Für alle, die sich fragen oder gefragt haben, wie das nebenstehende Bild entstanden ist, möchte ich hier mal ein paar Erläuterungen abgeben. Dafür habe ich einfach ein Foto gemacht, das den benutzten Aufbau zeigt (s.u.). Natürlich ist das Bild auch mit der gleichen Blitztechnik entstanden, auch wenn ich hier für die Aufhellung ein weiteres Blitzgerät benutzt habe, das gegen die Decke gerichtet wurde.
Aber jetzt zur Technik der eigentlichen Aufnahme:
1. Nissin Speedlight 622 - der Blitz hat einen Servo-Auslöser und kann daher durch den internen Kamerablitz mitgezündet werden. Der Blitz wurde im Slave-Modus betrieben und auf 1/32 der Leistung gedrosselt, schließlich ist er ja schon sehr nah am Ort des Geschehens.
Natürlich kann auch ein Blitz mit Kabelverbindung oder drahtloser TTL-Messung eingesetzt werden, aber das ist ja keine Herausforderung, oder?
2. Aus einem Pappkarton habe ich dann einen sogenannten "Snoot" gebaut, Länge ca. 16 cm und auf den Blitz gesteckt. Hierdurch wird ein sehr eng gebündeltes Licht auf die Schale geleitet, schließlich soll ja nicht alles taghell ausgeleuchtet werden. Enscheidend für den Erfolg ist natürlich, daß nur Kartons des Kameraherstellers benutzt werden ;-)
3. Die Kamera kam auf's Stativ, manueller Betrieb, 1/200s, Blende entsprechend der Blitzleistung einstellen (ausprobieren!), manueller Fokus, Kamerablitz aktiv, aber so weit wie möglich gedrosselt (-2 Blendenstufen). Spiegelvorauslösung war eingeschaltet, damit die Zeit zwischen Klick auf den Auslöser und dem Öffnen des Verschlusses möglichst gering ist.
4. Die Kamera wird über den Kabelauslöser ausgelöst
5. Der in jedem besseren Haushalt vorhandene Tropfengenerator
6. Und schließlich das Ziel der Vorbereitungen
Der Rest ist der schwierige Part, das Timing. Und natürlich sind die Ergebnisse kaum vorhersehbar, nicht von einer Vielzahl an Fehlschlägen entmutigen lassen!
Übrigens habe ich immer den Kamerablitz zum Motiv hin mit einen Stückchen Karton abgeschirmt, damit das Licht nur vom externen Blitz kommt.
Unter www.strobist.blogspot.com/ gibt es noch viel mehr Infos - mehr als man wahrscheinlich je brauchen wird (leider nur in Englisch).
Das Verfahren funktioniert übrigens mit jeder Kamera, die sich auf manuellen Betrieb stellen läßt, das Setup-Bild ist mit meiner Fuji S6500 gemacht, die weder einen Blitzschuh noch einen Anschluß für ein Synchronkabel besitzt...