Der Tag (22.08.13) war noch jung, kühl, aber sonnig. Geeignet zu einer kleinen Tour. Es trieb uns Richtung Erzgebirge, entlang eines Stückes des schönen Muldentals über kurvenreiche, aber gut erhaltene Strassen. Mittags, so war unsere Vorstellung sind wir wieder zu Hause.
Irgendwo, wir wussten schon wo, gings links ab nach Blockhausen, gehört zu Dorfchemnitz. Die Schotterstrasse mit Sperrschild, aber für Anlieger frei. Wir hatten ein Anliegen, also aufwärts. Weit und breit kein Fahrzeug, kein Mensch. Wir waren alleinige Besucher auf der Anhöhe, wie schön.

Jedes Jahr zu Pfingsten ist dort grosses Kettensägertreffen mit Könnern aus aller Welt, jedes Jahr ein vorgegebenes Thema und dann legen sie los. Alle Wiesen ringsum sind blechbedeckt .

Aber heute sahen wir uns die dort verbliebenen Skulpturen, vorwiegend von 1912 - sie bezogen sich auf die "Hebammensage" der Sabine Ebert - und die von 2013 - entstanden bei der X.Huskycup-Einzelweltmeisterschaft der Kettensäger. Thema: Sternkreiszeichen. Ein etwas mystikbehaftetes Thema. Die Umsetzungen können sich sehen lassen!
Der Betrieb sah dann etwa so aus: www.youtube.com/watch?v=VduVxZnlJmY

Wir ließen uns Zeit, Kamera, iPhone und iPod waren zur Hand, es gab so manches festzuhalten. Die Kettensäger hatten hier ihrer Fantasie vollen Lauf gelassen, die Skulpturen ließen es deutlich werden.
Die Hebamme Sternkreiszeichen Schütze Sternkreiszeichen Löwe Sternkreiszeichen Widder






Auf der Anhöhe von dort konnte die noch sommerliche Landschaft in Augenschein genommen werden. Einmal in der Gegend ließen wir uns über schmale, aber gute Strassen, auch über brauchbare Wirtschaftswege treiben.
In Wolfsgrund ein Gasthaus, großer Parkplatz. Aber geschlossen, wer kommt auch schon dorthin? Weiter über die noch grünen Fluren trödeln - niemand störte uns - unter Betrachtung der Gegend nach Dorfchemnitz, eines der Reihendörfer des Erzgebirges.
Am Wege lag auch der Eisenhammer, eine gut gepflegte Anlage, aber, wie sollte es anders sein, erst am Nachmittag zugängig. Naja, die Außenanlagen waren auch ganz instruktiv, Mühlgraben, "Wasserweiche", Mühlrad und schließlich das schmucke Wohnhaus. Ein Mordstein fand sich auch, was es alles so gibt.
Langsam meldete sich der Magen, aber gastliche Stätten waren wenige, offen hatte keine, allerdings duftete es an einer Stelle nach frischen Bratkartoffeln, wie gemein .
Selbst zu kochen hatten wir nun doch aus dem Sinn verloren. Ab nach Freiberg, dort in unsere "fast" Stammkneipe, die "Orgelpfeife" an unseren "fast" Stammtisch. Geht doch! Und es gab Bratkartoffeln. Mit frischen Pfifferlingen und einem leckerem Salat. Ein schönes Dunkles, ein Orangensaft dazu. Zum Abrunden - es war nicht wirklich nötig - ein Knuspereis mit Sahne. Obendrauf einen Espresso, aber doppelt!
Der Vormittag war ordentlich ausgefüllt, inzwischen war es warm geworden, gut für Balkonien am Nachmittag.