ja, und da bin ich doch schon wieder in der tropischen regenzeit gelandet hier in cairns. als wir aus dem flughafen rausgekommen sind, hab ich mich gleich wieder wie zu hause gefuehlt - es hat in stroemen geregnet, war aber doch sehr, sehr warm und direkt vor dem flughafen hat man schon palmen gesehen. wie in darwin! und die zeit dort hab ich wirklich geliebt :-))

die letzten 2 tage hatten wir in hinsicht des wetters echt glueck gehabt, hat am freitag garnicht geregnet und am samstag nur den halben tag. und warm wars ja eh die ganze zeit. an diesen beiden tagen waren wir naemlich unterwegs zum "cape tribulation" in den REGENWALD !!! zum daintree rainforest, dem aeltesten wachsenden regenwald auf der ganzen welt. alter irgendwo um die 120 millionen jahre, an manchen stellen scheinbar etwas mehr, an manchen etwas weniger, das ist doch mal faszinierend... am freitag hin, mit 12 anderen leuten, erstmal stundenlang an der kueste langgefahren, wunderschoen. links tuermten sich seitlich der strasse mit regenwald bewachsene berge, rechts ging es steil nach unten und man hat direkt das meer unter sich gehabt. auf dem hinweg gabs dann noch ein paar zwischenstops, einer in einem wildlife sanctuary, in dem wir cassowarys, ein paar wallabies, eine python, 2 crocodile und ganz viele voegel, von lorikeets ueber correllas zu cockatoos, bewundern konnten. hab mich ein bisschen mit dem zoomenschen unterhalten und bevor wir weg sind, hat er gemeint, wenn ich nochmal in die gegend kommen sollte, koennte ich gerne fuer 2-3 wochen dort "woofen" (das heisst, ein paar stunden am tag fuer unterkunft und essen arbeiten). naja, mal schauen, obs mich da nochmal hinverschlaegt. beim anderen zwischenstop am "mossmann gorge", einem teil des daintree nationalparks, sind wir dann zum ersten mal im regenwald rumgestiefelt, an einem zu diesem zeitpunkt aufgrund des vielen regens recht reissenden fluss, der sich zwischen riesigen felsbrocken seinen weg bahnt und wie so ziemlich alles, was ich in diesen beiden tagen gesehen habe, einfach beeindruckend.

das cape tribulation ist einer der wenigen orte, an denen regenwald und meer direkt aufeinandertreffen. so haben wir uns dann die zeit, die wir dort verbracht haben mit umherspazieren und staunen in dieser erstaunlichen umgebung verbracht. untergebracht waren wir in einem hostel, direkt im regenwald. das heisst, wenn wir aus unserem bungalow raus sind, haben wir riesengrosse baeume und farne vor uns gesehen und waehrend wir abends vor dem bungalow gesessen haben, lauschten wir einer ganzen vielfalt an geraeuschen, dem zwitschern und schreien der voegel und fledermauese, dem vielfaeltigen quaken der froesche sowie einem sirren und summen, von dem ich keine ahnung habe, was es denn ganz genau war. hat sich ein bisschen angehoert, wie bei uns die grillen, aber ein ganzes stueck lauter. ausser spinnennetzten mit ganz schoen grossen spinnen, ein paar froeschen sowie verschiedenen arten von lizards haben wir diesemal nicht so viel an tieren gesehen. schwimmen war auch nicht drin, denn im meer befinden sich zu dieser zeit stingers (box jelli fish), der einen mit einem kurzen streifen seiner tentakel, die ganz schoen lang werden koennen, innerhalb von 10 minuten umbringen kann. wie meinte unser tourguide so schoen - wenn wir nur ein winziges stueckchen eines tentakels am kleinen zeh abbekommen, sollten wir uns beeilen, moeglichst schnell zum naechsten krankenhaus zu kommen, wenn wir allerdings einen meter lange tentakel abbekommen sollen, brauchen wir uns keine gedanken mehr zu machen, wie wir auf dem schnellsten weg ins krankenhaus kommen, denn dann haben wir 10 minuten zeit und einen qualvollen tod. das macht einem doch mut, nicht? naja, diese gefahr konnte man ganz einfach umgehen, indem man auf schwimmen im meer einfach vezichtet. aber unser tourguide hat noch mehr warnungen auf lager, insgesamt machte er uns nicht viele hoffnungen, ueberhaupt lebend wieder zurueck zu kommen, schien daran grossen spass zu haben und hat insgesamt immer wieder zur allgemeinen erheiterung beigetragen.

am zweiten tag wurden wir um 1.30 pm wieder abgeholt, mum und ich kamen gerade vom strand zurueck, tropfnass, denn wir sind 20 minuten durch einen regenguss gelaufen. die rueckfahrt wurde noch einmal unterbrochen durch eine flussfahrt auf dem daintree river, wo wir einige kleine krokodile gesehen haben so wie einem stopp, um daintree icecream zu essen. mitten im wald verkaufen die icecream. wahrscheinlich haelt da so ziemlich jeder an, der vorbeifaehrt.

und heute regnet es schon den ganzen tag. waltraud ist alleine auf einem tagestrip nach kurranda, der mir nicht so zugesagt hatte, so dass ich mich dann gegen 2 uhr mittags endlich doch entschlossen habe, trotz hartnaeckigem regen das hostel zu verlassen, um mit dem bus zum botanischen garten zu fahren. auf der suche nach der busstation bin ich dann erstmal in einer aboriginal art gallery haengengeblieben (ich besuche jede dieser artgallerien, die mir ueber den weg laufen). die meisten sind recht klein, und diese war ganz schoen gross, hat werke wohl ziemlich bekannter kuenstler und es hat mich wie jedesmal wieder ganz schoen fasziniert. ich hab ja generell keine ahnung von kunst, aber aboriginal art gefaellt mir echt gut.

und nach einer stunde im internetcafe werde ich jetzt wohl nicht mehr zum botanischen garten fahren, sondern mich mit kristin treffen, die ich vor 3 tagen in brisbane kennengelernt habe, um mir auf dem nightmarkt den bauch mit chinafood und sushi vollzuschlagen. sehr lecker und saubillig dort, kann ich nur empfehlen, fuer den fall, dass jemand mal hier durchkommen sollte... *LOL*