| March 2009 | ||||||||
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... ich hab' da mal was vorbereitet...
Nachdem mir der graue Himmel in den letzten Tagen gewaltig auf die Nerven gegangen ist, wollte ich heute Nachmittag mal wieder ins Freie, mich zumindest einmal am Ablichten der Schneeglöckchen und Krokusse im Garten versuchen. Auch wenn die Sonne nicht schien, war das ein guter Grund, mal wieder frische Luft zu schnuppern.
Also die Kamera ausgepackt, Makroobjektiv drauf, den Winkelsucher montiert und dann noch das kleine Leuchtenstativ mit externem Blitz und Kabel geschnappt. Und dann runter in den Garten.
Die erste Überraschung war der Wind, der ziemlich böig war und nur selten eine Pause einlegte. Also erstmal die Belichtung mit ein paar Probeaufnahmen eingependelt. Dummerweise kam gleich Regen auf, also wieder alles zusammenpacken und nach drinnen verschwinden.
Da ich mich aber nicht so schnell entmutigen lasse, habe ich mich dann an ein kleines Projekt gemacht, das ich schon vor längerer Zeit ins Auge gefaßt, aber immer wieder verschoben habe: die Abstimmung von Blitz- und Umgebungslicht und gleichzeitig eine Veränderung der Farbbalance beider Komponenten. Die Vorgehensweise habe ich bei strobist.blogspot.com/2008/06/lighting-102-assignment-work-that-cto.html abgeschaut.
Mein Ziel war, Tulpen vor blauem Himmel zu fotografieren. Aber woher blauen Himmel nehmen, dieser komplett in Grau getaucht ist?
Das übliche Vorgehen ist, die Kamera auf Kunstlicht-Weißabgleich zu stellen und mit Kunstlicht zu beleuchten. Problematisch ist aber, die entsprechende Helligkeit zu erzeugen, schließlich soll das Licht innen ja heller aus draußen sein.
Bleibt also nur Blitzlicht, das allerdings den Nachteil hat, tageslichtähnlich zu sein und leider statt gelber Tulpen bei Kunstlichteinstellung nur bläuliche produziert. Es gilt also, die Lichtfarben aufeinander abzustimmen.
Zum Glück habe ich seit einigen Wochen einen Satz Farbfilterfolien für die Blitzgeräte gekauft, dabei waren auch orangefarbene in verschiedenen Dichten (CTO - color temperature orange). Ich habe einen Filter in voller und einen in halber Dichte kombiniert und damit ein Blitzgerät bestückt. Das habe ich auf die Tulpen gerichtet und eine mir plausibel erscheinende Leistungsstufe ausgesucht.
Dann ein Blick durch den Sucher und die Belichtungsmessung gecheckt. Da die kürzeste Synchronzeit der 450D 1/200s beträgt, mußte die Blende so eingestellt werden, daß maximal 1/200 belichtet wird, in meinem Fall war das 11. Da beim ersten Versuch die Tulpen zufällig schon einigermaßen korrekt erschienen, der Himmel aber noch ein wenig zu blaß war, habe ich die Blende nur noch auf 16 schließen und die Blitzleistung verdoppeln müssen. Heraus kam dies (JPEG-Datei aus der Kamera, nur skaliert, geschärft und lokaler Kontrast verbessert):
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| Grauer Himmel? Nein danke! |
Zwar ist das Licht hier nicht optimal, aber immerhin hatte ich heute wenigstens einen kräftig blauen Himmel ;-)
Noch kurz zusammenfassend zur Methode: Mit der Kombination Blitz/Blende wird experimentiert, bis der Vordergrund stimmig beleuchtet ist. Über Verändern der Belichtungszeit kann man dann die Helligkeit der Umgebung steuern. Ganz einfach, wenn man sich das Prinzip erstmal zu Eigen gemacht hat.
Beim nächsten Mal werde ich das übrigens bei offenem Fenster probieren, die Spiegelungen können einem den letzten Nerv rauben, wie ich etwas später gemerkt habe, als ich Reflektoren und einen Schirm benutzt habe...
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