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June 10, 2008

Sie sind da!!! They are born!!

Hi Ihr Süssen

bin da :-))

also die Zwei kamen in der 33. Woche, zu früh aber wohlauf
sind jetzt in der Kinderklinik und ich schon entlassen

Shayenne-Chiara kam um 9.56 ist 1890 g schwer udn 43 cm gross
Samirah-Josephine kam um 10.01 ist 2150 g und 43 cm

um 9.10 kam ich in Klinik an

Wehen habe ich nie, bei den andern auch net

Fing morgens gegen 8 an, der Druck auf den Geburtskanal, keien Wehen...

da wusste ich
aha
es ist soweit ;-))

Flupp Flupp draussen waren se...

LG Patty

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June 12, 2008

Frühchentagebuch Tag 01 - Part 001

Zwillingsalarm - Endspurt!

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Es ist soweit...!

Die Nacht war wie immer etwas unruhig, ich bekam kaum Schlaf, eigentlich wie immer, seit der " Babybauch " so immens angewachsen war. Ich fühlte mich wie ein Walross, wie ein Elefant... dieser Bauch der mich so bewegungsunfähig machte, seit 2 Wochen diese Füsse, Wassereinlagerungen, ich konnte mich nicht mehr recht bewegen und das gefiel mir überhaupt nicht. Für alles musste mir wer zur Hand gehen, ich - ein Mensch, der nicht stillsitzen kann und untätig sein kann...

Aber das ging ja schon eine Weile so. Und sollte noch 8 Wochen so weitergehen? Ich grübelte, wie es wohl noch weitergehen soll, die Zwei Mäuse in mir waren supermunter und agil, voller Bewegungsdrang... Wohin noch mit dem Bauch, wieviel würde der noch wachsen, ich platze ja schon fast udn dann die Füsse erst. Und immer sitzen und liegen... Insgeheim wünschte ich mir den Bauch weg, das die Zeit schneller vergehen soll... Fluxkompensator, Katalytische Konverter, man bekommt schon seltsame Gedankengänge!

Die Nacht war eigentlich wie immer die letzten Wochen... nichts Auffälliges. Ich wanderte wie so oft aus,ins Bett vom Wombelchen, denn im Ehebett schnarchten Flow und Wombelchen.  Und der Zwerg machte sich wirklich schön breit! DA hatte ich kein Platz zum Drehn...

Die Zwillinge wie immer nachtaktiv, ein Tritt hier und da, nichts deutete darauf hin, dass das Ziel direkt vor Augen ist, wenige Mü vor der allerletzten Etappe. Ich war auch dauernd wach, wegen der Blase, die drückte. Aber auch das war jede Nacht so.

Flow stand um 3.30 auf, es war Montag, eine neue Arbeitswoche brach an.. Ich konnte noch ein wenig liegen bleiben, bis auch meine Woche begann, Kinder schulfertig machen usw... 6.30, ich rollte mich aus dem Bett, das dauerte immer etwas - sah bestimmt auch grotesk aus... Schlurfte in die Kinderzimmer und um 7.10 gingen Steven und Shereena dann aus dem Haus. Xander wuselte aber zur Abwechslung auch schon so früh rum. Sonst schlief der noch ne ganze ganze Weile....

Als die Kids aus dem Haus waren begab ich mich Richtung Gästeklo, es drückte was gewaltig... Aber was war denn das? Nur 3 Tröpfchen. Lächerlich!!! Dafür drücken die 2 Süssen mir so auf die Blase???

Ich setzte mich ins Esszimmer und wartete auf Britta, meine Haushaltshilfe, die mich die letzten Woche umsorgt hatte,weil ich nicht mehr in der Lage war, und: um eine Frühgeburt möglichst zu vermeiden...

Sitzen ging aber nicht so richtig, dieser Druck da unten. Ich wieder auf die Toilette gestiefelt. Nichts.. Wieder gesetzt. Druck... Ich fing an rumzulaufen - Druck.. Druck weg.. Druck... Druck weg... Ich konnte nicht sitzen udn auch nicht stehen, dieser Druck war unaussprechlich.

Britta kam wie immer udn ich schaute etwas gequält aus der Wäsche... Sie fragte gleich, Wehen??? Ich verneinte, Wehen spürte ich nicht, aber die habe ich bei den andern 3 auch nicht gehabt. Aber dieser Druck war für mich etwas komisch, da bahnte sich doch was an!!!

Britta fragte dann was wir tun sollen. Ich war unschlüssig. Mach ich jetzt meien Hebamme und Gatten närrisch ists falscher Alarm, mach ich nix, gehts los... Wehen.. wenn ich das wenigstens als Indiz hätte, aber Wehen hatte ich vorher noch nie... Und diesmal auch nicht... Ich beschloss, ob diesen Drucks in Intervallen dann dass wir Nicole anrufen... Sie befragte Britta was ich tue, was mir widerfährt udn meinte dann - Magnesium zu mir nehmen udn dann langsam Richtung Klinik fahren, sie komme hin.

Britta zog Wombelchen an, ich schnappte mir das Nötigste und wir gondelten nach Zweibrücken... Und dieser Druck im Sitzen war schon ziemlich lästig, ich wusste nich wie mich setzen - ich wusste aber auch - heute ists endlich soweit. Gemischte Gefühle... Einerseits könnte ich den Bauch loswerden - andererseits brauchen die Mäusleins doch noch Zeit... wird alles gut - was wird das heute werden.. oder doch blinder Alarm???

Wir kamen in der Klinik an udn Britta fand endlich einen Parkplatz. Wir begaben uns ins Gebäude, Mist falscher Stock, eins tiefer und Nicole wartete schon. Sie sah mich, Britta führte mich am Arm links, Wombelchen an der Hand rechts...Nicole sagte: " Oha - ja! " Komm rein... Britta blieb mit Xander draussen und Nicole bugsierte mich direkt in den Kreissaal.

Dort befanden sich schon die Assistenzärztin und der Oberarzt. Ich wurde aufs Kreissbett verfrachtet und erst mal untersucht.. Der Doc nickte, ich verstand nur Fruchtblase kollabiert bald( hey bin ich ein schwarzen Loch?? ) und bald soweit ect pp... Man versuchte CTG zu schreiben, aber das schrieb nicht am Stück....Also Ultraschall - Und ja, beide Mädels befinden sich in Schädellage - die ganze Zeit war Nummer 2 ja in Querlage...

Ich vernahm, " Kinderklinik Kohlhof anrufen, keine Zeit mehr für nach Homburg in die Uniklinik zu überführen ( Mich ), Sektio eventuell, falls... "

Zwischendurch hatte ich dann kleinere Wehen, nicht der Rede wert, was mir zu schaffen machte war dieser Druck nach da unten... den hielt ich fast nicht mehr aus... Mein Mann noch nicht da.. Um 8.10 rief ich ihn an, um 9.15 war ich mit Britta in der Klinik angekommen.

Man setzte mir eine Braunüle und verfrachtete mich in den andern Kreissaal, weil man dort, besser einen Kaiserschnitt machen kann, wenn er nötig werden sollte...

Fortsetzung folgt...!

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June 13, 2008

Frühchentagebuch Tag 01 - Part 002

Da ich eigentlich in die Unikliniken Homburg gemusst hätte, weil die Zwillinge zu früh dran sind, musste der anwesende Chefarzt entscheiden, was getan wird. Ich hatte vollstes Vertrauen in die Zweibrücker. Zum Einen, da ist meine Hebamme, meine Nicole... Sie ist eine wundervolle, liebe, erfahrene, wunderhübsche Hebamme - sie hat schon Xander zur Welt gebracht unter abenteuerlichen Umständen, was das Urvertrauen in sie so geprägt hat. Ich wusste, sie kann das! Ich habe mich das letzte Mal in Zweibrücken so geborgen gefühlt, ich wusste instinktiv und fühlte, dieses Team hier vor Ort kann es!

Die Geburt vor 2einhalb Jahren von Xander - Woche 34+3 - morgens um 5 Fruchtblase geplatzt... Wir hatten seelisch, existenziell, moralisch, finanziell sehr harte Wochen hinter uns, ich war seelisch absolut unten. Es ging nach Zweibrücken, damals von Homburg-Erbach aus... Viele Blogger/Seelenfärbler/Internetfreunde können sich vielleicht noch erinnern.

Zunächst lief auch alles gut ab, ich hatte mich im Griff, was privat los war blendete ich aus. Ich wurde ans CTG gehängt, alles okay... Keine spürbaren Wehen,aber das kannte ich ja... Gegen kurz nach 13 Uhr fings dann an... Die Action, die Panik, Paranoia und Schock. Vieles weiss ich nur aus Erzählung. Muttermund war erst 5 auf, ich war immer noch im Vorbereitungszimmer, nur meine Nicole da und Flow, es sollte noch dauern. Noch kein Arzt und Anästhesist von Nöten... CTG okay.

Dann überschlug es sich, ich weiss nicht was los war. Das Wehenmittel von Nicole wirkte wohl, es tat höllisch weh, ich hatte einen Druck und schrie wie ein waidwundes Tier. Ich hielt diesen Schmerz nicht aus,ich hielt dem nicht stand. Auch dieser Druck. Nicole sagte energisch, Patty nicht, noch nicht pressen, es ist noch nicht so weit. Aber ich nahm sie nicht wahr, nur dieser Schmerz, körperlich, seelisch, ich wollte nicht mehr. Ich schrie wieder, so laut so richtig lang und laut... Flow war total geschockt, Nicole wohl nicht minder. Sie orderte den Anästhesisten, aber es dauerte so lange, da der noch eine andere OP hatte. Nicole versuchte die Sauerstoffmaske zum Beatmen, Beruhigen, danach weiss ich nichts mehr... Das letzte was ich hörte war: " Atme!!      DU S O L L S T A T M E N !!!!! "   danach hörte ich nichts mehr. Bekam nichts mehr mit.

Als ich dann wieder zu mir kam, bewusst was wahrnahm, stand eine sichtlich erregte und betroffene Nicole vor mir, Flow weinte und da war der kleine Wombel auf der Welt. Nicole hatte ihn ganz alleine zur Welt gebracht. Im Vorbereitungszimmer. Muttermund erst 5 auf. Ohne Team, ohne Ärzte ect. Die fanden sich dann erst ein.

Nicole entschuldigte sich, das sie mir ein paar geknallt hätte um mich wieder zur Besinnung zu bringen, aber das hab ich ja nicht mitbekommen, was hätte sie auch tun sollen? Sie tat in der Situation das Richtige. Es gibt da scheins eine Technik um den Muttermund schnellst zu weiten... die sie anwandte. Sie muss auch gesagt haben: " Du willst pressen? Dann press! " Jedenfalls hatte sie Wombelchen blitzschnell zur Welt gebracht und ich wurde dann auch wieder in diese Welt verfrachtet, in der ich nicht mehr sein wollte. Zuviel war geschehen. Und geschah und geschieht immer noch! Aber das ist ein anderes Tapet, seit vielen Monaten schweige ich mich darüber aus.

Es beweisst das Können von Nicole, was eine Hebamme leistet, zeigt den Status einer Hebamme, für mich Zauberin, weisse Hexe, Magierin, weise Frau, Heilerin, Freundin alles in einem. So nah kommt einem sonst keiene Frau, so intim, da muss Vertrauen her. Und das hatte ich. Sie ist die Beste!

Von daher wusste ich, ich möchte die Geburt bei Nicole vollenden, zu früh hin oder her.. Ich wollte aus mehreren Gründen nicht nach Homburg, ich habe es aber akzeptiert, das wenn die zwei zu früh sind es unumgänglich ist! Homburg hat die Frühchenstation direkt auf dem selben Flur, sie sind Uniklinik, technisch vom Feinsten ect, pp.

Als es losging mit dem Druck, wollte ich von Nicole als Erster wissen, was Sachlage ist, weil ich ihr vertraute, danach wäre ich anstandslos, ohne Widerstand nach Homburg weiter. Weil sie ja sagte vor der 36. Woche muss ich nach Homburg, da kann sie aber nicht mit, da sie freie Beleghebamme ist. Sie war bis vor Kurzem in Homburg als Hebi, kam aber gottseidank wieder nach Zweibrücken zurück, da gehört sie hin! Das eine Jahr wo sie nach Homburg gewechselt hatte, war gottseidank vorbei.

 An dem Tag hätte ich in Homburg einen Termin zum Ultraschall gehabt, um halb elf, denn ich musste nun ja jede Woche zum Dopplersono zur Beobachtung. Eine Woche vorher war ich auch da, alles im grünen Bereich, tags drauf Praxis, alles okay... Wegen den Wasser in den Füssen und weil ich so bewegungsunfähig war, wollte ich den Termin eigentlich von der Uhrzeit her verlegen, bis Flow von der Arbeit kommt, denn ich fuhr bsilang immer noch alleine hin... Traute mir das aber nicht mehr zu. Auch einer der Gedankengänge in der schlaflosen Nacht...

Britta fuhr mich dann ja erst nach Zweibrücken nach Rücksprache mit Nicole und es war eindeutig zu spät, das man mich nach Homburg hätte verfrachten können. Also entschied der Chefarzt mich nicht mehr zu verlegen, weil ich die Kinder dann im Krankenwagen bekommen hätte. Man benachrichtigte auch sofort und pronto die Kinderklinik Kohlhof, die direkt mit dem Frühchensanker anrückten.

Es ging dann per Express in den anderen Kreißsaal, wo man im Falle des Falles Sektio alles besser vorbereitet hat. Nicole mahnte mich eindringlich, dass ich diesmal keine Dummheiten machen soll. Ich brachte ein " ich bemüh mich " zustande und Nicole sagte,  "Du schaffst das " , ich fügte in Gedanken hinzu " WIR schaffen das! "

Ich lag da nun, spürte dieses Ziehen, es war aushaltbar, es waren wohl Wehen... Ob natürlich oder nicht, keine Ahnung ich hatte was in der Infusion, ich hatte Muskelzittern udn eben immer noch diesen Druck! Das waren die Köpfchen den Kleinen.

Nicole sagte, wenn dieses Ziehen diese Wehe, kam, viele waren es nicht in der Gesamtzahl - atmen, tief in den Bauch...

Flow war immer noch nicht da, ob er es noch schafft? Ob es klappt, denn es gab leichte Diskussionen mit seinem Vorgesetzten als er anrief, dass ich in der Klinik bin... Er war ja mitten in seiner Kundentour udn musste noch zurück zum Stützpunkt LKW umladen! Auf Anweisung von " Scheffe " [???!!!]

Fortsetzung folgt!

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June 13, 2008

eigene Frühchen Blogseite

die Zwillies haben seit heute eine eigene Blogseite

zu finden hier

http://doubleimpactpreemietwingurlz.wordpress.com/

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June 13, 2008

Frühchentagebuch Tag 01 - Part 003

Flow war immer noch nicht da...

Ich hatte auch kein Zeitgefühl mehr, wusste auch nicht wie lange es noch dauern würde, bis die Kleinen rauskommen würden, wieviel Zeit schon verstrichen ist, in Echtzeit war es auch nicht so arg lang, wie die Gefühlte, kaum 30 Minuten seit ich in der Klinik angekommen war.

Ich schloss die Augen und zog mich im mich zurück, versuchte diesen Druck, der ja immer noch da war zu vergessen... Alle 1-2 Minuten dieses leichte Ziehen... Hoffen darauf, das dies Ziehen nicht schlimmer und intensiver wird, ich erinnerte mich an den Schmerz vor 2einhalb Jahren, hatte Angst, dass sich das wiederholt...

Augen zu, langsam tief atmen, in den Bauch rein. Ich vernahm eine sanfte weibliche Stimme, eine kühle, sich angenehm anfühlende Hand, die meine Stirn streichelte.. Ich öffnete kurz meine Augen einen Spalt und durch die Wimpern sah ich ein symphatisches Gesicht, fühlte eine Hand die meine nehmen. Diese Hand gehörte auch diesem liebevollen weiblichen Wesen an meiner Seite.. wer sie war, realisierte ich gar nicht, egal, sie tat immens gut, ich konzentrierte mich auf ihre Stimme.

Sie hiess mich atmen als das Ziehen kam, setzte mir eine Sauerstoffmaske auf und sprach gedämpft sanft auf mich ein, dass ich tief in die Maske atmen soll, das beruhige mich... Ich solle atmen, gaaaanz tief, atmen, tiieeefffff! Dann setzte sie mir die Maske wieder ab, streichelte meine Stirn und sprach weiter auf mich ein, langsam atmen, keine Angst, es würde alles gut.

Sie setzte mir wieder die Maske auf und ihre sanfte Stimme lullte mich ein... ich spürte dieses Ziehen nicht mehr, obschon es noch da war. auch den Druck nahm ich nicht mehr so stark wahr. Kurz keimte in mir ein Gedanke, ob in der Maske wohl Betäubungsmittel drin ist, ob die Frau die Anästhesistin ist und ich etwa gleich weg bin und man mich sektioniert? Aber den Gedanken liess ich wieder fallen, denn ich war ja wach, halbwegs jedenfalls, ich war sehr beruhigt... Ob es da nur O² gab in der Maske? Reinen Sauerstoff?

Diese Stimme gefiel mir, ich fühlte mich getragen wie auf einer Wolke. Ich fühlte mich selber wie ein Baby im Mutterleib, wie ein Kind, das man liebevoll tröstet, es war was Mütterliches in der Stimme, das mich sehr ansprach.

In diesem Kokon bekam ich dann mit, das Flow endlich im Kreissal angekommen ist. Er setzte sich neben mich udn nahm meine Hand und küsste mich auf die Stirn... Ich fragte: " Bist Du endlich da? " Er bejahte... Ich dachte gut, dann kann ers wenigstens miterleben... Ich schloss wieder die Augen.

Unmittelbar darauf durchzog mich ein stechender Schmerz und ich dachte oh jetzt fangen sie an, diese Wehen, diese schmerzlichen, war doch ein wehenförderndes Mittel in der Infusion, der Druck nahm wieder zu, ich hielt die Luft an, atmete stossweise aus, Nicole sagte: "Langsam atmen ",  der Druck war so stark und schon war Shayenne-Chiara auf der Welt. Sie schrie kurz und ich war fassungslos. Die Umstehenden sagten: " Nummer 1 ist da " ich konnte es nicht glauben, so schnell? Konnte doch nicht sein, war dieser eine einzige stechende Schmerz denn eine Presswehe? Nicht mehrere starke? Die sanfte Frauenstimme neben mir hielt mich an wieder zu atmen, da ja noch Nummer 2 ausstünde. Ich folgte ihrer Anweisung und wieder ein starker stechender Schmerz, mir entfuhr ein " Aaaaahhh " erneut dieser Druck, kurz nur und da war sie: Samirah-Josephine! Auch sie schrie kurz, wurde eingewickelt und rausgetragen...

Frühchentagebuch extern: http://doubleimpactpreemietwingurlz.wordpress.com/

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June 13, 2008

Frühchentagebuch Tag 01 - Part 004

Die Kinderärztin und eine Kinderkrankenschwester vom Kohlhof waren ja längst da... Ich öffnete die Augen, Flow sass neben mir und ich begutachtete die sanfte Frauenstimme näher, nahm ihr Gesicht in mich auf. Dann betrachtete ich mir dieses Wesen noch genauer. Sie kam mir doch bekannt vor, ich las ihren Namen, sah das Gesicht und ja, das war sie doch, ich erkannte sie.

Sie fragte mich freundlich, wie es mir denn ginge. Ich entgegnete, es ginge mir gut, dank ihrer Hilfe und bedankte mich von Herzen. Dann fragte ich meinerseits, wie es denn ihr ginge. Sie meinte, das es ihr gut ergehe, es habe ihr Freude gemacht sich um mich zu kümmern. Ich formulierte die Frage in ein " Gehts Ihnen denn wieder besser? was sie verdutzt mit " Wieso mir? " beantwortete...

Ich lächelte und erinnerte sie an den 14. November 2007, ich habe es im Blog hier erwähnt, aber damals hier nicht geschrieben, weshalb ich dachte Krämpfe zu haben... Weil ja nix wahr...

Ich hatte ein paar Tage zuvor einen Schwangerschaftstest gemacht, weil die Periode ausblieb, ich hatte da was, obgleich etwas früh, im Urin. Dieser Test war zwar schwach im Kontrollfeld, aber meines Erachtens eindeutig ( Was er ja auch war. ) Dann plötzlich nachts diese Krämpfe, dieses Ziehen, Druck und ich dachte, toll Fehlgeburt? Hatte ja 96 schon eine, da wars Ähnlich.

Ich weckte Flow, den ich ja bereits von dem positiven Test in Kenntnis gesetzt hatte und klagte ihm, dass ich diese Krämpfe nicht mehr aushalte. Wir fuhren in die Klinik, Flow schilderte dass ich schwanger sei, starke Bauchkrämpfe habe und man schickte uns in die gynokologische Ambulanz, es war kurz nach 2 Uhr nachts. Zuhause war ich schon 2-3 Stunden mit Krämpfen rumgewandert, bevor ich mir ein Herz fasste um Flow zu wecken...

In der Ambulanz rief uns dann eine Ärztin rein. Sie sah zum Erbarmen aus. Total müde, fertig, ich erschrak. Diese arme Frau. Sie hatte eine böse Grippe, konnte sich selber kaum auf den Beinen halten. Wir schilderten unsere Geschichte, und sie untersuchte mich vaginal und mit Ultraschall. Sie beschied uns, nichts zu finden und zu sehen, da sei nichts in der Gebärmutter. Sie könne keine Schwangerschaft feststellen. Ich müsste wohl zur Inneren um abzuklären woher die Krämpfe kommen. Ich beharrte auf dem positiven Test udn sie machte auch einen und der Teststreifen zeigte nicht schwanger an...

Ich dachte nun gut, nicht schwanger, entschuldigte mich bei ihr, weil ichsie aus dem Bett geworfen habe. Das sie mir leid tut, weil sie so da hängt. Sie erzählte mir vom 24 Stunden Dienst der auf Krankheit keien Rücksicht nähme, sie ja da sein müsse, obwohl sie eindeutig selber gepflegt gehört hätte. Wir fuhren heim...

Mir machte dieser positive Test dann zu schaffen und es wurmte mich. Ich fuhr zur Apotheke wo ich ihn gekauft hab und legte ihn auf den Tresen, gefolgt von der Frage ob der nun positiv sei oder nicht. Laut Apothekerin ja, das müsse meine Gynokologin abklären. Ich erzählte der Apothekerin die Nacht gerade im Krankenhaus und sie verwies mich zur Sicherheit doch zu meiner Gynokologin zu fahren. Was ich dann, nachdem ich den Termin bei Ihr hatte, 2 Wochen später auch tat.

Ihr hielt ich den Test hin, sie meinte der sei positiv, ich schilderte wieder die Nacht im Krankenhaus udn sie meinte dann, sie schaue nach. Auf dem Ultraschall wars dann zu erkennen. Eindeutig... Da war was.. doch schwanger. Ich hatte 1000 ??? in den Augen, aber es kam ja noch besser. Sie meinte ob ich das sehe, den kleinen Fötus, ich sah den verwaschenen weissen Fleck und sie zeigte mir noch einen und befragte mich ob ich das auch sehe... Erst dachte ich, na toll es mutiert, ich bin zu alt, das hat Missbildungen, oh nein... Sie fragte wieder ob ich das sehe und sagte daraufhin, es seien 2. Zwei??? Zwei was???? Na 2 Feten, Zwillinge...

Ich musste das erst mal sacken lassen...

Ich fuhr heim und als Flow kam, teilte ich ihm mit, dass ich dochs chwanger bin, in der 8 Woche und dann Tattatataaaaaa! Zwillinge. Flow war sprachlos... Da weder bei mir noch bei ihm in Generationen je Zwillinge dabei waren, wunderten wir uns schon sehr. ich nehme an es ist mein Alter, bin ja auch net mehr die Jüngste und was die Mama von Sarah Connor kann oder die andern etwas älteren Promi Damen derzeit. Aber ich habe ja schon 3, nehme keine Hormone, bin keine Erstgebärende jenseits der 35...

Dies brachte ich der Ärztin zur Erinnerung und wir beide mussten lachen und sie meinte, sie könne sich jetzt erinnern...

:-)

Mittlerweile kam die Nachgeburt auch endlich und sie wurde begutachtet. Eine Plazenta - eine Fruchthülle die sich die Mädels geteilt hatten. Das sie eineiig sind, wussten wir ja schon eine Zeitlang...

Man brachte mir kurz zum in den Arm nehmen die Mäuslein, ich realisierte deren Winzigkeit gar nicht und dann waren sie auch schon weg, es war Zeit für den Transport nach Kohlhof.

Klein wenig traurig liess ich sie ziehen... Man sagte mir sie seien okay, atmen eigenständig, ich müsse mich nicht sorgen...

Ich war nicht viel gerissen, nur ein kleiner Kratzer, den man mit minimalsten Aufwand nähte und ich konnte auf Station, wo ich dann sehr schnell putzmunter war und wieder auf den Beinen. Was das Personal verwundert zur Kenntnis nahm... Mir gings körperlich gut, die Psyche war woanders, die liess sich nicht blicken, weder gut noch schlecht, ich war in einer Art Zwischengefühl...

Der Tag klang aus, ich dachte oft an die Mäusleins und ob ich sie am nächsten Tag sehn kann, dass ich bestimmt bereits entlassen werden kann. Ich durchstreifte die Lobby, fand eine nette Omi zum Quatschen,ihr was auch langweilig -  machte mich irgendwann bettfein, las noch ein bissel was und schlief dann ein...

Tag 02 brach an...

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