Der Garten döste in der Mittagssonne vor sich hin. Lediglich ein paar emsige Bienen gingen summend ihrer Arbeit nach. Auch aus der Hecke drang zuweilen aufgeregtes Vogelgezwitscher, das aber ebenso schnell wieder verebbte, wie es entstanden war. Neben dem Teich lag Lukas, der Kater, und verfolgte aufmerksam die Wege der Fische, die ihre eintönigen Bahnen zogen. Das Haus hinter dem kleinen Teich schien jedoch verlassen, nicht mal der Hund, der neben der Terrasse eine Hütte bewohnte, war zu hören.
Hartbrandwichtel Eugen stand regungslos an seinem angestammten Platz unter dem Korkenzieherhaselstrauch, von wo aus er einen guten Überblick hatte. Die Ruhe kam ihm sehr gelegen, denn er musste nachdenken. Eigentlich hatte er nie viel gedacht. Wozu auch? Er war ein einfacher Gartenzwerg, und nicht mal einer erster Ordnung, denn dazu hätte er eine rote Mütze haben müssen. Aber irgendwann hatte es begonnen, dass sein tönernes Herz sich gerührt und er gespürt hatte, dass es noch etwas hinter diesem Gartenteich geben musste. Er fing an, den Gesprächen der Gartenbenutzer aufmerksam zu lauschen und aus dem, was er hier und da aufschnappte, hatte er sich ein Weltbild zusammengewichtelt, das ihn zunehmend unruhig machte.
Natürlich schmerzten ihn die abfälligen Bemerkungen, die immer wieder über sein blau bemütztes Haupt nieder regneten. Auch litt seine Oberfläche unter den wechselnden Witterungsbedingungen und den wenig schmeichelhaften Begegnungen mit tierischem Besuchern, und es wurmte ihn, dass er von Jahr zu Jahr weiter ins Abseits gedrängt wurde, indem er neuen Gartenzwergen Platz machen musste, die gut sichtbar am Teich und in den Rabatten mit den frischen Frühlingsblumen positioniert wurden. Doch all diese Demütigungen waren nichts gegen die Angst, die mehr und mehr Besitz von ihm ergriff, seit er diese unglaubliche Drohung vernommen hatte.
Lachend hatte nämlich eines Tages eine Besucherin verkündet: „Irgendwann ist er weg, euer Eugen. Dann hat ihn die Front zur Befreiung der Gartenzwerge geholt und irgendwo ausgesetzt!“ Das Herz des Wichtels drohte einen Sprung zu bekommen, so wild schlug es in der Hartbrandbrust. Keinesfalls wollte er verschleppt und befreit werden. Es ging ihm doch leidlich gut an seinem Ort. Wohl reizte ihn für einen Augenblick die Aussicht, ein „Reisender Gartenzwerg“ zu werden, denn auch dieses Schicksal war einigen Kameraden beschieden, die von ihren Befreiern von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit mitgenommen und dort fotografiert wurden. Die rechtmäßigen Besitzer erhielten sogar anonym diese Bilder per Post, aber die Wichtel selbst blieben in Haft. Nicht einmal die "Internationale Vereinigung zum Schutz der Gartenzwerge" kümmerte sich darum, erging sich vielmehr in Nebensächlichkeiten wie Größe und Aussehen der Zwerge.
Eugen jedenfalls wollte sein Schicksal lieber selbst in die Hand nehmen, und jetzt schien die Gelegenheit günstig, seinen in vielen Stunden gereiften Plan in die Tat umzusetzen. Als sich Kater Lukas der Aussichtslosigkeit seines Fischjagdvorhabens bewusst wurde und sich endlich trollte, nahm Eugen seinen ganzen Hartbrandwichtelmut zusammen und setzte tonbeherzt den ersten Schritt. Niemand außer Karl-Georg, dem Goldfisch, der verwundert den Kopf zwischen den Seerosenblättern hervorstreckte, bemerkte auch nur, wie sich an diesem Frühlingstag der Hartbrandwichtel Eugen selbst befreite und auf den Weg machte, die Welt hinter dem Gartenteich zu ergründen …
Fortsetzung: Ein aufregender Fund translate into English
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Mona Lisa says:
Front zur Befreiung der Gartenzwerge
:-))
Pandarinepro says:
;-)))
Mona Lisa replies:
:o)
Pandarinepro replies:
Mona Lisa replies:
... also verfahrenseinstellung wegen geringfügigkeit. :-))
ja, hatte ich gelesen.
Diedjepro says:
Mona Lisa replies:
Varinpro says:
Tante Käthepro says:
frankpro says:
Rasch2000pro says:
moonchild replies:
Rasch2000pro replies:
Mona Lisa says:
blaubeere says:
Mona Lisa replies:
*Kurt & Mary*pro says:
Anne Seltmannpro says:
:-)))
Herzlichen Dank für diese wunderbare Geschichte Mona!
Mona Lisa replies:
Inkenpro says:
Liebe Mona Lisa, bitte lass uns nicht darben!
Mona Lisa replies:
Inkenpro says:
Mona Lisa replies:
Pandarinepro replies:
Mona Lisa replies:
Pandarinepro replies:
Siegfried Vogel says:
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Mona Lisa replies:
Siegfried Vogel replies:
Inzwischen heissen übrigens die buddies auf fcisch auch Freunde. Knackwurst hin oder her. :)
Mona Lisa replies:
Pikdame says:
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Pandarinepro replies:
Curlgirl says:
Inkenpro says:
Mona Lisa replies:
Inkenpro replies:
Mona Lisa replies:
Ignaz Wrobel says:
Mona Lisa replies:
Pandarinepro replies:
Anne Seltmannpro says:
Mona Lisa replies: