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| walk home alone |
Da wären Menschen mit:
- doppelter Staatsbürgerschaft und zwei Wohnungen
- nur einer Wohnung und dem Willen beide Wohnorte zu pflegen
- einem Problem oder der Unlust sich in zwei Welten zu bewegen
- einer leichten Abneigung geben die neue Heimat der Anderen
Bei Flickr liegt nun unsere alte Hamburg-Gruppe in Trümmern und ich fange an, mir Gedanke darüber zu machen. Dort noch etwas zu veröffentlichen, wäre fast schon so, als wenn man seinen Kühlschrank öffnet um sich mit der italienischen Wildschwein-Salami aus der Toskana zu unterhalten. Natürlich stellt man sich nun die Frage, ob der harte Kern der Gruppe tatsächlich nur aus ca. 50-60 Leute bestand, die nun hier eine neue Heimat gefunden haben. Der Rest hat einfach nur Bilder in die Gruppe gestellt. Das war für mich auch immer eines der großen Probleme bei Flickr.
Flickr hatte sich in den letzten Monaten imme mehr zu einem View-Explore-Dienst entwickelt. Man stellte seine Bilder nur in der Hoffnung in Gruppen, dass Jemand sie sich anschauen würde. Das führte zu einer inflationären Vermehrung dieser ganzen Award-and-Comment-Gruppen. Ich habe es eine Zeit lang auch ausgiebig getan. Schnell war ich wieder geheilt.
Es ging nur noch um Statistik.
Wo war denn der Community-Gedanke? Die Peer-Groups? Gruppen bestehen bei Flickr aus einem Bilderpool, einem simplen (sehr simplen) Forum und einer Startseite (die sich - bis auf den harten Kern - keiner angeschaut hat). Gab es eine Newsletterfunktion, einen Eventkalender oder einen Gruppenblog? Nein. Natürlich habe ich schon vor über einem Jahr ein paar Mails deswegen an Flickr geschrieben. Da kam aber nichts zurück.
Wie soll man da denn ein paar vernünftige Interessengruppen aufbauen können? Außer Flickrmail (die ich immer nur an eine Person schicken kann) stand mir doch kein anständiges Kommunikationsmittel zur Verfügung. Jetzt wo ich bei Ipernity bin, fällt mir erst auf, was mir in den letzten Monaten gefehlt hat. Hier habe ich das Gefühl, mehr über meine Kontakte zu erfahren und mit ihnen besser kommunizieren zu können. Was bedeutet schon ein Foto, wenn man die ganze Geschichte und den Menschen dahinter nicht kennt? Was bringen mir tausend Gruppen und annonyme Besucher, die meine Fotos anschauen und meine Bilder mit unzähligen Awards garnieren?
Ich will Flickr mit diesem Aufsatz nicht angreifen. Ich möchte nur darlegen, warum mir meine neue Heimat so gut gefällt und das die Zensurdebatte nicht der Grund für den Wechsel war. Ich bin hier geblieben, weil mir die Nachbarn, die Gegend und die Räumlichkeiten so gut gefallen.
Warum wollen wohl so viele der Annonymität ihrer Hochhauswohnung entkommen um sich ein nettes Häuschen in einer Gegend zu suchen, in der sie ihre Nachbarn noch etwas besser kennen? Da wo man sich gegenseitig hilft und ab und zu eine kleine Grillparty im Garten steigt?
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Ralf Stockmann says:
- nach zweieinhalb Jahren Flickr (das nennt man dann wohl "old school") fremdel ich hier bisher doch ganz gewaltig. Das liegt wohl in erster Linie daran, dass in Flickr 95% meiner Kontakte international waren - ich habe sogar vermieden allzuviele deutsche Kontakte aufzubauen (insgesamt vielleicht drei oder vier).
- Die Blogs hier sind gut. Das bringt eine Note herein die Flickr nicht hatte, mag ich sehr.
- Videos und Audio finde ich sehr überflüssig, aber das ist wohl Geschmackssache.
manganite replies:
rob_visual says:
"Hello Nils,
Thanks, this is very interesting.
You know, at first we worked to make ipernity a cool place to share "things" with your friends
and family. Pushing your "things" to the rest of the world was secondary.
And we always considered flickr as a place for "pro" photographers, not a place for friends.
It's not true. many people are using flickr in a small community way. But it was not designed
for that. Or has it become a place where people fight for ranks ? It's unbelivable that 80%
of the comments are for group promotion.
We are currenlty observing how people use ipernity, and how they would like it to be.
This will help us to improve ipernity.
Have a great day,
Christophe."
manganite replies:
Und die 80% nehme ich ihm auch nicht ab. Dazu sind es dann doch nicht genug Leute, die an sowas teilnehmen.
Aber gut, was soll er schreiben? Wir wollen einen flickr Klon machen, der besser ist als das Original. Das wäre vielleicht ehrlich, aber nicht unbedingt förderlich ;)
Blue Silver says:
Ich will damit sagen, wir bestimmen sozusagen mit; ein Teil liegt an uns, Qualität statt Quantität.
Übrigens, wenn wir wirklich Wert auf Internationalität legen, dann sollten wir die Komemntare zu den Fotos auch in Englisch schreiben. Eine sehr lieb gewordene Kontakte sind mir/uns/euch schon gefolgt. Das wird schon noch.
manganite replies:
Blue Silver replies:
Natürlich 'darf' man das und jeder kann das so machen, wie es ihm/ihr Spaß macht ... aber ich für mich finde es besser, wenn nicht nur Comments, Favs und vor allem Awards verteilt werden, nur um selbst wiederum welche zu bekommen (und so war es letzte Zeit dort drüben). Ich hatte den Eindruck, sie wurden nur noch wahllos herumgestreut und die Award-Gruppen wurden von Tag zu Tag mehr. Anfangs fand ich einige sogar gut und habe mitgemacht, aber das nahm schnell überhand. Mir ist es lieber, man guckt mein Bild richtig an, was man am Comment merkt; ein Fav ist auch nicht schlecht, aber Awards brauche ich nicht.
Mona Lisa says: