Der Gefreite Siebler, ein schmieriger Typ mit einer sehr prägnanten, gebogenen Nase, so wie hölzerne Kasperfiguren eine haben, etwa 1,70 Meter und kompakt, war nicht nur Jägers Stubengefährte, sondern stachelte seinen tumben Kameraden immer zu irgendwelchem Unsinn an, den der dann allein ausbaden konnte. Vermutlich hatte Siebler ihm damals auf Wache auch absichtlich das falsche Fahnenende in die Hand gegeben: »Los, zieh hoch, Jäger, heute muss gelb zuerst«. Ständig stichelte er und säte Zwietracht.

Einmal, wie sie mit Sieblers Ascona nach Hause fahren wollten und der Tank leer war, steuerten sie den T-Bereich an und weil niemand sie gesehen hatte, zapften sie Benzin vom Iltis des Kompaniechefs der Nachbarkompanie. Das ging so gut, dass sie den Vorgang noch häufig wiederholten und nach und nach auch die Parkplätze einbezogen, auf denen ihre Kameraden ihre Zivilautos abstellten. Das wäre wohl nie herausgekommen, wenn nicht plötzlich das Gewehr verschwunden wäre. Doch daran waren weder Jäger noch Siebler schuld.