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Der Pionier Dödelmeier, ein schmächtiges Bürschchen, Name Programm aber wirklich nett, hellbraunes dünnes Haar, schmales rotes Gesicht voller Akne und Narben, Oberlippenbart, war für alle der Prügelknabe. Gelernter Maler und Anstreicher aus Bünde, war er den Anfeindungen seiner Vorgesetzten und Kameraden ebenso hilflos ausgesetzt wie den Herausforderungen des Alltags. Dödelmeier hatte eine sehr junge und ebenso schmächtige und rotgesichtige Freundin, fuhr Opel Kadett aufgemotzt und kannte alle Bordelle der Umgebung.

Einmal, kurz vor der Führerscheinprüfung Klasse 2, hatte der Fahrlehrer hysterisch aus dem Fenster gezeigt: »Dödelmeier, weißt Du was das ist? Ein Fiat 124. Ich schlage vor, dass Du Dir so einen zulegst. Damit kannst Du wenigstens keinen Schaden anrichten«. Mit viel Mühe und mogeln hatte Dödelmeier die Bundeswehrfahrschule absolviert. Nach bestandener Prüfung kam er in die 126. Da durfte er dann bis zur Entlassung die Schwimmbrücke M2 Alligator führen, ein 14 Meter langes und 25 Tonnen schweres Ungetüm mit Überbreite.