Meine Erfahrungen mit diversen Apps

Es gibt diverse Quellen für Apps. Eigentlich soll man sie über den Google Store herunterladen. Nur das sei sicher. Es gibt aber auch Hersteller oder Zeitschriften, wie CHIP, die Download anbieten und warum sollen die unsicher sein? Immerhin kann man sich dann die Apps als apk-Datei auf den PC holen und per Kabel auf das Tablet übertragen.
Nachdem ich eine Internet-Verbindung hatte, funktionierte auch die MobiGenie-App und bot eine Fülle von kostenlosen Apps an. Darunter viel Schnulli.
Ich habe mir geholt:

  • Softmaker Free Office (leider bisher gescheitert)
  • Ringdroid (Klingeltöne erstellen, aber für mehr zu gebrauchen)
  • Office Suite (ein Viewer für diverse Office-Formate)
  • Opera Mini (bekannter Browser)
  • Root-Explorer
  • Musik
  • Videoschnitt
  • Bildbearbeitung (besser als ursprünglich vermutet)
  • Quick PDF Scanner
  • Kalender

Es ist schon toll, was da einem angeboten wird. Allerdings die Apps mit erotischen Geschichten auf Hindi konnte ich nicht so recht würdigen. Es gibt zig Versionen vom Koran und von der Bibel, allerlei Ratgeber und Bilderbücher. Muß ich das wirklich immer als App installieren. Würde eine schlichte Textdatei nicht reichen? Aber wahrscheinlich ist so eine App aus ein paar Standard-Komponenten schnell gezimmert und passt dann in das gängige Vertriebskonzept. Sonst müßte ich ja immer sicherstellen, daß mein Anwender auch den entsprechenden Viewer hat.

Mit heißer Nadel?

Viele Apps erscheinen wirklich mit heißer Nadel gestrickt und eine Beleidigung für das ästhetische Empfinden, das bei Android einen lobenswerten Standard erreicht hat. Aber andererseits ist das ein untrügliches Zeichen, daß man wahrscheinlich mit Beispielen aus einem Tutorial rasch zum Ziel kommt und nicht viel von Java verstehen muß.

SoftMaker Free Office

Mit dem Notebook bin ich als langjähriger OpenOffice-Fan 2013 zu Softmaker gewechselt. Es gab eine kostenlose Testversion, die mir lange gereicht hat. Aber dann habe ich die Vollversion gekauft.
Für Android gibt es das volle Paket und ich war gespannt. Man kan kostenlos eine Komponente herunterladen. Ich habe es mit der Präsentation versucht. Aber sie stürzt sofort ab. Erklärungen gibt es bei Android ja keine dazu.
Irgendwo meine ich gelesen zu haben, daß Android 4.4 (KitKat) erforderlich sei und deshalb habe ich mich für das Rooten interessiert. Aber in der Web-Site stand nur 2.2. als Bedingung.

Ringdroid

Es wird versprochen, daß man sich damit Klingeltöne aus Sound-Dateien basteln kann. Download auf das Notebook, mit USB übertragen und installiert. Alles kein Problem. Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch ein paar Musikdateien (mp3) überspielt.

Diese werden auch gefunden und man kann sich eine auswählen. Es wird tatsächlich die Wellenform gezeigt und man kann zwei Schieberegler für den Anfang und das Ende positionieren.

Das Stück dazwischen kann man sich anhören und die Marken solange verschieben bis es paßt. Dann wird das ausgeschnittene Stück Musik abgespeichert. Ich habe es dann hier gefunden: /sdcard/media/audio/ringtones auch wieder als mp3 Leider kann ich es nicht als Weckton auf den Wecker legen. Aber abspielen kann man es ganz normal. Nur wo liegen die Dateien für den Wecker? Unabhängig von der versprochenen Funktion ist es ein praktisches Tool um einen Abschnitt aus einer mp3-Datei heraus zu stanzen und irgendwie zu verwenden. Es soll ja sogar Video-Schnitt-Systeme unter Android geben, wo man Ton brauchen kann.

Musik bearbeiten ist so eine Aufgabe, die man in der U-Bahn oder gut im Zug erledigen kann.

Tastsächlich lassen sich die Klingeltöne doch mit dem Wecker verbinden. Es kommt nur darauf an, welchen Explorer man dazu nimmt. Irgenwo muß ich noch das Intro von "Airwolf" haben. Das ist genau das richtige um einen Kriegsdienstverweiger aus dem Bett zu holen.
Hab ich gefunden, aber in einem mp3-Format, das keinem Player schmeckt.

OfficeSuite

Es ist nicht das, was es vorgibt zu sein. Es sind lediglich Viewer für diverse Dateiformate. Aber gerade deswegen sehr praktisch im Gebrauch.

Musik

Die App, die schon vorinstalliert war, spielt Musik ab. Ich habe nun einen Schwung mp3-Dateien vom Notebook kopiert, die zum Teil aus YouTube-Extrahiert waren. Da weigern sich alle Musik- und Video-Player ziemlich einheitlich, das zu beachten. Ich dachte schon, irgendwas grundsätzliches ist kaputt, weil nie der Titel gespielt wurde, den ich angeklickt habe, sondern ein anderer. Die nicht lesbare Datei wird einfach ignoriert und die nächste lesbare genommen.

Videoschnitt

Man kann damit tatsächlich kleine Videos basteln! Die Möglichkeiten sind begrenzt und das berechnen eines längeren Videoprojekts dauert eben seine Zeit. Aber mit ein wenig Vorbereitung kann man langweilige Diavorträge ersetzen (mit HDMI auf den Fernseher)
Man legt wie gewohnt ein Projekt an, das die benötigten Dateien (Standbilder, Videoclips, Musik) zusammenfaßt. Erst wenn das fertig editiert ist, wird der eigentliche Film produziert.
Es gibt genau eine Datei als Soundtrak (Will man mehrere Titel zusammenstöpseln muß man eine andere App nehmen, die mp3-Dateien zusammenklebt. Gibt es bestimmt.) Hingegen kann man sich Abschnitte aus längeren Musikstücken mit Ringdroid beschaffen.
Beim Bild gibt es rudimentäre Timeline. Standbilder kann man bequem auf die passende Anzeigedauer strecken, eine Art Untertitel dazufügen (nur eine Schriftgröße, vier Formate) und das Bild in Sepia oder als Negativ anzeigen. Das wars dann im wesentlichen.
Exportiert wird das Projekt in drei Qualitätstufen. Wenn man es nur auf dem Tablet zeigen will, reicht die Auflösung des Bildschirms.

Root Explorer

Man kann sich das anschauen, was als Getriebe von Android normalerweise geschützt ist. Wer mutig ist, kann auch eine Datei editieren. t, eine Mini-Ausgabe des bekannten Browsers. Zum ansehen von Web-Sites durchaus zu gebrauchen. Natürlich darf man nicht den umfassenden Luxus eines Browsers auf dem PC erwarten.
Die Anzeige ist angenehm flott, was auch daran liegen mag, daß bei den kleinen Geräten eine Fülle von unnötigem Klimbim auf der Website entfällt.

Bildbearbeitung

Wer hätte das gedach Es gibt bei MobiGenie ein halbes Dutzend Apps zur Bildbearbeitung. Viele machen nur Schnulli, wie Gesichter verzerren oder nette Rahmen hinzufügen.

Ich habe eines ausprobiert, das die abgespeckte Vesion einer käuflichen Software ist. Manchmal kommt der Hinweis, daß diese Funktion nur gehen würde, wenn man sich die Vollversion kauft. Aber damit kann man leben. Die meisten Manipulationen, wie Zuschneiden, Farbqualität verändern (Helligkeit, Kontrast, Schärfe) gehen.
Sogar eine ganze Latte bunter Rahmen kann man über das Bild legen.
Das Ergebnis wird als Kopie in einem eigenen Ordner abgespeichert. Leider findet das Programm seine eigenen Produkte nicht mehr. Dafür muß man über einen externen Datei-Explorer gehen (Davon habe ich ja reichlich).
Die App kann noch mehr. Man kann Texte über das Bild legen und es hat etwas gedauert, bis ich begriffen habe, daß man die Größe mit dem Zwei-Finger-Griff anpassen kann. Es gibt ein paar Schriften und man kann die Farbe wählen.

Bilder kann man auch skalieren, drehen, sogar in einem beliebigen Winkel.
Es gibt Dutzende Filter, nur ein paar sind umsonst.

was der Name sagt. Mit der eingebauten Kamera kann man Dokumente abfotografieren und sie werden wahlweise in jpg oder pdf gespeichert. Natürlich ohne OCR, das wäre zuviel verlangt. Der entscheidende Mehrwert gegenüber dem Kamera-App zum Fotografieren ist das pdf. Man müßte mal schauen, was als Auflösung angegeben ist. Vielleicht reichte es ja doch zum OCR extern.

Kalender

Ich habe eine Menge über Kalender gelernt. Ausgangspunkt wer die Tatsache, daß einige Terminkalender die jeweiligen Termine als ics-Datei verschicken. Man kann die in einem Add-on von Thunderbirg (Lightning) lesen und in eigenen Terminkalender integrieren. Oder mit den unabhändigen SunBird.
Auf dem Tablet ist dieses Format nicht unbedingt vorgesehen. Es gibt einen Kalender, aber der wollte sich gleich mit google verbinden, was ohne Internet-Zugang scheitert.
Ich habe schließlich eine App namens "Ical Import/Exp." gefunden, die nicht nur ics-Dateien importiert, sondern auch den Kalender zum Leben erweckt hat.
Es heißt, es gäbe eine Kalender-Datenbank bei Android. Aber vermutlich im Sperrbezirk.gut vergraben.
Ich würde gerne sagen, wie man an die App kommt, aber ich finde die Stelle zum Download nicht mehr. Jedenfalls kann man damit die Daten auf klassische Weise hin und herschieben.oder als Anhang einer Mail verschicken.
Es mag mittelalterlich klingen, was ich da treibe, denn schließlich hat man ja doch überall Internet-Zugang.