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2009-04 Bredene (B)

Sunday April 12, 2009 at 08:46AM

Fotoalbum

Samstag (bewölkt)

Belgien 2009
Belgien 2009
Nach einer staufreien Anreise kommen wir in Bredene an.
Der Ort Bredene ist ziemlich rummelig und erfordert schon ein wenig selektive Wahrnehmung. Belgische Architekten haben nun mal ein Faible für viel Beton. Unsere Unterkunft, ein Mobilheim auf einem Campingplatz, ist aber ganz schön.
Zwischen Häusern und Meer liegt eine Schnellstraße, die Küstentrambahn und ein schmaler Dünengürtel. Dahinter liegt ein breiter Sandstrand und dorthin zieht es uns heut Abend noch.

Sonntag (sonnig, Nebel)
Wir fahren mit dem Rad nach Oostende und sind überrascht, was dort los ist. An einem Sonntagnachmittag brummt hier der Bär. Alle Geschäfte sind geöffnet. Vom mondänen Seebad ist nicht mehr viel übrig. Die Straßen sind nicht breit aber dafür hoch. Eine interessante Stadt ist Oostende trotzdem. Wir sind gerne hier.
Nach einem schönen sonnigen Tag zieht, als wir nachmittags zu Hause sind, plötzlich dichter Nebel auf. Wir gehen nochmal zum Strand, wo wir Buhnen zählen müssen um auf dem Rückweg unseren Strandaufgang wieder zu finden.


Montag (sonnig)
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Rad nach Brügge. Dort nehmen wir einmal das volle Touristenprogramm inklusive Grachtenbootstour. Brügge ist schön aber auch ganz schön voll. Abseits der Hauptwege finden sich aber immer noch ein paar verträumte Gassen.
Der Rückweg geht mit Rückenwind in der Abendsonne an einem Kanal entlang und ist noch einmal ein schöner Abschluss für den Tag.

Dienstag (sonnig)
Morgens regnet es noch ein wenig. Wir kaufen ein und verbummeln ansonsten den Vormittag mit Lesen und Spielen. Nach dem Mittagessen (Auf dem Markt haben wir Blutwurst gefunden, die wirklich noch aus Blut besteht und nicht wie bei uns mit ganz viel Fett vermischt ist und so gibt es nach einer spontanen Speiseplanänderung Himmel und Erde mit "toter Oma".Lecker!) zieht es uns wieder an den Strand. Barfuss laufen wir bis Oostende, wo wir uns mit der letzten Fähre übersetzen lassen. Für unsere 4.-€ Fährgeld bekommen wir noch eine kleine Hafenrundfahrt geboten und als der kleine Kahn an der Hafenausfahrt wendet, sorgt das Geschaukel in der Dünung für viel Spaß im Boot.
Nach einem kleinen Imbiss treten wir den Rückweg nach Bredene mit der Kusttram an.

Mittwoch (Regen, Sonne)
Morgens regnet es. Und zwar richtig. Der Sturm treibt den Regen vor sich her, es ist kalt, es ist nass. Nach dem Brötchenholen beschließe ich, heute keinen Schritt mehr vor die Tür zu setzen.
An dieser Stelle ist es Zeit für meinen Urlaubsbuchtipp.Carl Hiaasen gefällt mir ganz gut. In den Everglades in Florida versammelt er in seinen Büchern immer wieder die skurrillsten Typen und lässt sie die abgedrehtesten Geschichten erleben. In diesem Urlaub war das Buch "Sumpfblüten" dran, mein absoluter Favorit ist aber immer noch "Der Reinfall".
Anke Geberts Buch "Besuchsreise" ist ein weiterer Buchtipp: Caro ist 1987 aus der DDR geflohen. 17 Jahre später besucht sie ihre Eltern, die damals unter ihrer Flucht sehr leiden mussten, zu Weihnachten. Das Fest wird ein einziger Albtraum. Dabei wird es in seiner Spießigkeit und mit all seinen unterdrückten Konflikten so köstlich geschildert, dass es schon manchmal an Loriot erinnert. Genau das richtige Buch zu Ostern, wenn Weihnachten noch weit weg ist.
Am Nachmittag gerät mein Entschluss, nicht mehr vor die Tür zu gehen, ins Wanken. Der Himmel reißt auf und es ist etwas Blau zu sehen. Wir gehen zum Strand und als wir dort ankommen, sind die Wolken schon fast ganz vertrieben. So wird es überraschend eine etwas längere Strandwanderung nach De Haan. Der Ort geht mit seiner Promenade bis zum Strand. Hier sind noch viele Jugendstilvillen erhalten. Es ist richtig schick.
Den Abend lassen wir mit einem Sundowner am Strand ausklingen.

Donnerstag (bedeckt)

Radfahren, Shoppen, Strand. Nix großes, was man halt so macht im Urlaub.

Freitag (sonnig, warm)

Am letzten Tag gibt das Wetter nochmal alles. Wir wandern am Strand entlang soweit die Füße tragen. In Wenduine essen wir zu Mittag. Völlig überteuert und der Ort ist eine Ansammlung von Betonklötzen. Mit der Kusttram fahren wir wieder nach Bredene. Mittlerweile ist es so warm, dass Lina sich sogar mal kurz ins Wasser traut.

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