Angeregt durch dieses Bild www.ipernity.com/doc/17775/747109 von Hans wollte ich diese Technik auch mal ausprobieren. Abgeschreckt hat mich nur, daß der Film in absoluter Dunkelheit zurück gespult werden muß, bei Rollfilmkameras gibt es keine Rückspulkurbel.

Jetzt kommt ein Beitrag von Stefan www.ipernity.com/blog/nib/25823 ins Spiel... in dem von ihm geposteten Link wird der Selbstbau einer einfachen Lochkamera beschrieben. Was uns hier interessiert, ist lediglich die Idee, den belichteten Film in eine leere Filmpatrone zu spulen und dies mit dem Filmtransport zu koppeln.

Jetzt wird gebastelt:

wir brauchen:

- 1 billiger oder unbrauchbarer Kleinbildfilm

- 1 Kleinbild- Diafilm

- 2 Leerspulen für Rollfilm (werden zersägt)

 

 

 

 

aus den Spulen basteln wir uns Adapter für die Kleinbild Filmpatrone, damit sie in der Kamera sicher eingelegt werden kann: wir benötigen 4 dieser kleinen Distanzrollen.

 

 

 

 

 

Der billige/unbrauchbare Film wird nun geopfert und komplett aus der Patrone gezogen, in die Kamera eingelegt (dort, wo sonst die Leerspule sitzt)

 

zur Kontrolle, ob der Transport funktioniert, drehen wir ein paarmal am Transportknopf. Hat geklappt? Dann den Film wieder herausziehen und nach ca. 5cm abschneiden.

 

 

 

Auf der anderen Seite den Kleinbild- Diafilm einlegen

und mit dem "Aufwickelfilm" verbinden. Mit Klebstoff alleine funktioniert es nicht. Ein Stück Paketklebeband auf beiden Seiten hält sicher.

Wie auf diesem Bild zu sehen, liegt der Film noch unter Spannung in der Kammer, die Distanzrollen müssen etwas nachbearbeitet werden. Wenn sich der Film gut weiter transportieren lässt, verschliessen wir die Kamera - Klappe zu!

 

 

nur noch die Filmkontrollfenster abdichten - fertig! Jetzt wird fotografiert. Damit sich dabei kein Bild überschneidet, zähle ich beim Transport mit: 5 halbe Umdrehungen und es gibt sicher keine Überschneidung der Belichtungen.

Versuche mit einem kleinen Plastikfinger, der in die Transportperforation greift und somit die Anzahl der transportierten Löcher hörbar macht, sind leider fehl geschlagen. Der Deckel sitzt zu stramm an Film und Patrone, ein "klicken" war nicht zu hören.

 

eine weitere Schwachstelle:

die Distanzrolle beim Filmtransport. Nach 5 transportierten Belichtungen sind die verjüngten Zungen an der Distanzrolle ausgebrochen - vieleicht noch zu viel Druck zwischen Filmpatrone und Adapter? Da muss ich noch eine Lösung finden...

 

Wichtig: bringt man den belichteten Film ins Labor, unbedingt das Schneiden des Films verbieten!

ist die Leerpatrone (wie in diesem Beispiel) von einem anderen Film, den Aufdruck überkleben und bei der Abgabe Entwicklungsprozess (E6) und Filmempfindlichkeit angeben!

(will das jemand ins englische übersetzen?, wäre dankbar!*g*)

mögliches Ergebnis: