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hallo?
guten tag im system mr. hangry. wir freuen uns, sie hier begrüßen zu dürfen und wünschen ihnen noch einen angenehmen aufenthalt. um ihnen die tage so angenehm wie möglich zu gestalten, will ich ihnen kurz die regeln erläutern. schließlich sollen sie sich ja wohlfühlen. erstens. wir sind immer bei ihnen. egal, was sie brauchen: reden sie mit uns. teilen sie uns ihre wünsche mit und wir versuchen, sie ihnen zu erfüllen. zweitens. es geht nur nach vorn. es gibt weder abzweigungen noch ausgänge. versuchen sie niemals zurück zu gehen. drittens. stellen sie auf keinen fall fragen zweimal. ich will ihnen nichts verbieten, sie sind ein freier mensch. trotzdem sollten sie genau überlegen, was sie wissen wollen und was unser schweigen bedeuten könnte.
wer sind sie?
viertens. stellen sie sich nicht die frage nach dem sinn. das haben schon ganz andere vor ihnen gemacht. und sind daran verzweifelt...
was mache ich hier? was soll das?
fünftens. vor ihnen öffnet sich jetzt eine wand. gehen sie dadurch. sie haben sicher hunger und durst. man wird sie erwarten.
aber... aber... warum?
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aufgelegt, keine antwort mehr. ich hänge den hörer auf. die wand öffnet sich tatsächlich, dahinter kommt eine treppe nach oben zum vorschein. langsam und nervös steige ich die treppe hinauf. das verlangen nach nahrung in meinem körper lässt nicht zu, länger über das gesagte nachzudenken. ich fühle mich auf einmal sehr schwer und müde. eigenartig...
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ein weiterer großer raum. ein tisch mit essen. ein typ steht an dem tisch, nickt mir freundlich zu. er trägt einen weißen kittel, kurz geschorene haare und an seinem namensschild steht walter. mehr nicht. ich schaue ihn ratlos an und er etwas schüchtern zurück. seine augen sind merkwürdig gelb und kontrastlos.
was soll das alles?
er lächelt weiter, nun etwas dümmlich. sagt nichts.
was hat das zu bedeuten? was habt ihr vor?
etwas ungelenk deutet er eine verbeugung an und läuft schnell ohne zu rennen in die richtung aus der ich eben gekommen bin. er stürzt förmlich die treppen runter und seine schritte werden immer leiser. ich denke kurz daran, ihm nachzulaufen. aber meine knie zittern schon und die kehle brennt seit stunden. ich trinke wasser gleich aus der flasche und stopfe das essen ohne zu kauen in mich hinein. obst, gegrilltes fleisch, soßen, reis, kartoffeln, das ganze programm quer durch alle kulinarischen kulturkreise. ich verschlinge alles, bratfett läuft quer die mundwinkel runter. jetzt ist keine zeit für anständigkeiten, denke ich. außerdem ist der gastgeber auch nicht sehr höflich gewesen. das essen dauert keine zehn minuten. ich lehne mich mit dem rücken an eine säule. erstmal nachdenken. langsam macht sich eine ungewohnte müdigkeit in mir breit. ich versuche wachzubleiben, doch das nützt nichts und ich nicke ein...
... aufwachen. die augenlieder schälen sich auseinander. fallen immer wieder zu. krankenhauslicht. ich liege auf einer trage und werde schnell durch gänge gerollt. niemand sagt etwas. gesichter erkenne ich nicht. dann wieder alles schwarz...
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und während ich in der tür stehe und vor mich hin überlege, höre ich schritte. laute, schnelle, stechende schritte. von stiefeln. das sind mehrere. gleichschrittig kommen sie immer näher. doch ich kann nichts erkennen, obwohl die gänge endlos und überschaubar sind. was soll das? das dröhnen wird immer lauter und überlagert sich. panik erfasst mich. doch ich beschließe, diesmal nicht zu kneifen und dem ansturm standzuhalten. ich stelle mich in die mitte des ganges und warte ab. immer gieriger und lauter dringen die geräusche an mein ohr, stilisieren sich zu einem gigantischen lärm und huschen an mir vorbei. ich habe einen leichten windhauch gespürt. jetzt werden sie wieder leiser. zu sehen war nichts. langsam begreife ich garnichts mehr. es wird immer rätselhafter. wie aus reflex fasse ich an meine frische narbe und beschließe in die richtung zu laufen, aus der sie gekommen waren. also nach rechts. 'immer nach vorn, niemals zurück' hatte mir die stimme eingeredet. aber woher soll ich denn wissen, wo vorn ist? ich schließe leise die tür und mache mich auf meinen weg...
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