Inhalt

29 Seelenreise
30 Genuss
31 Hausputz
32 Wunder
33 Der Preis
34 Ja
35 Eine ungewöhnliche Begegnung
36 Der rote Mantel




29
Seelenreise



Ich schließe meine Augen und träume wieder einmal vor mich hin. Tagträume sind für mich etwas schönes, ich genieße die Leichtigkeit die sie mir bringen, auch wenn ich nicht immer vorbereitet bin auf das was kommt, so wie heute. Ich finde mich hoch oben auf einer Bergwiese sitzend wieder. Dunkel­heit umgibt mich, Grillen singen ihr Lied unter den Sternen und einem unendlich großen hellen Mond, der gerade aufgeht. Tief unter mir Schluchten voller dunkler Wälder, leises Raunen dringt an mein Ohr. Langsam steigt Nebel empor aus den Tä­lern. Mein Herz schlägt stark und öffnet sich diesem Gefühl von Unendlichkeit. Meine Hände strecken sich voller Sehn­sucht dem Mond entgegen, der in seiner ganzen Pracht genau vor mir steht. Ein Schritt nur der uns trennt. Silbernes Licht gießt er aus in meine Hände. Tief atme ich dieses Licht durch meine Nase ein. Mein ganzer Körper füllt sich damit und ein leiser silberheller Klang erfüllt mich. Mein Körper wird ganz leicht und ich fliege.
Leichtigkeit.
Ich komme ans Meer, halte an um die Wellen rauschen zu hö­ren und weiter geht es. Eine Insel, ein Berg, Lava umgeben von Wasser. Ich spüre die machtvolle Energie dieses Berges die sich vermischt mit der Energie des Mondes. Ich sehe glühende Lava aus dem Berg in das Tal fliesen, alles zerstörend was ihr im Weg ist.
Machtvolle Energie der Erde.
Schnell geht es weiter, jetzt bin ich in einem Tal zwischen Hän­gen riesiger uralten Bäume. Demütig neige ich meinen Kopf vor soviel unendlichem Wis­sen und Schweigen.
Leichtigkeit – Macht - Demut





30
Genuss

Heute Morgen als ich meinen Frühtee genieße erinnere ich mich an eine Begebenheit, die schon einige Jahre her ist. Ich laufe über den Weihnachtsmark unter den Linden. Für mich ist er etwas Besonderes und ich genieße es all seine kleinen Stände mit ihren teils wirklich ungewöhnlichem Angebot zu betrach­ten und nette Gespräche zu führen. Jetzt komme ich zu einem seiner Ausgänge und werde von etwas ganz besonderem erwar­tet. Vor mir steht ein großer Leiterwagen, wie ich ihn nur aus meiner Kindheit von den Bauern kenne. Auf diesem Leiterwa­gen brennt ein großes Holzfeuer. Dies ist schon ein bemerkens­werter Anblick. Ich stelle mich so an die Seite das ich dieses Feuer in Ruhe betrachten kann. Über ihm hängt ein Gitter wie bei einem Grill voller riesiger unterschiedlicher Würste und Steaks. Die Menschen auf dem Wagen lachen und scherzen mit sich und den Gästen die in einer langen Schlange vor dem Wagen stehen um eine dieser Köstlichkeiten zu kaufen. Ich ge­nieße diesen Anblick der lachenden Menschen. Vielleicht ist es ja dieser Tanz der Flammen, das knistern und knacken der brennenden Holzscheite, die die Freude bei den Menschen ent­zünden. Gerade werden zwei neue große Holzscheite aufgelegt und einen kurzen Moment ist es still vor dem Wagen. Alle Menschen genießen den Anblick wie das Feuer von der neuen Nahrung Besitz ergreift. In mir regt sich der Wunsch, auch eine, auf diesen Flammen gegrillte Wust, zu verzehren. Erst kann ich es gar nicht so richtig glauben. Wurst und Fleisch sind schon seit einiger Zeit nicht mehr das vorauf ich Appetit verspüre. Aber der Wunsch ist da und schon bei dem Gedan­ken an eine dieser Köstlichkeiten läuft mir doch wirklich das Wasser im Mund zusammen. Ganz perplex bin ich über diese Reaktion meines Körpers.Also stelle ich mich auch an und kaufe mir eine dieser wunder­bar duftenden Würste.Ich kehre zurück an meinen ruhi­gen Platz und beiße in die Wurst. Langsam kaue ich, genieße die ungewöhnlichen Gewürze in ihr und als Gruß des Feuers den rauchigen Holzgeschmack. Wirklich eine Delikatesse. Als ich fertig bin schaue ich wieder dem Feuer zu. Plötzlich spüre ich eine große Wärme in meinem Bauch und ein Gefühl der Freude und Dankbarkeit für diese Wurst in mir. Auch auf dem nachhause Weg ist diese Freude da. Immer wenn ich in den nächsten Tagen an diese Köstlichkeit auch nur denke ist da wieder diese Wärme und Freude in meinem Bauch. So etwas ist mir seitdem nie wieder geschehen.



31
Hausputz

In meiner Wohnung wünsche ich mir eine klare heilsame Ener­gie und dafür war es nötig, wieder einmal einen energetischen Hausputz zu machen. Im Umgang mit den himmlischen Hel­fern habe ich gelernt dass es für sie nichts gibt, was unmöglich ist. Mir macht es Spaß, immer wieder Neues auszuprobieren und ein wenig herum zu experimentieren. Auch habe ich mir angewöhnt sie in meine alltäglichen Arbeiten einzubeziehen. Also bitte ich die Engel um eine Essenz zur Klärung und Reini­gung meiner Räume. Kaum ausgesprochen sehe ich, wie ein Engel mit einer großen Schaufel, Sternenstaub in Massen in meine Wohnung schaufelt. Wird ja auch Zeit, sagt er, ich warte hier schon eine ganze Weile. Das sieht so drollig und süß aus dass ich laut lachen muss.



32
Wunder

Ich sitze bei einer Freundin in der Küche, die mich zum Früh­stück eingeladen hat. Der Tisch ist gedeckt mit leckeren Köst­lichkeiten. In seiner Mitte steht eine Vase mit einer einzelnen weißen Rose mit Rand, die schon ein-wenig ihr Köpfchen hän­gen lässt. Sie ist wunderschön, finde ich. Beim schwatzen, es­sen und lachen, wandert mein Blick auch immer wieder zu die­ser Rose und ich denke, bist du schön. Irgendwie hat sie mein Herz berührt. Meine Freundin sieht wie mein Blick immer wie­der einmal zu der Rose wandert und erzählt mir, das sie diese eigentlich am Morgen schon wegwerfen wollte, es sich aber an­ders überlegt hat. Es ist ein schöner Tag und wir gehen in ihren Garten um Tischtennis zu spielen. Nach zwei Stunden gehen wir zurück in die Küche um unseren gemeinsamen Tag mit ei­nem Kaffee abzuschließen. Ihr Ausruf, was ist das denn, lenkt meine Aufmerksamkeit auf den Tisch an dem sie steht. Ganz erstaunt sieht sie mich an, „was hast du mit der Rose ge­macht“, fragt sie mich? Diese sieht jetzt aus wie gerade erst vom Strauch geschnitten. Aufrecht und frisch in ihren Farben. Ich erzähle ihr, selbst ganz verwundert, dass ich ihr immer wie­der Gedanken geschickt habe, wie schön ich sie finde. Uns wird klar, was wir mit liebevollen Gedanken erreichen können.





33
Der Preis

Ich hatte letzte Nacht einen Traum, über den ich noch so eini­ge Zeit nachsinne. Ich sitze an einem See und schaue ins Was­ser. Ein Mann setzt sich zu mir, und fragt mich, ob ich 1000 Euro möchte. „Na klar“ sage ich zu Ihm; „Gut“, sagt er. „Dann steige in diesen See.“ Einen Moment überlege ich, ob er Witze macht, aber nein, der meint das wirklich ernst. Als ich sein abwartendes Gesicht sehe, muss ich lachen. Ich sage: „Ge­hen Sie durch den Park, da kommen sie zu einer großen Straße mit vielen Leuten, da finden Sie ganz sicher jemanden, der so etwas tun möchte“. „Geld“, sage ich zu ihm, „ist für mich et­was ganz Wunderbares, aber nicht um jeden Preis. Ich mache Ihnen einen Vorschlag, ich erzähle Ihnen eine Geschichte und Sie zahlen mir dafür 1000 Euro. Das kann ich gut und es macht mir Freude. Ganz verdutzt schaut Er mich an und geht weg, mein Lachen gebe ich Ihm mit auf seinen Weg. Davon bin ich aufgewacht. Selten kann ich mich so klar an meine Träume er­innern, wie an diesen.


34
Ja

Was für ein Klingen, was für ein Jauchzen und Jubeln. Wie es sich anfühlt ein neues Leben von einem Moment zum anderen. Keine Zeit sich einzustellen. Keine Gedanken sich vorzubereiten. Aus dem Nichts wird es im Jetzt geboren. Ei­genartig dieses Gefühl von Vollkommenheit in meinem Körper, von dem ich annahm ihn zu kennen. Eine neue Melodie ist in ihm. Gut fühlt es sich an. Ohne in Frage zu stellen öffnet sich mein Herz und sage ja zu diesem Leben wie immer es ausse­hen wird. Ja sage ich zu mir was immer ich entscheide. Was für ein Tag. Voller Wunder und zauberhafter Menschen. Eine Me­lodie entsteht wenn wir uns in die Augen sehen. Ein Ton von himmlischem Wissen und die geistige Welt tanzt im Sein. Jedes liebevolle Wort wird mit Jubilieren begrüßt. Jede Geste der Liebe mit einem Fest begangen. Liebevolles Miteinander jetzt zu leben. Es ist an der Zeit zu Feiern.




35
Eine ungewöhnliche Begegnung

Ich trete aus dem Haus und lenke meine Schritte in Richtung Wald. Auf meinen Weg über die Felder spüre ich den Wind in meinem Haar und wie er mein Gesicht liebkost. Es ist ein son­niger, lauer Herbsttag. Kurz vor dem Wald bleibe ich stehen und begrüße ihn, dann trete ich ein in sein Reich. Ich danke al­len Waldwesen die mich auf meinem Weg begleiten möchten und schicke Pan einen lieben Gruß und sage ihm dass ich wie­der einmal da bin. Es sind kaum noch Blätter an den Bäumen und ich höre wie anders die Bäume singen ohne Laub, wenn der Wind sie mit seinem Atem berührt. Das Laub raschelt, un­ter meinen Schritten, in unterschiedlichen Tönen. Ich bleibe stehen und höre dieser Herbstsinfonie zu. Sie singen von der Freude des Sommers, dem Wachsen und werden und von der zeit der Ruhe in die sie jetzt gehen. Es klingt anders, als wenn ich im Frühling, Sommer oder Winter. im Wald unterwegs bin. Ich spüre eine Berührung in mir und fühle wie mein Herz den Gesang des Waldes für mich übersetzt. Laufe und höre klingt es in mir, Ich laufe und lausche und mein Herz füllt sich immer mehr mit diesem Gesang. Meine Gedanken verebben und ich genieße die Stille in meinem Kopf. Voller Freude gehe ich die mir bekannten Wege und sammle unterwegs auf, was mir, mit nehmenswert erscheint. Oft muss ich mich bremsen, da der Platz in meiner Wohnung doch ein wenig begrenzt ist. Jeder, ungewöhnlich geformter Zweig auf der Erde scheint mir zuzurufen, schaue doch einmal, bin ich nicht wunderschön. Ich nehme ihn in die Hand, drehe und wende ihn, ja bestätige ich, du bist wunderschön, noch einmal streichle ich mit meiner Hand seine Rinde um ihn dann, mit einem leisen seufzen, wie­der zurück auf den Waldboden zu legen und weiter zu gehen. Links und rechts schauen meine Augen und folgen dem was meine Ohren hören. Ein rascheln im Gebüsch, der Ruf eines Vogels in den Baumwipfeln. Gerade hat der Wind wieder eini­ge der wenigen Blätter, die noch an den Bäumen waren, abge­blasen und im freudigen Tanz trägt er sie durch den Wald. Ich meine ein kichern zu hören, über diese, für sie neue Art der Fortbewegung. Staunend bleibe ich stehen und folge ihnen mit meinem Blick. Ich spüre ihre Bewegung und Freude in mir. Weiter tragen mich meine Füße, sie kennen diese Wege ach so gut. Endlich bin ich auch wirklich da angekommen, wo ich hinwollte. An einem meiner Lieblingsplätze auf einem Felsen, von wo aus ich einen wunderbaren Blick auf die Elbe tief unter mir habe. Lange war ich nicht mehr hier. Nicht das ich nicht schon öfters einmal hierhin unterwegs war, aber immer wurde ich von anderen wichtigen Dingen ( Zweigen, Federn, eine kurze rast an einem lauschigen Platz ) aufgehalten und umge­leitet. Aber heute bin ich hier angekommen, mit dem Lied von Wind und Wald im Herzen. Glücklich kuschel ich mich, mit meinem Rücken, an die, von Sturm und Regen, zerzauste Kie­fer. Was für ein gesegneter Platz finde ich. Ich hole meine Thermoskanne mit heißem Wasser aus meinem Rucksack, trinke, höre und schaue. In meinem Rücken spüre ich die Be­wegung des Windes in den Zweigen der Kiefer. Sie freut sich auch, das ich sie wieder einmal Besuche, spüre ich. Es ist schön so willkommen zu sein. Plötzlich fühle ich eine Unruhe in mir, ich packe meine Sachen zusammen, verabschiede mich von der Kiefer mit einem Kuß auf ihren Stamm, danke dem Platz für die Rast bei ihm und gehe los. Nach einigen Schritten knallt es im Wald und eine Rotte Wild­schweine kommt auf den Weg runter über den Hang und saust an dem Fels vorbei auf dem ich stehe in die Schlucht. Meine Gedanken, noch in eben diese Schlucht zu steigen, verlassen sofort meinen Kopf. Eilig steige ich den Weg, den die Wild­schweine runter gekommen sind, hoch. Oben angekommen schaue ich noch einmal zurück zu dem Platz an dem ich meine Rast gemacht habe, genau da, wo ich kurz vorher gesessen habe, stehen jetzt die Wildschweine und schauen geradewegs zu mir hoch. Nichts wie weg, denke ich und renne los. Als ich dabei kurz zurück schaue, sehe ich, wie sich die Rotte in meine Richtung in Bewegung setzt. Jetzt wird mir doch ein wenig mulmig, mein Herz klopft bis zum Hals. Ich höre auf zu ren­nen und bleibe stehen, auch die Wildschweine sind stehen ge­blieben und schauen zu mir. Jetzt setzen sie sich wieder in Be­wegung und rennen in meine Richtung. Drei Meter entfernt laufen sie an mir vorbei und biegen links in einen Zugang zur Schlucht. Total erleichtert laufe ich schneller als sonst den Waldweg entlang. Langsam beruhigt sich mein Herz wieder und nimmt seinen gewohnten Rhythmus wieder auf. Immer wieder werde ich von den Menschen gefragt, ob ich den keine Angst hätte, wenn ich so alleine im Wald unterwegs bin. Mei­ne Antwort war bis jetzt immer, das es im Wald nichts gibt vor dem ich Angst haben müsste. Jetzt weiß ich aber, dass Wild­schweine mir doch Angst machen, wenn sie auf mich zu ge­rannt kommen. Ich bin schon einige male Wildschweinen be­gegnet, auch schon einer Rotte, die mir auch einen ganz schö­nen Schrecken eingejagt hat, als sie so unverhofft in einem Schweinegalopp, meinen Weg kreuzte. Aber so bewusst wie heute stand ich ihnen noch nie gegenüber. Meine Schritte werden langsamer und ruhiger, für heute ist es vorbei mit meinem Waldspaziergang und kein noch so inter­essanter Zweig schafft es, mich, von meiner Absicht nach Hau­se zu gehen abzubringen.



36
Der Rote Mantel


Wieder einmal sitze ich an meiner Perle (meinem Laptop) um diese Geschichte für euch auf zuschreiben.
Ich bin wiedereinmal unterwegs nach Dresden um, na was wohl, Schuhe um zu tauschen. Schuhe sind ein Thema in mei­nem Leben das mich in seiner Eigenwilligen Weise schon mein ganzes Leben lang begleitet. Wer dieses Buch gelesen hat weiß was ich meine. Vielleicht fragt ihr euch jetzt was die Über­schrift mit Schuhen zu tun hat. Nun ihr werdet es am Ende die­ser Geschichte wissen und wieder einmal genau wie ich stau­nen dürfen wie Leben in Form von Fügung so funktioniert. Aber zuerst treffe ich mich Marina zu einem Kaffee. Freue mich das sie mich am Bahnhof abholt. Ganz bezaubernd sieht sie aus in ihrem roten Mantel. Wäre niemals meine Farbe, bekunde ich ihr. Nach unserem gemeinsamen Kaffeetrinken gehe ich los um meine Vorhaben umzusetzen. In diesem Fall handelt es sich um Wanderschuhe die durch einen lieben Freund zu mir gekommen sind. Als Dankeschön für meine Unterstützung auf seinem Grundstück kaufte er mir be­sagte Wanderschuhe. Sehr zu meiner Freude. Es ist ja nicht so das ich bei dem Kauf abwesend gewesen wäre. Nach bestimmt sieben Paar Schuhen und ewigem hin und her laufen war ich der Meinung die sind es. Also besagtes Paar Schuhe mitgenom­men und bei dem schönen Wetter gleich in den Wald angezogen. Laufen sich klasse dachte ich so beim dritten mal unterwegs sein. Komisch das mit meinem mittleren Zehe des rechten Fußes der schmerzt ohne Grund. Also fahre ich nach der Wanderung in den Schuh und nehme eine Naht war die ich mit dem Fuß nicht spüre. Aber die Auswirkung auf meinen Zeh. Also Schuhe wieder eingepackt und zurück getragen. Auch der Verkäufer ist meiner Meinung das dies die Ursache der Schmerzen sind. Fazit ich stehe wieder da und probiere Wanderschuhe an. Gleiches Ritual mit gleichem Ergebnis in etwas kürzerer Zeit.





Schuhe klasse passen werden mitgenommen. Zuhause gleich an die Füße und in der Wohnung angezogen. Diese Lektion habe ich ja wohl gelernt. Bitte lacht jetzt nicht, aber es ist wirklich zum aus der Haut fahren. Nach einer Stunde hin und her laufen tun mir so die Füße weh das ich mir erst mal einen Tee koche um meinen Frust mit ihm runter zu spülen. Bloß gut das ich in der Wohnung geblieben bin. Also am nächsten Tag Schuhe eingepackt und wieder zurück gebracht. Es gibt beim Umtausch keine Probleme da ich das zuhause mit den Engeln schon besprochen habe. Bitte Umtausch leicht und einfach. So ist es dann auch. Im Gespräch mit dem netten Verkäufer gibt er mir den Tipp doch Schuhe anzuprobieren die etwas weiter geschnitten sind. Das war das Zauberwort, schon das zweite Paar fühlt sich ganz anders an als alles was ich bist dahin anprobiert habe. Diese Habe ich auch mitgenommen. So bin ich also zum dritten mal in einer Woche in Dresden. Rufe Angela an um mich mit ihr zum Kaffee zu verabreden. Es bleibt mir noch eine Stunde Zeit bevor wir uns Treffen können. Also gehe ich rein zu Karstadt in das Erdgeschoss zum Schnäppchen Markt . Nur mal schauen Da ich ja nix brauche. Dort werde ich mit einem Schild empfangen auf dem steht; das es auf alle reduzierten Winterjacken und Mäntel vom Vorjahr noch einmal 50% Rabatt gibt. Na ja denke ich so bei mir da kann ich ja mal durch gehen. Nach zehn Minuten bin ich so genervt das ich nur noch raus will aus diesem Gewusel. Also drehe ich um und will geradewegs zum Ausgang stürzen, mit dem Gedanken nichts wie wie weg. Da bleibt mein Blick an einem roten Mantel förmlich kleben. Wie hypnotisiert, ich kann meinen Blick gar nicht abwenden. Meine Füße steuern zielgerichtet auf diesen zu meine Arme heben sich und der Gedanke dazu ist, nicht meine Farbe aber ich kann ihn ja mal anziehen. Mit diesem Mandel in meiner Hand, völlig erstaunt über mein tun, steuere





ich auf einen Spiegel zu ziehe meine Jacke aus und besagten Mantel an und weiß immer noch nicht was das soll. Ich mache den Reißverschluss zu ziehe die Kapuze über meinen Kopf welche er auch noch hat, es ist ja ein Wintermantel und da ist Kapuze muss, jedenfalls für mich. Ich staune es ist wie ein Deja-vu. So habe ich vor vielen Jahren mein erstes langes Kleid gekauft. Ich stehe, staune und schaue diese Frau an in diesem wundervollen roten Mantel an. Das bin ich. Langsam ziehe ich ihn aus und schaue nach seinem Material 80% Wolle, 20% Polyamid. Tief atme ich ein und aus in dieser Stille in der ich bin. Es gibt keine Menschen um mich herum nur mich und diese wundervolle Wesen in meiner Hand. Ich erinnere mich das ich mir noch eine etwas längere Jacke für den Winter gewünscht habe. Das hatte ich ganz vergessen. Ich schaue auf den Preis Reduziert 70,- Euro das ist gerade nicht auf meinem Konto. Langsam gehe ich zur Kasse, was auch immer geschieht, der Mantel will jetzt mit. Ich komme mir vor wie in einem Traum, ich reiche der Dame diesen Mantel, sie lächelt mich an und sagt 39,90 Euro. In diesen Moment ist es als erwache ich, Stimmen und Gewusel um mich herum und ja diesen Mantel nehme ich mit.
Als ich das Einkaufzentrum verlassen habe fühle ich mich so reich beschenkt das ich den Menschen auf meinem Weg allen ein Lächeln schenke. Ich kann nicht anders es ist als wenn ich auf diese Art die mit allen teile. Als ich nach meinem treffen mit Angela nach Hause fahre ist immer noch dieses Gefühl Beschenkt worden zu sei in mir.
Ja auch die Wanderschuhe passen wie für meine Füße gemacht und wir haben schon so manche Wanderung hinter uns.