Der erste Teil ist hier zu lesen

Esperanto-Organisationen

Braucht man sie noch oder braucht man sie nicht mehr?
Braucht man sie in dieser Form?

Es gibt nicht eine unversell gültige Form, sondern einen Kosmos von Strukturen.

Manche sagen, Esperanto-Organisationen hätten keine Zukunft.

Man muß unterscheiden zwischen Argumenten, die an dem traurigen Zustand heute in vielen Ländern ansetzen und Argumenten, die auf einen generellen gesellschaftlichen Wandel abheben.

Man nimmt heute allgemein an, daß sich Menschen nicht mehr (wie es früher üblich war) an Strukturen binden (Kirche, Partei, Gewerkschaft, Gesangverein). Das beklagen vor allem die Vertreter dieser organisierten Strukturen. Das führt auch bei Großstrukturen zu einer Schwächung und Mitgliederschwund. Es wird schwieriger Ämter zu besetzen.

Diese Klagen sind nicht ganz neu. Vor 50 Jahren begann man das auf den Einfluß des Fernsehens zu schieben. Oder bei Jugendlichen auf Comix. Nochmal 50 Jahre früher waren der Film und die Tanzcafes schuld. Im Mittelalter hat man vermutlich die Kreuzzüge dafür verantwortlich gemacht.

Aber offensichtlich lockte den Ritter ein Kreuzzug mehr als eine Karriere in der heimischen Tafelrunde. Organisierte Strukturen tun sich immer schwer damit, die veränderten Interessen ihrer Zielgruppe zu akzeptieren. Die Anpassung erfolgt fast immer mit großer Verzögerung und nach kräftigem Widerstand.