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March 3rd, 2009

Der Unterschied zwischen einer handelsüblichen CD und einer MP3-Datei ohne DRM ist,

music is everywhere
music is everywhere
...das ich die CD im Bus liegen lassen kann und dadurch nur einen physischen Verlust zu beklagen habe. Natürlich ist der Sammlerwert usw. auch noch zu berücksichtigen. Aber darum geht es hier nicht. Kommt mir aber eine Sounddatei, welche mit einem Wasserzeichen geschützt (also personalisiert!) ist, auf ähnliche Weise abhanden, wird es arg. Der Dieb muss sich nicht um das Wasserzeichen kümmern und stellt die Datei in eine Tauschbörse usw. Die Datei verbreitet sich ohne weiteres Zutun um die ganze Welt. Völlig unkontrolliert.

Die Industrie bekommt das mit und verklagt den Besitzer der Datei.

Die Beweislast liegt letztendlich beim Besitzer der Ursprungsdatei. Der muss jetzt beweisen, dass ihm die Datei geklaut wurde. Was für ein Ärger. Gerade deswegen, weil es heute schon sehr leicht ist, nicht so technisch versierte Benutzer zu beklauen. Die Möglichkeiten des Dateidiebstahls (auch durch physischen Diebstahl) sind nahezu unbegrenzt.

Ein Grund, seine Tonträger noch als richtiges physisches Medium zu erwerben.
Eine Datei mit Watermark würde ich noch nicht einmal verleihen. Natürlich gilt das auch für Bücher, Filme und andere schützenswerte Medienarten. Wer garantiert mir, dass die Datei in die richtigen Hänge kommt und nirgendwo vergessen wird. Im "Copy-and-Paste-Zeitalter" ist das bei den vielen zugemüllten Festplatten schnell der Fall. Einen richtiger Verleih-Worklow ist da nicht vorgesehen. Das ist ja auch Kalkül. So verkauft man evtl. mehr. Ob das stimmt, werden die Zahlen zeigen.

Wenn ich heute möchte, dass sich ein Freund das neue Album von XY anhört, dann gebe ich ihm den Tonträger einfach mit. Oder ich mache das, worüber man öffentlich nicht schreiben muss, weil sowieso jeder weiß, was gemeint ist ;-)

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March 3rd, 2009

Web 2.0 und der Islam

Altona
Altona
Bundesregierung: Web 2.0 hat hohe Bedeutung für islamistische Propaganda (heise.de)

Natürlich ist das wieder mal so eine schöne Meldung, wie ich sie liebe. Man hätte aber auch genaso gut schreiben können, dass das Web 2.0 diesem Personenkreis schadet. Denn das Web kann Dinge nicht nur populärer machen, sondern auch verwässern und abschwächen. Die meisten Nutzer können doch heute schon außerhalb der großen gesicherten Quellen nicht mehr entscheiden, ob die Informationen, die sich gerade lesen, wirklich echt sind. Dazu ist die Bandbreite der Informationen viel zu groß. Ein gutes Beispiel sind die vielen Blogs, welche für virales Marketing benutzt werden. Die sind oft von guten privaten Blogs kaum zu unterscheiden. Gerade noch habe ich wieder einen Artikel über einen gekauften australischen Blogger gelesen.

Es gibt Menschen, die dafür bezahlt werden, in Foren bestimmte Meinungen zu vertreten und Gruppen zu bilden. Dann gibt es noch Menschen, die alles per "Copy & Paste" verwursten und damit groben Unfug treiben. In so einen Sumpf können doch nur Eingeweihte die für sie relevanten Informationen herauslesen. Denn Sie kennen die sicheren Quellen und warten auf bestimmte für sie wichtige Ereignisse. Für den Rest bleibt es ein trüber Brei aus unterschiedlichen Informationshappen. Mehr nicht.

Wenn ich diesen CDU-Käse in der Meldung lese, der da über soziale Netzwerke geschrieben steht, dann sollte man auch öffentliche Plätze und das Briefgeheimnis besser unter Kontrolle haben. Sonst wird z.B. auf dem Schulhof ja vielleicht ein achso gefährliches Feindbild verbreitet und eine neue Wahrheit in den Köpfen der Heranwachsenden installiert. Vielleicht sogar als Klingelton im Abo!

Köstlich!

Update:

Bei Heise.de gab es auch gleich einen Forenbeitrag mit folgendem Titel:
So ein Quatsch - auch Web2.0 ist hauptsächlich für P0rN und Raubkopien

haha

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