Nachdem es am Vorabend bereits recht stürmisch war, braust die ganze Nacht ein Orkan ums Haus. Schon ziemlich unheimlich, wenn nur die Sturmgeräusche zu hören sind und in der pechschwarzen Nacht kaum zu erkennen ist, was sich so tut.

Im Morgengrauen zeigt sich dann wie erwartet die Hallig unter Wasser, diesmal sind auch die Flächen im Westen überflutet, nur im Süden schauen noch ein paar Grasinseln aus dem Wasser. Es ist weiterhin sehr stürmisch, der Regen kommt waagerecht, direkt gegen den Wind ist kaum anzukommen.

Aber hier wird kein Material geschont, eine nasse Tour rund um den Ringdeich, Reiners Schafe im Windschatten des Ringdeichs bilden ein dankbares Motiv. Da der Wasserpegel bereits schnell wieder sinkt, ist es kurze Zeit später möglich, an der Kirchwarft über die kleine Brücke in Richtung Süden aufs Land heraus zu gelangen. Mit Sturm und Regen macht das aber nicht lange Spaß.

Gegen Mittag hört der Sturm auf, etwas später auch der Regen. Jetzt am Abend sieht der Himmel sogar weiß-grau-blau-türkis gestreift regelrecht freundlich aus und der Tag verabschiedet sich etwas später mit einem bis jetzt vermissten, farbenprächtigen Sonnenuntergang.