dresden wissen das sehr wohl, sind aber keineswegs allein mit dem Brückenstreit. In Venedig, der an Brücken weiß Gott nicht armen Stadt, hatte man 1999 beschlossen, den Canal Grande mit einem vierten Bauwerk zu überspannen. Man gewann mit dem Spanier Santiago Calatrava einen der vorzüglichsten Brückenbauer unserer Zeit (die Wikipedia nennt ihn "Architekt, Bauingenieur und Künstler").

Calatravas Entwurf war, wie nicht anders zu erwarten, ein wenig unvenezianisch. Streng genommen hat er gar nichts vom alten Venedig - außer vielleicht ein paar Anklänge in den Materialien Kupfer und (istrischer) Stein. Aber die Gesamtwirkung kommt doch von anderen Dingen - beispielsweise dem verbauten Glas (Geländer und sogar die Stufen sind on top of the bridge aus Verbundglas - insgesamt stecken 56 Tonnen Glas in der Brücke!). Oder im Schwung, der in der Brücke steckt: Sie ist unterschiedlich breit - unten an den Ufern 5,58 Meter, in der Mitte 9,38 Meter.

Ponte della Costituzione
Ponte della Costituzione
Gerade weil die Brücke so leicht und schwungvoll wirkt, passt sie tatsächlich nicht zu den anderen. Aber an dieser Stelle ist Venedig sowieso nicht sehr traditionsreich: Der Piazzale Roma ist so ziemlich das Hässlichste, was die Stadt zu bieten hat, ein Busbahnhof, von dem man nur eins will: schnell weg. Und das geht - entweder mit den Bussen aufs Land (und zum Flughafen) oder mit den Booten der ACTV durch die Kanäle Venedigs. Drei kleinere Brücken ermöglichten auch Fußgängern die Flucht vom unansehnlichen Piazzale Roma hinüber in den netteren Teil von S. Croce und weiter zum Rialto oder nach San Marco. Und wer nach Cannaregio wollte, war auch schnell da: Gleich hinterm Bahnhof (dem für Züge) gibt's die Ponte degli Scalzi über den Canal Grande. Statt bislang zwei braucht man nun also nur noch eine Brücke, um vom einen zum anderen Bahnhof zu kommen: Die Ponte della Costituzione. Aber wer will schon mit dem Bus ankommen und mit der Bahn gleich wieder abfahren?

Die 94 Meter lange und an höchster Stelle 9,28 Meter hohe Brücke wurde nach fünfjähriger Bauzeit am Abend des 11. September 2008 quasi in aller Stille der Öffentlichkeit übergeben - auch ein Zeichen für die Unbeliebtheit des Bauwerks. Dabei ist es wirklich eine optische Bereicherung für die Stadt - und auch die heute alten Brücken waren zu ihrer Zeit modern und meist nicht unumstritten.

Ponte della Costituzione
Ponte della Costituzione
Wie schon erwähnt, sind die Stufen teils aus Glas. Dennoch kann man von oben nicht runter sehen - aber von unten sieht man die schemenhaft vorüber huschenden Brückengänger. Rutschig ist es auch nicht auf dem Glas - wir hatten ja eigens Regen bestellt, um den Glitschtest zu machen... Von der Brücke hat man - das ist ja ein bei umstrittenen Brücken gerne vernachlässigter Teil der Argumentation - einen schönen Blick auf den Canal Grande.

Bei Dunkelheit beleuchten fluoreszierende Lampen den Handlauf und die Stufen. Das ergibt ein schönes Bild – Fotografen sollten also keineswegs ihr Stativ vergessen! Aus der Entfernung sieht das so elegant aus wie aus der Nähe. Wenn man weiter weg ist und Richtung Piazzale Roma sieht, wünschte man sich die Brücke des Herrn Calatrava allerdings gerne etwas weniger schlank - denn so verdeckt sie kaum das hell erleuchtete Grauen der Platzmoderne...

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April 13, 2009

Ostern in Bautzen

Alte Wasserkunst und Michaeliskirche
Alte Wasserkunst und Michaelis…
Bautzen kennt man, wenigstens den Namen der Stadt: Einerseits mit weniger guten Konnotationen als Knast-Ort (Gelbes Elend der eine, Stasi-Knast der andere), andererseits als Heimat des Bautz'ner Senfes, den Kenner eher als gelbe Wohltat beschreiben und der nur echt mit dem Apostroph ist! Bautzen ist auch, und das wissen nun längst nicht mehr so viele, das kulturelle Zentrum der Sorben. Viele wissen ja nicht einmal, wer die Sorben sind - aber um das heraus zu bekommen, besucht man ja fremde Städte und erfreut sich dann am neuen Wissen.

Reichenturm
Reichenturm
Die Sorben sind ein slawisches Volk, das in der Lausitz lebt. Slawen besiedelten früher die Gegend - der Städtename Dresden leitet sich beispielsweise aus dem altsorbischen Drežďany für Sumpfbewohner ab, und auch Mockritz (der Stadtteil, in dem ich wohne) wird vom sorbischen mokry abgeleitet, was übersetzt nass, feucht bedeutet und ebenfalls auf die sumpfigen Bodenverhältnisse hinweist. Doch zurück nach Bautzen, das auf obersorbisch Budyšin heißt. Ortsschilder sind hier - wie auch Straßenschilder - zweisprachig sorbisch-deutsch, und lediglich so überflüssige Geschäfte wie künstliche Sonnenbräuner treiben es deutsch-englisch als "Sonnenstudio City Sun".

Osterreiten
Osterreiten
Wie man das bei Minderheiten häufig vorfindet, sind die Sorben Bewahrer von Traditionen. Sie pflegen nicht nur ihre Sprache, sondern auch Gebräuche - wie den des Osterreitens. Osterreiter gab es "schon immer", und wie so oft erfahren wir davon meist durch aufgeschriebene Verbote oder aktenkundig gewordene Zwischenfälle. So ritten die Wittichenauer als „Kreuzreiter“ (so heißt das Osterreiten auf obersorbisch heute noch: Křižerjo - Kreuzreiten) vor 1541 nach Hoyerswerda. Doch dann wurde man dort lutherisch und mochte den Brauch nicht – weswegen sich seitdem die Reiter aus Ralbitz und Wittichenau gegenseitig besuchen. Diese Gegenbesuche sind üblich – außer beim Osterritt von Bautzen nach Radibor, das ist one way plus Zurückreiten.

Osterreiter
Osterreiter
Einmal gab es sogar einen regelrechten Osterreiterkrieg – jedenfalls wird das so genannt, was sich da am Ostersonntag des Jahres 1623 zugetragen hatte: Christoph von Minkwitz, damals Gutsherr von Radibor, verbot den Osterreitern, den Friedhof zu betreten – auch er wollte so den lutherischen Glauben im Ort durchsetzen. Die Idee war schlecht und ging nach hinten los: Die Radiborer wollten reiten und kebbelten sich so handgreiflich mit Angestellten des Gutshofes, dass das als „Osterreiterkrieg“ in die Geschichte der Pfarrgemeinde einging.

Ostern in Bautzen
Ostern in Bautzen
Was Verbote nicht schafften, hätte der irreal existierende Sozialismus beinahe vollbracht: Weil es immer weniger Pferde gab, war den Osterreitern quasi die Grundlage ihres Tuns entzogen. Rafael Ledschbor erwähnt in seinem lesenswerten Beitrag für das Bistum Dresden-Meißen, dass das Osterreiten in Bautzen nur nur bis 1969 präsent war: „Zu wenig Pferde sowie mangelndes Interesse“. Und auch die Storchaer Prozession nach Radibor pausierte von 1973 bis 1977, weil der Pferdebestand sehr stark reduziert war.

Osterreiter
Osterreiter
Mittlerweile aber reiten sie alle wieder – 1.700 insgesamt, neugierig beäugt von geschätzten 35.000 Zuschauern. Für die Touristen ist es eine fotogene Attraktion, für viele Kinder ein Erlebnis – vor allem wenn die Zossen ungeniert den Schweif heben und die Straße beäppeln. Für die Reiter scheint es immer noch eine Mischung aus Tradition, Religion und Heimatbindung zu sein, sie machten allesamt nicht den Eindruck, besonders kamerageil zu sein und waren konzentriert bei der Sache – was die Gebete vor dem Start anbelangt und den lautstarken Gesang beim dreimaligen Umrunden der Liebfrauenkirche, mit dem der Ostermarsch hoch zu Ross beginnt. Die Herren können nämlich alle laut, aber nur einige schön. Beeindruckend war's dennoch.

Auf zum Protschenberg
Auf zum Protschenberg
Während die Osterreiter in festlichen Prozessionen nach Radibor ritten, strömten die Bautzener (ohne Apostroph, weil kein Senf) auf den Protschenberg zum Eierschieben. Selbst noch oben auf der Ortenburg stehend sah man über die Spree eine fröhliche Menschenschlange bergan ziehen – ein Bild, an dem die Herren Goethe und Spitzweg gleichermaßen ihre Freude gehabt hätten. Der Protschenberg ist ebenfalls seit ewigen Zeiten der richtige Ort zur rechten Zeit: Seit 1830 ist das Eierschieben dort verbürgt. Hartgekochte Eier, Äpfel, Nüsse, Apfelsinen und allerlei Gebäck kullerte den Steilhang hinunter und wurde unten von den Kindern aufgefangen. Oder auch nicht, wie man gerne erzählt: Dann sprangen die Kinder eben in die Spree, was ein kaltes Vergnügen ist zu dieser Jahreszeit.

Die Spender von Eiern & Co waren übrigens wohlhabende Bürger, das ganze hatte also zumindest in den Anfängen eine soziale Komponente. Die sucht man heutzutage vergebens: Alles Jahrmarkt, umsonst ist da nur der Aufstieg auf den Berg. Ansonsten kauft man Plastikbälle im Apfelsinennetz, und die können dann gefangen und umgetauscht werden – in „Geschenke“ steht auf der Internetseite zum Eierschieben, aber die sind ja vorher bezahlt.

Ostern in Bautzen
Ostern in Bautzen
Das ganze Vergnügen ist in eine Show eingebettet, mit Bühne vorne und Bratwurst, Sau am Spieß und was man sonst noch so zum Sattwerden braucht an der Seite. Es gibt jedenfalls reichlich Gelegenheit für die Bautzener, den Bautz'ner zu probieren! Auf der Bühne gastierte unter anderem das Sorbische National-Ensemble, dem man ansah, dass dort Profis tanzen. In den Ausgehtrachten sahen die Jungs gut und die Mädels hervorragend aus. Gut drauf waren sie alle, und das machte nun nicht den Eindruck von Schauspielerei...

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