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Ein Traum


Vor einer Ewigkeit liefen meine Füße über die Erde. Sanft berührten meine Fußsohlen Sie und so sprachen wir miteinander. Ich fühlte die Energie der Erde in ihnen. Sie bewegte sich meine Beine hinauf, durch mein Becken, meine Organe und füllte jede Zelle auf, kitzelte in meinem Bauch und berührte mein Herz. Mein Herz und die Energie der Erde umarmten sich und verbanden sich in einem wirbelnden, liebevollen Tanz miteinander. Sie durchströmte meinen Körper und floss aus meinem Kopf in die Arme des Himmels. Eine Verbindung geschaffen von mir als Mensch, dem Mittler zwischen Himmel und Erde. Genährt und geliebt war ich. Dann versank ich in einen tiefen Schlaf. Ich träumte von Dunkelheit, die mich einhüllte, durchdrang und verschlang. Dunkelheit träumte ich. Mein liebevolles Herz hörte auf zu schlagen. Mit ihm zog sich die Liebe des Himmels und die nährende Kraft der Erde aus mir zurück. Immer tiefer glitt ich in diesen Traum. Hinter mir blieb das Licht zurück als eine ferne Erinnerung, bis es eines Tages ganz verschwand. Ich träumte in diesem dunklen Traum von Schwere, Leid, Schmerz und Verlust. Langsam erhob ich mich vom Boden. Wankend stand ich da, ohne Halt. Wo war ich nur. Ich schaute an mir herab, ein Körper mit Füßen zum gehen und Händen, um anzufassen. Ich ging vorwärts, einen Weg entlang, der sich mir bot. Die Zeit verging und ich mit ihr. Ich ging durch die Jahrhunderte, den Blick gesenkt. Alles zog an mir vorüber, Reichtum und Armut, Liebe und Hass, Macht und die Angst davor. Immer weiter liefen meine Füße durch die Zeit. Mein Kopf dachte was nötig war oder was er glaubte, denken zu müssen. Immer größer wurde seine Gier, bis alles nur noch aus Gedanken bestand, selbst meine Gefühle waren nur noch gedacht.
So schuf er sich sein Reich in diesem Traum. Immer größer wurde die Dunkelheit um mich herum und ich vergaß wer ich war. Der Schmerz war so groß, nicht zu wissen wonach ich suchte. Weiter lief die Zeit und ich war ein Teil von ihr.
Ich stieg einen Berg hinauf, meinen Blick auf die Erde gerichtet. Der Wind blies mir das Haar aus der Stirn und langsam hob sich mein Blick in den Himmel. Über mir Sterne, grenzenlos schön, unter mir fühlte ich die Kraft der Erde. Plötzlich spüre ich ein zaghaftes klopfen in mir, da, wo einst mein liebevolles Herz war. Da, schon wieder, ich spürte mich wieder. Die Schönheit des Himmels und die Kraft der Erde waren der Schlüssel. Ich hob meine Arme und sang, von Liebe, Frieden, Leichtigkeit und Schönheit, Vergebung und Heilung. Ich sang und das Licht kam vom Himmel und füllte mich aus. Ich sang und die Liebe meines Herzens erwachte. Ich sang und die Dunkelheit löste sich auf. Ich erinnerte mich wer Ich Bin. Mein Traum ging zu Ende und Licht füllte mich auf. Langsam schreiten meine Füße über die Erde, verbunden sind Himmel und Erde in mir, einem Menschen.