Hinter dem Schilf beginnt Falkenland.

Expedition in Falkenland

Dort ist es beinahe windstill. Der Tod ist spürbar. Verendete Jungmöwen.

Expedition in Falkenland

Den Kopf verdreht, die blauen Augen starren leblos.

Expedition in Falkenland

Weiter drinnen noch eine, nur noch blanke Knochen, daneben ein Häufchen Flaumfedern, der Rest schon lange vom Wind verblasen. Die Zahl der Mücken hat deutlich zugenommen.

Expedition in Falkenland

Auf den Blüten sitzen bunte Fleischfliegen. Zwischen dem Strandflieder zwei Hasen. Oder was davon noch übrig ist. Die vertrockneten Löffel stehen zwischen Grashalmen, der Kopf steckt halb im Sand.

Expedition in Falkenland

Durch die leeren Augenhöhlen streift ein Käfer.

Expedition in Falkenland

Hinten schaut noch ein Beinknochen aus dem Boden und der Schwanz ragt beinahe noch intakt an abgenagten Wirbeln.

Expedition in Falkenland

Vom zweiten ist nur das Gerippe übrig, die Beine vom Sprung gestreckt, den Brustkorb ganz vorgestreckt, an den Rippenbögen hängen noch einzelne Haarbüschel. Auf einem Pfahl voraus sitzt der Herr über den Tod:

Expedition in Falkenland

Der Turmfalke sieht herüber. Ein gelbes Auge mit runder schwarzer Pupille, gelblicher Schnabel mit tödlicher schwarzer Spitze, gelbe Beine mit scharfen schwarzen Krallen. Er sitzt ganz aufrecht, wirkt viel kleiner als seine Opfer. Das linke Bein hat er nach vorne ausgestreckt. Als wir näher kommen nimmt er das Bein herunter, duckt sich nach vorne. Stromlinienförmig, konzentriert und voller Anspannung. Er fliegt noch eine Weile voraus, von Pfahl zu Pfahl.

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Dann über eine flache Düne, eine Rosenhecke noch und der Spuk ist vorbei. Weiter vorne sehen wir den Dünenübergang: das Ende der Spiekerooger Ostplate.

Expedition in Falkenland

Der Westturm von Wangerooge ist zum Greifen nah.