Nur mal so angenommen, es gäbe tatsächlich Zeitmaschinen. Könnte ja sein. Weiß man’s?
Hat eigentlich mal jemand darüber nachgedacht, ob sich die Zeitverschiebung auch auf Gegenstände auswirkt? Nehmen wir z.B. mal ein Märchenbuch.
Gut, man kann die darin beschriebenen Handlungen nicht wirklich an einer Jahreszahl festmachen, aber dieses ganze Szenario mit Königen und meist wunderschönen Prinzessinnen, die vorzugsweise in verwunschenen Schlössern leben und sich der christlichen Nadelarbeit und ähnlich sittlichen Dingen widmen bzw. durch die Gegend reiten, um ihre Ländereien zu inspizieren, würde man ja eher im späten Mittelalter ansiedeln. Alles nichtkönigliche Geblüt beschäftigt sich vorwiegend mit handwerklichen Tätigkeiten, und die Kriminalität wird mit wildem Charme in finstere Wälder verlegt, wo dann bereits das Gejaul einiger sich auf der Reise befindlichen Hobbysänger die Räuber in die Flucht schlägt.
Aber zurück zur Zeitmaschine. Was würde geschehen, wenn man nach einer Reise - etwa ins Jahr 2000 - „Grimms Volks- und Hausmärchen“ aufschlüge? Könnte es vielleicht sein, dass sich die Handlung der Märchen durch die Zeitreise den neuen Gegebenheiten angepasst hätte?
Wie sähe der Tag eines Schneewittchens und seiner sieben Zwerge dann aus? Die Arbeit in der Silbermine wäre ebenso wenig zeitgemäß wie das Tragen von Zipfelmützen.
Wahrscheinlich würde man eher solche Szenen lesen:
Die Zwerge kamen in dieser Nacht erst spät nach Hause, denn im Wirtshaus war mal wieder der Teufel los gewesen. Nachdem Aschenputtel ihm aus seinen verbliebenen drei goldenen Haaren einen Zopf geflochten hatte, tauchte noch dieser Knabe mit dem Tischlein-deck-dich auf und läutete die Mc-Donalds-Asiawoche ein. Das tapfere Schneiderlein drehte daraufhin völlig durch und prahlte mit seinen Shaolin-Tempelboxkünsten, die es angeblich im Rahmen einer ABM-Maßnahme in einem Workshop für arbeitslose Märchenfiguren erlernt hatte. Als dann das Katertier zum allgemeinen Stiefeltrinken einlud, geriet die Veranstaltung vollends aus den Fugen.
Nach reichlich knapper Nachtruhe dämmerte der neue Arbeitstag heran. Während Schneewittchen die Tupperdosen herrichtete und eine 7-l-Thermoskanne mit Kaffee füllte – nur Zucker, bloß keine Milch – tönte aus dem Fernseher die Stimme des Morgenmagazin-Moderators: „ … ein unglaublich heimtückischer Fall von Kindesvernachlässigung wurde jetzt aus dem Waldviertel bekannt, wo ein Vater seine beiden Kinder wiederholt aussetzte. Das Geschwisterpaar schaffte es zwar mehrfach, den Weg zurück nach Hause zu finden, letzten Meldungen zu Folge ist aber zur Zeit nichts über den Verbleib der Beiden bekannt …“
Müde und leicht verkatert tauchten die sieben Zwerge in der chromblitzenden Küche auf. Schneewittchen sagte vorsichtshalber nichts. Sie war ohnehin verstimmt, weil sie den vorigen Abend mit „Sex and the city“ vor dem Fernseher, statt mit „sex & crime daheim“ hatte verbringen müssen.
An diesem Morgen war der jüngste Zwerg an der Reihe, den Bulli zu fahren, der die Brüder zwecks Verrichtung des Tagewerks zu einer Stelle hinter dem Damm bringen sollte. Dort mussten Bäume gesetzt, ein Graben ausgehoben, einige Leitpfosten ausgewechselt, sowie das Gras gemäht werden. Wortlos griffen die Sieben nach ihren roten Kappen, packten ihre Vesperpakete ein und machten sich auf den Weg.
Der Stern stach schon bald mit voller Kraft vom Himmel, und die sonst so regen Zwerge beschlich eine seltsame Mattigkeit, bedingt wohl durch den reichlichen Genuss frischen Mostes am Vorabend, der nun seine Wirkung tat. Ein aufgestelltes Dixi-Klo wurde zum Ziel aller Hoffnungen. Jeder wartete auf seine eigene Weise in sich gekehrt auf den Moment, wo endlich die Reihe an ihn kam, sich Erleichterung zu verschaffen.
Doch was trug sich in der Zwischenzeit am heimischen Herd zu? Schneewittchen hatte nach dem Aufbruch der Hausgenossen die Waschmaschine in Gang gesetzt und wollte soeben den Staubsauger holen, als es an der Haustür schellte. Ein junger Mann mit einem Stapel Zeitschriften unter dem Arm verlangte Einlass. Gewarnt durch regelmäßiges Verfolgen der Sendung „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ ließ sich die Dame des Hauses jedoch auf kein Verkaufsgespräch ein und wies den Hausierer schnöde ab.
… und an dieser Stelle gerät die Märchenhandlung in eine ernsthafte Krise. Was wird aus der glorreichen Rettung aus irgendeinem Glashaus, wenn Schneewittchen sich nicht mehr an der Tür übertölpeln lässt? Was, wenn sie, statt den Haushalt zu schmeißen, mit Dornröschen zum Joggen ginge oder gar das: die Zwerge kämen nach Hause und auf dem Tisch läge folgender Zettel:
„Bin mit Rapunzel beim Friseur! Essen steht in der Mikrowelle!“
Man mag es sich echt nicht weiter ausmalen! … Ich glaube auch eigentlich gar nicht an die Existenz solcher Zeitmaschinen …
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Mona Lisa says:
Ottoproduktion
Danke, Franz-Otto! :-))
Mona Lisa edited this comment 20 months ago.
Wiki Tangopro says:
ist im Gewächshaus (mit dem Eipott inne Ohren) umgefallen
und von dem freundlichen Prinzen vom Rotberg online (wake-on-LAN)
wachgescanned worden?
Das Update auf Märchen 2.0 wird uns der Lösung vielleicht näherbringen...
Mona Lisa replies:
Pandarinepro replies:
Spieglein, Spieglein im Internet,
wer ist die beste Frau im Bett ...
Mona Lisa replies:
Pandarinepro replies:
Pandarinepro says:
Mona Lisa replies:
Pandarinepro replies:
Aber ich glaube mich zu erinnern, das die Zwerge kleine Waschschuesselchen hatten?
Mona Lisa replies:
Varinpro says:
youtube.com/watch?v=8lZ7Rlf152g
:-)
Mona Lisa replies:
danke schon mal dafür. passt großartig! :-)))
Servusfranz says:
die grimmigen Brüder konnten ganz gut Gschichten schreiben
aber zählen konnten sie NICHT !
wir waren ( schon ewig ) acht !
und da ich der Kleinste war und bin
werd ich immer unterschlagen !
;-((( heul !
Varinpro says:
"Ein Vater hatte zwei Söhne, davon war der älteste klug und gescheit und wußte sich in alles wohl zu schicken, der jüngste aber war dumm, konnte nichts begreifen und lernen."
eine Selbstbeschreibung abgegeben und der jüngere musste immer zählen... :-)))
aber was will man von Menschen erwarten, die sie sich sowas ausdenken:
"Der Herr Schulz wollte den Spieß noch immer anhalten, der Veitli aber war hinten ganz mutig geworden, wollte losbrechen und rief
'stoß zu in aller Schwabe Name,
sonst wünsch i, daß ihr möcht erlahme.'
Aber der Hans wußt ihn zu treffen und sprach
'beim Element, du hascht gut schwätze,
bischt stets der letscht beim Drachehetze.'
Der Michal rief
'es wird nit fehle um ein Haar'
so ischt es wohl der Teufel gar.'
Drauf kam an den Jergli die Reihe, der sprach
'ischt er es nit, so ischts sei Muter
oder des Teufels Stiefbruder.'
Der Marli hatte da einen guten Gedanken und sagte zum Veitli
'gang, Veitli, gang, gang du voran,
i will dahinte vor di stahn.'
Der Veitli hörte aber nicht drauf, und der Jackli sagte
'der Schulz, der muß der erschte sei,
denn ihm gebührt die Ehr allei.'
Da nahm sich der Herr Schulz ein Herz und sprach gravitätisch
'so zieht denn herzhaft in den Streit,
hieran erkennt man tapfre Leut.'
Da gingen sie insgesamt auf den Drachen los. Der Herr Schulz segnete sich und rief Gott um Beistand an: wie aber das alles nicht helfen wollte und er dem Feind immer näher kam, schrie er in großer Angst 'hau; hurlehau! hau! hauhau!, Davon er
wachte der Has, erschrak und sprang eilig davon. Als ihn der Herr Schulz so feldflüchtig sah, da rief er voll Freude
'potz, Veitli, lueg, lueg' was isch das?
das Ungehüer ischt a Has.'"
aus Die sieben Schwaben
Inkenpro says:
Geklingelt hätte natürlich nicht ein Hausierer, sondern das Finanzamt (ein adäquater Ersatz für die böse Königin). Das Finanzamt fordert die Steuern der letzten 200 Jahre (keine Ahnung wie lange die Grimms her sind), da sie beweisen können, dass die Zwerge schon damals berufstätig waren und niemals nicht Steuern zahlten.
Die Rettung naht dann in Form eines liechtensteinischen Prinzen....
Mona Lisa replies:
... und was den liechtensteiner betrifft: bei prinzens liegen genug leichen im keller (der banken) rum. der kommt auch mal 100 jahre in ein verließ! :-))
ich sehe schon, das probem wurde allgemein verstanden!
Inkenpro says:
Mona Lisa replies:
hm, gleich mal ein paar deiner bilder vollschleimen gehen ... :-))
Inkenpro says:
Und: Nein, Du lobst nicht zu wenig, aber insgesamt wird wohl zu wenig gelobt. Wer sagt denn schon mal im Alltag: Super gemacht?!
Mona Lisa replies:
(die restliche zeit maule ich darüber, dass mir keiner zuhört!)
Tante Käthepro replies:
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Pandarinepro replies:
Tante Käthepro replies:
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Mona Lisa replies:
Inkenpro says:
Tante Käthe: Ab sofort werde ich freundliche Kommentare oder gar * von Dir mit anderen Augen betrachten!
Tante Käthepro replies:
Inkenpro says:
Mona Lisa replies:
Tante Käthepro replies:
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Pandarinepro replies:
Tante Käthepro replies:
Ihr könnt mir sicher eine Menge vorwerfen, aber nicht, dass ich lüge...
Und außerdem ist meine Nase gar nicht soooo lang.
Curlgirl says:
;-)
Inkenpro says:
Tante Käthepro replies:
....
Tante Käthe edited this comment 20 months ago.
Mona Lisa replies:
du darfst übrigens das Rosenrot spielen ... weil du rot so gerne magst. :-)
Tante Käthepro replies:
Ich spiele ja alles für Dich, aber bittebitte nicht das Rosenresli....
Inkenpro says:
Tante Käthepro replies:
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Lillian Virginia Mountweazel says:
Mona Lisa replies:
Mona Lisa edited this comment 20 months ago.
Lillian Virginia Mountweazel replies:
Mona Lisa replies:
Siegfried Vogel says:
Sujo Shake says:
Mona Lisa replies:
Michael B.pro says:
Master Of Felix says:
aktion1pro says:
ist besetzt?
aktion1 edited this comment 18 months ago.
Mona Lisa replies: