| September 2007 | ||||||||
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Wenn ich nach meinen letzten Sessions Sichtungen meines Bildmaterials mache, bin ich oft enttäuscht. Ich beginne schnell zu hadern und weiss sogar ganz genau, warum die Aufnahme nicht besser geworden ist. Man kann immer wieder zwei drei grundsätzliche Fehler finden und sehen. 1.) Ich nehme mir nicht genug Zeit, die Komposition konsequent abzuschliessen. Allzu häufig nehme ich in Kauf, dass auf dem Bild Dinge sind oder nicht sind, die mir eigentlich wichtig sind. Ich schiesse trotzdem drauf los. 2.) Beim Finden von Zeit und Blende neige ich neuerdings wieder zum Schnellschuss. Ich glaubte das überwunden zu haben. Offenbar muss ich mir eingestehen, dass ich noch nicht soweit bin. Grundsätzlich ist das auch gar nicht weiter überraschend. Schliesslich stehe ich zu der Aussage, dass das digitale Photographieren in mancherlei Hinsicht anders ist als analoges Photographieren. Und diese Andersartigkeit, die sich für mich vor allem in einem anderen Workflow niederschlägt, muss in Fleisch und Blut übergehen. Bei mir braucht das noch Zeit bzw. es braucht noch diverse gute Sessions. Zuletzt hatte ich manche Gelegenheit liegen lassen und habe zugelassen, dass ich viel zu viel Agfa-Klick Photographie stattfinden habe lassen.
Und nun? Für die kommenden Wochen und Monate nehme ich mir vor, grundsätzlich kontemplativer vorzugehen. Ich will beim Photographieren mehr Langsamkeit leben. Der Anfänger braucht Langsamkeit, um sich Abläufe zuersteinmal richtig einprägen zu können. Erst im zweiten Schritt wird es möglich, ein Bild schneller zu machen, wenn dies mal nötig ist. Und da ich mich als einen absoluten Anfänger betrachte, so möchte ich mir diese Langsamkeit auferlegen. Damit soll der Druck zur schnellen und dennoch guten Aufnahme weichen und ich will u.a. auch wieder mehr Spass haben beim Photographieren. Zu diesen alten neuen Schwerpunkten soll sich eine neue Lust am Testen hinzu gesellen. Man hat in digitalen Zeiten die Chance, sich Ergebnisse sehr schnell anzusehen und ein Motiv mit verschiedenen Modi einzufangen. Manchmal ergibt sich erst beim Spielen mit den Möglichkeiten ein wirklich nachhaltig gelungenes Bild. Zuletzt nehme ich mir erneut vor, wieder mehr meinem Blick zu trauen und mich endlich davon zu lösen, immer den einfachen Weg zu gehen und mich auf das Ablichten von Blumen oder von Oberflächen festzulegen. Ich sehe mehr und ich will endlich auch mehr daran arbeiten, dieses andere so auf den Speicher zu bringen, wie ich es sehe. Beim Lesen der Zeilen oben stelle ich fest, dass ich schon viele Absichten formuliert habe und nun zunächst an der Erreichung der Ziele arbeiten will, bevor ich mir noch weitere Dinge vornehme.
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