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| Rechts ist schlechts |
Schöne Ausreden!
Zu schnell
Es gibt ja so viele Möglichkeiten, um zu erklären, warum die Sache mit der Geschwindigkeit nicht so ganz hingehauen hat oder warum man den Auffahrunfall verursachte. "Während ich an der Ampel wartete, flog mir eine Wespe in die Hose, weshalb ich aufs Gaspedal trat und den Wagen vor mir rammte." Ah ja. Da kann doch von Schuld keine Rede sein, oder? Prima für alle, die gerade vom Grosseinkauf zurückkommen: "Ich konnte nicht bremsen, denn unter dem Pedal lag eine Kartoffel." Das passende Gemüse sollte man aber vorweisen können.
Immer diese Fussgänger
Stress mit den Kollegen, die nebenan zu Fuss unterwegs sind? Für manche Verkehrssünder steht auch dann fest - schuld sind immer die anderen. Das kann makabere Ausmaße annehmen, wenn akute Erklärungsnot herrscht: "Ein Fussgänger kam plötzlich vom Bürgersteig ab und verschwand wortlos unter meinem Wagen." Die sind aber auch lästig, diese orientierungslosen, schweigsamen Gesellen ohne fahrbaren Untersatz. Das bestätigt auch diese Aussage: "Der Fußgänger hatte keine Ahnung, in welche Richtung er gehen sollte, also habe ich ihn angefahren."
Ich war's nicht
Wieder mal an einem parkenden Auto hängen geblieben? Wie wär's dann damit: "Eine Herde von Kühen hat das Auto abgeleckt und so den Lackschaden verursacht." Für eine Attacke von Kühen mit Raspelzungen hat sicher jeder Uniformierte Verständnis. Auch bei schlimmeren Schäden bei Landpartien sind Tiere ein prima Sündenbock: "Als ich über einen Hügel fuhr, stieß ich mitten auf der Straße an eine Kuh, die daraufhin mit ihrem Hinterteil meine Motorhaube und die Windschutzscheibe zerstörte." Aber auch Gegenstände mit Eigenleben bieten sich an, wenn man mal wieder vom rechten Weg abgekommen ist: "In hohem Tempo näherte sich mir die Telegrafenstange. Ich schlug einen Zick-Zack-Kurs ein, aber dennoch traf mich die Telegrafenstange am Kühler." Böse Masten - so unberechenbar! Manche sind von den unvermittelten Angriffen von Fauna und Masten so erschüttert, dass sie erst einmal das Weite suchen müssen. Eigentlich keine gute Idee, aber man kann das ja hinterher immer noch so abstreiten: "Ich habe noch nie Fahrerflucht begangen; im Gegenteil, ich musste immer weggetragen werden."
Ahnungslos
Da fährt man entspannt über die Landstrasse, hat gerade den Wochenendeinkauf erledigt und ist bester Dinge. Bis das Schicksal einmal mehr brutal zuschlägt. In diesem Fall könnte man es mal mit dieser Ausrede probieren: "Ich fuhr so vor mich hin, als eine Tür des Autos aufging, ein gefrorener Döner Kebab herausflog und ein vorbeikommendes Auto beschädigte." Kann ja mal passieren Im Zweifel für den Angeklagten - das sollte doch auch für die lieben Verkehrssünder gelten. Und deshalb ist es vollkommen legitim, wenn man sich vor Gericht als braver Bürger präsentiert. Ob die Beteuerungen Eindruck auf die Verantwortlichen machen, ist ein andere Frage. Obwohl bei diesem treuherzigen Statement auch das härteste Richterherz dahinschmelzen sollte: "Ausserdem bin ich vor meinem ersten Unfall und meinem letzten unfallfrei gefahren."
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