was fuer ein tag!!! heute haben wir with a little bit of cattle work begonnen. ca. 400 rinder mussten aus einem paddock, der mittlerweile an den meisten stellen unter wasser steht, in einen anderen paddock gebracht werden. bei dieser gelegenheit gehen sie den weg ueber die station, die bullen werden aussortiert, kastriert, bekommen die hoerner gestutzt und bekommen brandzeichen. heute morgen fixen wir erst einmal den reifen eines quadbikes (die reifen gehen in regelmaessigen abstaenden kaputt...), treiben dann die 13 pferde mit den quadbikes aus ihrem paddock in die staelle und fuettern sie. dave holt den pferdehaenger, stellt fest, dass die trennstange in der mitte fehlt und beauftragt jay, krissy und mich, sie zu suchen mit dem kommentar "kann irgendwo sein". wir suchen erfolglos, dave kommt nach einer halben stunde wieder und beginnt daraufhin aus metallrohren eine neue trennstange in den pferdehaenger zu schweissen. rob und kenny fahren im gelaendewagen mit stacheldraht und metallpfosten bewaffnet los, um an einer stelle des zaunes ein gatter zu reparieren. die rinder sollen aus dem ca. 30 km entfernten paddock ueber den laneway zur station gebracht werden. der laneway ist ein etwa 50 m breiter gang zwischen den paddocks, an beiden seiten eingezaeunt und durchzieht das gesamte gebiet der cattle station von nord nach sued. jay und krissy fahren mit den quadbikes und funkgeraeten ausgestattet los, um alle entsprechenden gatter, die aus dem laneway herausfuehren, zu schliessen. nachdem der haenger fahrbereit ist, verfrachten dave und ich unsere beiden pferde in dem haenger und fahren gegen 9.30 am los, die saettel auf der ladeflaeche des gelaendewagens, um die pferde so nah, wie wir mit dem auto durchkommen, zum "whitestone holding paddock" zu bringen, von wo aus die rinder zur station gebracht werden sollen. ein kleines stueck hinter der stelle, an der wir stoppen, ausladen und satteln, ist dave gestern mit seinem auto stecken geblieben und mit den kompletten reifen im schlammm versunken. das auto musste mit dem grossen, grossen traktor rausgezogen werden und wurde erstmal ein ganzes stueck einfach nur durch den schlamm geschleift, bevor es wieder festen grund unter den reifen hatte. aber mit dem pferd ist der weg kein problem. am white stone holding paddock treffen wir rob, kenny, ja und krissy wieder. ein helikopter fliegt ueber den rindern und ist dabei, diese aus dem paddock zum beginn des laneways zu treiben. von dort aus bringen dave, jay, krissy und ich die rinder zur station, der helikopter ist abrufbereit, fuer den fall, dass wir dessen hilfe noch einmal benoetigen. dave und ich reiten auf den pferden vor den rinder, sowie krissy auf dem quadbike. nebeneinander, so dass jeder von uns ein drittel des weges blockt, um die rinder daran zu hindern, auszubrechen und an uns vorbeizuziehen. jay ist mit dem quadbike hinter dem mob von etwa 400 rindern, treibt sie und schaut, dass keines verloren geht. die herde ist sehr unruhig und nervoes zu beginn, so dass der helikopter fuer die erste zeit ueber uns an der spitze fliegt, um die herde in schach zu halten. es regenet nicht, wie meistens am vormittag, ist aber auch nicht so heiss heute. durch den regen der nacht hat es auf etwa 30 grad abgekuehlt und es ist leicht bewoelkt - sehr angenehmes wetter heute. der laneway ist an manchen stellen schon sehr feucht, das wasser in den flussbetten, die wir kreuzen, ist an vielen stellen ueber das ufer gestiegen, aber nur eine stelle war wirklich tief, so dass die pferde bis zum bauch im wasser standen. als wir eine stelle des laneways erreiche, an der sich der laneway fuer einige kilometer wersentlich breiter ausdehnt, brechen die rinder aus. ein paar rinder entwischen uns und waehrend wir versuchen, sie zurueckzuholen, ziehen immer mehr rinder nach, so dass sie kurze zeit spaeter nicht mehr davon abzuhalten sind, an uns vorbeizuziehen. dave und krissy versuchen die ausbrechenden rinder auf der linken seite zurueckzubringen, so dass ich auf einmal alleine mitten in einem mob von vielen, vielen rindern, die an mir vorbeiziehen auf meinem pferd sitze, um dass sie aber einen grossen bogen machen. prinzipiell haben wir die rinder ja innerhalb dieses laneways, rechts und links stacheldrahtzauene, so dass sie in richtung station laufen und sich nicht verstreuen koennen. wenn diese rinder hier aber erstmal in bewegung sind und anfangen zu rennen, machen sie alles nieder, was ihnen in den weg kommt und sind auch durch stacheldrahtzaeune nicht davon abzuhalten. Insbesondere, wenn diese an einigen stellen schwachstellen haben... ich sehe den helikopter von der rechten seite kommen, in einem grossen bogen vor die rinder zu fliegen und von vorne auf diese zukommen. nachdem keiner mehr in meiner naehe ist, galoppiere ich links an der herde vorbei, um wieder vor die herde an die spitze zu kommen. nachdem der helikopter die herde gestoppt hat, ich mich vor der herde befinde, zieht er ab, ich reite alleine vor den rindern und hoffe nur, dass dave so schnell wie moeglich wieder auftaucht, was auch nach einer viertelstunde der fall ist. es macht riesigen spass die pferde hier zu reiten.

[fuer alle reiter eine kurze beschreibung: die meisten der pferde sind brumbys, wildpferde, die auf dem gelaende der station leben, eingefangen, gezaehmt und eingeritten wurden. und natuerlich im westernstil geritten werden mit australischen stocksaetteln, die sehr bequem sind :-) die beiden pferde, die ich bisher hatte, sind echt gut geritten und in den letzten wochen bin ich einige male mit dem pferd und dem 3 monate alten hund von fire ueber das gelaende der station gestreift. oder ich reite im yard, danach zum dam, um mit dem pferd eine runde zu schwimmen, was herrlich erfrischend ist. eines der pferde kann ich in meiner freizeit jederzeit reiten. somit habe ich in dieser hinsicht eine menge spass...]

der rest des weges setzt sich etwas ruhiger fort und gegen 13 uhr faengt es an, leicht zu regnen, wird mit der zeit aber staerker und wir sind nach kurzer zeit tropfnass. krissy ist waehrend des tumults mit den rindern zu weit hinten abgeblieben und bleibt deshalb mit jay hinter den rindern, um die herde nicht noch einmal aufzuscheuchen, so dass nur noch dave und ich vor den rindern reiten und die herde kontrollieren. aber auf dem rest des weges geht alles gut und einigen weiteren stunden erreichen wir die station und bringen die rinder in die cattle yards. machen eine kurze pause, bringen dann noch 8 grosse ballen heu in den rinderpaddock sowie ein verloren gegangenes kalb, dass rob und kenny auf dem weg zurueck aufgesammelt und auf der ladeflaeche des gelaendewagens heim transportiert haben. und dann ist auch schon zeit fuer feierabend.

so wie heute sieht natuerlich nicht jeder tag aus, nur um das mal anzumerken... manchmal ist es einfach nur harte arbeit, in den ersten wochen war es meist "fencing", d.h. stacheldrahtzauene komplett erneuern. oder alles moegliche andere, was so zu tun ist, wie alles moegliche, was dauernd kaputt geht an fahrzeugen reparieren, schlachten und fleisch zu steaks oder hackfleisch verarbeiten, leitungen reparieren, und vieles mehr.

 

... to be continued...