In aller Hergottsfrühe aus den Federn und die Sachen zum Mitnehmen bereit gemacht, denn um 7 Uhr müssen wir schon los in Richtung Westanleger, dort wird die Rungholt erwartet, es ist Langer Tag.

Das bedeutet, dass Hochwasser sowohl früh morgens als auch abends stattfindet, und damit für die Gröber die Möglichkeit besteht, morgens mit dem Schiff zum Festland und abends wieder zurück zu kommen. Da Hallig Gröde nur um die Hochwasserzeit herum von Schiffen angefahren werden kann, ist das von besonderer Bedeutung für ansonsten ganz normale Dinge wie Friseur- und Zahnarztbesuche.

Wir nutzen die Gelegenheit für einen kleinen Ausflug, zunächst nach Niebüll zum Frühstücken und Einkaufen, danach zur Nolde Stiftung in Seebüll. Beeindruckend, Emil Noldes Bilder und die Lebensgeschichte von Emil und Ada Nolde. Wie war so schön in der Ausstellung sinngemäß zu lesen: „Dass der Maler auch im Alter von 60 Jahren noch umstritten war, zeichnet ihn besonders aus.“

Das Anwesen mit dem Emil-und-Ada-Nolde-Haus und dem wundervoll angelegten Garten ist jedenfalls völlig unumstritten ein Kleinod.