Für mich gibt's heute mal Grund zur Freude. Freude darüber, daß ich nicht mehr in Thüringen leben muß - wo ich geboren wurde, unweit von Rudolstadt. Freude darüber, daß ich schon im Alter von 17 Jahren diese schwarz-braune Gegend verlassen konnte, die zu meinen Schulzeiten zudem noch mit kräftigem Rot übertüncht worden war.

Die Erlebnisse der Pfarrersfamilie wundern mich nicht, ich kenne schließlich meine Landsleute.
 

(PR-inside.com 02.04.2008 15:46:56)

"Erfurt/Halle (AP) Wegen rassistischer Anfeindungen ist eine Pfarrersfamilie aus dem thüringischen Rudolstadt nach Nordrhein-Westfalen geflüchtet. Nach einem Bericht der in Halle erscheinenden «Mitteldeutsche Zeitung» vom Mittwoch verließ die Familie des Schulbeauftragten für die evangelische Kirche in Südthüringen, Reiner Andreas Neuschäfer, Thüringen nach sieben Jahren und wohnt bereits seit September 2007 in Erkelenz. Der Vorfall löste große Bestürzung aus.
Neuschäfers Ehefrau Miriam, die eine indische Mutter hat, wie auch ihre fünf Kinder sahen sich nach eigener Darstellung anhaltender Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt. Ein Kind sei als «Nigger» beschimpft, ein anderes in der Schule verprügelt worden. Frau Neuschäfer erklärte der Zeitung, die Leute hätten ihr ins Gesicht gesagt: «So was hat man früher zwangssterilisiert!» Die Familie war 2000 aus dem Rheinland nach Thüringen gezogen..."

 

Ich bin nicht stolz, ein Thüringer zu sein...

Ich wünsche der Familie Neuschäfer alles Gute.