Klaus Dieter Untch Published on July 20, 2009
by Klaus Dieter Untch

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Wenn das Alter zuschlägt

Monday July 20, 2009 at 05:14AM

Der berühmte Dirigent Georg Solti antwortete auf die Frage wie alt er sei:" Ich bin seit dreißig Jahren fünfzig." Er gehörte zu jenen dynamischen Greisen, die sich nie über das eigene Alter beschwerten.

Seit zwanzig Jahren fühle ich mich innerlich fünfzig, weil ich früh genug lernte,das Beste aus allen Ecken und Kanten des Lebens heraus zu holen. Seit einigen Jahren fühle ich mich jünger als ich bin, ein unbezahlbarer Luxus den sich viele Millionäre kaum leisten können.

Viele Menschen die alt wurden, zählen zu meinen Vorbildern. Sie brachten mir folgendes bei: die Bereitschaft,sich den Stufen des Alters zu beugen,sie anzunehmen. Cicero wusste über das Alter folgendes zu bemerken: daß wir alle zwar das Greisenalter erreichen wollen, es aber anklagen , sobald wir es erreicht haben. Deshalb ist er nicht mein Vorbild. Über die Relativität des Alters wusste Albert Einstein etwas mehr Bescheid: bloss nicht an die Zukunft zu denken , weil sie sowieso früh genug kommt. Er wurde aber wegen etwas viel Wichtigerem zu meinem Vorbild: er entdeckte die Faszination des Älterwerdens allein durch die Relalitivität der Zeit, welche zum genialen Erkennen seiner Lebenseinstellung verhalf - stets ein Kind zu bleiben.

Wir leben in einer nach Wohlstand orientierten Gesellschaft, wo sehr oft alte Menschen sowas wie Randerscheinungen behandelt werden. Wir konfrontieren uns mit folgendem Problem : wird Alter als Krönung eines erfüllten Lebens oder als Makel empfunden? Möchten wir nur lange leben, aber bloß nicht Alt werden ? Schon oft habe ich deshalb meine jüngeren Mitmenschen im Schulunterricht über das Älterwerden mit folgender Frage konfrontiert: "In wie fern bist du bereit älteren Menschen den verdienten Platz und Rang in der Gesellschaft zu verschaffen, der ihnen auf Grund ihrer Lebenserfahrung zukommt?" Worauf ich mit dieser Frage hinaus will, ist die Vergegenwärtigung der Tatsache, dass ausgerechnet in naturverbundenen Kulturkreisen, die wir als "primitiv" verspotten, die Achtung vor Würde und Weisheit der altgewordenen Menschen in besonderer Weise gepflegt wird.

Victor Hugo warnte seine Leser: "Vierzig ist für die Jugend das Alter und für das Alter die Jugend." Über so einen Satz können wir bewundernd schmunzeln, aber die Realität ist ernüchternd wenn wir erkennen, dass die Dekandenz einer Gesellschaft an der Vernachlässigung ihrer Alten ablesbar ist. Seit meiner letzten Geburtstagsfeier weigere ich mich den Gedanken zu akzeptieren, ein Jahr älter geworden zu sein. Deshalb werde ich von nun an sagen . " Ich durfte mal wieder ein Jahr länger leben."

Interessante Einträge über das Altwerden, die zu diesem Text anregten habe ich in unserem Netzwerk hier gefunden:

http://www.ipernity.com/blog/k-ehrenheim

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29 Comments / add your comment?

Teeth of Lions Rule the Divine says:
Auf die Gefahr hin provokant zu wirken habe ich auch eine Anmerkung zur Relativität des Alters.
Ich empfinde die Forderung nach Respekt vor dem Alter als eine Frechheit, denn Alter ist keine Leistung. Um alt zu werden muss man nichts weiter tun, als Zeit verstreichen lassen. Der Respekt gebührt der Leistung, nicht den Jahren. Was selbstverständlich nicht heisst, dass man das Alter selbst verspotten darf.
Was ich eigentlich damit sagen möchte ist, dass man auch im Alter nicht annehmen sollte, alles sei Selbstverständlich. Den im Bus angebotenen Platz sollte man auch mit einem Danke Respekt zollen. Denn dahinter steckt auch eine Leistung.
Ich selbst ertappe mich auch häufig dabei, die Jugend von heute zu verdammen, aber bei genauerem Hinschauen bemerke ich, dass wir früher™ auch nicht so viel anders waren.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch replies:
Hier in Rumänien erlebe ich Senioren die mit einer Rente von 50 € (Monatlich) sich weit unter ihrem Existenzminimum durchschlagen. Sie führen ein ausgebeutetes Leben. Vor allem im Winter haben es die Hunde einfacher. Mit welcher Leistung erhalten diese Menschen sich am Leben? Mit welcher Leistung ignorieren wir die Schwere ihrer Alterslast?! Wenn man als 70 - jähriger ( ge) sich fortbewegt , dann hängen die Gliedmassen wie Blei, der Buckel drückt nach unten und jeder Schritt schmerzt. Es ist als müsse man dauernd einen schweren Sack mit sich herum schleppen . Unter dieser Leistung würde jeder Leistungssportler erbärmlich aufschreien. Häuser die über 70 Jahre alt sind stehen schon unter Denkmalschutz. Welchen Schutz bieten wir Menschen die über 70 sind?
Die unübertreffliche Leistung der Senioren beginnt in der Bewältigung und Konfrontation ihres Leidensweges.
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Frieda Varwig replies:
Ich hab Ehrfurcht vor schneeweisen Haaren,
sie verschöneren der Mutter Gesicht.....
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Rainer Noll says:
...wieder ein Jahr mehr - aber auch wieder ein Jahr weniger: ganz wie man's sieht!
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch replies:
ich bevorzuge die otpimistische Variante - je nach Situation - in manchen Fällen ist es besser ein Jahr weniger zu leiden.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch edited this comment 5 months ago.
Hildegard Rasch says:
ich finde, dass viele primitive Menschengruppen -auch jetzt noch -, besonders Einheimische in Afrika, Amerika, und Asien, die sehr naturverbunden leben, das Alter zu wuerdigen und zu respektieren wissen, es als eine Verpflichtung ansehen sie zu schuetzen und ihren Ratschlaegen zu folgen. Sie verehren die sogar ,weil sie in denen die Verkoerperung der Weisheit sehen, der Lebenserfahrung.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch replies:
In meinem Umfeld lernte ich alte Menschen mit Ehrfurcht und Respekt zu begegnen. Es sind Menschen deren Schicksal durch den Krieg gerüttelt wurde. Es sind Menschen die auf der Flucht waren oder Menschen die eine Russland-Deportation erlebt haben. Menschen die in Naturkatastrofen alles verloren hatten und neu beginnen mussten, die im Gefägnis gefoltert wurden. Alte Menschen sind Zeugen einer anderen Zeit und eine Beziehung mit alten Menschen aufzubauen und das Gespräch mit ihnen zu suchen - ihnen zu zuhören - ist eine der grössten Herausforderungen für uns Jüngere die schnell genug vom Alter eingeholt werden.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Elbertinumpro says:
Was ist Leistung -
ein Beruf - den man bis zur Pensionierung ausgefüllt hat -
Eine Ehe mit einem geliebten Menschen -
Kinder gezeugt und großgezogen zu haben
- Ein Kind soll bis zum Ende eines Studiums
nach Berechnungen von Fachleuten bis zu 30000 Euro kosten
Und jetzt - ohne zu 'arbeiten' - beziehe ich ein Pension
Worin besteht jetzt meine Leistung -
ja worin -
darin - dass ich gesund gelebt habe und das noch immer tue
nie graucht habe - Alkohol nur in Maßen getrunken
und das auch noch heute
fast keine Medikamente nehme
und dadurch die Krankenkasse entlaste
für die Kinder und Enkelkinder da bin
und nicht zuletzt darin
dass ich mein Leben genieße
einfach nur in dem mir möglichen Rahmen genieße
und hoffentlich nicht im Altersheim für 4000Euro monatlich dahinsieche

Wenn das Alter keine Leistung ist
dann ist das ganze Wachsen und sich Entfalten auch keine Leistung

Worin besteht die Leistung eines Mannes
der im Jahr 10 Millionen Euro an Gehalt bezieht
und worin besteht die Leistung einer Frau
die im Altersheim bis zur Erschöpfung arbeitet
für 800 .- Euro im Monat
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Elbertinum edited this comment 5 months ago.
Teeth of Lions Rule the Divine replies:
Ja, das sind alles Leistungen, zu denen du mehr tun musstest als nur abzuwarten. Welche davon dir dabei am wichtigsten sind, musst du allerdings selbst entscheiden.
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Klaus Dieter Untch replies:
Eines der grössten Leistungen eines Menschen ist aus den Fehlern seiner Väter zu lernen, um einiges besser zu machen: Konflikte bewältigen, auf die Umwelt achten etc. Allein der Preis des heutigen Wohlstandes kostet der Umwelt mehr Opfer und Schaden als der Smog der Industrialisierung vor 100 Jahren. Wir sollten uns aber nicht mit Leistungen messen, sondern einander mit Wertschätzung begegnen. Jeder trägt so ein Leistungspaket der Vergangeheit mit sich herum, für manche sogar eine erdrückende Last. Die Wertschätzung verbirgt all die wahren Reichtümer: angefangen von Einsicht, Mitgefühl, bis zur Dankbarkeit.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Frieda Varwig replies:
Viele Menschen lernen aus den eignen Fehlern und nicht aus den Fehlern der Väter.
Wie dem auch sei, Hauptsache man lernt immer etwas dazu. Wenn man aufnahmefähig ist und einiges korrigieren kann und besser machen kann, das ist positiv zu betrachten.
Ich konzentriere mich auf den "heutigen Tag", und zwar auf positive Sachen, dann bleibt mir einges erspart.
Einige beginnen den Tag mit dem Lied: "Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr wieder alle da usw.....
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Frieda Varwig says:
Es kommt nicht darauf an, wie alt man ist, sondern wie alt man sich fühlt.
Manchmal habe ich das Gefühl, das Geburtsdatum aus meinem Personalausweis stimmt nicht dem tatsächslichen Geburtstag überein. Das macht mich glücklich, das macht mich froh und ich lebe weiter wie ein Spatz im Haferstroh.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch replies:
Freut mich sehr so ein Komentar voller Lebensfreude zu lesen. Das kann nur ein Mensch der privilegiert ist , mit dankbarer Fülle die Stufen des Alters zu bewältigen.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Christiane Krestel-Al Khouri says:
Respekt vor dem Alter ist eine Frage der Erziehung und des "bun simt" - also auch der Sensibilität einer Person. Er ist keine Frage von erbrachten Leistungen. Der Respekt vor dem Alter zeichnet die Person, die ihn erbringt, regelrecht aus, und wenn eine ganze Gesellschaft das Alter zu respektieren vermag, wird dies von anderen Gesellschaften gewürdigt. Warum? Es ist etwas Schönes, Freundliches und Friedvolles daran und findet Anerkennung. Dabei erfolgt die Erziehung zum Respekt nicht als direkter Hinweis, sondern viel komplexer, unter anderem als Vorleben von respektvollem Umgehen miteinander und insbesondere mit Alten. Interessanter und erfreulicher Weise kommt ein besonders höfliches Benehmen heute (wieder) sehr gut an, und führt viel häufiger zum erwünschten Ziel, als ein plumpes Verhalten. Und dies auch bei "Plumpen"!!
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Teeth of Lions Rule the Divine replies:
Respekt vor dem Alter ist dennoch unnötig, denn es würdigt etwas, das keinen Respekt verdient. Man respektiert schliesslich auch kein gutes Aussehen, denn auch das ist (mit Ausnahmen von Kosmetik oder Chirurgie) keine Leistung. Respekt verdient zunächst erst einmal JEDER Mensch.

Besonderen Respekt kann man einem Menschen für seine Leistungen entgegen bringen.
Aber der Respekt vor dem Alter ist bestenfalls ein Geschenk, und für ein solches bedankt man sich.
Dieses Beharren auf dem Respekt vor dem Alter ist oft nichts weiter als ein Totschlagargument, das ältere Menschen oft vorbringen um sich ungestraft wie ein Arschloch benehmen zu können, oder in Diskussionen Argumente und Fakten beiseite zu schieben.

Jeden Respekt, der über das Mass dessen geht, was man einem Menschen generell entgegenbringen sollte, muss sich diese Person verdienen, und das unabhängig vom Alter.

So handhabe ich das zumindest, und ich bin bisher noch nicht negativ damit aufgefallen, allerdings schon bei genau so einem Arschloch anzuecken.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch replies:
Liebe Christiane , du hast soeben eine Seite auf Ipernity eingerichtet um hier Dein erstes Kommentar zu schreiben. Ich finde das sehr bemerkenswert und beachtlich. Es ist nicht selbstverständlich Menschen wie Dich zu begegnen die so besonnen auf das Alter reflektieren. Ich freuen mich schon auf einen weiteren spannenden Austausch.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Wiesepro says:
Es macht Spaß, diesen Block zu lesen und wie kontrovers die Meinungen da auseinander gehen.

Ich habe in meinen Leben, das so langsam auch dem "respektvollem" Alter entgegengeht, fast alleVarianten kennen gelernt.

Zu einem der respektvolle Umgang mit den Alten, die es z.B. nicht mehr schaffen, allein zu leben und somit auf Hilfe anderer angewiesen sind und zum anderen das Beharren auf Respekt vor dem Alter, um es als Alibi für ihr eigenes erbärmliches Benehmen besonders der Jugend gegenüber zu verwenden. Und da kann der Mensch noch so viel durchgemacht haben, es rechtfertigt ihn nicht, andere durch sein Benehmen dafür verantwortlich zu machen. Schließlich war es auch er oder sie, die zum jetzigen Verhalten der jetzigen Gesellschaft mit beigetragen haben.

Ich persönlich nehme das Alter nicht mehr als Maßstab aller Dinge. Es gibt für mich einfach nur den Menschen. Ob der dabei jung oder alt ist, ist mir egal. So lange dieser Mensch einen anderen zu würdigen weiß, ihn mit Respekt behandelt und auch selber so behandelt wird, kann man sehr sehr viel voneinander lernen und dem Leben sehr viel positives abgewinnen. Ich muss mein Gegenüber nicht lieben, aber ich sollte in all meinen Aktionen immer "Mensch" bleiben und auch mal das Anderssein (und damit meine ich jetzt das Alter) respektieren. Allein aus dieser Tatsache herraus verändert sich automatisch der Ton untereinander und daraus der Umgang. Ich kann nicht die Welt und deren Probleme verändern oder lösen, dazu ist mein Leben zu kurz, aber ich persönlich kann viel dazu beitragen, dass es trotz aller Probleme menschlich bleibt.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Christiane Krestel-Al Khouri replies:
Deine Einstellung gefällt mir.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch replies:
Hallo Ingrid (Wiese), vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort die sicherlich auch auf positive Resonaz bei den Lesern hier stoßen wird,
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Elbertinumpro replies:
Wenn die Menschen nur schon soweit wären -
dass sie das ANDERSSEIN nicht als Bedrohung -
sondern vielmehr als Bereicherung sehen würden -
dann gäbe es keine Art von Kriegen mehr
weder um den rechten Glauben - noch um die rechte Staaatsform - oder Wirtschaftsform -
oder auch einfach um das Aussehen - oder die Erscheinungsform - d.h der Kleidung -
Die einzige Bedingung sollte nur sein
NIE auf Kosten oder zu Lasten eines anderen -
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Wiesepro replies:
Wird noch ein langer Weg Elbertinum.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch replies:
Völlig Recht hast Du Albert: erst durch das Anderssein der verschiedensten Persönlichkeiten erlebt unsere Kultur stetige Bereicherungen. Desgleichen ist das Anderssein anderer Kulturen, eine permanente Bereicherung des menschlichen Daseins. Auch im Altwerden betreten wir ein Anderssein. Manche haben es geschafft das Altwerden als Bereicherung ihrer Lebenslaufbahn zu empfinden und als besondere Erfüllung zu betrachten. Absolut bewundernswert.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Christiane Krestel-Al Khouri replies:
Der Prozess des "Altwerdens" ist sehr lang, so dass ich bezweifle, dass jemand diese im Vollzug befindliche Tatsache als vollendete Bereicherung empfinden kann. Aber okay, es gibt Leute, die Sätze sagen mit folgender Einleitung: "Ich bin jetzt alt...." Wahrscheinlich meinst du sie??? :-)
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Frieda Varwig replies:
Hallo Wiese
dass Du das Wort "Menschlichkeit" gebrauchst finde ich hervorragend.
In der heutigen Ellenbogengesellschaft wird dieses Wort sehr rar.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch says:
Man sollte sich vor dem Altwerden auf keinem Fall verstecken. Ich habe 80 - jährige Chormitglieder , die ich für ihren Mut sehr bewundere und verehre , einfach weil sie sich nicht verstecken. Ich hatte auch Chormitglieder die mit 70 Jahren sagten: "So, genug , jetzt bin ich zu alt dafür, ich bleibe zu Hause sitzen. " Das sind Leute die sich nach Aussen hin versperren und keine Wunder wenn die schon mit 71 begraben wurden.
Also mit dem Altwerden ist das so:
Als 4 - jähriger sagte ich: "So ich bin jetzt alt ... genug um das Klavierspielen zu erlernen."
- als 10 - jähriger sagte ich: "So, ich bin jetzt alt ...genug mal eine Zigarette zu probieren..."
- als 13 - jähriger sagte ich: " So , ich bin jetzt alt ... genug um mal auf erotische Entdeckunstour zug ehen."
- als 15 - jähriger sagte ich : " So, ich bin jetzt alt ...genug um mich vollaufen zu lassen"
- als 20 - jähriger sagte ich: "So ich bin jetzt alt ... genug um eine Tischrede zu halten..."
- als 30 -jähriger sagte ich: "So, ich bin jetzt alt...genug um etwas Gescheites im Leben zu tun / (Studium, Familie, Karriere)
- als 40-jähriger sage ich:"So, ich bin jetzt alt genug...um alt zu werden, den Tod als steten Begleiter zur Seite zu haben und das Leben als Erfüllung zu erleben."
- als 80-jähriger hoffe ich sagen zu können: "So jetzt bin ich alt genug um wie ein 4 Jähriges Kind zu sein..."
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Klaus Dieter Untch edited this comment 5 months ago.
Christiane Krestel-Al Khouri says:
Lieber (Breader) Klaus,
ich bin gespannt, was du sagst, wenn du 60 oder gar 70 bist über das was du jetzt gesagt hast- insbesondere über das als 40-jähriger! Es wird sicherlich etwas Positives sein, aber höchstwahrscheinlich wird es sich unterscheiden, von dem,was du jetzt gesagt hast! Allerdings das mit der 80 könnte hinkommen. Im Nebeneffekt kennen wir jetzt deine Biographie; vielen Dank dafür. Also mit 4 sollte man sein Kind Klavier lehren? Ich glaub meines lernt zuerst Trompete vom Opa.
Ich muß allerdings nachfragen, was du meinst mit "Mut" und "verstecken"?? Das klingt als ob die 80-jährigen etwas Unnatürliches täten, indem sie Chormitglieder sind od bleiben. Wenn sie gesund und fit sind mitzumachen, dann fühlen sie sich ja nicht wie wir Nicht-80-jährigen es erwarten, nämlich schwach und gebrechlich, sondern stark und jünger als sie vielleicht selbst unter dieser Zahl erwarten. Sie könnten gekränkt sein, darüber, dass du ihre Anwesenheit im Chor als Mut bezeichnest. Aber das werden sie nicht, denn sie sind so reif, dass sie in dieser Sache locker Nachsicht mit dir jungem Hupfer üben werden.:-)
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Frieda Varwig replies:
Hallo Christiane,
ich habe den Eindruck dass Du sehr realistisch bist und keine Träumerin.
Betrachte diesen Kommentar als positiv.
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Christiane Krestel-Al Khouri replies:
Liebe Frieda,
okay. Ich nehme es sogar als Kompliment. Hoffen wir nur, dass du tatsächlich recht hast...!
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )
Christiane Krestel-Al Khouri says:
Noch einpaar fast passende Zitate gefunden:
Das perfekte Alter liegt irgendwo zwischen "junger Ignorant" und "alter Besserwisser. (Willy Meurer) Es gibt Menschen, die im Alter ihre Jugend haben. (Richard Rothe)
Erfahrung heißt gar nichts, man kann seine Sache auch 35 Jahre lang falsch machen. (Kurt Tucholsky)
Wer seiner Jugend nachläuft, läuft dem Alter in die Arme. (Willy Milowitsch)
Alt werden, das ist Gottes Gunst. Jung bleiben, das ist Lebenskunst. (Goethe)
Mit 20 hat jeder das Gesicht, das Gott ihm gegeben hat, mit 40 das ihm das Leben gegeben hat, und mit 60 das Gesicht, das er verdient. (Albert Schweitzer).
Ich will nicht weiter nerven... adios
Posted 5 months ago. ( permalink / translate )

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