Nach Pillnitz (nun wirklich) und zurück!
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| Seemannsgarn |
Die Elbschlösser haben wir ja schon zu Fuß erkundet - und die noch schöneren Bilder mit Distanz ergeben sich bei einem weiteren Spaziergang am (in Fluss-Richtung) linken Ufer. Aber wenn das nicht klappt, sieht man Albrechtsberg (mit dem Weingut vom Winzer Müller kurz vorher), das Lingnerschloss und Eckberg auch vom Dampfer aus ganz gut. Wer übrigens rechts sitzt und denkt: da bin ich ja auf dem Rückweg auf der richtigen, auf der rechten Seite - der hat zwei Dinge vergessen: Erstens ist es auf dem Rückweg schon dunkel - und zweitens sind die Dampfer stromab echt speedy und machen es einem nicht leicht, sich alles genüsslich anzusehen.
Aber wir sitzen ja auf der richtigen Seite und können ergo genießen! Die vielen Weinreben, die man sieht, sind übrigens teils eine recht junge Wiederaufrebung. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die Elbhänge bei Dresden mit Wein bewachsen. Dann kam die Reblaus und naschte sich – zum Ärger der Winzer und zur Freude der Grundstück-Spekulanten – durch die Weinberge. Das Aus für die Weinwirtschaft bedeutete Aufschwung im Villenbau, in bevorzugter und von der Sonne verwöhnter Lage.
Nun wird also, wo es noch geht, wieder aufgerebt, was dem Hang gut bekommt. Pessimisten sehen im Bau der Waldschlösschenbrücke übrigens den Anfang vom Ende sensiblen Bauens und fürchten, dass dann auch das letzte Grün vom Elbhang verschwindet und man die Grundstücke zur Bebauung, schlimmer noch: zur rentablen mehrstöckigen Bebauung freigibt. Mit fehlendem Welterbetitel geht das natürlich einfacher.
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| Dinglingers Weinberg |
Die Hangbebauung wird dichter, das ist der Stadtteil "Weißer Hirsch". Um 1900 herum hatte der Hirsch einen weltweit guten Ruf wegen der Sanatorien dort oben, die Bebauung ist entsprechend großzügig. Ein Haus am Hang fällt besonders auf: Die Sternwarte, die zum Forschungsinstitut Manfred von Ardenne gehört. Hier forschte Manfred Baron von Ardenne, ein Multitalent mit "rund 600 Erfindungen und Patente in der Funk- und Fernsehtechnik, Elektronenmikroskopie, Nuklear-. Plasma- und Medizintechnik" (Wikipedia).
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| Blaues Wunder |
Direkt vor und auch hinter dem Blauen Wunder lohnt sich auch ein Blick nach rechts: Da liegt Blasewitz, das Schiller im Wallenstein beiläufig erwähnte ("Was? Der Blitz! Das ist ja die Gustel aus Blasewitz!"). In Blasewitz gibt es drei gastronomisch besuchenswerte Einrichtungen: Die Villa Marie - die sieht nicht nur sehr italienisch aus, sondern ist auch so. Nicht preiswert, aber sehr gutes Vitello Tonnato und eine schöne Lammkeule - und immer wichtiges Sehpublikum. Hier treffen sich gerne Professoren mit ihren Studentinnen, man sieht Künstler und Anwälte und freut sich, dass es hier fast so ist wie in der Toskana. Nur dass die keine Elbe und keinen Blick aufs Blaue Wunder haben dort! Direkt neben der Villa Marie ist das Café Toscana. Wer (noch) einmal vornehme alte Damen beim Kaffeekränzchen sehen will, hat hier große Chancen! Der dritte Ort im Bunde ist der Schillergarten - auf der anderen Straßenseite, gleiche Elbseite - man kann unter der Brücke durch. Ein toller Biergarten an einem Ort, wo es seit siebzehnhundertdunnekirchen schon ein Gasthaus gab. Das Publikum dort ist kunterbunt - bei unserer Dampferfahrt verließ Georg Milbradt, da schon nicht mehr Ministerpräsident des Landes Sachsen, den Dampfer, um mit ein paar übrig gebliebenen Parteifreunden einen trinken zu gehen.
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| Loschwitzer Elbhang |
Bei der Weiterfahrt bleibt es erst einmal links interessant - mit dem Elbdorf Wachwitz und dem Fernsehturm. Das ist aber ein Ziel eines eigenen Welterbe-Spaziergangs, deswegen dazu später mehr. Der Elbhang ist nun wieder mehr bewaldet als behaust, was ihm sehr gut steht. Am anderen Elbufer passieren wir Laubegast und die Schiffswerft, gucken aber schon wieder nach links, weil hier eine Kirche Farbe bekennt. Maria am Wasser lässt eine Welterbe-Fahne aus dem Fenster hängen und bekommt dafür an dieser Stelle Applaus! Klapp klapp klapp...
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| Pillnitz mit Elbsandsteingebir… |
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| Schloss Pillnitz |
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| Sonnenuntergang über der Elbe |
Bei der Ankunft in Dresden hat die Blaue Stunde, die ja leider immer nur 15 bis 30 Minuten dauert, gerade eingesetzt - ein Spaziergang über den Theaterplatz und durch den Zwinger ist jetzt eigentlich ein Muss!
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| Hofkirche mit Hausmannsturm |
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| Zwinger mit Taschenbergpalais |
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| Zwinger |
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Pandarinepro says:
*schmacht*
The Guennipro says:
Eine beeindruckende Schilderung einer wunderschönen Landschaft!
lichtundschattenpro says:
Liest sich sehr verlockend.
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19.40 Blasewitz
20.30 Pillnitz an und auch wieder ab
21.30 Terrassenufer
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Curlgirl says:
Pandarinepro replies:
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Pandarinepro replies:
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Pandarinepro replies:
Dabei ist Haeuser ansehen ja noch nicht mal halb so anstrengend, wie z.B. Wohnungen verkaufen ;-)))
Curlgirl replies:
Pandarinepro replies:
lichtundschattenpro replies:
Wenn das Wetter mitspielt, könnten wir sie nächste Woche machen. :-)
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Pandarinepro replies:
Wow.
The Guennipro replies:
Pandarinepro replies:
A.Meise says:
(Wie lange ist's noch bis April?!)
stip replies:
und um das klar zu stellen: ich hatte diese eine fahrt nicht bezahlt, sondern dort gearbeitet und dies als nebenprodukt geschrieben. sonst verdient die dampfschiffahrt auch an mir ;-)
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A.Meise replies:
Nein, wir (bzw. ich, Frau Kejana wird einfach mitgeschleppt *g*) planen eine Hinfahrt nach Pillnitz am späteren Vormittag, dann werden wir dort ein bisschen rumlatschen und vor allem die Kamelie besichtigen. (Vor Jahren habe ich sie zum ersten Mal auf Fotos gesehen und seitdem war klar: Eines Tages gucke ich sie mir live und in Farbe und 3-D an!) Und je nachdem, wann wir damit fertig sind, nehmen wir den nächsten Kahn zurück und gucken mal, was der Tag noch so im Ärmel hat für uns.