Mein damals bei Flickr veröffentlichtes Fotos eines im Stadtwald liegenden Jägerstandes bewog die kreativen Zuschauer zu manchem lustigen Kommentar. Einen Auszug dieser geistigen Ergüsse möchte ich hier nicht missen.




Hubertus Jagmann beschrieb die Vorfälle des Morgens so:

"Da bin ich auf meiner Lausche gesessen und auf einmal kam vom Feld her eine Wildsaun gerannt, die war so groß wie, wie, na wie ein Ochse. Die war bestimmt genmanipuliert, oder so. Glaubt mers! Ich schwörs euch! Die ist einfach durch meinen Stand gerannt ..." ???

Wer kennt die wahre Geschichte?


Dies war der ursprüngliche Beitrag. Es folgen die lustigsten Kommentare:

neunzehn [deleted] says:

Lüge: Hilde J., seine bessere Hälfte, hatte genug vom ewigen Ansitzen des Göttergatten und der dadurch bedingten Vernachlässigung der ehelichen Pflichten, nahm kurzerhand am Sonntagmorgen die Kettensäge, folgte ihm in den Wald und zerlegte seinen Hochsitz in 3,5 Minuten. Wenn er sich nicht trotz seines "leichten Übergewichtes" in der Spitze der jungen Buche festgehalten hätte, wer weiß, vielleicht hätte sie dann auch ihn zerlegt. > Jetzt müsste die Kamera nach oben schwenken und ihn zeigen, wie er mit seinem nicht mehr ganz weißen Taschentuch winkt...<

rasch2000 says:

Ach was: Hubertus hatte nur vergessen, wie der Jägerzaun zusammengesetzt werden musste´... Da erfand er eine Entschuldigung...

Tante Käthe says:

Quark:
Das war ein Meteoriteneinschlag!
Man sieht doch noch die Brekzien, die da runtergekommen sind! -- Konnte Jagmann gerettet werden? Oder liegt er zerschmolzen darunter?

A>&<D says:

Ich gebs ja zu, ich wars.
Ich hab diesem waffenstarrenden und senilen Trophäenjäger den Garaus gemacht. Warum? Weil die (meisten) deutschen Jäger versagt haben. Statt ihre Arbeit zu tun - Bambis töten - gieren sie nach dem schönsten Hirschgeweih. Und damit es ja nicht der Nachbar abschießt wird das Viehzeug über den Winter gefüttert (weil die armen Rehe zu doof sind, im Winter Futter zu finden) und so ins eigene Revier gelockt. Die Bestände sind derart hochgefüttert viel zu groß geworden und fressen den ganzen Wald kaputt. Und was fressen sie am liebsten? Die jungen nachwachsenden Laubbäume. Ohne Laubbäume gibt es aber keine stabilen Mischwälder und alles bleibt beim Alten und das Alte ist schlecht. Das Alte, das sind naturfremde Naderwaldmonokulturen, die keinem Sturm standhalten, die besonders brandanfällig sind und eine Brutstätte für den Borkenkäfer.
Und was machen die grüngerockten Waffennarren? Die beteuern, alles für den Wald zu tun, obwohl sie den ganzen Tag vom Neunender träumen.
Ja, ich wars. Ich bin hingerannt, hab unseren Schlachtruf ("Lieber ein Hirschgeweih überm Arsch als überm Bett von Muddi") gegrölt, hab Waldi an den Landrover gefesselt, hab vorwurfsvoll mit einer angefressenen Jungbuche gewedelt, den Försterstand eingetreten und mit Hubertus zur Strafe eine Runde Jägermikado gespielt - die alte Sau.
Und das ist mir Ernst!

Tante Käthe says:

Wie geht "Jägermikado" ?


Tante Käthe, gespannt lauschend.
:-)

A>&<D says:

Jägermikado ist zugegeben etwas blutrünstig, aber ok, die alten Herren sind halt so martialisch drauf.
Um zu verhindern, das die Kollegen aus der Jagdgenossenschaft den stolzen 14jährigen Zwölfender abballern, tritt man sich gegenseitig heimlich den Försterstand ein, vergiftet die Dackel, manipuliert die Autos. Das sorgt immer heftig für Zoff und regelmäßig fordert man sich zur Satisfaktion auf.
Die Jäger bringen bei dieser Gelegenheit ihre vielen Flinten und Doppellader mit und stellen sich im Kreis auf. Dann werden die Gewehre am Abzug durch einen Strick miteinander verknotet. Die derart heimtückisch verbundenen und mit reichlich Schrot geladenen Flinten legt man nun sehr vorsichtig auf einen Haufen (das machen meist Jungjäger).
Der Reihe nach versucht nun ein Jäger nach dem anderen wahllos eine Flinte anzuheben, ohne das die anderen wackeln und vor allem, ohne, dass sich ein Schuss löst - was faktisch unmöglich ist. Wer am Ende übrig bleibt kriegt den Hirsch und den Rest holt Margot M., die Chefin der örtliche Schulkantine ab, für ihr berühmtes Hubertusschnitzel.
Jägermikado sollte man nicht mit Forstarbeiternikado verwechseln. Dazu wird ein Hektar Fichte kahlgeschlagen und aufgetürmt und dann ganz klassisch mit der Erntemaschine Stamm für Stamm aufgehoben. Bei wem der Haufen wackelt, der muss den nächsten Kasten Bier bezahlen.

A>&<D says:

Und so muss man sich Jägermikado praktisch vorstellen...