nachdem ich mittwochmorgens den letzten eintrag im blog gemacht hatte, ging ich los, um mein auto abzuholen. bin zusammen mit chris, der carlady zum anmeldebuero gegangen, um die registrierung zu aendern und alles hat laenger gedauert, als ich dachte. nachdem alles erledigt war, chris mir die schluessel in die hand gedrueckt und mir viel spass gewuenscht hat, war es soweit. ich stand neben MEINEM auto und bekam ein mulmiges gefuehl bei dem gedanken an linksverkehr. mittlerweile war es 4.30 pm und ich entschloss mich, nur die 120 km bis mt. isa zu fahren und dort im haven backpackers zu uebernachten. kaum dort angekommen, noch nicht mal das gepaeck im zimmer, hatte ich ein bier in der hand, gesponsert von matt und andrew, zwei aussies, die gerade ihren abend planten, was mich dann ganz schnell mit in die planung einschloss. aber irgendwie kam alles anders als gedacht. andrew hatte von einer party in einer wg erzaehlt, zu der wir uns dann aufmachten. in der wg angekommen, trafen wir ausser eienr lady in pyjama nur einen ihrer mitbewohner an, der uns nach einer halben stunde wieder rausgeworfen hat. andrew schien entfallen zu sein, dass er aufgrund extremem missverhaltens zu frueheren zeiten hausverbot in der wg hat... auf dem rueckweg managte er dann noch, eine ungeoeffnete flasche wild tuerkey ungewollt auf dem buergersteig zu zertruemmern, und nachdem matt und andrew sich eine weile angefuckt haben, trennten sich unsere wege - andrew zum hostel, matt und ich zu einem pub. das "pub", stellte sich heraus, war eigentlich garkein pub, sondern ein stripclub und ungluecklicherweise das einzige etablissement, das nach mitternacht unter der woche geoeffnet hat. schonmal ungewollt in einem stripclub in den geburtstag reingefeiert? aber gut, ich wollte den abend auch nicht alleine im hostel verbringen und somit war der stripclub wohl die einzige alternative und ich versuchte, das beste draus zu machen. damit war ich erfolgreich, begleitet von scotch-cola und matt, der mich staendig im positiven sinne zum lachen gebracht hat. wir hatten eine menge spass, eine coole nacht, die letztendlich um 6 am geendet hat. damit war der plan, mt. isa heute zu verlassen dann auch gestorben und somit bin ich um 8 am nur wieder aufgestanden, um meine bereits erwaehnten zahlreichen besorgungen zu erledigen und mich mit dingen wie dem dieselkanister fuer reservediesel - der tank reicht "nur" fuer 600 km und man weiss ja nie - , einer kuehlbox fuer essen und das bier am abend, ein paar werkzeugen fuer das auto, gaskocher, geschirrgrundausstattung, strassenatlas und ein paar lebensmitteln auszustatten. fruehstueck dann um 2 pm, war auf einmal todmuede und der hangover vom letzten abend war auch nocht nicht besser. zurueck im hostel begann ich, alles ins auto zu packen, als ich einen anruf von matt bekam, der mich dann kurz darauf getroffen hat, wir den nachmittag auf der heckklappe meines autos verbracht haben und matt mir gesagt hat, dass es die nase voll hat von mt. isa, den abend gestern echt genial fand und so weiter und so fort und mit mir nach darwin kommen moechte. spontan, sehr spontan, kann ich dazu nur sagen *g* bis zum abend kam dann noch john, einer von matt's mates dazu, so dass wir am freitagmorgen zu dritt richtung darwin gestartet sind.

um 8 am gings los, nachdem ich porridge und kaffee zum fruehstueck hatte, wasser und oel von george gecheckt und meine vorfreude auf lizzie downs stieg !!! fuer den tag war die haelfte der strecke und banka banka homestead als uebernachtungsziel geplant. bis zur naechsten stadt waren es 300 km, danach kam erstmal wieder weitere 400 km nuichts ausser outback, einer tankstelle, radio ohne empfang, rinder sowie unzaehlige roadkills am strassenrand. ab und zu ein entgegenkommendes auto oder truck mit einem gruessenden fahrer, allerdings wirklich nur ab und zu. je abgelegener die gegend, desto ueblicher ist es, ganz laessig den zeigefinger der hand am lenkrad zum gruss zu heben. kurz vor sonnenuntergang haben wir banka banka homestead erreicht, festgestellt, dass es nur ein stueck wiese unter freiem himmel zum schlafen gab. unsere ausruestung dafuer war denkbar schlecht, bestehend aus meinem schlafsack, matts blanket und einem auto, welches definitiv zu vollgepackt war, um zu dritt darin zu schlafen. die alternative war 60 km entfernt und sollte 80,- AUD pro person kosten, was matt und mir definitiv zu teuer war, john war nach zahlreichen alternative zigaretten eh alles egal und so bereiteten wir uns auf eine kalte nacht (ja, mittlerweile kann es nachts kuehl werden...) unter dem sternenhimmel vor. george stellte sich als nicht ganz so zuverlaessig heraus, wie von chris, seiner vorbesitzerin, angepriesen (JENNI, ich kann foermlich hoeren, wie du dir denkst "ich hab dich ja gewarnt..."), denn er verlor langsam, aber kontinuierlich tropfend wasser aus der wasserpumpe, was erstmal stoppte, nachdem er aus war. die nacht war kalt und windigt, um 6 am sind wir aufgestanden, haben uns mit kaffee aufgewaermt und uns dann entschlossen mit einem grossen wasservorrat (gut, dass ich auch einen 15 l wasserkanister gekauft habe :-) ) und einem auge auf georges leck weiterzufahren, denn der naechste mechaniker an einem samstag war im 650 km entfernten katherine zu finden. george bekam alle 50 km ca. 1,5 l wasser nachgefuellt, was ihm damit dann den namen "thirsty goerge of bush" eingebracht hat. wir kamen bis matarranka, immer noch 150 km von katherine entfernt, als es dann echt schlimmer wurde. von hier aus habe ich dann aber dave per telefon erreicht, der uns gerettet hat mit seinem tip, dass es an jeder tankstelle eine chemikalie gibt, die man in den radiator kippt, mit wasser auffuellt und die lecks temporaer abdichtet. eine habe stunde spaeter waren wir wieder on the road. ausser dieser doch sehr nuetzlichen chemikale hatte diese tankstelle auch noch tapes, so dass wir endlich auch MUSIK hatten, wie es sich fuer eine anstaendige autofahrt gehoert - stadium arcadium von den RHCP und das neueste album der foo fighers - coole sache !!!

mittlerweile hatte sich die umgebung von trockenem, flachem outback in freundlicher aussehenden huegeligen bush mit doch etwas mehr bewuchs verwandelt. aber auch hier sah man, dass die regenzeit vorueber war. das hohe gras rundum war strohgelb, vor katherine zeigte ein schild an, dass die brandgefahr "high" ist und hinter katherine sahen wir die ersten der zahlreichen bushfeuer brennen. ein paar stunden spaeter, in hayes creek, trennten sich johns und matts weg von meinem. habe die beiden dort kurz vor sonnenuntergang im pub abgesetzt, da die beiden ja nach darwin wollten und ich noch 120 km bis zum daly river crossing vor mir hatte. die ersten 40 km fuehrten mir auf einer einspurigen, schmalen, kurvigen strasse - wenigstens war es eine strasse und keine dirt road - durch dichtbewachsenen bush, hier ein flussbett, dort ein paar rinder auf der strasse und am horizont der sonnenuntergang, die sonne glutrot und alles in ein warmes licht getaucht. eineinhalb stunden spaeter kam ich im daly river pub an, wo ich zwei schweizer und jeff, den pubmanager treffen sollte, der uns dreien helfen sollte, den fluss zu ueberqueren, denn es hatte immer noch 45 cm wasser mit stroemung auf der strasse ueber den fluss. und die schweizer sind beim letzten mal, als sie den daly river ueberqueren wollten, steckengeblieben. so haben sie dave kennengelernt, der hat sie naemlich dann rausgezogen :-)

und wiederum eine halbe stunde spaeter sassen wir mit dave und kelly vor deren haus bei ein paar bier und ich habe mich wahnsinnig gefreut, wieder hier zu sein !!! und da bin ich jetzt seit 2 wochen, werde wohl noch eine woche bleiben und mich dann wieder auf die suche nach arbeit machen, was allerdings hier kein problem sein sollte.

so long...