Mi komencis skizon pri la rilato inter Esperanto kaj Pacifismo. Komentoj bonvenaj.
Ne miru, ke "Pacifismo" ne estas facile trovebla en Vikipedo, ĉar konsilas uzi "Pacismo". Se mi ne eraras, ekzistas regulo en Esperanto laŭeble uzi internaciajn terminojn.
Ne miru, ke "Pacifismo" ne estas facile trovebla en Vikipedo, ĉar konsilas uzi "Pacismo". Se mi ne eraras, ekzistas regulo en Esperanto laŭeble uzi internaciajn terminojn.
Ne estas la vero, ke por la Esperantistoj en 1914 la komenco de la milito estis surprizo. Eble la dato estis surpriza, sed ne la fakto, ke minancas granda milito. Por aŭgusto 1914 oni preparis la grandegan, jubilean, dekan Universalan Kongreson en Parizo. Kiel dum la antauaj kongresoj en ĉiuj angulo de eŭropo estis organizitaj karavanoj. Kelkaj ne alvenis en Parizo pro la fermitaj landlimoj inter Germanio kaj Francio. La familio Zamenhof laŭ konsilo de la Berlinaj Esperantistoj interropis sian vojaĝon kaj sukcesis atingi sian hejmon en la Rusio post longa vojaĝo tra skandinavio. La valizo de Zamenhof trovigxis en la deponejo de Bahnhof Friedrichstraße.
Aliaj rusoj ne estis tiom bonŝancaj. La poeto V. Devjatnin, kiu intencis vojaĝi en karavano el Leipzig al Parizo, estis arestita kiel malamika ruso kaj devis pasigi la militon en germana kampadejo.
Eĉ en la revou "Germana Esperantisto" troviĝas komence la jaro 1914 foje grandformataj anoncoj, kiuj varbas por la libro, kiu aperu en Dresden en la presejo de "Ader & Borel", kiu ankaŭ produktas la revuon. Oni anoncis, ke en junio 1914 estus prespreta.
La libro malgraŭ la malfacilaĵoj aperis kaj estas trovebla en diversaj bibliotekoj.
La oficiala historiografio de Esperanto provis ignorigi la proksimajn rilatojn inter Pacifismo kaj Esperanto.
Ekzemple skribas Marcus Sikosek en sia libro "Die neutrale Sprache" von 2006
La antaŭparolon de la libro verkis Dr. Heinrich Arnhold. Li informas, ke li aŭdis la unuan fojon pri Esperanto en la jaro 1906 de Bertha von Suttner, kiu estis gasto en la domo de lia parto Georg Arnhold. Li komencis lerni kaj du jarojn poste li estis en la organia komitato de la 4-a Universala Kongreso en Dresden.
Liaj meritoj por la Esperanto-Movado estas konataj: De 1912 kasisto de GEA, 1911-1914 prezidanto de la Saksa Esperanto-Ligo. Partoprenis en ĉiuj UK ĝis la milito. Membro de Lingva Komitato. Honora membro de UEA. Dumviva membro de UEA. Senlace varbis per paroladoj kaj artikoloj. Enkondukis Esperanton en la propra banko (kreditleteroj, diversaj formularoj, korespondado). Per disponigo de ĉambrego en la banko li donis hejmon al la Esperanto-Societo en Dresden.
Li patro estis la bankisto Georg Arnhold. En la "Handbuch der Friedensbewegung" lia nomo aperas sur la unuaj paĝoj, ĉar li estis la ĉefsponsoro.Sur paĝo troviĝas lia nomo kiel prezidanto de la loka grupo de "Deutsche Friedensgesellschaft" en Dresden.
La banko de Arnhold, en kiu laboris pliaj Esperantistoj, servis al Esperanto. Subtenis la "Ĉekbankon", kiu celis la faciligon de montransporto de unu lando al la alia. Prezoj estis indikitaj en "Spezmiloj" por eviti la ŝanĝantaj valutojn.
Arnhold estis delegito de U.E.A.
En la ĉefurbo de Esperanto
Similan ligon oni povas konstati en la tiama ĉefurbo de Esperanto: Parizo. Inter la unuaj francaj Esperantistoj estis Gaston Moch.
--------------------
Man kann nicht sagen, daß die Esperanto-Bewegung im Sommer 1914 vom Beginn des Krieges, der erst als Großer Krieg und dann als Erster Weltkrieg in die Geschichtsbücher einging, wirklich überrascht worden sind.
Es gibt Berichte, daß Ludwig Zamenhof auf dem Weg nach Paris, wo vom ???? bis ???? der X. Weltkongress stattfinden sollte, in Köln umkehren mußte. (ne! en Berlin) Weniger glimpflich kam sein Freund und Landsmann Vasilij Devjatnin davon, der mit einer ganzen Reisegruppe aus Leipzig an der französischen Grenze aus dem Zug geholt wurde und die folgenden vier Jahre in Traunstein interniert wurde.
Wer die Weltpolitik verfolgte, hatte den Krieg seit Jahren geahnt. Auch die Esperanto-Zeitschriften haben schon Jahre zuvor warnende Beiträge veröffentlicht. Selbst die "Esperanto" des eigentlich in jeder Hinsicht neutralen U.E.A. hatte in der ersten Ausgabe von 1914 die Übersetzung eines Beitrags mit dem Titel "La vera aspekto de la milito" des bekannten Chirirgen D-ro von Oetingen abgedruckt, der mit den Worten schloss: Sed al la senpripensaj ŝovenistoj - estas kutime el tiuj, kiuj ne venos al la kugloj - la mizerego de l'batalantoj estu metata antaŭ la okuloj". Er schildert die Auswirkungen der "modernen" Kriegsführung auf die Soldaten im Balkankrieg. In der Ausgabe vom April 1914 beleuchtet die Übersetzung eines Artikels von C. Loosli die "La industriaj elpensoj kaj la paco" die militärische Verwendung und spricht sich für friedliche Nutzung aus.Übernommen aus "Le Mouvement Pacifiste" Der Beginn der Nummer 7 vom April 1914 die Übersetzung einer Rede des Nobelpreisträgers Henri La Fontaine mit dem Titel "Internacia solidareco"
Es folgt ein mehrteiliger Beitrag von L. Brossier mit dem Titel "La Paco - ĉu vi volas ĝin"mit der Ankündigung einer Fortsetzung in der Ausgabe vom Juli 1914. Dort heißt es auch auch, daß wegen des Kongresses in Paris die nächste Nummer ausfällt. Tatsächlich fiel alles bis Ende des Jahres aus und erst im Januar 1914 erschien wieder eine Ausgabe mit Berichten, wie sich der Beginn des Krieges ausgewirkt hat.
In "Lingvo Internacio" erschien im Februar auf der Titelseite ein Artikel "Paco" von Theophile Cart. Auch diese Zeitschrift wurde im August 1914 eingestellt. Cart scheint hier allerdings im Hinblick auf kontroverse Debatten beim X. Kongress mehr auf den Umgang von Esperantisten untereinander, als auf das Verhältnis von Staaten, anzuspielen. Immerhin geht die Zeitschrift noch davon aus, daß der Kongress in Paris wie geplant stattfinden wird und berichtet über die Vorbereitungen. Telegramme kann man einfach an "Esperanto Paris" adressieren.
Marcus Sikosek in seiner Doktorarbeit "Die neutrale Sprache" von 2006
...sicher findet man bei den Esperantisten Sympathie für den Pazifismus oder die Weltföderalisten, allerdings kann von engen Verbindungen und ständiger Zusammenarbeit keine Rede sein..
Trotzdem sieht es sich gezwungen das Thema immer wieder aufzugreifen und gibt im Stichwortverzeichnis 17 Einträge an. Für ihn birgt der Pazifismus die Gefahr einer Verletzung der "Neutralität" und behauptet "Nach der Berner Pazifismus-Debatte von 1913 stieg das
Misstrauen gegenüber dem Weltbund noch weiter an. Der Weltbund neige
manchmal zu sehr zum Fortschrittlichen und behindere dadurch die Annahme
der Sprache von oben."
Sikosek selbst räumt ein, daß es sich bei der Pazifisus-De
Chauvinismus
Zitiert der damals in Dresden lebende finnische Bankier Karl von Frenckell, der meinte,
"dass ein Krieg irgendwann nicht vermeidbar sein könnte, ob denn der Weltbund
dann Mitglieder ausschlösse, die ihr Vaterland verteidigten."
Für die meisten Esperantisten war es eine Herzensangelgenheit dafür zu wirken, daß die Situation, in der man das "Vaterland verteidigen" müßte, überhaupt nicht eintritt. Die etwas naivern mochten glauben, daß eine gemeinsame Sprache ausreichend wäre. Sie übersahen dabei, daß die geeinsame Sprache allein nie vom Kriegführen abgehalten hat. Die ..... die von den meisten Intelektuellen geteilt wurde, nahm an, daß die wachsende Verknüpfung der Länder durch Handel und Verkehr (Globalisierung) einen Krieg unwahrscheinlicher machen würde. In den Abkommen, die zur Regelung des internationalen Verkehr mit Eisenbahnen und Dampfschiffen geschlossen wurden, in den Regelungen für den Post und Telegrafenverkehr, die Erleicherung des Geldverkehrs.
Der erwähnte Herr von Frenckell war einer der treibenden Köpfe bei der Etablierung des "Spesmilo" und der "Ĉekbanko" zur Abwicklung des Zahlungsverkehr. Das Bankhaus Arnhold in Dresden, für das er arbeitete, unterstützte das mit seinen Filialen.
Im Post- und Telegrafenverkehr legte Arnold Behrend einen besoneren Eifer an den Tag, der sich später zu einem strammen Nazi entwickelte und 1936 die Liquidation der Esperanto-Bewegung im Auftrag der neuen Machthaber exekutierte.
Und als Spitze ein internationale Schiedsgerichtsbarkeit zur Lösung von zwischenstaatlichen Konflikten. Da stellte die Hauptarbeit der Friedensbewegung an der Wende zum 20. Jahrhundert dar, wobei die Wurzeln schon einige Jahrzehnte früher auszumachen sind. Internationale Friedenskonferenzen, an den sich die führenden Intellektuellen beteiligten, wenn auch nicht die politisch verantwortlichen, erregten die Aufmerksam keit der Öffentlichkeit und fanden auch ihren Niederschlag in der Esperanto-Presse.
Die optimistische Stimmung zeigt sich in vielen Äußerung von Esperantisten, die technische Errungenschaften, wie das Automobil und besonders den Zeppelin als Siege über die Natur feierten. Technische Hilfsmittel würden die Natur übertreffen und dieses Prinzip gelte auch für Sprachen: Eine zweckmäßig konstruierte Sprache wäre den natürlichen Sprachen überlegen.
Konstruierte Neutralimus-Debatte
Wenn sich Sikosek etwas weniger voreingenommen dem Thema genähert hätte.
Die von Sikosek inkrimierete Chauvinismus-Debatte stellt sich anders das, wenn man die Leitartikel der Zeitschrift und ihre Autoren in den Monaten zuvor näher untersucht. Seit 1913 erschienen sie unter dem ???? "Nuntempaĵoj" und können, wo überwiegend als "linksliberal" bezeichnet werden. Da geht es um die Konzentration von Industriefirmen (Seite1 Nr. 1), Wissenschaftliche Arbeitsorganisation (), Das neue Bild vom Mann (Seite, Nr. ) oder futuristische Architektur. Gut die Hälfte dieser Leitartikel dreht sich um Fragen von Krieg und Frieden mit einer eindeutigen Tendenz. Der Nobelpreisträger Charles Richet schreibt über "Krieg und Wissenschaft", In zwei Ausgaben (Nr. 14 und 15) analysiert ein H.L.F. den Krieg auf dem Balkan. Man darf annehmen, daß es sich um die Übersetzung des Nobelpreisträgers Henri La Fontaine handelt. In Nr. 19 ist ein Beitrag des Friedensnobelpreisträgers Alfred Hermann Fried zum Thema "Presse und Frieden zu finden"
Auch unter dem Stichwort "Socia vivo" finden sich immer wieder kürzere Beiträge, die kriegskritisch sind. Charles Richet schätzt die Kosten eines Krieges in Europa. Es gibt Berichte zu den Folgen der Balkankriege für Rumänien und die Türkei. Unter dem Titel "Por la Paco" wird ein Aufruf der türkischen Schriftstellerin Saira Essedin-Kissy veröffentlicht, die sich an die Frauen in Rußland wendet, sich nicht länger von den Politikern in die Irre führen zu lassen. Übersetzt wurde der Aufruf vom dem Münchner U.E.A. Delegierten Hans Tressel, Ehrenmitglied von UEA seit ???
Die gesellschaftskritische Ausrichtung der Zeitschrift "Esperanto" ist unverkennbar. So wird über die Kolonie "Eden" nördlich von Berlin berichtet (S. 19). Soziale Fragen...
Der Friedensnobelpreisträger von 1911 Alfred Hermann Fried ist ein gutes Beispiel für das Verhältnis von namhaften Vertretern der pazifistischen Bewegung zu Esperanto. Er selbst gibt an, daß er sich auf Drängen seiner "französichen Freunde" mit Esperanto beschäftigt habe. Vermutlich war es Gaston Moch aus einem jüdischen Elternhaus. Ein ehemaliger Artillerie-Offizier und Absolvent der Eliteschule von Saint-Cyr. Er zeichnet für einer Reihe von militärtheoretischen Abhandlungen verantwortlich. Als Freund von Dreyfuß, der zu Unrecht als Spion verurteilt wurde, kämpfe er für dessen Rehabilitation. Später wurde er Leiter des Friedensinstituts, das Fürst Albert von Monaco eingerichtet hat.
Fried sagt, daß er in einer schlaflosen Nacht ein Esperanto-Lehrbuch zur Hand genommen habe und schon am anderen Morgen einen Brief an seine Freunde schreiben konnte. Das war weniger genial, da die Lehrbücher dieser Epoche in der Regel Musterbriefe enthielten.
Er vereinbarte mit dem Gymnasialprofessor Adolf Schmidt in Gotha, daß dieser ein Lehrbuch für den deutschen Markt schreiben solle. Schmidt war aber mit seiner wissenschaftlichen Karriere beansprucht und kam nicht voran. Fried schrieb das Lehrbuch selbst und gab es im eigenen Esperanto-Verlag heraus. Er wollte eine Grammatik, ein Wörterbuche und leichte Lektüre nachschieben. Aber da er schon sene Zelte in Berlin abbrach verkaufte er die Rechte an die Francksche Verlagsbuchhandlung, die mehrere Auflagen verkauft hat.
Fried begann kleine Meldungen aus der Esperanto-Szene in seine Zeitschrift "Friedenswarte" aufzunehmen, die er mit Bertha von Suttner redigierte. So hielt es auch der Pazifist William T. Stead in England, der in seiner "Review of Reviews" jeweils eine Seite für Esperanto-Themen reserviert hatte.
Im "Handbuch der Friedensbewegung" findet sich nur einmal das Stichwort Esperanto und verweist auf ... Moscheles in London. Er wird von Fried in der Liste der knapp 100 wichtigsten Persönlichkeiten des Pazifismus aufgeführt. Eine nähere Untersuchung dieser Liste führt zu dem Ergebnis, daß bei mehr als jedem zehnten Namen aus dieser Liste eine direkte Beziehung zu Esperanto nachweisbar ist. Die anderen haben es zumindest dem Namen nach gekannt.
Umgekehrt wurden von Esperanto-Zeitschriften immer wieder Texte aus der Feder dieser bedeutenden Persönlichkeiten nachgedruckt oder erschienen in Buchform.
www.ipernity.com/group/bibliografio/discuss/124924
In der von Gaston Moch begründeten "Libraro Pacifisma" erschienen zwischen 1906 und 1907 die Übersetzungen zentraler Texte von Jean-Henry Dunant, Otto Umfried, Élie Ducommun, Paul d'Estournelles de Constant, Octave Mirbeau, Leonid Andreev. Insgesamt brachte es die Reihe auf 14 Titel, davon viele von bekennenden Esperantisten: Fried, Moch, Richet.
Gedruckt wurde in Paris bei der "Presa Esperantista Societo", ein Verlag mit eigener Druckerei, deren Kapital sich exklusiv in den Händen bekannter Esperantisten befand. Vorsitzender des Aufsichtsrats war Theophile Cart.
Die Erinnerung an Gaston Moch ist dadurch belastet, daß er später zu Ido übergelaufen ist, was auch das Ende seiner Buchreihe bedeutete.
Bei Kongessen
Schon beim ersten internationalen Esperanto-Kongress 1905 in Boulogne-sur-Mer waren die Pazifisten dabei und gründeten sofort einen Verband. Führten Versammlungen durch.
Von den übrigen wurden sie nicht als Exoten betrachtet, sondern als rechtschaffene Männer anerkannt. Deshalb sind viele Pazifisten in den Organisationskomitees der späteren Kongresse zu finden.
Überraschend Paul Christaller, Pfarrer in Stuttgart und Autor des Werkes "Esperanto ein Kulturfaktor"
Rund um die Welt 1914
Esperanto und der Weltkrieg Seite 169
Praktische Verwendung des Esperanto in Kriegszeiten Seite 175
Praktische Verwendung des Esperanto in Kriegszeiten Seite 222
Aliaj rusoj ne estis tiom bonŝancaj. La poeto V. Devjatnin, kiu intencis vojaĝi en karavano el Leipzig al Parizo, estis arestita kiel malamika ruso kaj devis pasigi la militon en germana kampadejo.
La ombro de la milito
La kreskanta tensio inter la eŭropaj ŝatoj estis temo de la Esperantistoj. La ideo de Esperanto estis ekde la komenco la harmonia kunestado inter gentoj kaj rasoj. Oni ne povis fermi la okulojn antaŭ la fakto, ke en la ekstera mondo alidirektaj tendencoj iĝis pli fortaj. Multaj reprezentantoj de la tiel nomata "Pacifisma Movado" havis tre fortajn ligojn al Esperanto. Oni mencias, ke eĉ la termino "Pacifismo" estis propono el grupo de Esperantistoj. Émile Arnaud, Henri La Fontaine kaj Gaston Moch kreis en tramvagono en Glasgow la terminon 1901 por esti sur la nivelo kun aliaj "-ismoj", nome feminismo, socialismo. Kaj Bertha von Suttner tuj konsilis als Alfred Hermann Fried ekde nun per la vortoj:- Pacifisto - notu la teminon kaj adoptu ĝin! For la Pacamikoj kaj la Pacmovado. Pacifismo estu la nomo ekde nun - komparebla kun aliaj «-ismoj« socialismo, feminismo, ktp.
- »Pazifist – merken Sie den Ausdruck und adoptieren Sie ihn! Genug mit den Friedensfreunden und mit der Friedensbewegung. Pazifismus heißt es fortan – ebenbürtig mit den den anderen «-ismen« Sozialismus, Feminismus etc.
Eĉ en la revou "Germana Esperantisto" troviĝas komence la jaro 1914 foje grandformataj anoncoj, kiuj varbas por la libro, kiu aperu en Dresden en la presejo de "Ader & Borel", kiu ankaŭ produktas la revuon. Oni anoncis, ke en junio 1914 estus prespreta.
La libro malgraŭ la malfacilaĵoj aperis kaj estas trovebla en diversaj bibliotekoj.
Pacifismo kaj Esperanto estas gekuzoj
La oficiala historiografio de Esperanto provis ignorigi la proksimajn rilatojn inter Pacifismo kaj Esperanto.
Ekzemple skribas Marcus Sikosek en sia libro "Die neutrale Sprache" von 2006
- ...sicher findet man bei den Esperantisten Sympathie für den Pazifismus oder die Weltföderalisten, allerdings kann von engen Verbindungen und ständiger Zusammenarbeit keine Rede sein..
- "Nach der Berner Pazifismus-Debatte von 1913 stieg das Misstrauen gegenüber dem Weltbund noch weiter an. Der Weltbund neige manchmal zu sehr zum Fortschrittlichen und behindere dadurch die Annahmeder Sprache von oben."
La antaŭparolon de la libro verkis Dr. Heinrich Arnhold. Li informas, ke li aŭdis la unuan fojon pri Esperanto en la jaro 1906 de Bertha von Suttner, kiu estis gasto en la domo de lia parto Georg Arnhold. Li komencis lerni kaj du jarojn poste li estis en la organia komitato de la 4-a Universala Kongreso en Dresden.
Liaj meritoj por la Esperanto-Movado estas konataj: De 1912 kasisto de GEA, 1911-1914 prezidanto de la Saksa Esperanto-Ligo. Partoprenis en ĉiuj UK ĝis la milito. Membro de Lingva Komitato. Honora membro de UEA. Dumviva membro de UEA. Senlace varbis per paroladoj kaj artikoloj. Enkondukis Esperanton en la propra banko (kreditleteroj, diversaj formularoj, korespondado). Per disponigo de ĉambrego en la banko li donis hejmon al la Esperanto-Societo en Dresden.
Li patro estis la bankisto Georg Arnhold. En la "Handbuch der Friedensbewegung" lia nomo aperas sur la unuaj paĝoj, ĉar li estis la ĉefsponsoro.Sur paĝo troviĝas lia nomo kiel prezidanto de la loka grupo de "Deutsche Friedensgesellschaft" en Dresden.
La banko de Arnhold, en kiu laboris pliaj Esperantistoj, servis al Esperanto. Subtenis la "Ĉekbankon", kiu celis la faciligon de montransporto de unu lando al la alia. Prezoj estis indikitaj en "Spezmiloj" por eviti la ŝanĝantaj valutojn.
Arnhold estis delegito de U.E.A.
En la ĉefurbo de Esperanto
Similan ligon oni povas konstati en la tiama ĉefurbo de Esperanto: Parizo. Inter la unuaj francaj Esperantistoj estis Gaston Moch.
--------------------
Man kann nicht sagen, daß die Esperanto-Bewegung im Sommer 1914 vom Beginn des Krieges, der erst als Großer Krieg und dann als Erster Weltkrieg in die Geschichtsbücher einging, wirklich überrascht worden sind.
Es gibt Berichte, daß Ludwig Zamenhof auf dem Weg nach Paris, wo vom ???? bis ???? der X. Weltkongress stattfinden sollte, in Köln umkehren mußte. (ne! en Berlin) Weniger glimpflich kam sein Freund und Landsmann Vasilij Devjatnin davon, der mit einer ganzen Reisegruppe aus Leipzig an der französischen Grenze aus dem Zug geholt wurde und die folgenden vier Jahre in Traunstein interniert wurde.
Wer die Weltpolitik verfolgte, hatte den Krieg seit Jahren geahnt. Auch die Esperanto-Zeitschriften haben schon Jahre zuvor warnende Beiträge veröffentlicht. Selbst die "Esperanto" des eigentlich in jeder Hinsicht neutralen U.E.A. hatte in der ersten Ausgabe von 1914 die Übersetzung eines Beitrags mit dem Titel "La vera aspekto de la milito" des bekannten Chirirgen D-ro von Oetingen abgedruckt, der mit den Worten schloss: Sed al la senpripensaj ŝovenistoj - estas kutime el tiuj, kiuj ne venos al la kugloj - la mizerego de l'batalantoj estu metata antaŭ la okuloj". Er schildert die Auswirkungen der "modernen" Kriegsführung auf die Soldaten im Balkankrieg. In der Ausgabe vom April 1914 beleuchtet die Übersetzung eines Artikels von C. Loosli die "La industriaj elpensoj kaj la paco" die militärische Verwendung und spricht sich für friedliche Nutzung aus.Übernommen aus "Le Mouvement Pacifiste" Der Beginn der Nummer 7 vom April 1914 die Übersetzung einer Rede des Nobelpreisträgers Henri La Fontaine mit dem Titel "Internacia solidareco"
Es folgt ein mehrteiliger Beitrag von L. Brossier mit dem Titel "La Paco - ĉu vi volas ĝin"mit der Ankündigung einer Fortsetzung in der Ausgabe vom Juli 1914. Dort heißt es auch auch, daß wegen des Kongresses in Paris die nächste Nummer ausfällt. Tatsächlich fiel alles bis Ende des Jahres aus und erst im Januar 1914 erschien wieder eine Ausgabe mit Berichten, wie sich der Beginn des Krieges ausgewirkt hat.
In "Lingvo Internacio" erschien im Februar auf der Titelseite ein Artikel "Paco" von Theophile Cart. Auch diese Zeitschrift wurde im August 1914 eingestellt. Cart scheint hier allerdings im Hinblick auf kontroverse Debatten beim X. Kongress mehr auf den Umgang von Esperantisten untereinander, als auf das Verhältnis von Staaten, anzuspielen. Immerhin geht die Zeitschrift noch davon aus, daß der Kongress in Paris wie geplant stattfinden wird und berichtet über die Vorbereitungen. Telegramme kann man einfach an "Esperanto Paris" adressieren.
Marcus Sikosek in seiner Doktorarbeit "Die neutrale Sprache" von 2006
...sicher findet man bei den Esperantisten Sympathie für den Pazifismus oder die Weltföderalisten, allerdings kann von engen Verbindungen und ständiger Zusammenarbeit keine Rede sein..
Trotzdem sieht es sich gezwungen das Thema immer wieder aufzugreifen und gibt im Stichwortverzeichnis 17 Einträge an. Für ihn birgt der Pazifismus die Gefahr einer Verletzung der "Neutralität" und behauptet "Nach der Berner Pazifismus-Debatte von 1913 stieg das
Misstrauen gegenüber dem Weltbund noch weiter an. Der Weltbund neige
manchmal zu sehr zum Fortschrittlichen und behindere dadurch die Annahme
der Sprache von oben."
Sikosek selbst räumt ein, daß es sich bei der Pazifisus-De
Chauvinismus
Zitiert der damals in Dresden lebende finnische Bankier Karl von Frenckell, der meinte,
"dass ein Krieg irgendwann nicht vermeidbar sein könnte, ob denn der Weltbund
dann Mitglieder ausschlösse, die ihr Vaterland verteidigten."
Für die meisten Esperantisten war es eine Herzensangelgenheit dafür zu wirken, daß die Situation, in der man das "Vaterland verteidigen" müßte, überhaupt nicht eintritt. Die etwas naivern mochten glauben, daß eine gemeinsame Sprache ausreichend wäre. Sie übersahen dabei, daß die geeinsame Sprache allein nie vom Kriegführen abgehalten hat. Die ..... die von den meisten Intelektuellen geteilt wurde, nahm an, daß die wachsende Verknüpfung der Länder durch Handel und Verkehr (Globalisierung) einen Krieg unwahrscheinlicher machen würde. In den Abkommen, die zur Regelung des internationalen Verkehr mit Eisenbahnen und Dampfschiffen geschlossen wurden, in den Regelungen für den Post und Telegrafenverkehr, die Erleicherung des Geldverkehrs.
Der erwähnte Herr von Frenckell war einer der treibenden Köpfe bei der Etablierung des "Spesmilo" und der "Ĉekbanko" zur Abwicklung des Zahlungsverkehr. Das Bankhaus Arnhold in Dresden, für das er arbeitete, unterstützte das mit seinen Filialen.
Im Post- und Telegrafenverkehr legte Arnold Behrend einen besoneren Eifer an den Tag, der sich später zu einem strammen Nazi entwickelte und 1936 die Liquidation der Esperanto-Bewegung im Auftrag der neuen Machthaber exekutierte.
Und als Spitze ein internationale Schiedsgerichtsbarkeit zur Lösung von zwischenstaatlichen Konflikten. Da stellte die Hauptarbeit der Friedensbewegung an der Wende zum 20. Jahrhundert dar, wobei die Wurzeln schon einige Jahrzehnte früher auszumachen sind. Internationale Friedenskonferenzen, an den sich die führenden Intellektuellen beteiligten, wenn auch nicht die politisch verantwortlichen, erregten die Aufmerksam keit der Öffentlichkeit und fanden auch ihren Niederschlag in der Esperanto-Presse.
Die optimistische Stimmung zeigt sich in vielen Äußerung von Esperantisten, die technische Errungenschaften, wie das Automobil und besonders den Zeppelin als Siege über die Natur feierten. Technische Hilfsmittel würden die Natur übertreffen und dieses Prinzip gelte auch für Sprachen: Eine zweckmäßig konstruierte Sprache wäre den natürlichen Sprachen überlegen.
Konstruierte Neutralimus-Debatte
Wenn sich Sikosek etwas weniger voreingenommen dem Thema genähert hätte.
Die von Sikosek inkrimierete Chauvinismus-Debatte stellt sich anders das, wenn man die Leitartikel der Zeitschrift und ihre Autoren in den Monaten zuvor näher untersucht. Seit 1913 erschienen sie unter dem ???? "Nuntempaĵoj" und können, wo überwiegend als "linksliberal" bezeichnet werden. Da geht es um die Konzentration von Industriefirmen (Seite1 Nr. 1), Wissenschaftliche Arbeitsorganisation (), Das neue Bild vom Mann (Seite, Nr. ) oder futuristische Architektur. Gut die Hälfte dieser Leitartikel dreht sich um Fragen von Krieg und Frieden mit einer eindeutigen Tendenz. Der Nobelpreisträger Charles Richet schreibt über "Krieg und Wissenschaft", In zwei Ausgaben (Nr. 14 und 15) analysiert ein H.L.F. den Krieg auf dem Balkan. Man darf annehmen, daß es sich um die Übersetzung des Nobelpreisträgers Henri La Fontaine handelt. In Nr. 19 ist ein Beitrag des Friedensnobelpreisträgers Alfred Hermann Fried zum Thema "Presse und Frieden zu finden"
Auch unter dem Stichwort "Socia vivo" finden sich immer wieder kürzere Beiträge, die kriegskritisch sind. Charles Richet schätzt die Kosten eines Krieges in Europa. Es gibt Berichte zu den Folgen der Balkankriege für Rumänien und die Türkei. Unter dem Titel "Por la Paco" wird ein Aufruf der türkischen Schriftstellerin Saira Essedin-Kissy veröffentlicht, die sich an die Frauen in Rußland wendet, sich nicht länger von den Politikern in die Irre führen zu lassen. Übersetzt wurde der Aufruf vom dem Münchner U.E.A. Delegierten Hans Tressel, Ehrenmitglied von UEA seit ???
Die gesellschaftskritische Ausrichtung der Zeitschrift "Esperanto" ist unverkennbar. So wird über die Kolonie "Eden" nördlich von Berlin berichtet (S. 19). Soziale Fragen...
Der Friedensnobelpreisträger von 1911 Alfred Hermann Fried ist ein gutes Beispiel für das Verhältnis von namhaften Vertretern der pazifistischen Bewegung zu Esperanto. Er selbst gibt an, daß er sich auf Drängen seiner "französichen Freunde" mit Esperanto beschäftigt habe. Vermutlich war es Gaston Moch aus einem jüdischen Elternhaus. Ein ehemaliger Artillerie-Offizier und Absolvent der Eliteschule von Saint-Cyr. Er zeichnet für einer Reihe von militärtheoretischen Abhandlungen verantwortlich. Als Freund von Dreyfuß, der zu Unrecht als Spion verurteilt wurde, kämpfe er für dessen Rehabilitation. Später wurde er Leiter des Friedensinstituts, das Fürst Albert von Monaco eingerichtet hat.
Fried sagt, daß er in einer schlaflosen Nacht ein Esperanto-Lehrbuch zur Hand genommen habe und schon am anderen Morgen einen Brief an seine Freunde schreiben konnte. Das war weniger genial, da die Lehrbücher dieser Epoche in der Regel Musterbriefe enthielten.
Er vereinbarte mit dem Gymnasialprofessor Adolf Schmidt in Gotha, daß dieser ein Lehrbuch für den deutschen Markt schreiben solle. Schmidt war aber mit seiner wissenschaftlichen Karriere beansprucht und kam nicht voran. Fried schrieb das Lehrbuch selbst und gab es im eigenen Esperanto-Verlag heraus. Er wollte eine Grammatik, ein Wörterbuche und leichte Lektüre nachschieben. Aber da er schon sene Zelte in Berlin abbrach verkaufte er die Rechte an die Francksche Verlagsbuchhandlung, die mehrere Auflagen verkauft hat.
Fried begann kleine Meldungen aus der Esperanto-Szene in seine Zeitschrift "Friedenswarte" aufzunehmen, die er mit Bertha von Suttner redigierte. So hielt es auch der Pazifist William T. Stead in England, der in seiner "Review of Reviews" jeweils eine Seite für Esperanto-Themen reserviert hatte.
Im "Handbuch der Friedensbewegung" findet sich nur einmal das Stichwort Esperanto und verweist auf ... Moscheles in London. Er wird von Fried in der Liste der knapp 100 wichtigsten Persönlichkeiten des Pazifismus aufgeführt. Eine nähere Untersuchung dieser Liste führt zu dem Ergebnis, daß bei mehr als jedem zehnten Namen aus dieser Liste eine direkte Beziehung zu Esperanto nachweisbar ist. Die anderen haben es zumindest dem Namen nach gekannt.
Umgekehrt wurden von Esperanto-Zeitschriften immer wieder Texte aus der Feder dieser bedeutenden Persönlichkeiten nachgedruckt oder erschienen in Buchform.
www.ipernity.com/group/bibliografio/discuss/124924
In der von Gaston Moch begründeten "Libraro Pacifisma" erschienen zwischen 1906 und 1907 die Übersetzungen zentraler Texte von Jean-Henry Dunant, Otto Umfried, Élie Ducommun, Paul d'Estournelles de Constant, Octave Mirbeau, Leonid Andreev. Insgesamt brachte es die Reihe auf 14 Titel, davon viele von bekennenden Esperantisten: Fried, Moch, Richet.
Gedruckt wurde in Paris bei der "Presa Esperantista Societo", ein Verlag mit eigener Druckerei, deren Kapital sich exklusiv in den Händen bekannter Esperantisten befand. Vorsitzender des Aufsichtsrats war Theophile Cart.
Die Erinnerung an Gaston Moch ist dadurch belastet, daß er später zu Ido übergelaufen ist, was auch das Ende seiner Buchreihe bedeutete.
Bei Kongessen
Schon beim ersten internationalen Esperanto-Kongress 1905 in Boulogne-sur-Mer waren die Pazifisten dabei und gründeten sofort einen Verband. Führten Versammlungen durch.
Von den übrigen wurden sie nicht als Exoten betrachtet, sondern als rechtschaffene Männer anerkannt. Deshalb sind viele Pazifisten in den Organisationskomitees der späteren Kongresse zu finden.
Überraschend Paul Christaller, Pfarrer in Stuttgart und Autor des Werkes "Esperanto ein Kulturfaktor"
Rund um die Welt 1914
Esperanto und der Weltkrieg Seite 169
Praktische Verwendung des Esperanto in Kriegszeiten Seite 175
Praktische Verwendung des Esperanto in Kriegszeiten Seite 222
Mi intencis atentigi pri Aŭgusto 1914 kaj la sekvoj por Esperanto
www.ipernity.com/blog/porkido/386702
sed kiel kutime la samideanaro dormas kaj alkuras lastmomente.
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