Ich hatte gerade eine interessante Diskussion zur Frage, ob man Bilder grundsätzlich rahmen sollte oder nicht. Ich hege dazu folgende Ansichten:
1. Natürlich ist erstrebenswert, ein Motiv bzw. den Bildaufbau so zu wählen, daß der Rahmen quasi im Bild enthalten ist. Damit demonstriert man ja auch ein fortgeschrittenes Verständnis der Fotografie!
2. Was mich trotzdem stört ist der weiße Hintergrund auf Seiten wie flickr oder ipernity, von dem ich meine Bilder durch einen Rahmen abgrenze.
Die gängigen Bildbearbeitungsprogramme verwenden zumindest einen neutralgrauen Hintergrund, und das aus gutem Grund: dieser Hintergrund erlaubt die bestmögliche Beurteilung von Farben, was wiederum seine Ursache in der sogenannten chromatischen Adaption hat. Darunter versteht man den automatischen Weißabgleich unseres Sehsystems, der dafür sorgt, daß wir zB. Kunstlicht weiß wahrnehmen und nicht farbig wie die Kamera.
Ich verbinde mit den Rahmen keinen Ethos und betrachte das als reine Geschmackssache. Ich habe Verständnis dafür wenn das irrtümlich als Effekthascherei betrachtet wird, frage mich aber, warum Bilder in Galerien, Ausstellungen und Wohnungen immer in einem Rahmen hängen, der die Bildgrenzen deutlich überragt?
Wir leben ja in einem Zeitalter inflationärer Effekthascherei, an anderer Stelle hatte ich eine als Beispiel angeführt, daß die Wurtsemmel, die ich kürzlich an einer Theke orderte, als "ein Vitalbrötchen?" bestätigt wurde. Aus demselben Grund höre ich kaum Privatsender, weil mir die penetrante Selbstbeweihräucherung, die dort zelebriert wird, zuwider ist. Wie auch immer, das Rahmen meiner Bilder fällt für mich nicht darunter.
Auf eine angeregte Diskussion freut sich
Euer Lichtbold :-)
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vegitill says:
Ich bin dafür Rahmen nicht inflationär zu verwenden. Die Aufnahmejurys bei Kunsthochschulen sind auch genervt von Mappen, bei denen die Fotos auf schwarzem Karton aufgeklebt sind, das macht nämlich jeder depp ( nein, ich meine dich immer noch nicht, Lichtbold ;-)
Einzelne Fotos - Supa
Photoshop-Aktion und bei jedem Bild - NoGo!
Darfst übrigens gerne erzählen, dass die Diskussion mit mir war, das stört mich überhaupt nicht =)
Lichtbold replies:
vegitill replies:
ich wills ja auch keinem verbieten. Ich seh nur immer mehr Leute, die das machen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob das zu einem Bild passt oder nicht. Photoshop-Aktion sei dank...
Lichtbold replies:
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ghoermannpro replies:
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vegitill replies:
Loc says:
effekthasscherei wäre ein eigener diskussionpunkt , da die meisten fotos ,auf die ein oder andere weise ,mehr ,oder noch mehr *schön* gemacht werden .
lg loc
Lichtbold replies:
vegitill replies:
ne mal ehrlich: Heißt das, dass ein Bild ohne Rahmen "unfertig" ist? Natürlich ist das geschmackssache. Ich bin eben ein Fan von den Bildern und ich finde häufig genug lenken die schwarzen oder weißen, dicken oder dünnen Rahmen einfach zu sehr vom eigentlichen, häufig genug erstklassigen Bild ab. Es geht doch darum, dass man einen guten Blick hat, dass man gut fotografieren kann und bei digitalen Fotos ob man gut bearbeiten kann, wenn es denn not tut, aber doch nicht wer die besten striche um seine Fotos rum ziehen kann.
ICh hab in letzter Zeit oft genug in Museen Kaschierte Bilder gesehen, also Bilder ohne Rahmen, genau aus diesem Grund und ich fand, das diese Bilder ein viel intensiveren Bilck auf das Bild erlaubt haben.
Loc says:
das hätte ich auch geantwortet.
ein museum und ein internetportal sind doch sehr unterschiedlich.
ein museum stellt kunst aus , dieses portal stellt von kunst bis zu omis geburtstagsfotos alles aus.
ein gutes foto wird durch einen rahmen nicht schlechter , ein schlechtes nicht besser.
vegitill replies:
2. Ich will nicht hoffen, dass Omi ihre Geburtstagsfotos mit einem Rahmen hier postet.
3. Omis Fotos sind mir reichlich egal, denn die interessieren mich nicht. Ich finde es aber bei ineressanten Fotos reichlich lästig, mal abgesehn von einzelnen ausgesuchten Fotos, bei denen es toll und großartig aussieht, aber das ist die Ausnahme.
4. Wenn es nicht besser und nicht schlechter wird, warum macht man es dann??? Aus lauter Langeweile? Du hast vergessen, das ein schlechtes Bild auch nicht schlechter wird und ein gutes auch nicht besser. Warum also vom eigentlichen Bild ablenken und den Rahmen in den Vordergrund stellen?
5. Ich greife hier ja niemanden persölich an, sondern nur meinen unmut über den inflationären Umgang mit Rahmen kund tun.
Gruß
Till
Lichtbold replies:
vegitill replies:
Lichtbold replies:
vegitill replies:
wir kommen vom Thema ab und weden albern ... ;-)
Lichtbold replies:
Ich möchte noch zu bedenken geben, daß Maler ihre Gemälde frei gestalten und optisch rahmen können. Bei Fotos ist das schwieriger..
Stephan says:
ich möchte das nackte Foto sehen und nicht, wie es der Autor rahmen würde.
Lichtbold replies:
vegitill replies:
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vegitill says:
Lichtbold replies:
vegitill replies:
Als der Rahmen Hype hoch kahm hab ich das auch bei vielen Fotos ausprobiert und immer wieder festgestellt, dass das doof aussieht und dann nicht gespeichert.
Dann hab ich die Hunde von einem Freund Fotografiert und bei diesen beiden Fotos, die ja einen starken Ausschnitt darstellen verstärkt der Rahmen den Ausschnitt. Daher auch die Dicke der Rahmen, ein dünner Rahmen hat diesen Effekt nicht, ein noch dickerer Rahmen würde das Bild erdrücken.
Das Frauchen vom Collie studiert Kunst und hat mir das im Anschluss bestätigt und mir noch einen Vortrag darüber gehalten, aber das meißte hab ich mir nicht merken können ;-)
"Im Ernst, warum sieht es gut aus?" - Soll das heißen, dass du meine Bilder nicht magst????????? LoooL ;-)
Lichtbold replies:
vegitill says:
Lichtbold replies:
Ich schau mir jetzt keine Bilder an, weil der Monitor hier in der Arbeit besch...eiden ist, aber sobald ich zuhause Zeit habe, werde ich mich Deinen Bildern genauer widmen :-)
vegitill replies:
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vegitill replies:
*Reinhard*pro says:
Lichtbold replies:
*Reinhard*pro replies:
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vegitill says:
rafpro says:
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{ME} says:
1. Der Bildhintergrund ist fast aber nicht ganz die Farbe des Webhintergrunds (um das Bild vom Hintergrund abzuheben):
2. Das Bild hat eine komplizierte Geometrie und der Rahmen bildet praktisch die Referenz:
3. Stark minimalistische Bilder (keine Ahnung, warum die mit Rahmen besser aussehen, macht sie wohl irgendwie interessanter):
Lichtbold replies:
{ME} replies:
vegitill replies:
{ME} replies:
ghoermannpro replies:
pehei replies:
Ich benutze Rahmen auch nicht oft, aber gelegentlich finde ich es sinnvoll. Die Pflichtrahmung jedes Fotos gefällt mir auch nicht unbedingt, aber es ist Geschmackssache.
An der Wand finde ich aber Rahmen auf jeden Fall sinnvoll.
Lichtbold replies:
pehei replies:
Letzten Endes ist ja alles sinnlos, was wir hier tun ;o)
Lichtbold replies:
{ME} says:
Ich habe beobachtet, dass das Bild durch den Rahmen irgendwie ruhiger wurde und den Blick stärker auf das Wesentliche lenkt. Ich habe lange mit der Rahmenfarbe rumgespielt und bin mit dem Ergebnis immer noch nicht zufrieden aber der Rahmen muß dick sein, sonst wirkt er nicht. Was haltet Ihr davon??? (bitte ehrlich)
Lichtbold replies:
Ich seh's auch so, daß der Rahmen den Blick mehr auf das Bild lenkt. Aber wie man in diesem Blog lesen kann gibt es auch den gegenteiligen Eindruck, daß der Rahmen vom Bild ablenkt. Es ist wohl einfach Geschmackssache?
{ME} replies:
Ich glaube, man kann keine generelle Regel aufstellen und ich denke auch, dass das (wie fast alles) sehr stark Geschmackssache ist. Ich persönlich finde vor allem die dicken weißen und dann dünnen schwarzen Ränder, die Du auch häufig benutzt fast immer sehr schön und ich denke auch, dass die Bilder davon profitieren. Vielleicht liegt es irgendwie auch daran, dass durch den Rahmen Distanz geschaffen wird zur Webseite drumrum. Auf jeden Fall wirken gerahmte Bilder immer irgendwie ruhiger, finde ich.
vegitill replies:
Durch den Fokus auf die Bewegung, die man sonst ja nicht sieht, wird der Blick aufs wesentliche gelenkt.
Ein dünnerer Rahmen würde meiner Meinung nach nicht den Effekt haben, weil es nur ein Rahmen aber eben nicht der "Fernseher" ist. Ich finde es kalsse. Mit der Farbe gebe ich euch recht, da stört noch was, aber ich kann euch nicht sagen was. Es sieht auf jeden Fall nicht aus wie ne Traueranzeige.
{ME} replies:
vegitill replies:
ghoermannpro replies:
vegitill replies:
{ME} replies:
vegitill says:
Lichtbold replies:
vegitill says:
BITTE EIN MAL DEN OBRIGEN TEXT VON LICHTBOLD ÜBERSETZEN UND HIER POSTEN! Der Beitrag ist im Explore auf Platz 1 und es soll doch auch den englischsprachigen Iperern möglich sein, mitzudiskutieren.
DANKE.
Lichtbold replies:
ghoermannpro replies:
Lichtbold replies:
ghoermannpro replies:
Lichtbold replies:
pehei replies:
ghoermannpro says:
--
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absche says:
jeder nach seiner Facon. Ich persönlich halte es bezüglich der R-Frage mit dem von mir sehr geschätzten jpg Magazine: "no frames of any kind" genauso wie Schriften sämtlicher Art. Ist m.E. eher was für den Familienkalender, was nicht so meine Art ist. Wenn ich was aufhängen möchte, dann muss der Rahmen schon stimmen, aber auf dem Computerbildschirm oder in einer Zeitschrift?
Bei Deiner engagierten Art über Geschmacksfragen zu diskutieren bekomme ich nun nachträglich eine Vorstellung davon, was für ein Problem für Dich "to many contacts" darstellen können (kürztlicher Blog Beitrag von Dir). Bei ähnlich engagiertem Kommentieren von Photos Deiner Freunde und Kontakte bräuchtest Du ca. 3 zusätzliche Ghostwriter. :-)
- albrecht -
Lichtbold replies:
Edit: So... ich tue mir schwer mit starren Regeln und das auch angesichts meiner persönlichen Entwicklung, die mir als Nebeneffekt auch mehr Flexibilität gebracht hat. Bis jetzt kann ich aus der Diskussion nur das Fazit ziehen, daß es Geschmackssache ist, denn die Gründe, die Pro und Contra das Rahmen genannt wurden sind sehr individuell und für mich nicht verallgemeinerbar.
Was das Kommentieren betrifft: ich genieße die kommunikativen Möglichkeiten hier auf ipernity sehr :-)
Lichtbold edited this comment 2 years ago.
Garm says:
Die Bilder im Museum sind i.d.R. etwas größer als 560px
OK, als Pro kann man sie auf Originalgröße klicken, aber selbst 1280px am Monitor ist kein Vergleich zu einem großformatigen Print in einem Museum/Galerie/whatever.
Lichtbold replies:
Garm replies:
Aber ich verstehe schon, was du meinst. Ich lade meine Sachen nur hoch, um sie in meinen Blogs zu posten. Der Unterschied ist schon frappierend:
Ipernity
Blog
Lichtbold replies:
vegitill replies:
Garm replies:
vegitill replies:
df1hxpro says:
Lichtbold replies:
vegitill replies:
Lichtbold replies:
vegitill replies:
Lichtbold replies:
df1hxpro says:
Die paar Fotos, welche in meiner Wohnung an der Wand hängen sind auch ohne Rahmen, ich mag's eben lieber 'pur'.
Lichtbold replies:
gin_ablepro replies:
und nun, wo ich unten angekommen bin, hat Holger das schon geschrieben *heul*
Lichtbold replies:
vegitill replies:
Lichtbold replies:
lichtundschattenpro says:
Ich denke, es ist eine Grundentscheidung, welches ästhetische Konzept man verfolgt.
Ich setze mal polemisch zwei Konzepte gegeneinander: Will man geschmäcklerische, gut ankommende, "schöne" "Mainstream" Bilder, die auch sehr häufig noch farbübersättigt sind oder will man eher puristische, für sich selbst sprechende, möglichst wenig nachbearbeitete, "authentische", "nicht schöne aber gute" Fotos, wird man sich im ersten Fall tendenziell eher für Rahmen entscheiden als im zweiten.
Eine Richtigstellung: Die meisten in Galerien und Museen ausgestellten Fotos haben keinen Rahmen, der das Bild unmittelbar umgibt, sondern sind meistens mit einem WEIßEN Passepartout versehen. Der eigentliche Rahmen ist häufig viel größer als das Foto.
Als Referenz fällt dieser Bereich also weg.
Lichtbold replies:
forum.lichtbold.de/showthread.php?tid=9
Danach würde ich gerne mit Dir weiterdiskutieren :-)
Edit: überzeugt mich nicht, das Passepartout. Das Papier, auf dem das Foto gedruckt ist, bildet eine scharfe Grenze ebenso wie das Rahmenglas.