aus dem noerdlichen regenwald und der regenzeit sind wir ja mittlerweile schon laengst wieder draussen und haben uns nach airlie beach treiben lassen, dem tor zu den whitsunday islands mitten im great barrier reef. der weg dorthin war hart, denn wir haben 10 stunden im bus verbracht. ich geb zu, es gibt schlimmeres (zum beispiel 22 stunden im bus *g*) aber ich war froh, als wir angekommen sind.

vom bus gings dann nach einem kleinen umweg ueber eine travelagency, um einzuchecken und unser gepaeck dort zu lagern, auf die "anaconda III" unser segelboot und heimat fuer die naechsten 2 tage. abends um 7h standen wir an angegebenem treffpunkt, 30 leute und haben ungeduldig darauf gewartet, abgeholt zu werden. und es hat auch nicht lange gedauert, bis ein gutaussehender junger mann (Aegypter-Englaender in Australien geboren) vor uns stand und uns zum Boot gebracht hat. Wie sich kurz spaeter herausstellte, war es Pat, unser Diving Instructor (Tauchlehrer). Sehr nettes Boot, supernette Leute, war ja erst ein bisschen skeptisch bei einer Gruppe mit 30 Leuten und dem nicht so besonders gross aussehenden Boot, aber es hat alles supergut gepasst und wir hatten 3 geile tage - gorgeous, great, exciting and amazing - every single day!

am abend sind wir um 8h losgesegelt, es war schon dunkel und es waren sooooooo viele sterne am himmel zu sehen. ich habs mal wieder nicht glauben koennen, wo ich da wieder gelandet bin, als ich auf diesem angenehm schaukelnden boot draussen auf dem deck gesessen habe, das rauschen der wellen in den ohren, die sterne am himmel im blick, dazu nette musik im hintergrund wie viele nette leute zum unterhalten und das zusammen mit meiner mum :-))

der naechste tag begann frueh, mit fruehstueck zwischen 7 und 8 uhr morgens, dann ein stuecken segeln und am spaeten vormittag haben wir whitehavenbeach erreicht, einen der schoensten straende der whitsunday islands. das segelboot wurde in einiger entfernung geankert und die crew hat uns mit kleinen motorbooten zum strand gebracht. und dort gabs dann fuer diejenigen, die daran interessiert waren, die erste taucheinweisung im seichten wasser am strand. und - wie ihr euch sicher vorstellen koennt, war ich daran natuerlich brennend interessiert!!! somit sind wir dann mit tauchermasken und gasflaschen auf dem ruecken im wasser direkt am strand, wo man noch stehen konnte, immer mal auf- und untergetaucht, haben erklaert bekommen, wie die zeichensprache funktioniert, der druckausgleich, wie ich meine tauchermaske unter wasser saubermache, wenn sie beschlaegt oder wasser rausbekomme, wie ich das mundstueck zum atmen wieder finde, wenn es mir aus dem mund fallen sollte und wie ich das wasser rausbekomme, bevor ich wieder anfangen kann zu atmen und so weiter und so fort. und es hat definitiv lust auf MEHR gemacht. was dann am naechsten tag auch der fall war. fuer diesen mittag war fuer die anfaenger noch schnorcheln angesagt, in der naechsten bucht, in der wir halt gemacht haben. und es war so schoen !!! unglaublich, was man da allein beim schnorcheln schon an korallenriffen und fischen sieht, ich war total fasziniert :-))

und dann am naechsten gings los! ich hatte den gutaussehenden dive instructor auch ganz fuer mich alleine, denn aufgrund meiner gesundheitlichen vorgeschichte und da ich kein medizinisches ok eines arztes dabei hatte, wollte er mich nicht in der ganzen gruppe mitnehmen. eigentlich haette er mich garnicht tauchen lassen duerfen, aber (wie er mir 2 tage spaeter sagte, als ich ihn danach gefragt habe) er sagte, "he took a shine on me" and "rules are there to be broken". ja, und mein erster tauchgang war einfach unbeschreiblich und so wahnsinnig faszinierend. jmmy, eines der crew-mitglieder hat uns mit dem kleinen motorboot in die naechste bucht gebracht, erst die taucher mit tauchschein im wasser abgesetzt und pat und mich dann ein stuecken weiter. raus aus dem boot ins wasser und dann auch ganz schnell unter wasser. es ist ein gefuehl, als ob man in eine andere welt eintaucht und ich habe natuerlich mit dem great barrier reef wahrscheinlich auch den perfekten platz fuer den ersten tauchgang gefunden. und so sind wir dann eine halbe stunde lang zwischen all diesen korallen umhergetaucht, wovon es ganz viele verschiedene gibt, und haben so viele verschiedene fische gesehen. UND - ich habe little nemo gefunden!!! *smile* in einer anemone, wie im film. und dorie hab ich auch gesehen :-)) manche der corallen saugen sich ein klein bisschen an deinen fingern fest, wenn man diese direkt darueber haelt, andere haben oeffnungen, die sich schliessen, wenn du deine hand 20 - 30 cm darueber bewegst. als wir nach einer halben stunde wieder an der wasseroberflaeche waren, im boot sassen konnte ich irgendwie kaum glauben, was ich da gerade alles unter wasser gesehen habe.

und ich konnte nicht genug davon kriegen. also hab ich am gleichen tag noch 2 weitere tauchgaenge gehabt und einen weiteren am naechsten morgen. am nachmittag haben wir erst 10 min. lang fische gefuettert, was zur folge hatte, dass wir von ganzen schwaermen von fischen umgeben waren und beim darauffolgenden tauchgang sind wir einer ganz schoen (etwa 1.5m) grossen "humphead wrasse" (en.wikipedia.org/wiki/Image:Humphead_wrasse_melb_aquarium.jpg) begegnet, die um uns herumgeschwommen ist, ganz schoen neugierig war und sich doch tatsaechlich hat streicheln lassen. und uns ausserdem, ohne dass wir es bemerkt haben, gefolgt ist. denn als wir am ende dieses tauchganges wieder aufgetaucht sind und nochmal einen blick nach unten geworfen haben, war sie genau unter uns.

und jedesmal, wenn ich von unserem segelboot aus aufs wasser geschaut habe, ist mir in den sinn gekommen, wie unglaublich es doch ist, was da unter der wasseroberflaeche alles versteckt ist... *smile* fazit: ich mache auf jeden fall meinen tauchschein!!! spaetestens auf bali, falls sich vorher keine gelegenheit mehr ergibt. ich glaub, das war der beste trip ueberhaupt hier in australien!!! abgesehen von den tollen taucherlebnissen unter wasser war auch das segeln zwischen den ganzen inseln der whitsundayislands ein traum. wunderschoenes teils tuerkisfarbenes oder mehr blaeuliches wasser, an manchen stellen dunklere breite streifen im wasser und um uns herum die verschiedenen inseln, teils mit schoenen straenden (en.wikipedia.org/wiki/Image:Whitsunday_islands.jpg) - da waren wir zum schwimmen, schnorcheln und fuer unsere taucheinfuehrung!!!) , alle dicht und gruen bewachsen. an 2 tagen hatten wir traumhaft schoenes wetter, sonnenschein ohne ende (sonnenbrandwetter - definitiv!), ein tag war etwas verregnet, aber das war der tag mit meinen 3 tauchgaengen, so dass das wetter ziemlich an mir vorbeigegangen ist.