4.

Der Gefreite Jäger, beinahe zwei Meter groß, kräftig, den zu dicken Bauch vorgestreckt, hängende Schultern mit runterhängenden Armen war ein dunkler Typ. Dunkle Haare, dunkle, tief liegende Augen, dunkle schief stehende Zähne, wirkte immer schmutzig und sehr verloren in seinem schmuddeligen Grünzeug. Meist hing er mit dem Gefreiten Siebler, einem verschlagenen schmierigen Typ zusammen. Gemeinsam hatten sie auch über Wochen von Bundeswehr und Kameraden Sprit geklaut, um abends nach Hause fahren zu können.

Einmal früh morgens, während der Torwache, hatte der Gefreite Jäger die Fahne falsch herum hoch gezogen. »Das Schwarze zuerst, das Gelbe am Schluss«, hatten uns die Wachhabenden eingeschärft und wir nur drüber gelacht und Schütze am Lautesten und dann hing der Adler kopfüber oben. Viel später, ist der Benzindiebstahl rausgekommen und Jäger saß am Kasernentorhäuschen im Bau. Sie haben ihn gefragt warum. Da hat er die Augen weit aufgerissen: »Wir brauchten doch Sprit, wir mussten doch nach Hause «.