Teil 1

Dann, irgendwann erreichten wir das Tagesziel, den Wendepunkt der Tour oder wie auch immer man das nennen will. Aber auch dort war nicht alles 'normal' wie man sich das vielleicht vorgestellt hatte.

Da rannten Hühner zwischen den Bänken herum, saßen gar darauf oder drohten im Schlaf abzustürzen. Die Kids am Nachbartisch hatten wohl etwas Eßbares fallen lassen, was sich die Hühner zu gern geholt hätten - der Junge wußte dies aber durch ständiges Wackeln mit seinen Beinen zu verhindern ... eine zeitlang zumindest; ein Huhn blieb hartnäckig und holte sich dann doch noch die Kartoffelscheibe. Über die Sitzgewohnheiten des Jungen rechts im Bild könnte man noch ein paar Gedanken verlieren ... man kann es aber genauso gut sein lassen :)
Was uns wesentlich mehr irritierte war, dass selbst an unserem Tisch wieder so ein seltsames Wesen saß, bei dem etwas aus dem Kopf wuchs, was wie Antennen aussah. Irgendwie konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass da Daten in den Äther gesandt - wir überwacht wurden. Aber was hatten wir schon zu verbergen, zumal von dem Wesen eine wirklich freundliche Ausstrahlung ausging ;-)
  

Dann aber kam der Höhepunkt des Tages (da gibt es für Gäste kein Vorbeikommen :) Wir wurden in die Gemeinschaft der Striegistaler Zwerge aufgenommen und zum Beweiß wurden unzählige Fotos davon gemacht, wofür eins stellvertretend hier gezeigt wird.

  

Mit Pieps lässt sichs gut Kuscheln ... und dabei die Gedanken an den Heimweg verdrängen ... ;-)

Aber zuvor mussten natürlich noch die Esel abgelichtet werden, die dieses Zeremoniell immer wieder tapfer über sich ergehen lassen. Ihre Gedanken möchte ich lieber nicht kennen wollen. Aber vielleicht haben wir eine völlig falsche Vorstellung von ihren Gedanken? Am Ende sind sie ganz nett und nicht zu vergleichen mit den Standard-Gedanken der Menschen ihnen gegenüber?

Ziemlich geschafft, aber noch ein ganzes Stück Weg vor uns, liegen hier Paul und die Hunde erst mal eine Runde im Schatten an diesem (hatten wir schon übers Wetter gesprochen?) doch noch recht heiß gewordenen Tag.

Der Frosch dann schien Wind davon bekommen zu haben, dass an diesem Tag ein paar Fotofreunde des Wegs kommen würden und setzte sich vorbildlich in Pose, so dass alle ordentliche Bilder mit nach Hause tragen konnten. Sue hat sich dann verkniffen, ihn zu küssen - was will sie auch mit zwei Prinzen? Dafür musste sie dann noch einen kamikazeähnlichen Angriff eines kleineren Kampffrosches über sich ergehen lassen, der ihr (in selbsmörderischer Absicht?) ans Schienbein sprang und sichtlich enttäuscht über die nicht stattgefundene Verwandlung das Weite in Richtung Striegis suchte ... armer Frosch :-(

Nee, nee, wir haben uns nicht verirrt, die Strauße gibts da am Weg in einer Farm. Ist eben Mode jetzt ... und sooo gesund (wird erzählt). Müssen wir das wirklich hier haben? Wie dem auch sei, so sehen Strauße aus, bevor sie auf dem Teller der Menschen landen.

Kein Zweifel, da ist einer wieder ins Wasser gegangen ... um sich zu duellieren :)

Das wars dann mit dem Bericht von der Tour. Ich hoffe, ich habe euch etwas Appetit machen können auf das schöne Striegistal.

Ende