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September 1st, 2007

1. Der Mantel der Madonna

Der Mantel der Madonna

„Onkel Eduardo ist schon ein toller Hecht!“, raunte Massimo seinem Bruder Giovanni zu. Nicht laut natürlich, denn er hatte mächtigen Respekt vor Tante Antonella. Die war soeben wutentbrannt und wild gestikulierend in das während der Nachsaison nur von wenigen Touristen besuchte Strandrestaurant gerauscht.

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September 2nd, 2007

2. Jenseits von Afrika

Jenseits von Afrika

Völlig erschüttert vom plötzlichen und nicht ganz freiwilligen Dahinscheiden seines Bruders machte sich Mauro Leonetti auf den Weg zu dem Strandlokal, das er in Menton betrieb.

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September 4, 2007

3. Männergespräche

Männergespräche

Eduardos Beisetzung hätte eigentlich im engsten Familienkreis stattfinden sollen. Aber nachdem man die unglückliche Antonella ins Bezirksgefängnis geschafft hatte, blieb nur noch Mauro Leonetti übrig, denn beide Brüder waren kinderlos geblieben … zumindest offiziell. Mauros plötzlicher Eintritt in die Fremdenlegion war seinerzeit nämlich auch eine Art Flucht vor eventuell eingetretenen „Schwierigkeiten“ mit einer gewissen Marcella gewesen. Aber das lag lange zurück, und er hatte nie wieder etwas von ihr gehört.

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September 5, 2007

4. Spurensuche

Spurensuche

Avvocato Parigi erreichte soeben noch die Morgenmaschine. Atemlos ob dieser Anstrengung, sank er in die Polster der Buisiness class und warf seine nappalederne Aktentasche auf den freien Nachbarsitz. Später gedachte er sich dem Studium der Unterlagen zu widmen, doch zunächst bestellte er ein opulentes Frühstück.

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September 6, 2007

5. Das Versprechen

Das Versprechen

Von all den Ereignissen um die aufgetauchte Geburtsurkunde Eduardos wusste die unglückselige Antonella nichts. Man hatte sie noch am Mordtag ins Bezirksfrauengefängnis gebracht. Sie wirkte apathisch.

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September 7, 2007

6. Alter Cognac und dicke Zigarren

Alter Cognac und dicke Zigarren

Voll angespannter Erwartung betrat Mauro Leonetti an diesem Donnerstagnachmittag die Kanzlei seines Freundes Avvocato Carlo Parigi. Signora Bertolli, die Mitarbeiterin und gute Seele des Hauses, führte den Gast in das Büro des Hausherrn.

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September 8, 2007

7. Öl und flammende Herzen

Öl und flammende Herzen

Da die Sitzungen der beiden Herren in der Bibliothek sich üblicherweise bis in den späteren Abend zogen, beschloss Signora Bertolli, nach Imperia zum familieneigenen Olivenölwerk zu fahren.

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September 9, 2007

8. O, du Schmerzensreiche

O, du Schmerzensreiche

Antonella hatte am Morgen mit dem Anstaltsgeistlichen gesprochen und ihm ihre größte Not, die Pflege des verwaisten Madonnenaltars, anvertraut.

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September 10, 2007

9. Frieden und Freiheit

Frieden und Freiheit


Mauro Leonetti ließ sich am frühen Nachmittag zum Friedhof fahren. Eigentlich war es die Zeit für seinen Mittagsschlaf, aber er war unruhig und wollte nachdenken

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September 12, 2007

10. Veilchen und Konfetti

Veilchen und Konfetti

Pater Brown, der Aushilfsgeistliche aus Irland, war überrascht, als am frühen Nachmittag das Telefon in der kleinen Sakristei neben der Kapelle des Bezirksfrauengefängnisses läutete.

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September 17, 2007

11. In geheimer Mission

In geheimer Mission

Um diese Mittagsstunde war der kleine Platz im Herzen von Dolceacqua nur wenig belebt, was ganz im Sinne von Monsignore Confetti war, denn natürlich wollte er lieber nicht dabei beobachtet werden, wie er in einer Seitengasse verschwand und an der schmalen Hintertür eines Hauses klopfte.

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September 19, 2007

12. Lichtblick in Ruinen

Lichtblick in Ruinen

Im Laufe des folgenden Nachmittags fuhr Monsignore Confetti mit seinem klapprigen Fiat Punto hinauf nach Bussana Vecchia. Er hatte sich mit Signora Carfiori verabredet, die in dem Künstlerdorf eine kleine Galerie betrieb. Obwohl in den Sommermonaten viele Touristen in den Ort kamen, liefen die Geschäfte eher mäßig, aber die Gemeinschaft der Künstler unterstützte sich so gut es ging, und so fanden alle ihr bescheidenes Auskommen.

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September 23, 2007

Der Grinkel

Grinkel for Marinkel

Magal

Unter einem Frauenmantelblatt direkt neben dem Schlitzahornbusch hatte sich ein junger Grinkel gemütlich eingerichtet.

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September 24, 2007

Der Tag, an dem der Grinkel die Schnapsflasche fand

Der Tag, an dem der Grinkel ...

Magal, unser junger Grinkel, hatte den Winter halbwegs unbeschadet überstanden, obwohl besonders in der Adventszeit bei ihm Schmalhans der Küchenmeister gewesen war. Jemand, der sich von niederen Gedanken ernährt, hat es halt in solchen Zeiten schwer.

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September 25, 2007

... und kam die goldene Herbsteszeit

... und kam die goldene Herbsteszeit

Der Sommer war nicht nach Magals Geschmack gewesen. Zu viele schöne Tage, viel zu fröhliche Menschen, die sich ihrer guten Laune hingegeben und wenig Sinn für niederträchtige Gedanken gehabt hatten. Wie soll sich ein ausgewachsener Grinkel davon ernähren, dass man sich Nettigkeiten zuflüstert und unter Tändeln und Scherzen die Zeit verrinnen lässt!?

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