Ach ja, ich bin doch eine rechte Krämerseele, die nichts wegwerfen kann.
Gerade schaue ich in meinen verwaisten f***-account, wo eigentlich nur noch meine alten fav-Mosaike öffentlich sind, und frage mich, welche der restlichen auf "privat" gesetzten Bilder ich endlich mal löschen sollte.
Da finde ich eine Mona-Lisa-Version des obigen Bildes ... und darunter dann den Grund dafür, dass das Bild nicht längst im Papierkorb gelandet ist:
Picturing the Sommersitz of the Famiglia di Sabresi
... was natürlich ein völliger Blödsinn ist. Aber ich liebe dieses Bild und dieses Haus in Burano/Venedig, denn es ist Teil einer Geschichte, die ich dereinst mit einem Buddy auf meiner alten Fotoseite ersann ... oder erspann. :-))
Es ging natürlich um die unglückliche Liebe einer erfundenen Familienangehörigen, um geheimnisvolle Dinge und Geheimfächer in edelholzenen Sekretären ... und die Spur führt im Laufe der Geschehnisse eben nach Venedig.
... und diesen Text habe ich damals zusammen mit dem Bild veröffentlicht:
Hier der Antwortbrief der Frau Tante, einer in einem Florentinischen Stift lebenden Nonne:
Ospedale degli Innocenti
Piazza della Santissima Annunziata 12, Firenze
Meine Liebe,
es freut mich sehr, nach all den Jahren von dir zu hören. Leider bin ich etwas in Eile wegen des Adventsbasars, den unser Damenstift stets zu wohltätigen Zwecken veranstaltet. Deshalb kann ich dir nur in aller Kürze Bericht geben von dem, was in meiner Erinnerung haften blieb.
Du fragst nach dem Verbleib meiner Nichte, die dereinst die unglückliche Verbindung mit dem Conte di Sabresi einging. Nun, dazu kann ich dir nur raten, dich mit der Tochter des ehemaligen Kindermädchens in Verbindung zu setzen, die nach dem Zusammenbruch der Sabresi-Dynastie das Sommerhaus in Burano übernahm. An ihren Namen kann ich mich leider nicht erinnern, aber ich lege das Foto des Hauses bei, welches ich einst von ihr erhielt. Wie du weißt, lebte ich mehrere Jahre in Venedig im Stadthaus der Familie als Gesellschafterin der Hausherrin, als Vertraute im Gebete könnte man sagen.
Oft sprach ich mit der Contessa über das leidvolle Schicksal der Familie, in die die Dame des Hauses als junges Mädchen gezwungen wurde, nicht der Liebe gehorchend, sondern der Notwendigkeit. Bei diesen Unterhaltungen spielte auch die von dir erwähnte Krankheit eine große Rolle. Ihr Hauptmerkmal ist eine verstärkte Triebhaftigkeit, die einhergeht mit verdrängendem Vergessen unangenehmer Dinge. Einer Dame in meiner Stellung geziemt es nicht, sich darüber weiter auszulassen, was du mir nachsehen wirst.
Zu dem Inhalt des Geheimfaches im Sekretär aus gewachster Pinie kann ich dir nichts Näheres sagen, wenngleich ich mich an das zierliche Möbel sehr gut erinnere. Die Contessa weinte oft bittere Tränen, während sie mit ihren langen, schmalen Fingern über das rote Samttuch strich. Was sie aber darin eingeschlagen in dem Geheimfach verbarg, entzieht sich meiner Kenntnis.
Gott schütze dich, liebes Kind!
Schwester Maria Bernadette
----------------
Interaktive Geschichten machen einfach so viel Spaß, aber leider findet man immer seltener Leute, die sich daran beteiligen. Jammerschade!
Früher gab es noch Kommentare wie diese:
eeloy: Der Mörder ist wie immer der Sohn vom Conte. Elisa Bett: hui, du weißt mehr?? ... hm, solche rivalitäten zwischen brüdern können übel ausgehen. was mag an diesem tag passiert sein?
eeloy:
das kann jedenfalls kein zufall sein ... es ist nichts anderes als eine verschwörung, an deren ende einige wenige die weltherrschaft an sich reißen und die freien völker unterdrücken werden ... aber naja ... das alles führt in eine ganz andere richtung ... Elisa Bett:
ich mache mir sorgen um den verlauf der geschichte! wo nehmen wir nur die freien völker zum unterdrücken her??? :o) --------------- Nun, die Geschichte wurde nie beendet, aber es war lustig, so lange der Faden gesponnen wurde. ... und jetzt kann ich das Bild endlich löschen, denn ich habe es ja für mich mal wieder gesichert.
Und zwar der ältere. Der, den der Conte etwas weniger lieb hatte. Der stets um die Anerkennung kämpfen musste, die der Jüngere ohne eigenes Zutun geschenkt bekam. Und auch die Liebe zur schöne Francesca konnte diesen Stachel nicht aus seinem Fleische ziehen. So schwelte ein Feuer in seiner Wunde, in seiner Seele, und das schaffte sich machtvoll Freiheit anlässlich jener unheilvollen Begebenheit, die sich am 6. des März des Jahres 1827 zutrug.
ich frage mich sowieso, wer noch alles in diese geschichte verwickelt ist. so schrieb beethoven just an diesem tag einen dank für ein geschenk von wein (wer weiß, vielleicht bestechung). ... und goethe notierte: "Vom Himmel durch die Welt zur Hölle, das wäre zur Not etwas, aber das ist keine Idee, sondern Gang der Handlung". ... da soll einer draus schlau werden! :-)))
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Pandarinepro says:
Und zu dem Foto: Ich finde die jetzige Version WESENTLICH besser. Die andere ist fuer Italien m.E. viel zu nuechtern und steril.
Mona Lisa replies:
... und ja, mir gefällt die neue version auch besser. alles hat eben seine zeit ... auch die art der bildbearbeitung.
Pandarinepro replies:
Mona Lisa replies:
Pandarinepro replies:
kolibri*pro says:
Mona Lisa replies:
es hatte alles begonnen mit einem bild von wunderbarer leichtigkeit ... ein hauch von gefedertem rosa. ... und wie sich die unterhaltung über solchen (eigentlich) kitschigen tand so weiter und weiter entspann, kamen wir darauf, wem das wohl mal gehört hat und welche bedeutung es für seinen besitzer gehabt haben könnte. dann gab ein bild das nächste, und eine verworrene liebesgeschichte war schnell gefunden. :-))
Inkenpro replies:
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Pandarinepro replies:
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gin_ablepro says:
wieder eine beginnen und abwarten, was passiert.
bei mir ist das leider sehr unterschiedlich, ob und wieviel mir so einfällt.....
Mona Lisa replies:
Lillian Virginia Mountweazel says:
Führ doch einfach diese geschichte fort, ich möchte so gern wissen wie es hier weiter geht. Vom Mantel der Madonna gibt's ja mittlerweile schon so viele folgen wie bei der Lindenstrasse ;-))
Mona Lisa replies:
aber diese geschichte fortführen? ach, ich weiß nicht. das ist hier jetzt eigentlich völlig aus dem zusammenhang ... und ich weiß schon gar nicht mehr, wie das alles überhaupt war. ist sicher schon fast drei jahre her ... und der witz lag ja auch darin, dass wir uns gegenseitig mit den bildern und geschichten ergänzt haben.
irgendwie hab ich mal wieder den schreibfrust. aber das kann sich schnell ändern. :-))
Michael B.pro says:
"... nicht der Liebe gehorchend, sondern der Notwendigkeit." ... welch schöne Formulierung für einen etwas weniger schönen Sachverhalt.
Mona Lisa replies:
Michael B.pro replies:
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