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May 11, 2009

Ich will Zensur! Her mit dem Gesetz!

SCRRREEAAAMM! (Help me! I´m dying!)
SCRRREEAAAMM! (Help me! I´m dy…
Nein. Ich will jetzt nicht einen Gegentrend einläuten, um dem Mainstream des "Dagegenseins" zu entkommen. Ich würde trotzdem gerne sehen, was passiert, wenn man "denen da oben" mal freie Hand lässt. Viele Dinge erledigen sich nämlich schnell von selbst.

Eine denkbare Weiterführung der Geschichte wäre z.B.:

Gesetz da. Zensur läuft. Teilweise Filterung. Natürlich weckt das Begehrlichkeiten. Die Lobby der diversen Rechteinhaber drücken weitere Filter durch. Alles wird geregelt, geblockt und zur Anzeige gebracht. Das Nutzerverhalten der der Menschen ändert sich drastisch. Das Internet wird mehr und mehr zu einer reinen Business-Plattform. Denn nun werden auch Liedtexte und zufällig im Hintergrund laufende Musik aus allen Medienpools dank guter Suchalgorythmen entfernt. Die Menschen suchen sich - so wie die Kriminellen, vor denen man uns ja schützen wollte - neue Distributionswege. Das zeichnet den Menschen ja aus. Anpassungsfähigkeit und kreative Lösungskompetenz.

Die freie Kunst blüht wieder auf. Denn wenn der Mensch in irgendeiner Form unterdrückt oder eingeschränkt wird, wird er kreativer und sucht sich neue Wege. Das lässt sich in der vergangenen Weltgeschichte immer wieder beobachten. Natürlich betrifft das auch die verdeckte Kriminalität.

Musik kopiert man wieder auf Copy-Partys und Kinderschänder versenden Ihren Dreck per Post.

Daher würde ich das Experiment "ZENSUR" gerne mal live erleben. Dann haben wir wieder etwas, das wir kreativ umgehen können.

Ich freue mich schon darauf!

Published at 06:54 / 20 comments / 449 visits
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May 13, 2009

Natürlich ist das kriminell!

Ich will hier jetzt gar nicht auf die ganzen einzelnen Aspekte der Momentanen Histerie um Urheberrechtsverstöße und deren Ahndung eingehen.

Aber eines ist doch ganz klar:
Wenn ich mich durch den Notausgang eines Kinos rein schleiche, um einen Film kostenlos zu schauen, dann ist das Diebstahl. Und wenn ich erwischt werde, bekomme meistens eine Anzeige und Hausverbot. Oder etwa nicht? Daher müssen wir uns alle die Frage stellen, ob es weniger kriminell ist, wenn so eine Aktion im Internet stattfindet.

Aber wir wollen ja in Wirklichkeit nur Freiheit und Gerechtigkeit. Oder? Daraus sollte aber nicht die Freiheit, alles kopieren zu dürfen, werden.

PS: Natürlich bin ich auch nicht dafür, dass Rechteverwerter sich dumm und dusselig verdienen. Das jeder verklagt wird, der Songtexte veröffentlicht usw. Musik gehört einfach zum Leben dazu. Man sollte den Menschen schon etwas mehr Freiheit im Umgang damit lassen. Nur so kann neues sich verbreiten und entstehen. Aber zahlen sollte man dafür auch. Eine andere Frage ist noch, wie viel der Künstler davon sieht? Aber das ist eine andere Geschichte. ;-)

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May 27, 2009

Sprachnörgelei. Skyped!

Chat-Sprache im Visier der Wissenschaft (http://www.heise.de/newsticker/meldung/139425)

Dieser Artikel ist gearde bei Heise erschien. Er handelt vom letzten Treffen der Akademien der Wissenschaften mit dem Ziel, die Auswirkungen des Chattens auf die deutsche Sprache zu untersuchen. Den Artikel kann sich ja jeder kurz selber durchlesen (siehe Link). Interessanter ist mal wieder das Diskussionsforum zum Artikel. Dort lesen wir nämlich Beiträge, wie diesen hier:

> Sowieso Schwachsinn, daß für nen Telefon X ein extra Verb erfunden
> werden musste. Hab' noch nie jemanden gehört, der sagt "ich geh jetzt
> mercedesen", wenn er mit seinem Daimler rumfährt.

aber dafür sind alle nurnoch am "googlen" und suchen nichtsmehr :-/
und man schreibt auch keine Tagebücher mehr sondern "blogt"
Diese Seuche scheint sich wohl primär auf irgendwelche
hype-Tätigkeiten zu beziehen - da von der "Normalbevölkerung" keiner
eine Ahnung hat, was eigentlich gemeint ist, labert man die sinnlosen
Begriffe einfach solange nach, bis sie sich etabliert haben.

Es ging um den Begriff des "Skypens". Da regt sich der Vorredner darüber auf, dass man diese Tätigkeit doch nicht nach einem Produkt benennen könnte. Außerdem wäre es doch nur die Tätigkeit des Telefonierens, welche hier sprachlich einen falschen Hut aufgesetzt bekommen hat, oder?

Natürlich nicht. Denn Sykpe ist anders. Skype verknüpft P2P-Technologie mit Internet-Telefonie, Chat, einem Gateway in das Festnetz und diversen anderen Mehrwertdiensten. Zusammen ergibt es aber eine eigenständige Form der Kommunikation. Oder kann man während eines normalen Festnetz-Telefonates parallel über den selben Anbieter Chatten oder eine Datei an sein Gegenüber hochladen? Garantiert nicht. Daher empfinde ich es nicht als störend, wenn sich für diese Form der Kommunikation das Verb "skypen" durchsetzt.

Die Antwort auf das Ursprungsposting ist aber auch falsch. Ich kann nicht feststellen, dass immer mehr Leute "googlen" sagen, wenn sich einen Suchvorgang ohne Zuhilfenahme dieser Suchmaschine beschreiben wollen. Es kann aber schon sein, dass aufgrund der Einfachheit dieses Suchdienstes öfter gegoogled als herkömmlich im Brockhaus gesucht wird. Warum auch nicht. Aber vertauscht habe ich diese Wörter noch nie. Dasselbe gilt natürlich auch für das Bloggen. Ein Blog ist zwar eine Art Web-Tagebuch. Aber eben nicht nur. Ein Blog ist mehr als das. Und keiner käme auf die Idee folgendes zu sagen: "Wo ist denn mein Stift? Ich will noch kurz etwas in mein ledernes Tagebuch bloggen.". Was für ein Unsinn.

Und wenn man sich schon über den Niedergang der deutschen Sprache aufregt, dann sollte man doch gerade Wörter wie "hype-Tätigkeiten" lieber vermeiden. Auch wenn ich kein Problem mit solchen Wortkonstrukten habe. Aber für Nörgler sollte das doch Tabu sein, oder? ;-)

PS:

Natürlich plattert man Begriffe, welche einem gut und griffig erscheinen immer wieder nach. So entwickelt sich unsere Sprache eben. Wir sprechen ja auch nicht mehr im schillerischen Sing-Sang von damals.

Eine kleine google-Statistik der Begriffe:

Skypen = 51.000 Treffer
Telefonieren = 5.050.000 Treffer

Leider:
Keine Ergebnisse für "hype-tätigkeiten" gefunden.

Published at 10:05 / 10 comments / 368 visits
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