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July 16, 08

Pure Angeberei, aber ich steh dazu

Ursprünglich wollte ich nur eben für nen Zwanni tanken, aber dann kam alles anders...

An der Tanke standen vier Fahrzeuge und die Besitzer guckten mit grimmigem Blick auf die Preisanzeige für den Pistensaft. Grosse edele Karossen, gegen die mein Polo etwas klein aussah und auch der abblätternde Lack konnte sich mit Ihrem wie so oft nicht messen.
Wie immer guckten sie etwas ungläubig auf meinen geliebten alten Polo und mir wurde schlagartig klar, dass ich ein Exempel statuieren musste, um ein für alle Mal klar zu stellen wo der Hammer hängt.

Ich fuhr an die nächste Zapfsäule, hängte die Zapfpistole in den Tankstutzen, drückte durch und stellte ihn fest. Die Liter flossen, ein Raunen ging durch die anwesenden Fahrer. Beiläufig warf ich einen kurzen Blick auf die Armatur der Zapfsäule, nickte einem nahestehenden Fahrer zu und bewegte mich zum Scheibenwaschwasser, ohne den Spritfluss in meinen Tank und den Gelfluss aus meiner Tasche zu stoppen, oder weiter zu beachten.
Der erste Fahrer viel in Ohnmacht, aber ich setzte nach!
Während der Pistensaft in meinen Tank schoss putzte ich in aller Seelenruhe meine Frontscheibe, ging wieder zurück zur Zapfsäule und murmelte für alle hörbar "Scheiss Zapfsäule immer noch nicht voll" Der japanische Mercedesfahrer beging Harakiri.

"Auch eben volltanken" fragte ich den blassen BMW-Fahrer, bevor ihn ein Herzanfall zu Boden zwang. Diese Lektion werden sie behalten.

Nachdem ich meine Rechnung bezahlt hatte, die mir auf einem schwarzen Samtkissen überreicht wurde, wimmelte ich noch die 82 Schönheitskönigen ab, die unbedingt mit mir mitfahren wollten und verliess fröhlich pfeifend den Ort der Auseinandersetzung.

Published at 16:08 ( 33 comments / 182 visits )
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June 29, 08

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Mein Tacho ist einmal rum. Die K10D kann offensichtlich nur bis 9999 zählen und fängt dann von vorn an.

Zum Glück ist sie nicht explodiert!

Published at 15:03 ( 17 comments / 188 visits )
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June 29, 08

Blitzreflektor im Selbstbau...

Momentan fahr ich ziemlich auf Makrofotografie ab. Es macht einfach Spass mit der Kamera durch die Büsche zu streifen. Problem ist hier noch mehr als bei anderen Arten von Fotos das Licht. ISO100 ist für mich hier Vorschrift, mein Makro hat 105mm am APS-C, also sind Belichtungszeiten kleiner als 1/90 ziemlich gut. OK, in nem normalen Busch hat man dann noch Blende f4.5 was extrem wenig Tiefenschärfe bringt. Der externe Blitz fällt flach, weil er am Motiv vorbei blitzt und entfesselt mit Blitz in der andern Hand fällt wegen manueller Fokussierung aus. Mit dem internen Blitz schaff ichs grad mal bis Blende f13-f16, muss dabei aber mit der Belichtung schon auf 1/45 zurückgehen.

Also war Heute Basteltesttag. Ein Reflektor für den Metz Systemblitz muss her, der das Licht aufs Motiv leitet. Ich hab mir also aus nem ordendlichen Stücken Alufolie einfach einen zusammengeknetet. Und zwar so, dass die Alufolie das Licht vor dem Blitzreflektor im 45°-Winkel bricht. Wenn ich jetzt den Blitz etwas nach oben klappe trifft der Lichtstrahl ziemlich direkt vor die Linse. Sicher nicht so optimal, wie ein Ringblitz, aber mit dem Vorteil, dass nicht frontal angeblitzt wird und durch Schatten alles ein wenig stimmungsvoller wird, weil das Licht ja von Oben kommt.

Im absoluten Nahbereich schaff ichs mit der Konstruktion auf f32 bei 1/125. Weiter weg immerhin noch auf f27 bei 1/45 - was OK ist. Umso weiter das Motiv weg ist, umso grösser wird ja eh die Schärfeebene.

Ich werd mir also so ein Dingen in anständig basteln. Aus Karton gefaltet und dann mit Epoxydharz aus dem Bootsbau haltbar machen. Ich werd versuchen den Reflektor selbst auswechselbar zu machen, so, dass ich auch einen Spiegel einsetzen kann, der dann sicher noch ne Menge mehr bringt. Allerdings gefällt mir die Reflektion von der Alufolie auch sehr gut. Dadurch, dass es halt leicht knittrig ist wirkt alles recht lebendig und nicht so Studiomässig. Wenn dann noch leistungsstarke Batterien eingesetzt werden, anstatt Akkus, dann kann man mit dem Werks bestimmt den Grill anzünden :-D

Nächste Woche besorg ich mir, was ich brauche :-)

Hier zwei der Testfotos:

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Storchenschnabel

Published at 08:28 ( 21 comments / 137 visits )
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June 12, 08

Augenkrebs :-(

Ich hoffe das ist heilbar!

Mein armes Gästebuch :-(

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June 11, 08

Sigma 100-300mm f4 EX DG APO IF

Heut ists gekommen und ich hab die damit verbundene Aufregung schadlos überstanden *hibbel*

Das Ding ist ein ziemlicher Brecher - schwer gross, aber was tut man nicht für f4...
Wenn einem das Dingen aus der Hand rutscht wirds teuer. So ein Helikopter-Rettungseinsatz aus der norddeutschen Tiefebene um jemanden wegen gebrochenen Fuss auf die Intensivstation zu bringen ist sicher sehr kostspielig.

Die Lichtstärke war bei den Tests wie erwartet. Mit f4 lässt sichs im Grunde aus der Hüfte schiessen, aber das ist ja nicht alles. Das Teil ist scharf. Knackig wie mans will und dabei bei Offenblende eine erfreulich lange Schärfeebene. Zudem erzeugt es ein sehr nettes Bokeh.

imgp9056

Weiter Erfreulich ist das Farb- und Kontrastverhalten. Das macht alles nen sehr guten Eindruck. Was mich auch gefreut hat ist das Verhalten bei Gegenlicht. Ich hab auch einfach ein paar Testaufnahmen in die Sonne geschossen und da sind keine nennenswerten Geisterlichter zu sehen. Bei der Darstellung im Gegenlicht hat das Dingen auch noch ne sehr schöne Darstellung:

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Ich hab ein paar hardcore grässliche Aufnahmen einer Häuserecke gegen den Himmel gemacht, wobei die Hausecke am Bildrand war. Ich konnte keinerlei chromatische Abberrationen erkennen, das Rohr scheint sauber korrigiert zu sein.

Alles in Allem scheint das eine sehr gute Linse zu sein und ich bin gespannt auf den ersten richtigen Einsatz...

Published at 18:57 ( 29 comments / 191 visits )
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June 10, 08

Manfrotto MA 405 Pro Digital

Da ich mit meinem 40190 CULLMANN Magnesit 30 Nm, 20kg höchst unzufrieden war, Habe ich mir jetzt dazu den 3-Wege Getriebeneiger MA 405 Pro Digital von Manfrotto zugelegt.

Das Dingen macht einen sehr guten Eindruck. Er kommt mit 1.6kg Eigengewicht daher, kann laut Hersteller 7.5kg tragen und ist wirklich sehr sauber verarbeitet. Alles in Allem kein Kram, wo man auch nur ansatzweise an "könnte karp0tt gehen" denkt.

Die Mechanik ist sehr stramm, weshalb der Kopf eventuell nicht auf Carbon-Stativen geeignet ist, weil man schon etwas zupacken muss, um zu justieren.
Er verfügt über Entriegelungen, die eine Schnelleinstellung erlauben, wobei die Drehentriegelungen ergonomisch so angebracht sind, dass man automatisch richtig herum dreht(bei zweihändiger Benutzung)

Es ist stramm. Es ist schlicht und ergreifend stramm. Nichts federt zurück, der Bildausschnitt bleibt dort, wohin man ihn justiert hat.

Wenn ich das mit meinem Kugelkopf vergleiche frage ich mich, ob bei den Angaben der Tragfähigkeit einer der Hersteller das Gewicht, bei dem das Dingen endgültig zerfetzt und der andere ne sinnvolle Last angegeben hat.

Ein wirklich schöner Kopf. Sicher nicht geeignet für Tier, oder Sportfotografie, aber für Makro und Landschaft ist er genial. Die Verarbeitung ist so überzeugend, dass man gleich sicher ist lange etwas davon zu haben.

Und wie immer bei guter Fotohardausrüstung hats einen Nachteil - den Preis :-(
*stöhn*

Published at 14:57 ( 7 comments / 102 visits )
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June 8, 08

Grad noch geschafft...

Vorweg, die Jugendlichen, von den gleich dir Rede ist, waren in keinster Weise ein Problem - im Gegentum, angenehme Leute.

Da ich heute am Sonntag vor hatte zu arbeiten und der Arbeitsplatz in der Nähe der Ems gewesen wäre entschloss ich mich am Samstag mit dem Boot aufzubrechen, irgendwo draussen zu schlafen und dann Morgens von dort aus zur Arbeit zu fahren.
Ich legte um ca. 18:00 ab, der Wetterbericht bescheinigte mir, dass mein Vorhaben ein guter Plan war. Strahlenblauer Himmel, ein leichter Wind - herrlichstes Wetter :-)

Um 19:00 erreichte ich eine Wiese und schlug das Basislager auf. Ich nehme normalerweise kein Zelt mit, sondern hab ein klappbares Feldbett im Boot, was ich einfach unter freiem Himmel aufstelle.
Ich ging schwimmen, das Wasser der Ems hat inzwischen eine sehr angenehme Temperatur. Es ist kälter, als es die meisten Leute mögen, aber ich mag das kühle Wasser und die damit verbundene längere Erfrischung. Erfrischt aus dem Wasser kochte ich mir etwas zu Essen, ass und ging ein wenig am Ufer auf und ab. Zwei Autos kamen den Feldweg zur Ems entlang - zwei VW-Golf, laute Musik und voll mit Jugendlichen. Sie hielten ca. 100Meter von meinem Lager entfernt und stiegen unter lautem Gelächter aus.

Ich muss ehrlich sagen, dass mir mulmig wurde. Zehn Jugendliche, eventuell angetrunken können schon mal Ärger verursachen.

Nach einer Weile kam einer der Jugendlichen zu meinem Lagerplatz und fragte höflich, ob ich etwas dagegen habe, wenn sie hier neben meinem Lager ihre Zelte aufstellen. Es waren wohl Russlanddeutsche. Allerdings war er nicht so begeistert wegen dem knurrenden Riesenschnauzer und ich war auch nicht grad begeistert. Ich war dorthin gefahren, um mal meine Ruhe zu haben.

Er erzählte, dass sie seit 4 Jahren immer an die Stelle zum Zelten kommen und ob ich nicht einen anderen Platz wüsste, wo sie hinkönnten. Ich kenne mich dort leider überhaupt nicht von der Strassenseite her aus und konnte ihnen nicht weiterhelfen. Er ging zurück zu den Anderen und während sie beratschlagten, was sie machen, überlegte ich mir, dass es für mich ja ne Kleinigkeit ist nochmal 10 Minuten mit dem Bootzu fahren und woanders mein Lager aufzuschlagen. Vom Wasser aus kommt man ja locker an die schönen Stellen.
Also ging ich rüber, erzählte es ihnen und das ich ca. ne halbe Stunde brauchen werde. Es war denen fast peinlich, aber ich erzählte es ihnen, wie es war - für mich ne kurze Aktion und alle sind zufrieden.

Während ich meinen Kram ins Boot packte hörte man in der Ferne leichtes Gewittergrummeln. Ich dachte mir nichts dabei und legte ab, winkte nochmal und fuhr um die nächste Biegung. Hinter der Biegung sah ich, dass das nicht ein kleines Grummeln war. Der Himmel zog sich zu, man sah, dass das knallen wird. Und man sah, dass es sehr bald sein wird.

The sky is crying

Wegen dem fehlenden Zelt hatte ich nur die Möglichkeit mich z.B. unter einen Hochsitz zu begeben, oder zurück zum Hafen zu fahren. Ich beschloss zum Hafen zu fahren, anstatt ne ungemütliche Nacht zu haben. Es war 21:00, ich konnte es also vor Dunkelheit schaffen und so gab ich Gas um es auch vor dem Gewitter zu schaffen.

Endgeil! Die Zeit kurz vor Dunkelheit und die kurz nach Sonnenaufgang ist die schönste Zeit für mich auf dem Wasser. Dazu mag ich die Naturgewalten - zwar vorzugsweise hinter einem geschlossenen Fenster, während Jim Morrison "Riders on the Storm" singt, aber es ist ein herrliches Gefühl. Es fing an sich rapide abzukühlen und die schwarzen Gewitterwolken sorgten für einen dramatischen Sonnenuntergang.

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Ca. eine halbe Stunde vor dem Hafen schloss sich die Wolkendecke komplett und ich sah es in der Ferne ziemlich wild und häufig blitzen. Hehe, ich muss ein irres Bild abgegeben haben. Ich hatte mir einen alten schwarzen langen Mantel übergeworfen, weils ziemlich kühl geworden war, und stand mit wehenden Harren im Boot, um Treibgut zu erkennen und ausweichen zu können. Die Riesenschnauzerin sass vorn auf dem Bug und schaute mit wehendem Fell in nach Vorne, während der alte Einzylinder das Boot unter Vollast ins Gewitter hämmerte. MUAHAHAHA, mir war das erst hinterher bewusst geworden :-D

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Um kurz vor 22:00 legte ich trocken im Hafen an und verstaute das Gepäck im Wagen. Keine fünf Minuten nachdem ich im Auto sass fing es an zu schütten, wie aus Kübeln.

Der Regen verdampfte regelrecht auf dem erhitzten Boden und der Nebel nahm zu. Nachdem es aufgehörte hatte zu regnen fuhr ich durch eine so dichte Nebelwand, wie ich sie noch nie gesehen hatte. Schritttempo. Ich hielt an, kochte Kaffee und sass auf der Motorhaube. Es war dunkel, ich hatte kein Stativ mit, als nahm ich das beliebte Baumstativ - Kamera an nen Baum pressen und hoffen, dass es was wird...

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Mein Plan war so schräg gelaufen, wies nur irgend geht, aber was ein endgeiler Abend. :-D

Published at 12:11 ( 19 comments / 139 visits )
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June 6, 08

40190 CULLMANN Magnesit 30 Nm, 20kg

Ich besitze den Kugelkopf jetzt ca. ein Jahr und war zu Anfang damit sehr zufrieden. Ich habe ziemlich schwere Linsen und an meiner K10D immer Batteriegriff mit Akku dran, wodurch ich eigendlich immer so um die 1,5 bis 2kg an der Kamera habe, wobei man sagen muss, dass meine bisherigen Linsen keine Objektivschellen haben.

Ich benutze das Stativ mit Kopf nicht sehr oft, aber es ist auffällig, dass der Kopf bereits nachlässt. Bei Friktion bemerkt man, dass der Kopf in einigen Bereichen widerstandslos geführt werden kann und in manchen mit stärkerem Druck. In den widerstandslosen Bereichen muss man die Feststellschraube inzwischen schon mit Kraftaufwand festziehen, damit er das Gewicht hält, was ich bei einem Kopf, der mit 30Nm und 20kg angegeben ist indiskutabel finde. Zusammen mit Makroschlitten komme ich auf max 3kg und der Kopf ist hier nicht mehr wirklich brauchbar. Ich mag es nicht, wenn ich erst das Stativ so drehen muss, dass der Kopf in einer Stellung ist, dass er hält. Zudem fixiert der Kopf auch in allen Bereichen nicht mehr hundertprozentig. Das Objektiv zieht ihn nach der Justage ein wenig nach unten. Definitiv wesendlich mehr, als zu dem Zeitpunkt, wo er neu war. Eine Aufnahme mit langer Brennweite bedeutet ein Ausprobieren, bis man seinen Bildausschnitt hat. Ich bin äusserst unzufrieden :-(

Er wird wohl zukünftig nur noch für Tieraufnahmen u.Ä. genutzt, wo man mit Friktion arbeitet, aber nicht feststellt.

Es wird wohl ein Manfrotto 3-Wege Getriebeneiger kommen...

Published at 19:56 ( 15 comments / 135 visits )
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June 3rd, 08

Umbau Emswehr und die Folgen

Ich schrob neulich, dass der Wasserfall am Emswehr in Listrup durch eine Böschung ersetzt wurde:
www.ipernity.com/blog/nochjemand/65450

Jetzt habe ich das erste Mal die direkten Auswirkungen eines solchen Eingriffs life bewundern können. Als Vorwissen: Der Wasserstand am Emswehr ist normalerweise stabil und steigt nur bei extremem Hochwasser minimal an. Dort war durch die Staustufe der Wasserstand so geregelt, dass man es fast nur an der Fliessgeschwindigkeit der Ems gesehen hat.

Los gehts:
Am Samstag hat es wohl weiter südlich starke Regenfälle gegeben, wodurch der Wasserstand an der Messtation Greven sprunghaft um 1.50m angestiegen ist.
luadb.lds.nrw.de/LUA/wiski/phpwel.htm
(Dort links Greven auswählen)

Das ist kein besonders hoher Wasserstand, eher knapp über normalem Stand.Am So stieg der Wasserpegel am Wehr sprunghaft innerhalb einer halben Stunde um 50cm bei starker Erhöhung der Fliessgeschwindigkeit. Das ist in etwa so viel, wie es sonst bei extremem Hochwasser war. Ich hätte mich fast nicht mit dem Boot auf die Ems raus getraut. Es macht tatsächlich einen natürlichen Eindruck, da der Fluss nun wieder natürlich reagiert, aber ich frage mich, was der Preis dafür ist. Das Wasser unterhalb der Böschung war sehr dunkel vom abgetragenen Sand und Gestein und ich bezweifle, dass die Böschung einem richtigen Hochwasser dauerhaft widerstehen kann. Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass auch immer wieder LKW-Weise Material in die Böschung gekippt wird. Dadurch wird wohl wieder eine Versandung unterhalb des Wehrs stattfinden(denke ich). Auch meine unwissende Befürchtung: Die Flora und Fauna, die sich hier an der Ems angesiedelt hat ist angepasst an die alten Wasserstände und ich vermute, dass die Änderung dieses Leben zerstören könnte.

Dem Tourismus schadet es zweifellos. Er besteht dort aus Campingplätzen, Kanuverleih und Sportbootfahrern. Die Kanuten haben ziemlich geflucht. Sie konnten nicht aus eigener Kraft gegen die Strömung an, was sicherheitstechnisch bedenklich ist. Man sollte möglichst nur Gewässer befahren, die schwächer sind als das eigene Boot.

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Nicht das mich jemand falsch versteht, ich stehe der Renaturalisierung positiv gegenüber. Auch habe ich eher Vorteile dadurch. Ich bin mir aber nicht sicher, ob solche entscheidenden Einschnitte sinnvoll sind. Der Sinn ist hier ja, dass die Lachse wieder den Fluss hochkönnen und es wird angezweifelt, ob sie das überhaupt tun werden. Es stellt sich für mich die Frage, was eine höhere Priorität hat - der Schutz bestehender Flora und Fauna, oder die Wiederherstellung der ursprünglichen Flora und Fauna. Zusätzlich darf auch der Mensch nicht vergessen werden, der dieses Gebiet zur Erholung nutzt.

Insgesamt ist die Renaturalisierung übrigens fantastisch. Uferbefestigungen wurden weggebaggert, wodurch kleine Sandstrände entstehen. Niedrigwasserbereiche wurden angelegt, die Seenartig mit der Ems verbunden sind und es wurde behutsam gemacht. Jedes Jahr nur ein kleines Stück. Klar sind die Baggerspuren nervig, aber man sieht an den Stellen, wo im Vorjahr gearbeitet wurde, wie schnell sich die Natur das Angebot schnappt und es ist wirklich schön in einer grossen Heide mit Fluss zu sein...

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Published at 12:03 ( 2 comments / 79 visits )
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June 3rd, 08

Spiegel - seen.by

Jedes Magazin scheint eine Fotoseite zu brauchen.

Ich muss sagen, dass mir das, was man hier z.T. findet um Längen besser gefällt, als bei seen.by

Es scheint nichts über einen natürlich wachsenden pool zu gehen, der nicht durch die Geschmacksrichtung der Moderatoren beeinflusst ist.

Schaut euch mal geballt die Aufnahmen an, die ihr als Fave markiert habt und vergleicht....

Published at 10:24 ( 2 comments / 81 visits )
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May 19, 08

Kann man sich freuen ein AKW zu sehen?

Da mein Boot im Sommer unbedingt an der Ems liegen soll und nicht am Mittellandkanal, musste ich am WE los und es überführen. Hintergrund war, dass ich einiges technisch am Boot gemacht hatte. Ich hab fast drei Wochen gesägt, gehämmert und gestrichen.

Die Tour geht 62km über den Mittellandkanal und dann 29km auf dem Dortmund-Emskanal Richtung Norden. Hier vereinigen sich Dortmund-Ems-Kanal und Ems und von da aus geht es ca. 15km die Ems rauf bis zum Liegeplatz.
Auf dem Dortmund-Ems-Kanal müssen sechs Schleusen passiert werden, wodurch sich diese Etappe sehr stark hinzieht. Zusätzlich wird der Dortmund-Ems-Kanal nächsten Monat gesperrt, wodurch ich kaum Auswahl hatte, wann ich fahre.

Am Mittwoch wurde das Boot aufs Wasser gesetzt und die nächsten beiden Tage wurden Probefahrten gemacht. Es gibt nichts schlimmeres als auf einer Überführungsfahrt mit technischen Problemen zu kämpfen und so musste das sein.

Nun, am Mi Abend sagte der Wetterbericht das erste Mal für Freitag Regen an. Am Donnerstag war immer noch Regen angesagt - für Sa allerdings auch. An beiden Tagen sollte es Nachmittags ca. 3mm Niederschlag geben; also ein Nieselregen....

Ich entschloss mich die Tour in zwei Etappen zu fahren. Fr Morgen um 06:00 los bis zum 50km entfernten Marina auf dem Mittallandkanal, Sa dann gleich Morgens die zweite Etappe. So dürfte ich nicht all zu nass werden.

Am Freitag stand ich also um 04:00 auf und schaute beim Kaffee den Wetterbericht an. Der leichte Regen war jetzt für ca. 10:00 angekündigt, ich würde also da reinkommen, aber nur 2 Std. lang...

Soweit die Theorie. Um 06:00 legte ich bei Nieselregen ab und kam um ca. 07:00 in strömenden Regen. Zu der Zeit hatte ich noch einige Hoffnung, dass der Schauer gleich wieder aufhört, diese Hoffung legte sich aber Kilometer um Kilometer und spätestens um 08:00 wär es auch egal gewesen, weil ich eh so nass war, als wär ich mit Klamotten ins Wasser gesprungen.
Um ca 10:00 gab es ein nettes Erlebnis. Ich sah schon von weitem, dass auf der linken Seite des Kanals etwas grosses ins Wasser stieg und anfing über den Kanal zu schwimmen. Auf der rechten Seite Spundwand. Für ein Tier kein herrauskommen. Ich brauchte ca. 15min, um die Stelle zu erreichen. Es war ein Reh, dass nun schon die ganze Zeit panisch versuchte die Spundwand hoch zu kommen. Die Tiere sind ja sehr scheu und ich konnte es also mit dem Boot wieder zurück ans andere Ufer treiben, wo es an Land ging. Da gabs jemanden, der nasser ist als ich ;-)

Die Fahrt gestaltete sich immer mehr zur Weltuntergangsfahrt. E gibt einfach kein Regenzeug, dass in der Lage ist so ein Sauwetter dauerhaft abzuhalten, wenn man in einem offenen Boot zur Bewegungslosigkeit verurteilt ist und einem der Wind den Rgen in sämtliche Kleidungsöffnungen drückt. Der Versuch Kaffe zu kochen endete damit, dass mein Feuerzeug nass wurde(das Sturmfeuerzeug war im anderen Kamerakoffer zu Hause) und ich mir noch nichtmal mehr eine Zigarette anzünden konnte.
Um 12:00 lief ich endlich im Marina ein und konnte mich aufwärmen und umziehen.

Internet - ich schaute mir die Wetterlage an. Der Wetterbericht war natürlich revidiert, inzwischen sah man ca. 8mm am Vormittag und Nachmittags trocken, bis zum Sa Nachmittag. Danke dafür, leider war ich so dermassen fertig, dass ich Nachmittags nicht weiterfahren konnte und beschloss Samstag früh weiter zu fahren.

Sa Morgen schaue ich beim Kaffe den Wetterbericht an. Der komplette Tag starker Regen, Sonntag sehr gutes Wetter. Auf den Sattelitenbildern sah man, dass So das Tiefdruckgebiet wirklich sehr sicher durchgezogen sein wird. Nachteil: Am Sonntag haben die Schleusen des Dortmund-Ems-Kanals nur von 06:00 bis 14:00 geöffnet, Montag muss ich arbeiten.
8Stunden - mein Rekord für die Strecke liegt bei 5 Std., der Negativrekord bei 9.
Ich beschliesse den Samstag abzuwarten und So um 04:30 abzulegen um als erster bei den Schleusen zu sein. Die Schleusenwärter sind alle sehr nett und kooperativ, ich gehe davon aus, dass sie versuchen es so einzurichten, dass ich es schaffe - ich stelle den Wecker auf 03:00...

...schlafe aber so tief, dass ich ihn nicht höre. Um 05:00 wache ich von selbst auf(meine normale Zeit) und springe wie von der Tarantel gestochen hoch. Kein Kaffee, Regenwasser aus dem Boot pumpen, tanken, Öl kontrollieren! Um 06:00 fahre ich unter Vollast aus dem Marina und erreiche um 07:30 die Schleuse Bevergern. Die Schleuse ist für mich ein Risiko, weil sie einen sehr grossen Hub hat. Wenn ich also ankomme, während gerade eine Talschleusung stattfindet, muss ich ca. 40min warten, bis ich dran bin.

Ich habe Glück, endlich! Als ich in den Schleusenkanal fahre taucht hinter mir ein Kanalschiff auf. Ich lasse es vorbei, damit es vorn in der Schleuse liegt und fahre ohne Zeitverlust in die Schleuse ein.

Ich erzähl dem Schleusenwärter, dass ich bis 14:00 durch die Gleesener Schleuse sein muss. "Da darf aber nichts dazwischen kommen" sagt er. Er sagt den anderen Schleusen bekannt und rät mir die Etappe bis zur nächsten Schleuse(3.5km) alles zu geben, was das Boot kann, um es zu schaffen mit der "Charisma" zusammen durch zu kommen. Die nächste Etappe ist dann 6km und da kann ich eine Schleusung später fahren, ohne nennenswerten Zeitverlust zu haben.

Volllast, so hoch habe ich den Motor noch nie gedreht. An der Schleuse Rodde hat die Charisma ca. 800m Vorsprung, aber sie braucht länger zum Einfahren und Festmachen als ich.
Ich bin drin, das war ja einfach ;-)

Da ich auf der nächsten Etappe ja etwas Zeit habe, lasse ich den Motor langsamer laufen und kann endlich den ersten Kaffee des Tages kochen und geniessen. Alles läuft reibungslos, die nächsten 3 Schleusen erwarten mich mit offenen Toren und grüner Ampel bei bestem Wetter.

Um 12:30 fahre ich schon in den Schleusenkanal der Schleuse Gleesen ein und sehe das erste Mal das AKW Lingen in ca. 2km Entfernung. Ich habe es also geschafft und grinse grenzdebil. Jetzt kommt nur noch eine Schleuse auf der Ems und die bedient man selbst mit Kurbeln.
Die Tore der Schleuse Gleesen sind geschlossen, die Ampel ist rot. Es gibt überhaupt keinen Grund zur Beunruhigung, aber nach der Tour ist das Nervenkostüm nicht mehr das beste. Um 13:00 werd ich langsam nervös, um 13:30 sehe ich in der Ferne hinter mir ein Kanalschiff kommen. Alles klar, der Schleusenwärter will uns zusammen runternehmen.

Ein herzliches Danke an die Schleusenwärter vom DEK! :-)))

13:55 fahre ich aus der Schleuse aus, die Ems liegt vor mir. Ich schreie meine Freude raus und bin froh, dass nicht irgend ein Angler nen Krankenwagen gerufen hat ;-)
300m die Ems hoch, anlegen, Klappstuhl, Klapptisch, Kocher, Kaffee, warmes Mittagessen.

Während ich esse geniesse ich einfach nur die tolle Atmosphäre. Strandläufer, Bachstelzen, Haubentaucher, Blesshühner, Möven, Fischreiher, ein kreisender Milan - es ist einfach nur genial :-)

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Nach zwei Stunden Pause lege ich ab für die letzte und schönste Etappe der Tour - die Ems in weiten schönen Mäandern. Die Strömung ist durch den Regen stärker, als ich vermutet habe, aber ich komme gut die Ems hoch und erreiche die Emsschleuse um 18:00.

Der Wasserfall ist weg! Der künstliche Emswasserfall am Liegeplatz ist weg. Einfach weg. Er wurde durch eine 2 Meter Böschung aus Steinen ersetzt. Es sieht nicht mehr so malerisch aus, weil es alles noch sehr neu ist und überall die Baggerspuren zu sehen sind, aber das ist echt ein Ding, mit dem ich nicht gerechnet habe. Es wird wohl mal sehr schön aussehen, wenn die Natur die Baggerspuren aufgeräumt hat und die Fische können da jetzt auch wieder besser hoch...

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Ich hätt gern nen Lachs. Gegrillt am Emsufer :-)

Published at 07:22 ( 13 comments / 181 visits )
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February 8, 08

Pentax 43 mm SMC FA 1.9 Limited

Heute ist das 43er in meine Fototasche eingezogen. Leider wars schon zu dunkel, um nochmal loszu ziehen und deshalb hab ich drinnen ein wenig mit Offenblende rumgespielt.

Das Dingen ist schweinegeil - anders kann mans nicht sagen. Das Schärfe- und Kontrastverhalten übertrifft das meiner anderen Linsen um ein vielfaches. Allein, wenn man durch den Sucher schaut und vorher noch nie so ne helle Linse davor hatte haut einen schon fast um. Ich freu mir grad echt nen Ast ab.
Hier ne Testaufnahme, von unserer Wohnzimmerlampe:

imgp7098

Morgen werd ich wohl früh rausmüssen :-)

Published at 18:48 ( 22 comments / 726 visits )
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December 1st, 07

Ich seh den Sternenhimmel *träller*

Aber leider sieht ihn meine Kamera nicht; mein erster Versuch ist grandios fehlgeschlagen.

Ich wollte den Nachthimmel mit Weitwinkel ablichten. Die Planung war perfekt, die Ausrüstung sensationell:
Ich hatte mir einen Campingstuhl eingepackt, einen Coleman-Benzinkocher, Kaffeemühle, Kaffebohnen, Espressokanne, Tasse, Wasser, Milch, meinen Klapp-Rolltisch, eine Taschenlampe, eine warme Decke, dicke warme Klamotten, Tabak, Blättchen, Feuer - ach, bevor ichs vergesse - ein Stativ und ne Kamera mit Fernauslöser hatte ich auch mit.

Ich brauchte kaum 20 Minuten, um das Basislager einzurichten, kochte Kaffee und während die Espressokanne auf dem Kocher heiss wurde packte ich Stativ und Kamera aus und montierte alles.
Astreine Aktion, perfektes Timing! Der Kaffe war fertig, ich goss mir ein und setzte mich auf meinen Stuhl, Stativ und Kamera vor mir.
Ich richtete die Kamera gen Himmel aus und blickte durch den Sucher - nüschte - das Licht reichte einfach nicht aus, um nur ansatzweise zu fokussieren.

In diesem Moment ahnte ich, dass die Expedition hürdenreich und voller Entbehrungen sein würde.

Nicht verzagen, in meinem Gepäck befand sich auch ein Auto und so ein Weitwinkel stellt ja eh nach ein paar Metern schon auf unendlich. Ich packte also das Auto aus und machte die Scheinwerfer an.
Die Kamera wieder abgebaut, ca 10m zurückgegangen und die Scheinwerfer mit AF fokussiert, danach auf manuelle Fokussierung umgeschaltet, um den Fokus zu behalten.
Rasch die Kamera wieder aufs Staiv, ausgerichtet und erstmal mit einer Zigarette und nem schönen Schluck heissen Kaffee von den Strapazen erhohlt.

Da hohe ISO-Werte was für Weicheier sind, stellte ich ISO 100 und Langzeitbelichtung bei f4.0 ein(Offenblende bei meinem Weitwinkel). Eine Minute Belichtung und wieder losgelassen.

Die K10D verhält sich nu so, dass man auch eine Minute warten muss, bis das Bild auf dem Display ist, wenn man eine Minute belichtet hat. Voller Spannung erwartete ich meine grandiose Aufnahme, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellen würde.
Nach einer Minute sah ich dann - einen schwarzen Schirm ohne irgendeinen Lichtschimmer.

Ich goss mir mehr Kaffee ein und sinnierte, was ich wohl falsch gemacht haben könnte. War der Kaffee nicht stark genug? Hatte ich gar zu viel Milch in den Kaffee gegossen? War eventuell die Kameralinse beschlagen? Oder war die Zigarette zu locker gedreht?

Viel hilft viel!
Ich würde es schaffen, nichts konnte mich aufhalten. ISO 200 und 2 Minuten Belichtungszeit. Wenn der Daumen auf der Fernsteuerung krampft, dann muss es gut werden. Nur durch Schmerz kann man zur Reife gelangen!

Die zwei Minuten bis die Aufnahme auf dem Display erschien zogen sich zur Unendlichkeit. Herrscher kamen, Kriege wurden gekriegt, mein Kaffee wurde kalt. Aber dann!

Ein schwarzer Schirm mit vereinzelten Lichtschimmern, bei denen man sich nicht sicher sein konnte, ob es sich um Hotpixel handelte.

Donnerwetter, ich war auf dem richtigen Weg und mein Name würde in die Geschichte eingehen.
ISO 200 geht also. Jezze abba volle Kanne druff - vier Minuten Belichtung für den Ruhm und Mamas Käsebrötchen!

Ich sass also mit meiner Fernsteuerung in der Hand da, nippte am kälter werdenden Kaffee und versucht den Schmerz in meinem Daumen wegzudenken. Es gelang mir nicht, was ich als positives Zeichen deutete. Die vier Minuten waren um, ich lies die Fernsteuerung los, drehte mir mit dem tauben Daumen die krummste Zigarette aller Zeiten und wartete, dass die Aufnahme aufs Display kam.
Endlich war es soweit, ich sah, dass es gut war! Man konnte sogar den Horizont sehen, der Himmel direkt über dem Horizont war leicht rötlich, und man sah ne Menge Punkte auf dem Display.

Ich machte mich also auf, um in die Zivilisation zurückzukehren und den staunenden Getreuen die Ergebnisse der Entbehrungen zu zeigen. Sorgsam baute ich die Kamera ab, verstaute alles, als mir die Idee kam: "Hey, warum fährst du nicht mit dem Auto zurück? Ist doch besser als das Auto zu tragen."
Ich fing also an die Aurüstung ins Auto zu bringen und das Basislager aufzugeben. irgendwie war die Stelle etwas schlammig, ein paar Mal wäre ich fast hingefallen und ich hatte auch noch die Ipermity-Flagge daheim vergessen und konnte so kein Zeichen der Zivilisation in der Wildniss hinterlassen, was mir aber zu dem Zeitpunkt ziemlich egal war, also fuhr ich los.

Schon nach wenigen Metern schlich sich der Gedanke in meinen Hinterkopf, dass das Glitschige auch ein Hundehaufen gewesen sein könnte, was durch einen ständig stärker werdenden Geruch im Wagen unterstützt wurde. Ich hielt an, stieg aus, um mein Schuhwerk im Scheinwerferlicht zu betrachten und - erspare euch weitere Details. :-(

Nach ca. 10 Minuten fuhr ich wieder an und erreichte nach einer drei Jahre langen Reise voller Abenteuer und Entbehrungen mein Heimatdorf. Ich würde die Bilder sofort auf den Computer laden!

Es war fast wie vermutet - das erste Bild war komplett schwarz, das Zweite zeigte einige Punkte und das Dritte den Sternenhimmel in seiner ganzen Pracht! Aber leider nicht als Punkte, sondern als kurze Striche. Die Belichtungszeit war so lang, dass die Sterne in der Zeit gewandert waren. Nicht weit genug, um interessant auszusehen, aber lang genug, um die Aufnahme komplett zu versauen. Hätte ich ein Blitzgerät nehmen sollen?

AAAAAAARRRRRRRGGGGHHHHHH!

Morgen probier ichs nochmal, mit hohen ISO-Werten. Niedrige ISO-Werte sind was für Grünschnäbel!

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November 24, 07

Heute wurde meine Lieblingsaufnahme eingestellt

Donnerwetter, ich dachte ich guck nicht richtig.
Die Aufnahme ist mal etwas vollkommen Anderes, als alles, was ich bisher gesehen hab - sie ist nicht wirklich von dieser Welt und mir gefällt sie so gut, dass ich hier darauf aufmerksam machen möchte.

IR Donkey von Kay Suhling:

Wow!

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November 18, 07

Metz Blitz 58 AF-1 P

Man sieht es wohl an meinen letzten Bilder - ich hab ein neues Spielzeug, nen anständigen Blitz.

Das Dingen ist ziemlich gross und schwer aber echt Klasse und ich muss schon sagen, dass sich damit vollkommen neue Perspektiven öffnen. Er ist schnell, flexibel und präzise. Die Verarbeitung lässt in der Preisklasse etwas zu wünschen übrig, ich bemägele die Arretierung für den Einstellwinkel des Reflektors. Das ist als Druckknopf an der Reflektorachse realisiert und macht einen wirklich billigen Eindruck. Ich hoffe, dass das lange hält. Ein weiterer Minuspunkt ist die Inkonsistenz der vier Multifunktionstatsen für die Menüs und Einstellungen. Die Return-Taste zum Bestätigen liegt mal auf diese und mal auf jeder Taste, wodurch man wirklich aufs Display schauen muss, wenn man etwas einstellt.

Es werden tatsächlich alle Kameraeinstellungen unterstützt, was wirklich erfreulich ist. Die Fetures reichen von normalem TTL über -TTL(HSS) bis hin zu Stroboskobblitzen.

Die zwar inkosistente Menüführung ist dennoch durchdacht, man ist mit wenigen Klicks an den Stellen, die man erreichen will und wieder raus. Ein Pluspunkt ist die integrierte Weitwinkel-Streuscheibe, der integrierte Passiv Reflektor und präzises Anblitzen für den Autofocus.

Das Gerät verfügt über den Schwenkbaren Hauptreflektor und über einen nicht verstellbaren nebenreflektor, dn man in vernünftigen Stufen hinzuschalten kann. Es ermöglicht also mit dem Hauptreflektor passives Licht zu streuen und den Nebenreflektor gering für direktes frontales Licht hinzuzuschalten. Das Dingen sit so hell, dass eine Aufnahme bei f32 und 1/250 im Nahbereich durchaus funktioniert. Durch die hohe Reichweite kann man auch bei grösseren Entfernungen die Blende weit zu drehen.

Ich bin wirklich zufrieden mit dem Teil. Hier ein paar meiner Testaufnahmen mit den unterschiedlichsten Techniken:

Draussen bei ca. 2m Abstand zum Objekt. Eine Doppelbelichtung, bei der eine Aufnahme leicht out of focus und minimal verschoben ist:

(T)raumschiff Vogelkäfig

Sehr hell eingestellt im Nahbereich - ein Ausschnitt:

imgp6473

Freihand eine lange Belichtung bei geschlossener Blende. Der Blitz liegt auf dem ersten Verschlussvorhang:

imgp6468

Freihand eine lange Belichtung bei geschlossener Blende mit Blitz auf dem zweiten Verschlussvorhang. Ein schöner durchscheinender Effekt:

imgp6466

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November 18, 07

Aufräumen in den Kontakten...

Jeder hier nutzt ipernity auf eine andere Art und Weise. So nutzen viele Leute hier den Dienst auch dazu grosse Mengen Aufnahmen zu zeigen, was ich mit diesem Posting in keinster Weise kritisieren möchte.

Leider wird durch die grossen Mengen für mich die Seite "My network"->"Latest Docs & Posts" sehr unübersichtlich. Pro Tag sehe ich hier oftmals drei bis vier Seiten an neuen Aufnahmen, die nur von wenigen Kontakten stammen, was zur Folge hat, dass Leute, die nur wenige ausgewählte Aufnahmen zeigen eher untergehen.
Hier liegt aber mein Hauptinteresse - Leute, die ausgewählte Aufnahmen von sich vorstellen und mit deren Aufnahmen ich mich in Ruhe auseinandersetzen möchte.

Da ich nicht täglich hier auf ipernity schaue, entdecke ich viele dieser Aufnahmen garnicht, was mir jetzt schon mehrmals daran aufgefallen ist, dass ich neue Aufnahmen in für mich interessanten Accounts entdecke, die ich so nie gefunden hätte.

Ich habe also daher beschlossen einige User zu plonken, um wieder eine Übersichtliche Latest-Seite zu bekommen. Das soll kein Angriff, gegen die Geplonkten sein und ich hoffe es wird auch nicht so aufgefasst.

© Published at 12:24 ( 10 comments / 212 visits )
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October 22, 07

Ich bin vollpfostig

Über 1000 Vistits, ich bin nun ein echter Vollpfosten

Dank euch für die vielen Kommentare und Votes!
Im Februar hatte ich mir meine erste DSLR gekauft und ich bin ziemlich stolz, was ich nu nach ca 6000 Auslösungen so damit hinbekomme. Ein wundervolles Hobby!

*Konfetti schmeiss*

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September 27, 07

Solidarität mit Myanmar/Freedom for Myanmar

Als 1988 3000 Menschen getötet wurden, wurde kaum in der Öffentlichkeit darüber berichtet, was das Massaker unter Anderm auch Möglich gemacht hat, da kaum politischer Druck dagegen ausgeübt wurde.

Wir haben heute die Möglichkeit zumindest die Probleme und die Brutalität offen zu legen und somit das Interesse auf die Ungerechtigkeiten dort zu lenken, um nicht zuletzt auch Politiker dazu zu bewegen verstärkt gegen die Militärjunta in Myanmar vorzugehen und genau das möchte ich hier tun.

Meine Sympatie ist bei den Aufständischen, ich habe grossen Respekt vor dem Handeln der Mönche, die versuchen gewaltfrei eines der brutalsten Militätregime zum aufgeben zu bewegen in dem vollen Bewusstsein, dass sie wahrscheinlich dabei sterben werden, den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen, oder/und grausam gefoltert werden.

Viel Erfolg nach Myanmar!

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