Zwar sind es keine Drachen - sprich: Wikinger-Langschiffe - aber es ist schon fasziernierend, wenn die langen Kanus vom im Takt der Trommel eingesetzten Paddel mit beachtlichem Tempo durch das Wasser gleiten.

Außerdem war heute ein prachvoller fast noch Spätsommer-Tag - nur der Wind war etwas zu stark, für perfekte Regattabedingungen, aber die geübten Drachenbootfahrer kamen mit der frischen Brise aus Nordost gut zurecht.

Ein Drachenboot ist ein besonders langes, offenes Kanu bzw. Paddelboot, das ursprünglich aus dem Süden Chinas und angrenzenden Ländern stammt. Traditionell trägt es einen dekorativen geschnitzten und bemalten Drachenkopf und ein dazu passenden Schwanz. Die großen Kanus, die als Sportboote verwendet werden, verzichten allerdings auf die schwere und sperrigen D drachenboot23 ekoration.

Die Drachenbootrennen auf der Binnenalster am 12.–14. September finden - mehr oder weniger - im Rahmen der "China Time 2008" - einer Veranstaltung auf Initiative des Hamburger Senats unter dem Motto "Hamburg: China ganz nah" - unter Spöttern auch "Hamburg macht gut Wetter für China" genannt. Letztes Jahr gab es nämlich einige Verstimmungen mit dem begehrten Handelspartner aus Fernost, da der Dalai Lama in Hamburg offiziell empfangen wurde .- worauf in China laut darüber nachgedacht wurde, ob z. B. nicht andere Häfen für den Containerverkehr zwischen China und Deutschland besser geeignet seien, als ausgerechnet Hamburg. Mehr oder weniger, weil der Drachbootsport inzwischen gut etabliert ist, und auch ohne "China-Wochen" regelmäßig in und um Hamburg Drachbootrennen stattfinden.

Die nächste große Drachenbootregatta in Hamburg wird schon am 3. Oktober stattfinden - allerdings nicht auf der Alster sondern im Grasbrookhafen. Anläßlich des Tags der Deutschen Einheit werden zehn Bundesländer mit ihren Booten auf der 200 m-Strecke antreten. Dieses Rennen findet nun zum dritten Mal statt, im vergangenen Jahr siegte das Niedersachsen-Boot, vor Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.Album Drachenbootregetta