...da ich gerade in Leipzig war bot sich die Gelegenheit ein Stück Stein gewordene Geschichte näher zu besehen. das 1913 eingeweihte, 91m hohe Völkerschlachtdenkmal.


Im Jahre 1951 war ich das erste und bisher letzte mal dort, genauer wir, zweieinhalb Personen. Aber unsere Tochter erinnert sich nicht*lach. Gegenwärtig ist noch, das es durchgängig zu Fuss nach oben ging. Aber es hatte uns nichts ausgemacht. Mehr als 60 Jahre später war die Situation eine andere. Das Denkmal wurde inzwischen auf Vordermann gebracht, die Sanierung ist - ausser der Aussenanlagen - nahezu abgeschlossen. Im unterem Bereich gibt es inzwischen Fahrstühle, weiter oben sind die engen, gewendelden Treppen nach wie vor mit eigener Kraft zu bewältigen.

An dem Tag (05.10.13) war noch angenehmes Herbstwetter, ein Sonnabend. Allerhand Menschen hatten sich dort angesammelt, ein wenig Gedrängel gab es schon. Nach und nach haben wir uns nach oben vorgearbeitet und in den jeweiligen Etagen die Monumentalfiguren besehen. Insgesamt ein mächtiges Bauwerk mit einer riesigen Kuppel und allerhand Zierrat.
Kuppel Krypta Aussenposten
Im oberen Treppenbereich - für füllige Menschen nicht zu empfehlen - ist sinnvollerweise ein Ampelregelung installiert! Der Aufstieg zu den Plattformen hat sich für uns wirklich gelohnt, bei mäßiger Bewölkung konnte man Leipzig mal wieder von oben betrachten, die Ausblicke mussten natürlich auch fotografisch festgehalten werden für die daheim gebliebenen.
stadtwärts Blick zum Friedhof

Derzeit ist ja Leipzig mit diversen Veranstaltungen anlässlich des Schlachtens von um die 100 000 Menschen vor 200 Jahren befasst. Im Panometer wird der Zustand nach der Schlacht dargestellt, ein Versuch das Grauen nachvollziehbar vor Augen zu führen, vielleicht auch zu mahnen. Andere Leute haben sich die Aufgabe gestellt die Schlacht im Raum Leipzig nachzustellen. Über Sinn und Unsinn wird heftig polemisiert. Verständlich.
(Als Stoff für ein Musical ist dieses Ereignis wohl (noch) nicht vorgesehen, aber wer weiss)

Die Geschichte der Menschheit als Geschichte von Kriegen wird sich jedoch kaum ändern!

Nach der ausführlichen Besichtigung war es Zeit für eine Stärkung. Sinnvollerweise wurde die Gaststätte "Napoleonstein", hier trafen sich einst Napoleon und Murat, ausgewählt. Gutes Essen, dort selbst gebrautes Bier rundeten den Leipzigbesuch ab.

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de.wikipedia.org/wiki/Völkerschlachtdenkmal