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mj's ipernity blog

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August 16, 2009

Gröde 2009 - Ende der Ferien

Diesig ist der letzte Morgen, die Sonne scheint milchig trübe durch den Dunst und die Warften auf Langeneß sind nur schemenhaft am Horizont auszumachen. Der kräftige Südwestwind bemüht sich redlich, den Dunst beiseite zu schieben, aber es bleibt die melancholisch vorherbstliche Stimmung der Halliglandschaft.

Bis zum nächsten Jahr.

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August 14, 2009

Gröde 2009 - Lämmertransport, ein letzter Ferientag



Und so geht es am Donnerstag weiter, erst am späten Nachmittag ist wieder etwas „Action“ auf der Hallig angesagt, der Abtransport der diesjährigen Lämmer zum Festland.

Vielleicht ist der 13. als Tag ganz passend, wenn über 50 „süße Wollknäuel“ ihre letzte Reise antreten, um wenig später als Lammbraten zu enden. Die Verladung auf das Achterdeck der Seeadler gestaltet sich am Westanleger wegen Wind und Wellen etwas abenteuerlich, aber letztlich sind alle, Mensch und Schaf, wohlbehalten an Bord.

Der Freitag, unser letzter kompletter Ferientag auf Gröde, will da natürlich auch nicht zurückstehen und bietet noch einmal feinstes Nordseewetter, weiße Wölkchen am blauen Himmel bei leichtem Wind. Also Zeit für ausgedehnte Spaziergänge am Meer, um den Schiffen und Segelbooten, den Austernfischern und einem dagebliebenen Paar Ringelgänse einfach nur zuzuschauen.



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August 12, 2009

Gröde 2009 - Zu Fuß nach Schlüttsiel, im Globus, Wolkenlandschaften

Am Montag haben wir es – schon länger geplant – den Wattwanderern gleichgetan, in umgekehrter Richtung. Mit dem Trecker-Taxi raus nach Appelland, einigermaßen mühsam durch den weichen Schlick im Vorfeld der Lahnungen raus aufs Watt und dann zum Festland. Das ist mit viel Trödelei in zwei Stunden gut geschafft, sodass wir mittags wieder mit der Rungholt nach Gröde zurück können.

Draußen im Watt ergibt sich von der Festlandseite eine schöne Sicht auf Gröde und Habel, ganz anders und viel größer wirken die Inselchen bei Niedrigwasser. Und wie draußen auf der Sandbank macht es eine Menge Spaß, mitten „im Meer“ herumzulaufen.

Nass beginnt der zweite lange Tag und fast wären wir versucht bei prasselndem Regen am Fenster im Bett zu bleiben. Aber nach wechselnden, teils heftigen Schauern, ist es dann angekommen in Schleswig ein sehr freundlicher Tag.

Erstes Ziel ist der begehbare Globus im Landesmuseum Schloss Gottorf, ein Nachbau des Originals aus dem 17. Jahrhundert. Die imposante Erdkugel hat etwas über 3 m Durchmesser und erfüllt eine doppelte Funktion: das Äußere als Darstellung der Erde auf dem Stand der Zeit, das Innere als Darstellung des Sternenhimmels, quasi ein kleines Planetarium. Ursprünglich angetrieben durch Wasserkraft, mittlerweile elektrisch, sieht man außen die Rotation der Erde, innen wie die Sternbilder im Verlauf des Tages über den Himmel wandern.

Interessante Details der damaligen Weltsicht: der Nullmeridian geht noch durch Paris, Kalifornien ist eine Insel und in Deutschland findet man Trier, aber nicht Köln!

Der schmucke Barockgarten, in dem sich das Globushaus befindet, ist ebenfalls ein „Nachbau“, die ursprüngliche Anlage hat die Zeit nicht überdauert. Ansonsten hat Schloss Gottorf einiges zu bieten, insbesondere moderne Kunst ist in den Ausstellungsräumen und verteilt im Gelände zu sehen.

Ganz Nordsee-typisch ist der folgende Tag, pittoreske Wolkenformationen fegen bei Sonne, blauem Himmel und Westwind über die Hallig und auch ein kräftiger Regenschauer darf nicht fehlen. Zeit für weitere Panoramen und die Jagd nach dem Foto der ultimativen Wolkenlandschaft.



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August 9, 2009

Gröde 2009 - Immer noch Sommer, Paul, Wattwanderer

Der geneigte Leser wird vermuten, dass es auch am nächsten Tag so weitergeht. Ja, wieder Sommer, Sonne, Sandbank.

Insofern ist es Tags drauf fast schon willkommen, dass der Tag mal grau in grau startet. Eine Touristenhorde zur Mittagszeit hat das besondere Pech, auch noch Regen als besondere Zugabe des Gröde-Aufenthalts zu bekommen. Und so sieht man tatsächlich Leute mit Regenschirm über die Warft ziehen, was in all den Jahren auch noch nicht vorgekommen ist.

Kleine Attraktion am Rande ist Paul(chen), das gar nicht mehr kleine hochgepäppelte Brandenten-Küken-Waise. Wahrscheinlich die meist fotografierte Brandente in ganz Nordfriesland, die beim abendlichen Klönschnack vorm Postamt wie selbstverständlich mit dabei liegt und weder vor großen Hunden noch Kameras in 5 cm Abstand irgendwelchen Respekt zeigt. Wobei zu klären wäre, ob nun Paul oder Pauline.

Wunderbar ruhig und grau in grau könnte auch der nächste Tag laufen. Das wird allerdings nichts, denn zur Mittagszeit kommen zwei große Gruppen mit Wattwanderern, insgesamt über 100 Leute, vom Festland her nach Gröde, um nach Kaffee und Kuchen mit dem Schiff zurück nach Schlüttsiel zu fahren. Zusammen mit den normalen Tagestouristen herrscht Trubel auf der Knudswarft.

Interessant bei der Ankunft des Trecks auf Appelland ist, dass man schon lange leises menschliches Stimmengewirr übers Watt hören kann, bevor die Wattwanderer in Sicht kommen. Ankunft standesgemäß mit leichtem Regen, und tatsächlich war auch jemand mit Regenschirm im Watt unterwegs.



Published at 19:19 ( 0 comments / 57 visits )
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August 6, 2009

Gröde 2009 - Sommer, Sonne, Mondfinsternis

Weiterhin Sommer, Sonne, Meer. Wieder bestes Badewetter. Und wieder – aber nur zwei – Ausflugsschiffe mit Tagestouristen. Der Abend und die blaue Stunde gehören wie gestern der Sandbank. Im Norden also nichts Neues.

In der Nacht klingelt mehrfach der Wecker, folgt doch zwei Wochen später auf eine Sonnenfinsternis eine Mondfinsternis. Leider in der Minimalvariante, als Halbschattenfinsternis und dann auch nur partiell, der Mond befindet sich zum Maximum gerade mal 40 % im Halbschatten der Erde. Mit bloßem Auge oder durch den Sucher ist auch bei Maximum um 2:39 Uhr kein Helligkeitsunterschied zum unverfinsterten Vollmond auszumachen. Erst der direkte Vergleich der sorgsam in Weißabgleich und Helligkeit angeglichenen Fotos zeigt, dass der südliche Teil des Mondes rund um Tycho tatsächlich etwas dunkler geworden ist.

Siehe http://eclipse.gsfc.nasa.gov/LEplot/LEplot2001/LE2009Aug06N.pdf

Faulenzen ist am nächsten Tag angesagt, nachts alle anderthalb Stunden aufzustehen ist schließlich nicht unbedingt Erholungsurlaub. Sommer, Sonne, blauer Himmel, Baden in der Nordsee, hatten wir das schon?

Richtige Aktivitäten entfalten wir dann erst wieder am Abend, natürlich raus auf die Sandbank, ist es doch des beste Teil des Gröde-Urlaubs, bei geeigneten Niedrigwasserzeiten und Wasserständen nach Sonnenuntergang draußen im Watt zu sein.



Published at 21:32 ( 0 comments / 59 visits )
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August 4, 2009

Gröde 2009 - Grau in grau, weiß und blau, doch noch ein Badetag

Grau in grau der nächste Tag. Genau genommen nicht ganz grau, leichte Variationen im mittelgrau in Richtung eines etwas-heller-aprikot-grau lassen Hoffnung keimen, nur um dann doch wieder in etwas-dunkler-es-regnet-grau zu enden. Zeit zum Lesen und Bilder am Laptop sortieren.

Bei Niedrigwasser Hochbetrieb im Watt, Bernstein-suchende Feriengäste aus Haus 1 treffen auf Wurm-ausgrabende Feriengäste aus Haus 2. Und andere Feriengäste aus Haus 1 gestalten den Ringdeich um die Knudswarft mit Rasenmäher und Schriftzug „Hallig Gröde“, die Ufos können kommen.

Etwas Sonne zeigt sich zum Abend in einer Wolkenlücke und schließlich endet der Tag mit einem fulminanten, feuerroten Abendhimmel, was ein wenig mit dem grauen Tag versöhnt.

Die nächste Woche beginnt wieder im Morgengrauen, allerdings stellt sich die Frage, ob der Verfasser angesichts der Blessuren an Knie und Ausrüstung wirklich schlaftrunken um fünf Uhr über die Hallig stapfen sollte.

Während des gesamt restlichen Tages gibt es den perfekten fotogenen Mix aus blauem Himmel, Wolken und Sonnenschein. Über die Hallig verteilt entstehen eine Reihe von weiteren 360°-Panoramen. Zur Mittagszeit reger Besucherverkehr, Hochwasser um 13 Uhr lockt vier Ausflugsschiffe an.

Muss man noch erwähnen, dass der Abend natürlich wieder mit einem dieser inflationär kitschigen Sonnenuntergänge endet? Am besten eingenommen mit einer Buddel Flens in gemütlicher Runde vorm Bürgermeisteramt.

Fortsetzung folgt am nächsten Tag, Sonne pur am strahlend blauen Himmel, Massen von Tagestouristen, sogar die Adler-Express legt an der Westbrücke an, so voll haben wir es auf unserem Inselchen noch nie vorgefunden. Und wer die kalte Nordsee nicht scheut, kann mittags bei Flut an der Badestelle ein paar Runden drehen, die Strömung ist allerdings nicht ganz ohne.

Am Abend fällt wieder die Sandbank bei Niedrigwasser trocken, völlige Windstille und tiefer Wasserstand ermöglichen es, bis eine Stunde nach Niedrigwasser zum Sonnenuntergang im Watt zu bleiben. Das Farbenspiel am und im Wasser begeistert und muss natürlich fotografisch festgehalten werden, ein tief sitzender Reflex sozusagen.



Published at 23:00 ( 0 comments / 45 visits )
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August 1st, 2009

Gröde 2009 - Sturm, ein letzter Juli- und kein Badetag

Eine „steife Brise“ weht schon am Morgen über die Hallig, ja die ganze Nordsee. Windstärke 9 ist angesagt. Wolken, Regen, Sonnenschein jagen einander in rascher Folge und wenn man nicht aufpasst, kann man heute so richtig patschnass werden.

Der spätere Nachmittag bringt Besuch von der Hauke Haien, die eine Gruppe Tagestouristen gerade rechtzeitig zum Ende eines Regenschauers am Westanleger absetzt. Die Rungholt ist heute gar nicht unterwegs, ab Windstärke 7 wird es für das kleine Schiff vor Gröde schwierig und so ist auch der für heute avisierte Ausflug nach Amrum ausgefallen.

Nach heftigem Regen in der Nacht wird der letzte Tag im Juli dem Sommermonat wieder gerecht, Sonnenschein und Schönwetterwolken bis Sonnenuntergang. Der Wind hat sich gelegt, aber das Meer zeigt immer noch kleine Schaumkronen, sodass die Rungholt mit den Ausflüglern zur Mittagszeit diesmal am Ostanleger festmacht.

Ein wunderbarer Tag, um am Meer zu sitzen und die Austernfischer bei ihrem geschäftigen Treiben im Watt zu beobachten. Oder um nach genug fotografierten Vögeln und lila Farbtupfern einfach in der Sonne zu liegen.

Zum Start in den August zeigt sich eine wunderbare Morgendämmerung über dem „Tief“, dem großen Baggerloch östlich der Knudswarft. Klar, dass das und der Halligflieder im sanften Morgenlicht fotografisch festgehalten werden muss.

Mit dem im Wetterbericht versprochenen Badewetter ist es allerdings im Laufe des Tages nicht weit her. Okay, zumindest am Nachmittag scheint die Sonne durchgehend, aber richtig warm ist es nur im Pullover. Sommerfrische mit Betonung auf Frische.

Published at 19:20 ( 0 comments / 64 visits )
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July 29, 2009

Gröde 2009 - Erste Tage

Das verflixte siebte Jahr auf Hallig Gröde beginnt wie fast immer am Sonntag Morgen, diesmal nicht ganz so früh, da wir erst um 14 Uhr in Schlüttsiel ablegen. Auf der Rungholt wird es ziemlich voll, da das schöne Wetter nicht nur die Feriengäste, sondern auch jede Menge Tagestouristen auf die Hallig lockt.

So sind wir wieder angekommen, auf 277 ha Marschland im Meer, lassen uns in bei einem ersten Rundgang noch die Salzluft um die Nase wehen, wundern uns über eine rempelnde Schafhorde und beschließen den Tag recht früh.

Am nächsten Morgen macht der Wecker um fünf Uhr auf den anstehenden Sonnenaufgang aufmerksam, aber durch die dichte Bewölkung ist keine Morgenröte zu entdecken und damit entfällt die Motivation, sich aus dem Bett zu quälen.

Gen Mittag bei Niedrigwasser geht es wieder raus aufs Watt. Das Wasser fällt jetzt niedrig genug und man kann ca. eine Stunde vor Niedrigwasser auf die große Sandbank im Süden von Hallig Gröde raus, muss sich dann beeilen, denn eine halbe Stunde nach Niedrigwasser kommt man noch so gerade eben ans Halligufer trockenen Fußes bzw. Gummistiefels zurück.

Die weite Sicht übers Meer nutze ich für ein paar 360-Grad-Panoramen, Nodalpunkt-korrekt mit dem neu erworbenen Einstellschlitten.

Regelrechter Urlaubsstress dann am nächsten Tag, ist doch bereits an diesem Dienstag „Langer Tag“ und damit die Gelegenheit für einen Ausflug ans Festland, morgens hin und abends zurück mit der Rungholt.

Wir nutzen die Gelegenheit für Frühstück und einen Einkaufsbummel in Niebüll. Es folgt eine kleine Tour nach Klanxbüll zum Hindenburgdamm, der Bahnstrecke, die die Insel Sylt mit dem Festland verbindet. Die Idee, hier mal „kurz“ bis ans Meer zu laufen, entpuppt sich als längerer Fußmarsch, auch nach über 3 km in der Mittagssonne ist die „Wasserkante“ noch nicht erreicht. Das Deichvorland zieht sich und in der flachen Landschaft unterschätzt man Entfernungen ganz massiv.

Auf dem Rückweg noch ein Abstecher zu Monis neuem Haus in Fahrestoft zum Kaffeetrinken, retour zur Rungholt und zurück aufs Inselchen. Der wunderbare Sommertag verabschiedet sich mit einem adäquat prächtigen Sonnenuntergang.

Wieder klingelt der Wecker um fünf Uhr am nächsten Tag, die Morgenröte schafft es dann doch, den Verfasser dieser Zeilen zum Aufstehen zu bewegen. Und tatsächlich schiebt sich die Sonnenscheibe über den Horizont, allerdings nur, um kurz danach wieder in den Wolken zu verschwinden. Das Licht ist trotzdem genau richtig, um das Meer von lila Halligflieder nördlich der Knudswarft in Szene zu setzen.

Zur Mittagszeit nehmen die Bernsteinsucher unter uns wieder ihr mühsames Geschäft auf, ich nutze die Gelegenheit für ein paar Vogelaufnahmen und Teleimpressionen der Hallig.

Am Nachmittag sind wir zu Klaus Geburtstag – gefeiert wird traditionell im „Schuppen“ - eingeladen, und wieder ist ein Tag auf „Was um alles in der Welt macht Ihr denn den ganzen Tag da?“ vorbei.

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July 25, 2009

China 2009 - Nachlese

Wenn es um Jahrhundertereignisse geht, scheint die Beobachtung von Sonnenfinsternissen beim Autor dieser Zeilen vom Pech verfolgt, wie schon 1999 so nun auch 2009. Ein gewisser Ausgleich ist, dass wir die Sofi am 1. August 2008 unter so perfekten Randbedingungen beobachten und fotografieren konnten. Und so rückt die nächste totale Sonnenfinsternis in den Fokus, am 11. Juli 2010 auf der Osterinsel ist bei den Kosten eher etwas für Hardcore-Sonnenfinsternisjäger, aber am 13. November 2012 in Australien sind wir bestimmt wieder mit dabei.

Im Folgenden eine kleine Zusammenstellung von Links zu Bildern anderer Beobachter der Sofi 2009 in China.

http://s10.photobucket.com/albums/a120/alsonwong/China%202009/

http://i307.photobucket.com/albums/nn291/rstephens_91737/2009-07%20China/2009-07-22TSE30D18.jpg

http://i307.photobucket.com/albums/nn291/rstephens_91737/2009-07%20China/2009-07-22TSE30D16.jpg

http://spaceweather.com/submissions/large_image_popup.php?image_name=TunAs-Tezel-SE2009_1248253537.jpg

http://s10.photobucket.com/albums/a120/alsonwong/China%202009/?action=view&current=DSC_2715And11more1000.jpg

http://fotoalbum.web.de/gast/schoppy/SolarEclipse20090722

http://tierneylab.blogs.nytimes.com/2009/07/21/the-eclipse-chaser-first-contact/

http://www.spaceweather.com/eclipses/gallery_22jul09.htm

http://www.flickr.com/groups/973229@N24/pool/

http://www.flickr.com/groups/solar-eclipse-22-july-2009/pool/

http://www.flickr.com/groups/solar_eclipse/pool/

http://www.ipernity.com/group/eclipse/doc/

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July 24, 2009

China 2009 - Tag 6 - Rückreise

Mit einem gemütlichen Frühstück beginnt der letzte Tag in China. Nach dem Trubel am 22. sind wir jetzt fast die einzigen Europäer im Hotel. Dass es trotz leichter hoher Bewölkung jetzt relativ sonnig aussieht, ist verglichen mit dem Vortrag wieder frustrierend.

Na ja, was soll es, letzte Sachen werden gepackt und dann geht es retour zum internationalen Flughafen von Shanghai. Am Flughafen treffen wir auf Jörg und Nicole, die im Seagull Hotel Jinshan auch nicht mehr Glück hatten. Jörg (solar eclipse chaser extraordinaire ;-) hat bei der Sicherheitskontrolle größere Probleme mit einer Batterie, die nach längerer Diskussion in China bleiben muss.

Über eine Stunde verspätet geht es auf den Weg zurück über Frankfurt, in einer 747 älteren Datums mit katastrophal geringem Sitzabstand in der Holzbankklasse. Während des Fluges boten die gewaltige Ausdehnung der Wüste Gobi und später die Donnerköpfe der Gewitter über Polen einen imposanten Anblick.

In Frankfurt trennen sich die Wege. Michael weiter nach Hannover, wir mit der Bahn nach Köln. Nach über 19 Stunden Reise kommen wir ziemlich erledigt in den heimischen Gefilden an.

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July 22, 2009

China 2009 - Tag 5 - Finsternis

Der nächste Tag beginnt zeitig, um schon um 5 Uhr morgens die aktuellen Satellitenbilder zu sichten. Leider ist das Bild für die möglichen Standorte südlich von Shanghai ziemlich uneinheitlich, die Wolkenformationen haben sich über Nacht ständig verändert, bessere Gebiete als Jinshan lassen sich hier nicht ausmachen.

Nach einem zeitigen Frühstück keine Veränderung, eine wabernde Wolkensuppe. Wir entscheiden, dass es keinen Sinn macht, weiter in Richtung Hangzhou nach Süden zu fahren.

Und als sich trotz starkem Dunst die Sonne in ersten Wolkenlücken zeigt, machen wir uns berechtigte Hoffnung, doch den einen oder anderen Blick während der partiellen und totalen Phase ergattern zu können.

Die erste Idee eines Aufbaus auf einem der Balkone geben wir wieder auf, weil die Sonne am Ende der Sofi doch recht hoch stehen wird. Also raus zusammen mit den anderen Sonnenfinsternishungrigen in den kleinen Park vor unserem Hotel. Extrem schwül, mit noch mehr Luftfeuchtigkeit durch einen Teich, aber in direkter Reichweite. Unser Aufbau mit zwei Stativen, Michaels Montierung mit zwei Teleskopen, meinem bewährten 300 mm + 1.4x Extender Tele, unseren beiden 40D samt zwei Laptops zur Steuerung mit Eclipse Orchestrator, der ganzen Verkabelung und weiteren Kameras sorgt schon für Aufsehen.

Zunächst zeigt sich die Sonne öfter in Wolkenlücken und die partielle Phase beginnt um 0:23 UT, 8:23 Ortszeit. Aufnahmen sind problematisch, da ohne Filter die Sonne zu hell, der normale Foliensonnenfilter aber zu dunkel ist. Eine vernünftige Aufnahme gelingt schließlich ohne Filter, mit ISO 100, Blende 8 und 1/8000 s. Und das Belichtungsprogramm während der partiellen Phase ist natürlich Makulatur, es gilt manuell die Wolkenlücken zu erwischen.

Ab ca. 25 % Bedeckung macht sich die Sonne sich rar und Wolkenlücken tauchen kaum noch auf, erst später noch einmal für eine schmale Sichel. Umso größerer Beliebheit erfreut sich die simulierte Darstellung von Eclipse Orchestrator, können sich doch so Besucher und Einheimische ein Bild davon machen, was hinter den Wolken passiert.

Während der partiellen Phase kühlt es deutlich ab und wird schließlich von der Temperaturlage regelrecht angenehm. Einige Minuten vor Totalität fängt es dann aber an zu regnen! Deja vu von 1999? Aber glücklicherweise hört der Schauer nach kurzer Zeit wieder auf.

Dann wird es schneller dunkler und dunkler. Um 1:36 UT, 9:36 Ortszeit beginnt die Totalität. Aber kein Diamantring, kein Perlschnureffekt, keine Korona, die Sonne ist unsichtbar hinter den dichten Wolken.

Die Dunkelheit wird stärker, aber keine Wolkenlücke in Sicht. Zur Mitte der Finsternis um 1:39 UT, 9:39 Ortszeit ist es stockfinster, viel dunkler, als ich es von vergangenen Finsternissen in Erinnerung habe. Im weiteren Verlauf zeigt sich in Richtung Süden ein rötlicher Schein am dunklen Himmel, aber keinerlei Wolkenlücken für einen Blick auf die Korona.

Schließlich wird es wieder erst langsam, dann schlagartig heller, als um 1:42 UT, 9:42 Ortszeit das Licht wieder eingeschaltet wird. Dauer der Totalität an unserem Standort war 5:50 min. Weitere Wolkenlücken? Fehlanzeige.

Wir warten noch ein Weilchen, vielleicht lässt sich durch eine Wolkenlücke eine hübsche partielle Sichel fotografieren. Doch dann fängt es wieder an zu regnen und einige Minuten später schüttet es regelrecht. Die Gewitterfront hat uns erreicht, also kam die Abkühlung nicht nur durch die Finsternis, sondern auch durch das aufziehende Gewitter. Unter größter Mühe, mit Hilfe anderer Sonnenfinsternisgucker und des Hotelpersonal schaffen wir es, die Gerätschaften mit Regenschirmen und einer Mülltüte zu schützen und dann im Sprint in die Hotellobby zu bringen. Patschnass werden wir dabei, die dabei absolvierten Stunts dürften sich in dem einen oder anderen Erinnerungsfoto wiederfinden.

Das war es dann mit der Finsternisbeobachtung, zunächst einmal ist eine heiße Dusche das wichtigste. Vom Balkon des Zimmer noch einmal einen Blick auf dunkelgrauen Wolkenhimmel, Lücken wird es hier nicht mehr geben. Um 3:01 UT, 11:01 Ortszeit ist hinter den Wolken das Ende der Sonnenfinsternis erreicht, der Drache hat die Sonne wieder ganz freigegeben.

Frustrierend ist es schon, dass so wenig zu sehen war. Deja vu von 1999? Definitiv.

Das Mittagessen findet in einem lokalen chinesischen Restaurant ca. 20 Busminuten von unserem Hotel entfernt statt. Das Arrangement kennen wir bereits von früheren Touren mit Eclipse-Reisen, lecker und essbar, aber eher in der Kategorie günstig einsortiert. Zurück im Hotel, sind wir ziemlich froh, dass unsere Kurzreise keine mörderischen Bustouren beinhaltet.

Bilder des Finsternistages wollen jetzt versorgt werden und das kleine, mit meiner LX3 aufgenommene Video von 10 min um die Totalität herum entpuppt sich als Kleinod, zum einen weil hier die tiefe Dunkelheit wirklich gut sichtbar wird und zum anderen durch die Tonspur.

Ende des Abends im Hotelrestaurant und der Hotelbar, nicht ohne zwischendrin noch eine Panoramaaufnahme des uns umgebenden Chemieparks zur blauen Stunde zu machen.

Fazit? Mist. Andere Gruppen im für uns kurzfristig unerreichbaren Wuhan, aber auch in Hangzhou und sogar Wuzhen hatten mehr Glück und passende Wolkenlücken zur Totalität.

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July 21, 2009

China 2009 - Tag 4 – Das Wetter

Am Morgen geht es raus aus Shanghai, trotz einiger Staus sind wir relativ schnell über die Autobahn A4 gegen Mittag in Jinshan angelangt. Zunächst alles noch bei bestem Wetter, zumindest die allgemeinen Wettervorhersagen mit Regen bereits zum Mittag scheinen sich nicht ganz zu bestätigen.

Im Ramada Sino Bay Hotel gilt der erste Blick zunächst den Wetterprognosen im Internet, etwas Hoffnung keimt auf, da sich die Wahrscheinlichkeit für den Finsternistag etwas verschieben und Regen nicht mehr ganz bei 100 % liegt. Das Satellitenbild zeigt einen Wolkenstreifen, der sich mittlerweile über Jinshanwei breit gemacht hat, aber auch ziemliche Dynamik und große Lücken, vielleicht klappt es mit etwas Glück morgen ja doch.

Für den Fall der Fälle organisieren wir uns einen Wagen mit Fahrer, um mobil zu sein und ggf. örtlich ausweichen zu können, falls auf den Satellitenbildern morgen früh bessere Aussichten nördlich oder südlich zu erkennen sind.

Zum Abendessen werden wir vom Reiseveranstalter in ein anderes Hotel verfrachtet, warum auch immer. Aber wie der Zufall es will, treffen wir dort Jörg und Nicole, die Sonnenfinsterniswelt ist halt doch klein. Auf dem Weg dorthin fängt es bereits an zu regnen, später am Abend sogar ziemlich heftig, mit Gewitter als vollem Programm.

Jetzt kann man nur noch hoffen …

Geschrieben bei T – 8 Stunden.

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July 20, 2009

China 2009 - Tag 3 – Tour durch Shanghai

Ein kompletter Tag noch zum Erkunden von Shanghai, den wir am Morgen zunächst zum Shoppen nutzen. Das Shanghai World Financial Center auf der Pudong-Seite ist das erste Ausflugsziel und bietet mit den drei Aussichtsebenen einen fantastischen Blick auf das Häusermeer für über 18 Millionen Menschen. Das ganze bei bestem Wetter mit viel Blau am Himmel und Sonnenschein.

Der Nachmittag gehört dem People's Square, interessanter noch als die architektonisch ausgefallenen Gebäude rings herum sind die Hochstraßen, die Yanan Elevated Road und die Nanbei Elevated Road, die sich mehrstöckig kreuzen. Mit Pflanzkübeln am Fahrbahnrand!

Die Abend verbringen wir wieder in Pudong, mit weiteren Finsternisjägern aus Spanien und Deutschland China-stilgerecht ;-) im Paulaner-Biergarten bei einem Hefeweizen, dazu das passende Essen und die Bund-Skyline im Sonnenuntergang. Und danach mit letzter Kraft in der extrem schwülen Abendluft auf den Oriental Pearl Tower, nicht so hoch wie das SWFC, aber mit einem unverstellten Blick auf den Huangpu-Fluss und das nächtlich beleuchtete Shanghai.

Noch eine Nacht in Downtown Shanghai, dann geht es morgen nach Jinshan. Und so schön das Wetter heute auch war, die Wettervorhersage für Mittwoch ist katastrophal schlecht, ein Wolkenband soll von Norden kommend über Shanghai legen, mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 85 bis 100 %. Soweit so schlecht, wir werden sehen, ob sich das morgen mit erstem Regen bestätigt.

Geschrieben bei T – 1 Tag 7 Stunden

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July 19, 2009

China 2009 - Tag 2 – Ankunft in Shanghai

Nach einer unbequemen Nacht mit etwas Ruhe in der Holzbankklasse, aber immerhin eines modernen A340-600, kommen wir am gefühlten Morgen, der hier aber schon ein ausgewachsener Mittag ist, in Shanghai an.

Vervollständigt noch um Michael, mit dem wir uns als Minireisegruppe zusammen getan haben, geht es dann am Nachmittag mit dem Maglev, bei uns bekannter als Transrapid, in die Stadt hinein und dann mit dem Taxi zum Hotel, abenteuerlicher Fahrstil inklusive.

In Shanghai ist es hochsommerlich heiß und sehr feucht. Insgesamt einigermaßen bewölkt und die Sonne zeigt sich nur gelb-milchig zwischen den Wolken. Die Erwartungshaltung für Mittwoch wäre da eine andere.

Abendessen gibt es in „japanistischer“ Ausführung, sehr lecker in der „all you can eat“ Variante. Einen kurzen Ausflug zum Bund brechen wir ab, weil die komplette Uferpromenade in eine abgezäunte Großbaustelle verwandelt wurde und leider kein Blick auf die Pudong-Skyline möglich ist. Die Expo 2010 wirft in Shanghai ihre Baustellen-Schatten voraus.

Zurück im Hotel treffen wir noch einige andere Sonnenfinsternisverrückte, darunter auch unverhofft Fedde von unserer letzten Tour.

Geschrieben bei T – 2 Tage 7 Stunden

Published at 17:28 ( 0 comments / 61 visits )
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July 19, 2009

China 2009 - Tag 1 – Ri Quan Shi reloaded

Wie immer war der Ausgangspunkt „Wo ist die nächste?“. Nach der überaus erfolgreichen Sonnenfinsternisbeobachtung am 1. August 2008 in China war die nächste Sonnenfinsternis zunächst nicht auf der Agenda, die Langfristwetterprognosen sind mit 50 % Wahrscheinlichkeit für wolkenfreien Himmel an Chinas Ostküste nicht wirklich gut.

Aber schnell kam der Gedanke, ob nicht vielleicht doch … schließlich ist die 2009er Sofi mit über 6 Minuten Dauer die längste in diesem Jahrhundert, erst 2132 gibt es eine dann noch etwas längere. Da kann man eigentlich auch schlechtes Wetter riskieren. Schnell war der Entschluss gefasst, im Juli 2009 doch einen „kleinen“ Ausflug nach Shanghai zu machen.

So sind wir wieder unterwegs auf dem Flug nach China, zunächst zwei Tage in Shanghai selbst, dann für die Sofibeobachtung zwei Tage in Jinshan direkt an der Küste etwas südlich von Shanghai. Nicht ganz auf der Zentrallinie, aber nah genug dran, 5 Minuten 53 Sekunden Totalität werden erwartet.

Gen Mitternacht, über den Wolken nördlich von Moskau, geht der erste Tag zu Ende.

Gechrieben bei T – 3 Tage 1 Stunde

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December 14, 2008

Cleo auf der Frontpage

Cleo
Cleo

Katzen auf der Frontpage (und Cleo mit dabei). Was soll ich jetzt dazu sagen ... ;-)

Siehe auch www.ipernity.com/blog/m-j-s/48443

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October 14, 2008

stadtbild köln

stadtbild köln auf der 2. Kölner Bildungsnacht

Das Buch stadtbild köln wird erneut im Rahmen der "2. Kölner Bildungsnacht - die klügste Nacht des Jahres" am 18.10.2008 um 20 Uhr präsentiert. Wie immer freut sich die Gruppe auf Besucher und Diskussionen, außerdem kann eine begrenzte Anzahl der Bücher zum vergünstigten Preis von 20 EUR (Softcover) bzw. 25 EUR (Hardcover) erworben werden.

Ort: Studienhaus am Neumarkt, Josef-Haubrich-Hof 2, 50676 Köln, Foyer in der 2. Etage.

stadtbild köln on the 2nd Kölner Bildungsnacht

The book stadtbild köln will presented during the "2. Kölner Bildungsnacht - die klügste Nacht des Jahres" on 18 Oct 2008 at 8 pm. As always the group is looking forward to see you in person and to discuss the book and our work. A limited number of copies can be purchased at a reduced price of 20 EUR (softcover) or 25 EUR (hardcover).

Venue: Studienhaus am Neumarkt, Josef-Haubrich-Hof 2, 50676 Köln, Germany, foyer 2nd floor.

Published at 19:59 ( 2 comments / 492 visits )
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October 10, 2008

Gröde 2008 - Tag 13 - Letzter Tag

Ein letzter Tag verbleibt noch für Eindrücke von Gröde. Also wieder raus zum Sonnenaufgang, der auch brav seinen Dienst tut.

Beim Nachbearbeiten der Bilder versuche ich mich an dem Tool enfuse, mit dem man verschiedene Belichtungen einer Szene HDR-ähnlich zu einem Gesamtbild mit einem reduzierten Dynamikumfang kombinieren kann, allerdings ohne die HDR-typischen Artefakte und das künstliche Aussehen. Das Bild des Tages ist mit etwas Nachbearbeitung in Lightroom so entstanden, der Kontrast zwischen Wolkenhimmel und den Salzwiesen im Vordergrund wäre sonst nicht darstellbar.

Während eines Spaziergangs über Appelland, Susanne Bernstein-suchender, ich fotografierender weise, finden wir einen bedauernswerten Austernfischer. Der arme Vogel – oyster strikes back! – wird wohl sein Ende darin finden, dass sich eine Auster um seinen Fuß geschlossen hatte, und er so wie ein Sträfling mit Eisenkugel kaum im Watt vorwärts kam, geschweige denn fliegen konnte. Hilfe leider aussichtslos.

Am Abend, unterm einem grandiosen Sonnenuntergangshimmel, legt dann noch einmal außer der Reihe die Rungholt an, um den Elektriker der e.on abzuholen. Die Hallig läuft jetzt wieder mit Strom vom Festland.

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