Rasch2000 Published on February 25, 2009
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Leseempfehlung

Wednesday February 25, 2009 at 02:15PM








AUTOR(EN) Susanne Schädlich VERLAG Droemer Sachbuch SEITENZAHL 240 AUSSTATTUNG HC + SU HC PREIS EUR (D) 16,95 ISBN3-426-27463-9 ISBN 978-3-426-27463-7

ERSCHEINUNGSTERMIN 16.02.2009

Frankfurter Rundschau

| 20.02.2009

"Es ist eine Chronik von dokumentarischem Rang und literarischem Gewicht. Man legt sie nicht ohne Ergriffenheit aus der Hand." (Karl Corino)

Rheinischer Merkur

| 19.02.2009

"Susanne Schädlich berichtet in „Immer wieder Dezember“ von einem Stasi-Verrat in der eigenen Familie und liefert eine beeindruckende Erzählung über eine ungewöhnliche Kindheit in der DDR. (…) „Immer wieder Dezember“ ist ein betörendes Buch, eine entsetzliche Geschichte von Vertrauen und Verrat, wie ich sie so schön geschrieben in letzter Zeit nicht gelesen habe, hochliterarisch und gleichzeitig schmerzhaft authentisch, eingebettet in eine clevere Erzählstruktur und gleichzeitig erschütternd ehrlich." (Helmuth Frauendorfer)

DeutschlandRadio "Radiofeuilleton"

| 16.02.2009

"(…) ein beachtenswerter Beitrag zum Wendejubiläum in diesem Jahr vor: eine Abrechnung mit dem System, das sich sozialistisch nannte, aber vor allem darauf bedacht war, Menschen gefügig zu machen." (Vladimir Balzer)



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pehei says:
Hast Du es auch selbst gelesen? War es gut?
Posted 9 months ago. ( permalink )
Rasch2000pro replies:
Ich habe es bereits selbst gelesen, fand es sehr gut. Bringt mich dazu, auch das erste Buch der Autorin noch lesen zu wollen.
Posted 9 months ago. ( permalink / translate )
Cezar /Kaiserpro says:
MDR-Kultur, mein Sender! Eine Oase in der Wüste trostloser Medienlandschaften. Dein Buchtipp ist hervorragend! Ich bin selbst als DDR-Esperantist bespitzelt worden, von Leuten, die heute noch als bedeutende Lingvisten gefeiert werden. Ich könnte mein Liedchen zum Thema beitragen, habe aber für mich entschieden keine Akte über mich zu lesen. ich will nicht der Verfolger derer sein, die mich verfolgten, dann wäre ja auch ich ein Verfolger, begäbe mich herab auf das Niveau dieses Abschaumes der Menschheit. Ausserdem verliert man viel Zeit, die man mit angenehmeren Dingen ausfülllen sollte. Ich bin kein Menschenjäger, werde nie einer sein, ich verachte jeden Spitzel und ignoriere die ganze stumpfsinnige Bande. Dem Pack muss man aber doch en wenig dankbar sein, sie haben die DDR mit ihr Wühltätigkeit so gründlich unterhöhlt, dass sie schliesslich wie vom Schlag getroffen zusammenfiel. Der größte Feind der DDR waren diese Spitzel, sie wussten es nur nicht, ahnten nicht wie sehr sie sich selbst das Wasser abgruben, mit jedem Bericht, den sie verfassten. Wer solche Leute für sich arbeiten lässt, richtet sich selbst., das gilt auch für die BRD und jeden anderen Staat in der Welt. Gibt es Bücher über die Spitzel westlicher Geheimdienste, solche Bücher wie das von Susanne Schädlich? Das würde mich interessieren, der Spitzel ist ja ein Wesen, dass nie ausstirbt, egal wer an der Macht ist, berühmt ist der Herr Brettschneider im Schwejk, ein Klassiker sozusagen, oder denken wir an Stefan Zweig und seinen Fouchet, wieder ein Klassiker. Julius Caesar hatte keine Spitzel um sich geschart, war zu stolz dafür, das erfreute die Spitzel der Gegenseite, die ihn so leicht in die Falle locken konnten.

Dein Cez!
Posted 9 months ago. ( permalink / translate )
Rasch2000pro replies:
Manchmal ist aber sogar bei den Spitzeln "ausser Spesen nichts gewesen" ;-)

Für mehr Spesen
Stasi-Leute erfanden Spitzel-Berichte
Berlin (RPO). Stasi-Offiziere haben zu DDR-Zeiten offenbar vollständige Spitzel-Vorgänge komplett erfunden und Spitzelberichte gefälscht, um illegal Spesen abzurechnen. Spezialisten der Stasi-Aktenbeauftragten Marianne Birthler fanden 24 fiktive Vorgänge, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Die Fälscher seien aber durch eine interne Kontrolle im Ministerium für Staatssicherheit aufgeflogen.

rp-online

Deine Haltung, kein Verfolger der Verfolger sein zu wollen, ist ehrenwert. Es freut nur die Schweinehunde, die mit dem, was sie angerichtet haben, davonkommen.
Ich finde eher, daß man die Täter ( alte KZ-Schergen wie den Demjaniuk u.a.) ruhig beunruhigen sollte. Einen ruhigen Lebensabend haben solche Leute nicht verdient.

Deine These, daß die Stasi durch ihre Tätigkeit zum Zusammenbruch selbst beigetragen hat, ist nicht neu:

"Wawrzyn meinte: „Kein Geheimdienst der Welt hätte die DDR gründlicher
destabilisieren können, als die Staatsicherheit es getan hat. Die Stasi hat ein Klima
des gegenseitigen Misstrauens unter die Menschen getragen. Wie das Monster in
einem Horrorfilm saß die Stasi in jeder Gesprächsrunde mit am Tisch Sie hat das
Vertrauen der Menschen in ihren Staat zersetzt und wesentlich zu seinem Zusammenbruch
beigetragen“ .
Wawrzyn irrte gewaltig. Nur wenige Menschen in der DDR wussten, dass es
Inoffizielle Mitarbeiter gab. Und wenn schon „Kundschafter des Friedens“ im
DDR-Fernsehen erschienen, dann waren das Angehörige der Hauptverwaltung
Aufklärung des Markus Wolf. Das Ministerium für Staatssicherheit wäre sicherlich
in der Lage gewesen, die relativ kleine Volksbewegung zu unterdrücken, aber
sie verstand sich konsequent als „Schild und Schwert“ der Partei. Wenn sich ein
Parteimann wie Günter Schabowski hinsetzte um sinngemäß zu sagen: Ab sofort
darf ein jeder reisen, wann und wohin er will, dann war das für die Angehörigen
des Ministerium für Staatssicherheit und seine inoffiziellen Mitarbeiter, die sich
als Schild und Schwert der Partei verstanden, zwar irritierend aber bindend."

Quelle

Bücher westlicher Spitzel müsste es auch geben... Ich werde mal recherchieren ;-)

Nachtrag: Dies ist wohl lesenswert:
''Doppelleben, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2001, ISBN 3-46202981-9, Autobiografie
Carola Stern

siehe auch hier... und hier

Ansonsten: Alles "eine Bande!"

Gruss, Rainer
Posted 9 months ago. ( permalink / translate )
Rasch2000 edited this comment 9 months ago.

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