seit sonntag sind wir in brisbane. nicht in der city direkt sondern in einem netten hostel 50m vom meer (www.moretonbaylodge.com.au/) und einem garnicht so kleinen yachthafen entfernt. angekommen sind wir morgens um 7.25 uhr mit dem flugzeug. war eine kurze nacht zuvor, da ich am abend davor mit christian, einem netten deutschen, den ich in eva's getroffen habe, eigentlich zu lange auf der dachterasse gesessen habe, wenn man bedenkt, dass wir um 4.30 uhr morgens aufgestanden sind, um uns auf den weg zum flughafen zu machen.

als ich den flug gebucht habe, hab ich mich noch gewundert, dass rund 1000km nur 25 minuten dauern sollen. aber natuerlich habe ich mal wieder die zeitverschiebung nicht bedacht. um mal zusammenzufassen:

als ich nach darwin gekommen bin, war es in sydney einen halbe stunde spaeter als in darwin. mittlerweile ist es in sydney 1 1/2 stunden spaeter, weil new south wales daylightsavings hat und das northern territory, in welchem darwin sich befindet, eben nicht. in brisbane dagegen ist es allerdings wieder eine stunde frueher als in sydney, denn queensland hat kein daylightsaving. somit ist der zeitunterschied zwischen darwin und brisbane wiederum nur noch eine halbe stunde. nach deutschland duerften es jetzt 9 stunden zeitverschiebung sein, nachdem es bei meiner abreise erstmal 7 1/2 waren, dann nach der deutschen zeitumstellung 8 1/2 und von sydney aus 10. manchmal bringt mich das zu meinem sonst ueblichen ganz persoenlichen chaos noch zusaetzlich durcheinander.

na gut, dass nur mal so am rande - ich wollt's nur mal gesagt haben. brisbane selbst finde ich jetzt nicht so aufregend, wobei ich von der city selbst auch nicht viel gesehen habe. was nicht heissen soll, dass ich hier nicht trotzdem eine echt gute zeit habe (auch wenn ich mich damit eigentlich nur mal wieder wiederhole). am sonntag hat mum sich erstmal schlafen gelegt und ich bin waehrenddessen ueber den netten kleinen markt direkt am hafen langgeschlendert und hab ein paar wirklich nette dinge gefunden, die eigentlich garnicht mehr in meinen backpack passen, dessen gewicht sich von 14 kilo bei abreise auf 24 kilo erhoeht hat (hatte aber auch beim ersten flug die schweren dinge im handgepaeck...). und es ist immer wieder erstaunlich hier in australien, wie offen und freundlich die leute hier sind. ich bin eigentlich von keinem der staende, an denen ich mich umgeschaut habe, wegzukommen, ohne zumindest auf die uebliche frage "how're u goin'?" antworten zu muessen und 3 leuten zu erzaehlen, wo ich herkomme, was ich mache, wie lange ich schon hier bin, wo ich vorher war, etc. und das nicht, weil ich meinen redefluss nicht kontrollieren konnte, sondern, weil sie mich danach gefragt haben. es ist unglaublich mit wievielen leuten man hier nette gespraeche haben kann. egal ob es der busfahrer ist, die frau, die dir die postkarte gerade verkauft hat, ein man im rentenalter, der dir in den bluemountains ueber den weg laeuft und dir erklaert, warum es nicht ueberall neben den eukalyptusbaeumen nach eukalyptus riecht (naja, und noch einiges mehr. nach einer halben stunde, als er am philosophischen teil angelang war, wurde waltraud langsam ungeduldig *g*), der typ, der neben deinem hostel wohnt und gerade den briefkasten leert, als du an seinem haus vorbeilaeufst und so weiter und so weiter und so weiter...

den gestrigen tag haben wir in einem 4-wheeldrive auf moreton island verbracht, der drittgroessten sandinsel der welt. wunderwunderschoen, traumhafte sandstraende, regenwald, ein paar berge mit leuchtturm drauf, viel spass beim sandboarden, schwimmen im blaugruenlichem meereswasser mit nichts als feinem sand unter deinen fuessen, eine ganze menge infos und geschichten um die insel unseres tourguides und - ungluecklicherweise in der zweiten haelfte des tages leider ein schwacher, aber stetiger dauerregen. man soll's ja kaum glauben, ich bin in australien mitten im sommer und es regnet. nicht, dass ich davon nicht genug gehabt haette die letzten monate in darwin. naja, aber es hat sich trotzdem auf jeden fall gelohnt. abends bin ich dann mit dem zug in die city gefahren und habe mich mit enrico und kristin getroffen, die ich auf der tour kennengelernt habe, bisschen was getrunken und dann um kurz vor mitternacht mit dem letzten zug meine 40-minuetige heimfahrt zum hostel angetreten. auf dem hinweg hab ich es geschafft, irgendwie komplett in die falsche richtung zu laufen auf dem weg zu der bar, in der wir uns treffen wollten. komplett "lost". zu meiner entschuldigung koennte man jetzt sagen, dass ich a) nicht wusste, wo es war; b) keinen stadtplan hatte; c) mich 3 leute echt in die komplett gegengesetzte richtung geschickt haben und d) nicht mal mein handy mehr guthaben hatte, so dass ich enrico auch nicht mehr anrufen und nach dem weg fragen konnte. und es hat immer noch geregnet. das schlimme war, dass es im endeffekt genau 10 minuten von der railstation entfernt war und sich sogar in der gleichen strasse befand. nur bin ich halt die falsche richtung langgelaufen aus bereits genannten gruenden.

waltraud hat den heutigen tag in der stadt verbracht, waehrend ich segeln war. kostenlos, in diesem doch etwas schickeren yachtclub, an dem wir an einem abend vorbeigelaufen sind und vor einem geschlossenen tor gestanden haben. ich konnt's ja kaum glauben. wird von unserem hostel angeboten, jeden mittwoch fuer alle, die lust haben und im hostel wohnen. haette aber nicht erwartet, dass es dort stattfindet. ich bin dann mit 3 anderen maedels aus meinen hostel, 5 mitgliedern des yachtclubs und einem amerikaner auf einem segelboot fuer 3 stunden segeln umd diese ganzen kleinen inseln, die vom festland aus zu sehen sind, gelandet. sehr, sehr nett, muss ich schon sagen... :-)))

morgen frueh gehts dann in die tropische regenwaelder nach cairns weiter. diesmal zum glueck nicht ganz so frueh, flug geht um 11.35 uhr erst, ausschlafen :-))

cu from cairns then...