Sehr geehrte Damen und Herren.

Nach Ihrem Fauxpas letzte Woche bin ich heute ein bisschen versöhnt. Sie hatten es zwar nicht geschafft, über die Großdemonstration Freiheit statt Angst am 11. Oktober zu berichten, dafür haben Sie heute zwei Artikel und einen Kommentar zu einem verwandten Thema. Insbesondere den Kommentar halte ich für gelungen.

Jeder kann sich vermutlich recht gut vorstellen, was ein "nackt ausziehen" durch ein technisches Gerät für sie bedeutet. Dass dies aber nur die letzte Entwicklung im paranoiden "Kampf gegen den Terror" darstellt, der inzwischen zu einem "Kampf gegen den Bürger und seine Rechte" ausgeartet ist, übersehen die meisten leider. Durch die Vorratsdatenspeicherung, den elektronischen Pass, die elektronische Gesundheitskarte wird jeder im übertragenen Sinne ausgezogen. übertragenen Sinne ausgezogen. Manche ziehen sich sogar freiwillig vor Unternehmen aus, indem sie sich eine Kundenkarte aufschwatzen lassen.

Sämtliche Informationen werden (zunehmend) zentral abgespeichert. Wie wir aus den letzten Wochen mit den Datenskandalen bei Telekom und anderen wissen, sind zentrale Datensammlungen nicht immer sicher. Ja, wir leben im Informationszeitalter und das ist genau der Grund, warum gegen die Datensammelwut von Staat und Wirtschaft vorgegangen werden muss. Information ist Geld und Geld weckt Begehrlichkeiten. Jeder muss erkennen, dass Informationen über Ihn genauso einen Teil von Ihm wie ein Fingernagel und manchmal genauso intim wie ein Geschlechtsorgan sind.

S.B.

Diesmal habe ich leider keine direkte Antwort erhalten. In der Samstagsausgabe wurde er ebenfalls nicht abgedruckt, wobei ich keinen einzigen Leserbrief fand. Vielleicht habe ich die Seite überblättert.