Danke fuer eure guten Wuensche! Trotz einiger Verspaetung und total ueberbuchter Maschinen (wegen der ueberraschenden ATA-Pleite mussten die anderen Fluggesellschaften die sitzengebliebenen Passagiere irgendwie unterbringen) bin ich vor knapp 24 Stunden gut wieder zu Hause gelandet.

Big Brother Big Brother hat auch diesmal wieder meinen Koffer aufgemacht, aber danach schoen alles wieder so reingepackt, wie es war (jawohl, ALLES!) und den Koffer auch ordnungsgemaess wieder verschlossen. Wirklich praktisch, diese speziellen TSA-Schloesser, erkennbar an dem rot-weissen Logo. Sind zwar etwas teurer als andere Schloesser, aber dafuer werden sie in so einem Fall von der Sicherheitsbehoerde auch nicht kurzerhand geknackt, sondern einfach auf- und wieder zugeschlossen.

Dass der Koffer aufgemacht worden war, hab ich von aussen nur daran gesehen, dass das Schloss auf der Seite war, anstatt oben - und innen lag dann wie ueblich die Benachrichtigung der TSA (amerikanische Transports Sicherheits Behoerde, bzw. Terroristenfahnder).

Care-Paket Souvenirs from Germany Klar, dass mein Koffer beim Durchleuchten aufgefallen war: Welcher normale Reisende hat denn schon zwei Drittel des Koffers vollgepackt mit Lebkuchen und Ostereiern?
Zum Glueck hatte ich alles pflichtgemaess deklariert, und auch der Dienst schiebende Beagle hat sich nicht mal entfernt fuer meinen Koffer interessiert, sondern ist nach kurzem Schnueffeln (und Luft Anhalten meinerseits) achtlos daran vorbei gelaufen, ohne sich daneben zu setzen.

Unterwegs ueber dem Atlantik hatten wir heftigen Gegenwind, so dass der Flug nach Atlanta mehr als 11 Stunden gedauert hat. Der Platz neben mir war wider Erwarten auch nicht frei, obwohl ich das nochmal kurz vor Abflug kontrolliert hatte. Da sass ein (sehr) junger Mann auf seinem allerersten Flug. Der sah mich sofort als seine Adoptiv(gross)mutter an, und fragte mir mehrere Loecher in den Bauch, waehrend ich eigentlich in Ruhe einige Filme ansehen und etwas schlafen wollte. Zu allem Ueberfluss musst er staendig auf's Klo, und wollte dabei laufend auf meiner Seite raus, anstatt auch mal die Dame an der anderen Seite zu bitten. Nun ja, er war nett, und die Zeit wurde so nicht langweilig.

Die (sehr!) umfangreiche Dame, die dann auf dem (sehr verspaeteten!) Anschlussflug nach fast 7 Stunden Aufenthalt in Atlanta halb auf meinem Schoss sass, war auch sehr nett - und auch die wollte mir staendig was erzaehlen. Auf dem Flug war ich so in meinen Sitz eingezwaengt, dass mein linker Arm (an's Fenster gequetscht) eiskalt war, waehrend der rechte (am Busen der Dame ruhend) doch ziemlich schwitzte. Nur gut, dass dieser Flug so schnell zu Ende ging, dass die Saftschubsen vom Dienst genau in der Reihe hinter mir den Service kurzerhand abbrechen mussten, bevor jeder Reisende was bekommen hatte. Aber die an Bord vorhandenen Tueten mit den dreieinhalb Erdnuessen pro zahlendem Passagier haetten ohnehin nicht fuer alle gereicht ...

Kurzum, die letzten beiden Tage vergingen wirklich "wie im Fluge" - und nun freue ich mich schon wieder auf's naechste Jahr! :-)