Der Gefreite Britt war tatsächlich Schuld. Sohn einer deutschen Mutter und eines englischen Unteroffiziers, in deren Armee die Prügelstrafe auch im öffentlichen Raum damals noch zum guten Ton gehörte. Britt war nett, kurzes rötlichblondes Haar, ordentlicher kurz geschorener Bart, Brille mit Drahtgestell, überhaupt ein drahtiger Typ aber sehr freundlich, auch mit den Neuen. Jeder konnte Britt gut leiden. Viel Zeit verbrachte er mit den Gefreiten Jäger und Siebler, wohl weil sie im Zivilleben Nachbarn waren und Kollegen.

Einmal war ein Gewehr weg. Kurz vor Dienstschluss. Also wurde die ganze Kaserne gesperrt, keiner konnte nach Hause fahren. Auf dem Gelände war die große Suchaktion im Gange. Vom Gewehr fehlte jede Spur. Auch die Befragungen der Kameraden brachten kein Ergebnis. Niemand hatte die leiseste Ahnung. Am Ende kam heraus, dass Benzin gestohlen wurde und dass Siebler und Schütze es gewesen waren und dass Britt das mit dem Gewehr gewesen war. Das tauchte hinter dem Kasernenzaun wieder auf und Britt verschwand für lange Zeit.