Inhalt
7 Frieden in Dir
8 Stimmen
9 Der Weise vom Berg
10 Goldenes Licht
11 Aufbruch
12 Abend
13 Das Universum singt





7
Frieden in Dir

Sanft weht der Wind als Hauch über das Land. Er trägt eine Bot­schaft des Friedens in sich. Mitgegeben wurde sie ihm, als er sich an einem See in die Krone eines Baumes niederließ. Leises Schluchzen stieg durch das Laub der Blätter zu ihm herauf. Neu­gierig verlässt er seinen Ruheplatz, um nachzusehen, wer dies sei. Eine Elfe umarmte den Stamm des Baumes und weint. Ihr ganzer Körper bebt und fest hält sie den Baum umklammert. Tief aus ih­rem Herzen steigt das Weinen empor. Sanft streicht der Wind über das Haar der Frau und hüllte sie ein mit seinem Mitgefühl. Leicht wiegte er sie dabei und nach einiger Zeit versiegen ihre Tränen. Der Schmerz in ihrem Herzen wird ihr von dem Wind und dem Baum abgenommen. So wird sie langsam ruhiger. Sag uns doch bitte was dich so traurig macht, bitten sie Wind und Baum. Sie setzt sich am Stamm auf die Erde und fängt an zu erzählen. Ich lebe in einer großen Stadt. Ich liebe die Menschen und es ist schwer für mich, jeden Tag aufs Neue zu sehen, wie sich die Men­schen gegenseitig betrügen und Schmerz zufügen, zusehen, wie sie ohne Liebe sind im Umgang mit sich selbst und anderen, ihrem Körper und ihrem Leben. Wie sie sich jeden Tag Schmerz zufü­gen, mit ihrer Meinung über sich selbst und andere. Sie haben ihr Herz verschlossen vor ihren Gefühlen und dadurch soviel Angst erschaffen. Ich gehe durch die Straßen und kann die Menschen nicht erreichen, weil sie meine Liebe nicht annehmen können. Danke, daß ihr mir zuhört, nun ist in meinem Herzen wieder Frie­den. Frieden ist, was die Menschen brauchen. Im Frieden zu sein mit sich selbst. Mit Frieden im Herzen wird auch ihre Angst verge­hen.„Ich werde auf meinem Weg um die Welt das Lied vom Frie­den singen“ sagt der Baum. „Töne dringen in die Herzen der Menschen und bringen sie zum klingen“. „Meine Blätter und Wur­zel werden den Vögeln in der Luft, der Maus auf dem Feld, dem Wurm in der Erde und dem Gast, der unter mir Rast macht, das Lied vom Frieden singen, Frieden mit sich selbst und alle werden es weitertragen“, sagt der Baum. „Ich gebe euch meine Liebe mit auf den Weg, in jedem Ton eurer Lieder wird sie sein und die Herzen an die Liebe erinnern, an die Liebe zu sich selbst“, sagt die Elfe. Schweigen kehrt ein unter dem Baum und jeder träumt sei­nen Traum von Liebe und Frieden.





8
Stimmen

Leises Flüstern im fliegen des Windes, leise Stimmen in der Bewe­gung der Blätter, Lachen aus dem Licht der Sonne geboren. Stim­men, wo immer man hinhört. Geboren aus dem Bewusstsein ewi­gen Wandels und Werdens. Gesang als segensreiche Begleitung. aus den Reichen des Wissens, nur das Herz kann sie hören. Stimmen von Wesen aus Licht. Liebevoll ihre Berührungen von Absichtslosigkeit. Eine Erinnerung zwischen den Häusern der Stadt, als tanzende Bewegung im Spiel des Windes auf seinem Weg. Stimmen und Lachen geboren aus der Bewegung des Le­bens. Leiser, lauter, leiser. Dahineilend durch Licht und Schat­ten. Flüchtige Bewegung, leise Berührung, aus einem Traum gebo­ren und wieder davongeeilt. Kein festhalten ist möglich, aber er­neute Begegnung. Leise Stimmen, leises Singen, fröhliches Lachen dem Leben geweiht. Botschaft für alles was Ist, War und Sein wird auf dieser Erde in diesem Moment. Unendlich zart die Umarmung aus anderen Welten. Ein Beben aus diesen Berührungen geboren erfüllt die Herzen. Wissen wird zur Gewissheit, alles was ist, in diesem Moment ist es wahr. Selig der Schauer der Seele bei diesem Erkennen. Langsam hebt sich der Schleier der Trennung. Erinne­rungen bis jetzt verborgen steigen aus den Herzen empor ins Ver­stehen und prägen die Zeit. Leise Stimmen im Wind, Töne von den Sternen, Lachen aus der Erde begleiten sie in die Welt des Verstehens. Lichtvolle Berührungen, sanfter Kuss des Erkennens, von der Liebe gestärkt aus der alles geboren. Töne begleiten den Weg des neuen Bewusstseins. Töne so alt wie das Leben. Öffne dich dem Lachen, den flüsternden Stimmen und leisen Berührun­gen. Öffne dein Herz, öffne dein Herz, öffne dein Herz.



9
Der Weise vom Berg

Langsam zieht sich der Tag zurück und Dämmerung senkt sich über das Land. Immer mehr Lichter werden angezündet in den Häusern im Tal, wie Glühwürmchen sehen sie aus in der hereinbrechenden Dunkelheit. Eine Hütte steht auf dem Berg am Rande des Waldes. Einen wundervollen Blick auf das Tal hat der alte Mann, der in ihr wohnt. Er setzt sich im davoneilenden Licht des Tages vor seine Hütte, wie er es jeden Tag tut, holt seine Flöte aus der Tasche seiner Jacke und fängt an zu spielen. Er verabschiedet sich auf seine Weise von dem Tag und heißt die Nacht willkommen. Hinter ihm im Wald raschelt es im Gebüsch, der Herr des Waldes, ein Hirsch mit einem riesigen Geweih, tritt unter den Bäumen hervor. Stolz steht er unter dem aufgehenden Mond, sein Ruf eilt durch den Wald und jetzt verlassen die Tiere das schützende Dickicht und lassen sich im Halbkreis nieder, um dem Spiel des alten Mannes zuzuhören. Zart sind die ersten Töne der Flöte, sie fließen den Berg hinunter ins Tal. Ein weiser Mann ist er, immer hat er ein Kraut für die Krankheit des Körpers, ein tröstendes Wort bei Schmerzen der Herzen und Töne seiner Flöte für die Seele. Niemand weiß wie lange er schon auf dem Berg wohnt. Eltern, Großeltern und Urgroßeltern kannten ihn schon als sie Kinder waren. Viele meinen, er sei so alt wie der Berg. Die Menschen sagen, sein Flötenspiel lade die Nacht ein und er putze mit seinen Tönen den Mond und die Sterne blank. Für die Menschen im Tal sind diese Töne zwischen Tag und Nacht ein Geschenk an ihre Herzen, sie helfen ihnen in Leichtigkeit einzutreten in die Stille der Nacht und sich selbst. Der Wind trägt einen letzten Ton ins Tal. Der alte Mann steckt seine Flöte ein und schaut zu den Sternen. Still wird es in ihm. Leere kehrt ein in sein Bewusstsein. Immer tiefer geht er hinein in sein Herz. Da hört er sie,tief in seinem Inneren.Töne, sie kommen von den Sternen, dringen aus der Erde, steigen herab von den Gipfeln der Berge. Sie sind im Lied des Windes, dem Rauschen der Bäume und füllen ihn aus. Alles ist in ihm und er ist ein Teil von allem. Antworten sind es für die Menschen auf ihre Fragen. Mit seiner Liebe füllt er sie, bevor er sie weitergibt. So sitzt er die ganze Nacht und erwartet den Morgen.



10
Goldenes Licht

Dieses Licht in dir ist eine wundervolle Kraft. Es öffnet sich, dehnt sich aus, bis in die Unendlichkeit dringt es. Alles schließt es ein in sich, füllt es auf mit seiner Essenz und lässt es los. Keine Begren­zungen gibt es. Keine Zeit kennt es. Ganz tief in ihm gibt es einen Ton von reiner lichtvoller Qualität. Im Gewahrsein mit sich selbst nur wahrzunehmen. Es ist das Licht im Herzen eines jeden We­sens. Es ist die Stimme unendlicher Liebe, Weisheit und Gnade. So leise, kaum zu hören im Unterwegssein. Das goldene Licht im Herzen eines jeden Menschen wartet auf seine Zeit. Unendlich in seiner Geduld. Ein kurzer Moment des Innehaltens genügt ihm sich bemerkbar zu machen. Sacht regt und klopft es in der Brust. Schließe deine Augen und schaue dir dieses Licht an. Wie es fun­kelt und strahlt. Es ist so einfach es wahrzunehmen, sei wie ein Kind und halte es für möglich. Gehe hinein in dieses Licht in dei­nem Herzen und erkunde diesen Schatz in dir. Es kann dir so viel erzählen über dich selbst. Es weiß um die Wunder in dir, die es zu entdecken gilt. Es weiß immer was gut ist für dich. Versuche seine Stimme zu hören im Unterwegssein. Stelle dir vor wie es aus dei­ner Brust nach außen strahlt und sein Licht ausgießt. Wie es sich ausdehnt und du um so vieles größer bist als gedacht. Lasse es zu, diese Unbegrenztheit zu fühlen. Nein, du musst nicht daran glau­ben, wisse, dass es so ist. Weißt du noch die Momente als es genau so war. Kehre zurück in dieses goldene Licht in deinem Herzen und höre seinen wundervollen reinen Ton in dir. Lebe aus diesem Licht heraus alles was du sein möchtest. Ein Ja, ein Nein, lebe es, aus diesem Licht heraus und sein Zauber wird dein Leben verän­dern.



11
Aufbruch

Aus der Tiefe der Erde dringt es durch Sand, Lehm und Stein an die Oberfläche. Eine Quelle sucht sich ihren Weg. Unter einem großen Felsen hervor kommt sie ans Licht. Langsam sammelt sich ihr wunderbar reines und klares Wasser in einer Vertiefung an. Vie­le Jahre vergehen und Tropfen für Tropfen gefüllt von der Quelle entsteht langsam ein kleiner See. Tiere kommen zum Trinken an sein Ufer. Pflanzen siedeln sich an und mit der Zeit entsteht ein Wald um ihn herum. Das Wesen des See’s ist sehr glücklich über jeden neuen Besucher. Auch im Wasser entwickelt sich im Laufe der Zeit reges Leben. Irgendwann entschließt sich der See, etwas von seinem wundervoll klaren Wasser, weiter zuschicken. Und so kommt es, daß ein kleines Rinnsal sich auf die Reise macht. Es fließt aus dem See heraus, in den Wald hinein und einen Abhang hinunter. Feld und Wiese lässt es hinter sich. Vorsichtig sucht es sich seinen Weg. Ganz erstaunt ist es, was es auf seinem Weg alles zu sehen bekommt. Dörfer und Städte mit Menschen und Tieren lernt es kennen. Immer wieder kommen in Feld, Wald und Wiese ebenso kleine Rinnsale dazu wie es selbst. Im Laufe der Zeit wird es dadurch größer und breiter. Ein Bach ist es jetzt schon und fröh­lich plätschernd eilt er dahin. Er springt und tanzt über Felsen, große und kleine und bahnt sich immer weiter seinen Weg. Viele Freunde hat er und sie alle lieben seine lustige Melodie. Immer größer wird unser kleiner Bach und immer breiter sein Weg. Berg auf und ab fließt er jetzt und immer schneller wird er. Er kann sich gar nicht mehr erinnern wie lange er schon unterwegs ist. Eines Tages fließt er aus einem Wald heraus, einen Berg hinab und plötz­lich ist die Welt zu Ende. Eine riesige Wasserfläche dehnt sich tief unter ihm aus. Ganz mutig stürzt sich der Bach vom Fels herab und taucht ein in die unendliche Fülle von Wasser. Jetzt bin ich angekommen, weiß er und langsam verbindet er sich mit dem Wasser das ihn umgibt.In einem Meer ist er angekommen und das Wasser des Baches von dem Rinnsal aus dem See geht als Teil des Meeres auf eine andere große Reise.




12
Abend

Langsam sinkt die Sonne immer tiefer am Horizont. Ihre letzten Strahlen lässt sie liebkosend über eine große Stadt streichen. Im­mer tiefer sinkt sie, ein letzter Strahl bricht sich im Glas eines Fensters, streicht über den Wipfel eines Baumes, läuft an der Fassade eines Hochhauses entlang. Ein letzter Gruß und sie ver­sinkt am Horizont. Rot-orange-violett ist der Himmel, eingetaucht in die Flamme des Abschieds. Langsam verlässt das Licht des Ta­ges die Stadt. Auf leisen Sohlen kommt die Dunkelheit. Aus den Ecken der Straßen tritt sie hervor, aus der Erde scheint sie zu kom­men. Aus einem Gebüsch breiten sich die Schatten aus im Park. Langsamer werden die Schritte der Menschen. Das Hasten überlässt der Ruhe ihren Platz. Einzelne Lichter werden angezündet in den Häusern. Straßenlaternen werfen ihr Licht auf die Gehwege. Das Licht der Menschen übernimmt jetzt die Stadt. Die Gaststät­ten füllen sich, Geselligkeit ist das Motto der Nacht. Leise hört man Trommeln im Park, gemischt mit dem Zirpen der Grillen und einer leisen Stimme, die sich traut. Ein lauer Abend reicht der Nacht seinen Arm zum Tanz. Überall in der Stadt sind Engel un­terwegs. Es ist die Zeit sich neu zu begegnen. Feines weben aus den geistigen Welten erinnert die Herzen an ihren Wunsch nach Erfüllung. Ein fröhliches Wort, ein Lächeln ebnet den Weg der Be­gegnung. Erstaunen ist in den Augen über die Einfachheit und Leichtigkeit der Begegnungen. Jetzt ist Nähe möglich, Grenzen werden erweitert, Unsicherheit darf sich zeigen im Sein. Sich neu zu begegnen ist der Wunsch dieser Zeit. Liebevoll wird diese Zeit von den Engeln begleitet, mit Achtung gefüllt und dem Licht der Sterne am Himmel. Seit offen im Herzen für die Zeichen auf Eurem Weg.


13
Das Universum singt

Das Universum singt, die Sterne tanzen und die Freude durcheilt Zeit und Raum. Planeten singen gemeinsam mit den Wesen aller Welten ein Lied. Noch nie seit Erschaffung gab es soviel Aufre­gung überall. Wisst ihr es noch wie alles anfing. Geträumt hat ES eine Welt voller Erfahrungen mit Licht und Schatten. Nun neigt es sich dem Ende und einem neuen Anfang zu. Viele sind gekommen zu sehen, zu erfahren, zu lernen, was sie brauchen für ihre Zeit. Viele haben sich entschieden, bei diesem Licht-Erfüllungs-Prozess mit zu weben, an dem Stoff aus dem ein neues einzigartiges Uni­versum entsteht. Schneller wird der Herzschlag des Schöpfergeistes und Aufregung eilt durch die Welten. Freudig ist der Gesang aus dem Reich der Töne. Lichtvoller Segen fließt jetzt als neues Ge­wand zur Erde. Ein Geschenk aus der Sphäre der Einzigartigkeit für sie. Langsam senkt es sich nieder aus dem Göttlichen und taucht ein in die Welt der Materie. Sehnsüchtig streckt die Erde ihre Arme aus, um es anzulegen. Liebevoll neigt sich ihr das Gött­liche entgegen und ein Stein aus dem Reich der Erschaffung schmückt jetzt ihre Stirn. Alles Heilbringende wird jetzt in Okta­ven als Geschenk zur Erde geschickt. Tief dringt es ein in ihren Leib, jetzt kann Heilung geschehen. Aus tiefem Schlaf steigt die Erinnerung, an ihre Göttlichkeit, auf, in den Zellen der Men­schen. Keiner erwacht zu früh oder zu spät. Die Zeit der Verän­derung ist jetzt.