About this blog

  • 19 posts
  • 2 454 visits
November 2009
  Sun Mon Tue Wed Thu Fri Sat  
  1 2 3 4 5 6 7  
  8 9 10 11 12 13 14  
  15 16 17 18 19 20 21  
  22 23 24 25 26 27 28  
  29 30            

Archives

November 9, 2009

Tagebuch einer Weltmeisterschaft (III)

2.11. Tag X, Nummer zwei. Früh aufstehen war das Motto. Denn gleich der dritte Kampf des Tages sollte Johns zweiter Finalkampf sein.Und Thomas ist heute auch noch an der Reihe. Deswegen waren wir überpünklich vor Ort. Nur um festzustellen, dass die WKA uns mal wieder zum Warten verdammt. Alle Türen sind noch geschlossen, so dass sowohl Sportler wie auch Zuschauer davor sitzen und sich irgendwie die Zeit vertreiben. Nach beinahe einer Stunde Wartezeit öffnen sich dann noch die Pforten und menge strömt in den Saal. Der Ardenalinspiegel steigt. Doch nichts passiert. Sollte der Kampf eigentlich 10.30 stattfinden, verschiebt er sich bis 11.50...und dann musste es wie immer plötzlich schnell gehen. Gleich Gewichtsklasse, gleicher Gegner, aber diesmal ist es Kickboxen Lowkick. Und wie bei Thai ist John nach dem Gong sofort da und setzt seinem Gegner gewaltig zu. Der Libanese kann keinen Stich setzen. John lässt nicht nach und sein Gegner schwankt schon. Er geht zu Boden, steht wieder auf und schwankt weiter. Das wird nichts für ihn. John ist einfach zu gut drauf. Bereits zu Beginn der zweiten Runde geht Mohamed wieder zu Boden. Er wird angezählt, kann aber weiter boxen. Er geht erneut zu Boden und wird wieder angezählt. Doch diesmal winkt er ab. Spuckt den Mundschutz aus und gibt auf!!

Finale Kickboxing 2009
Finale Kickboxing 2009
Wir sind noch ziemlich baff...denn es ist unglaublich....John ist erneut Weltmeister geworden!!! Es ist einfach zu geil. So unglaublich toll. Jubel. John grinst und grinst. Und das zu Recht. Zweimal Weltmeister durch technisches KO. Und sein Gegner hat gut daran getan aufzugeben. Denn John hätte ihn ohneweiteres platt gemacht. Er war einfach zu gut drauf. Ich bin echt begeistert. Und super stolz.

Sieger Thomas Neugebauer
Sieger Thomas Neugebauer
Es geht Schlag auf Schlag weiter. Thomas Finalkampft steht an. Ebenfalls im Kickboxen. Aber eine höhere Gewichtsklasse. John hat sich zu uns in die erste Reige gesetzt um Thomas mitanzufeuern. Und das kann er auch. Denn er hat ein gewaltiges Orgran. Thomas' Gegner ist Daniel Dörrer (Deutschland). Beide kennen sich schon von früherer Kämpfen. Von Beginn an, liefert Thomas einen guten und konzentrierten Kampf ab. Er teilt gut aus und lässt nicht nach. Der Kampf geht über drei Runden. Doch Thomas ist klar der aktivere und vor allem hat er mehr Treffer gesetzt. Jetzt heißt es warten auf die Entscheidung der Schiedsrichter. Und dann endlich...Thomas' Arm geht nach oben! Es ist geschafft! Thomas ist Weltmeister. Klasse. Seine Erlösung ist sichtbar und vor allem hörbar. Ein Freudenschrei erschüttert den Ring.

Was für ein gelungener Tag. Es ist einfach perfekt gelaufen.

Published at 17:09 ( 0 comments / 69 visits )
This post is public

November 9, 2009

Tagebuch einer Weltmeisterschaft (II)

1.11. Heute ist Tag X. Heute geht es um die Wurst. Heute ist Finaltag. Am Abend soll Johns Kampf stattfinden. Irgendwann zwischen 19 und 20.30 Uhr. Bei der WKA weiß man das nie so genau, deswegen ist dem Fall Überpünkltichkeit eine echte Tugend.

Finale Thai Boxing 2009
Finale Thai Boxing 2009
Die Stimmung ist gewaltig aufgeheizt. Auf den Matten neben dem Ring kämpft gerade das deutsche Leichtkontakt Team gegen England, so dass richtig laut. John ist hoch konzentriert und lässt sich von dem Lärm nicht ablenken. Wir haben uns einen Platz in der ersten Reihe direkt am Ring gesucht. Die Nervosität steigt. Die Knie werden weich und die Hände feucht. Die Spannung steigt ins Unermeßliche. Der Gong ertönt und John geht gleich auf seinen Gegner Aoudi Mohamad (Libanon) los. Der scheint etwas überrascht zu sein von der Wucht, die auf ihm zu kommt. Wir schreien was das Zeug hält, als gebe es kein Morgen. John hält weiter drauf. Nur nicht nachlässig werden. Einmal reißt sein Gegner ihn mit auf dem Boden, aber zum Glück ist nichts passiert. John ist total gut drauf und kämpft konzentriert. Er hält immer seine Deckung und dann schickt er seinen Gegner auf dem Boden. Der Schiedsrichter zählt ihn bis acht an. Zählt aber nicht, wie er sollte, durch. John lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen und macht offensiv weiter. Von da an liegt sein Gegner nur noch am Boden. Am Ende der ersten Runde is klar erkennbar, wer den Kampf dominiert. Und wenn John so weiter macht, ist ein KO nur einen Frage von Sekunden. Die zweite Runde beginnt. Wir schreien noch immer was das Zeug hält. Für einen Moment schaut Johns Gegner ins unsere Richtung ist von unserer Lautstärke irritiert. Es dauert nicht lange und Mohamad geht wieder zu Boden. Er steht auf, nur um wieder zu Boden zu gehen. John hält unnachlässig drauf. Plötzlich wirft der Trainer von Mohamad das Handtuch. Kurzer Moment des Schocks...was soll das denn...wieso werfen die denn mit Sache nach John....aber dann...oh mein Gott....John hat gewonnen!!! Die geben auf! John ist Weltmeister! Unfassbar! Wie geil ist das denn.

Finale Thai Boxing 2009
Finale Thai Boxing 2009
John kann es selbst noch gar nicht fassen. Er grinst wie ein Schneekönig. Zu recht. Und ich erst. Ich bin voll aus dem Häuschen. Und alle anderen auch. Endlich. Endlich. Es ist eine Erleichterung und ein großartiges Gefühl. Wir haben gegröhlt wie die Weltmeister. Es ist einfach zu geil. Wahnsinn Wahnsinn.

Finale Thai Boxing 2009
Finale Thai Boxing 2009
Doch zum Feiern bleibt nicht viel Zeit. Denn morgen früh, ist das zweite Finale von John.

Published at 15:42 ( 0 comments / 39 visits )
This post is public

November 9, 2009

Tagebuch einer Weltmeisterschaft (I)

30.10. Es ist Freitag und damit ist heute der erste Kampftag für John. Deswegen sind wir früh raus um rechtzeitig am Ort des Geschehens zu sein. Pünktlich zehn Uhr waren wir dort und viel später hätten wir nicht kommen dürfen, denn allees ging dann ziemlich schnell. 20 € pro Nase sind schon heftig, aber was will man da machen. Und da ist er wieder...der Eindruck, den ich in Berlin gewonnen hatte, irgendwie hat es die WKA nicht so mit der Organisation. Zu viele Sportler und Zuschauer auf einen Raum. Alles ist zu eng, es ist kaum ein durchkommen. Die Luft läßt auch sehr zu wünschen übrig, ziemlich stickig. Ein Mischung aus Schweiß, verschiedenen Creme- und Ölsorten. Ein Ring hat den ersten Wettkampftag nicht überstanden. Täglich ändern sich die Startzeiten und die Abläufe...Aber was solls...das Wichtigste ist Johns Kampf. Er tritt sowohl im Thaiboxen als auch im Kickboxen in der Gewichtsklasse bis 75kg an. Heute ist Thai an der Reihe.

First Round Thai Boxing 2009
First Round Thai Boxing 2009
Sein Gegner Shala Armend kommt aus dem Kosovo und muss mit dem ersten Gong-Schlag einiges einstecken. Einmal allerdings läuft John geradewegs ins Armends Faust und wird angezählt. Es ist eine kurze Schrecksekunde, die John nicht aus dem Konzept bringt. Ganz im Gegenteil, jetzt dreht er gewaltig auf. Er teilt richtig aus und sein Gegner muss einiges wegstecken. Zweimal wird dieser angezählt, aber er will einfach nicht umfallen. Mano, was der alles einstecken kann. Aber es hilft nichts. John ist der deutlich aktiver und auch derjenige der mehr Treffer setzt. Dennoch geht der Kampf über drei Runden, den John am Ende klar gewinnt. Super Kampf und der Adrenalinspiegel ist in die Höhe geschnellt. Der Weg ins Finale ist frei.

Es bleibt keine Zeit zum Luft holen, denn Thomas ist an der Reihe. Er tritt in der Gewichtsklasse bis 85 Kilo im Kickboxen an. Sein Gegner ist Dragovic Radomir (Montenegro) und wie immer muss alles plötzlich ganz schnell gehen, so dass die (Schutz)Schuhe fehlen. Zäh geht es am Anfang voran. Der Kopfschutz hält nicht richtig, die Schuhe gehen auf...irgendwie ist es bei Thomas immer das Gleiche. Aber er macht einen guten Kampf und bleibt am Ball. Läßt sich nicht unterkriegen und das wird nach drei Runden auch belohnt. Thomas gewinnt und steht damit ebenso im Finale wie John.

First Round Thai Boxing
First Round Thai Boxing
Ein toller Tag. Klasse Stimmung und es kann nur noch besser werden...

Published at 14:04 ( 0 comments / 43 visits )
This post is public

November 9, 2009

Schlag auf Schlag...WKA Weltmeisterschaft 2009 im Kickboxen

Es war wieder soweit. Diesmal ging es im Süden Spaniens heiß her. Im wahrsten Sinne des Wortes. Punta Umbría war Austragungsort der diesjährigen WKA Weltmeisterschaft im Kickboxen (27.10.-3.11.2009).

Mit von der Partie war natürlich wieder mein Bruder John Kallenbach, der sowohl als deutscher und schweizer Meister, früh das Ticket für die Meisterschaft buchte. Auch sein Trainingskollege Thomas Neugebauer war dabei, so dass der Rudolstäder Verein Narong Gym zwei erstklassige Sportler am Start hatte.

Natürlich hab ich mir das nicht nehmen lassen und habe mich gemeinsam mit meinem Freund und einer Freundin auf dem Weg nach Spanien gemacht. Wir haben die Weltmeisterschaft gleich nutzt, um einen Roadtrip durch Frankreich und Spanien zu machen. (In den nächsten Tagen werde ich nach und nach auch dazu was schreiben und ein Bilder hochladen )

Die WKA hat sich dieses Jahr in einen riesiges Hotel am Meer eingemietet, so dass alle Sportler an einem Ort untergebracht waren und nicht wie in Berlin erste lange Wege zur Wettkampfstätte auf sich nehmen mussten. Definitiv ein Pluspunkt. Mal sehen ob der erste gute Eindruck standhält, wenn die Wettkämpfe beginnen.



Published at 13:35 ( 0 comments / 46 visits )
This post is public

June 26, 2009

RIP: Michael Jackson died

Seit ich elf bin, bin ich ein großer Michael Jackson Fan. Ich habe dutzende von Poster und Bilder gesammelt, ich habe beinahe jedes Album. 1997 habe ich ihn live gesehen. Ich habe gehofft, dass diese Comeback-Tour wirklich stattfindet, denn ich wäre so gerne nochmal auf ein Konzert gegangen...

Aber nun...nun ist einer der genialsten Sänger gestorben. Eigentlich ist es unvorstellbar, doch die Live-Ticker von CNN, BBC oder N-TV erinnern jede Sekunde daran, dass es leider wahr ist. Als Kind dachte ich immer er wird ewig leben.Später habe ich dann einfach gehofft, dass er sich irgendwann fängt und seinen exzentrischen Lebensstil ablegt. Aber wahrscheinlich war er eine Geisel seiner selbst.Was bleibt ist seine großartige Musik. Seine Songs sind so vielfältig, so einmalig, dass sie mich immer bewegen werden. Bleibt zu hoffen, dass die Welt sein musikalisches Erbe in Erinnerung behält und nicht seinen fragwürdigen Lebensstil.

Since I'm eleven I am a hugh Michael Jackson. I collected dozens of poster and pictures, I have almost every album. In 1997 I went to a concert and saw him live. I really hoped that this Comebacktour will happen, because I wanted to go again to concert...

But now...now one of the most genius singers is dead. Actually, it is unbelievable, but BCC, CNN and N-TV keep telling that ist true. As a child I believed he will live for ever. Later I just hope he would change his "bizzare lifestyle. But I guess he just was hostage of himself. What stays is his great music. His songs are so unique that their always wil move me. Hopefully the world will remember his musical legacy and not his questionable lifestyle.



Published at 08:32 ( 0 comments / 125 visits )
This post is public

June 4, 2009

Barack Obama in Dresden

Er kommt. Oh mein Gott, er kommt. Und niemand wird ihn aufhalten. Nur noch wenige Stunden. Dann ist er da. Im Schlepptau hat er seine Frau, vielleicht die Bundeskanzlerin, jede Menge Bodyguards und dutzende laufende Steuergelder in Form von gut gepolsterten Polizisten. Dresden empfängt den „Mr. President“. Mit selbstgebastelten Wimpeln, Fahnen und Schildern. Die Anleitungen dazu werden großzügig auf der Internetpräsenz der Stadt Dresden zur Verfügung gestellt. Das ist auf jeden Fall besser wenn die Markthändler, die ihr Obst und Gemüse sonst auf dem Wochenmarkt anbieten, dem Präsidenten entgegen werfen. Mit Tomaten- und Eierwerfern kennt man sich im Osten ja aus. Aber abgesehen davon ist alles wie sonst auch. Ob die Parkplätze in der Innenstadt nun voll oder gesperrt sind, macht keinen Unterschied. Und fotografierwütige Touristen rennen immer planlos durch die Altstadt. Warum also so einen Aufriss betreiben wegen eines Touristen aus Washington?!

Published at 17:39 ( 0 comments / 64 visits )
This post is public

May 14, 2009

Ist so ein Männerding...(2)

Irgendwann wurde das Chaos doch noch überwunden. Und Thomas tritt endlich an. Hoch motiviert, geht es auch gleich zur Sache. Und so überrascht es nicht, dass Thomas aus meiner Sicht klar gewinnt.

Nasse Hände, ein flaues Gefühl im Magen und leicht zittrische Knie verraten es, ich bin super nervös, denn endlich ist es soweit. Nach einer Wartezeit von geschlagenen sieben Stunden ist mein Bruder an der Reihe. Das Chaos ist wieder zurück, denn John wird nicht als John Kallenbach, sondern Jan Kallembach angekündigt. Naja, wie sagt man so schön: "Wer lesen kann, ist klar im Vorteil." Da helfen auch keine Proteste von Antje und meiner Seite, John heißt heute eben Jan. Wie auch immer. Konzentriert und mit ein furchteinflüßenden Blick betritt er den Ring. Ich bin mal wieder aufregt und sehr gespannt. Jetzt heißt es Daumen.

Johns Gegner kommt aus Rudolstadt. Beide kennen sich von früheren Kämpfen. Und so ist zu erwarten, dass beide nicht zimperlich mit einander umgehen werden. Es ertönt der Gong und schon gehts es los. John will es gleich von Anfang an wissen und teil gewaltig aus. Und so geht sein Gegner in der ersten Runde zum ersten Mal zu Boden. Es folgt die zweite Runde und wie in der ersten haut John gewaltig drauf. Sicher hier und da muss er auch einiges einstecken, einmal rutscht er sogar aus, aber dann macht er den Sack zu als sein Gegner erneut zu Boden geht und angezählt wird - sechs, sieben, acht, neun, zehn. Und aus.

Deutsche Meisterschaft 2009 - Dresden
Deutsche Meisterschaft 2009 -…

Juhuuuu. John ist Deutscher Meister. Der Jubel ist riesig. Zu recht, denn John hat den Kampf klar dominiert. Ich bin tierisch erleichert und freu mich riesig...es war klasse. Super spannend. Jetzt bin ich nur echt stolz.

Deutsche Meisterschaft 2009 - Dresden
Deutsche Meisterschaft 2009 -…
Deutsche Meisterschaft 2009 - Dresden
Deutsche Meisterschaft 2009 -…

Jetzt nochmal Kräfte sammlen für den letzten Kampf des Tages, dennThomas ist in seiner Gewichtsklasse im Finale und tritt gegen einen Lokalmatador an. Auch geht es hoch her. Thomas ist super motiviert und hat das Ziel, den Titel, klar vor auch. Doch nach drei Runden steht es unentschieden und es muss eine weitere Runde geboxt werden. Das rettet den Dresdner nicht, denn Thomas teil gewaltig aus und wird nach dem Gong mit dem Titel in der Klasse 85 kg belohnt.

Es war ein richtig langer Tag, mit Wartenzeit scheinbar ohne Ende, spannenden Kämpfen und großen Jubel.

Aber jedes Wochenende will ich das nicht haben, das ist mir dann doch zu nervenaufreibend.



Published at 09:57 ( 1 comment / 107 visits )
This post is public

May 10, 2009

Ist so ein Männerding...(1)

Was finden Männer daran sich in einen Ring zu stellen und darauf zu warten das auf sie eingeprügelt wird? Nun die Antwort scheint ziemlich simpel zu sein: "Das ist so ein Männerding". So zumindest erklärt es mein Bruder John. Und der weiß wovon er spricht, schließlich boxt er selbst. Und das ziemlich erfolgreich, wie ich nicht ohne Stolz zugeben muss. Gestern war auch mal wieder ein Tag des Stolzes wie die Klingonen vielleicht meinen würden, nur ein kleine Anspielung auf den aktuellen Star Trek Film, den ich echt klasse fand, auch wenn da diesmal gar keine Klingonen mitspielen. Aber davon wollte ich gar nicht berichten... Immer diese Gedankensprünge...

Eigentlich wollte ich von der gestrigen WKA Deutschen Meisterschaft im Ringsport (Kickboxen etc) in Dresden berichten. Bis auf ein paar wenige Kämpfe auf Video, war das mein zweiter Live-Kampf von John. Und eigentlich dachte ich, dass ich nach der Weltmeisterschaft in Berlin sowas nicht nochmal durchstehe. Aber wenn er schon in Dresden boxt, brauch' ich nicht zweimal nachdenken. Diesmal hab ich sogar Unterstützung mitgebracht. Meine Freundin Antje, genau die mit demselben Bollywoodtick wie ich, wollte sich das Ereignis nicht entgehen lassen. Vizeweltmeister John Kallenbach in Dresden - das ist doch mal ein Erlebnis.

Laut Ausschreibung der Ringsport Akademie war Wiegen der Sportler pünktlich um 10.30 Uhr und danach sollten gleich die Kämpfe beginnen. Aber Pünklichkeit ist bei der WKA äußerst relativ. Dem entsprechend hat es auch bis 13.30 gedauert, bis der erste Kämpfer in den Ring stieg...ein junger Mann von vielleicht 12 Jahren. Ohne große Anstrengungen hat er einen Pokal errungen...leider gab es kein Gegner für ihn. Traurig, traurig...wirklich glücklich sah er nicht aus. Nun gut, dass war der erste Kampf. 45 waren für den Tag geplant. Thomas Neugebauer, genau wie John von Narong Gym und Teilnehmer an der Weltmeisterschaft in Berlin, war erst im 12. Kampf dran, Torsten Campe im 39. und John erst am 42. Der Tag wurde also eine Geduldsprobe. Wieder mal.

Antje war genauso gespannt wie ein Regenschirm wie ich. Nur das sie sich noch nicht so richtig vorstellen konnte was bei einen Kampf so abgeht. Die eine oder andere Nase kann schon mal bluten. Spätestens nach dem ersten ordentlichen Männerkampf stieg der Adrenalinspiegel...das ist also das "Männerding". Interessant und sehr sehr spannend.

Nach Stunden war endlich der 12. Kampf da....Thomas' Kampf und zwar in Vollkontakt. Ich könnte jetzt mein wahnsinniges Wissen über "Vollkontakt" und "K1" kundtun, aber ich weiß eigentlich nur, dass Vollkontakt in langen Hosen stattfindet und K1 in kurzen und das es irgendwelche Regelunterschiede gibt, aber welche das sind...Mensch, und da hatte sich Christian letztes Jahr in Berlin so viel Mühe gegeben mir ein paar Regeln zu erklären...naja, Daumen drücke und anfeuern geht auch ohne Regelwerk. Leider hat es in dem Fall nicht viel genützt. Aber Thomas hat ja noch eine weitere Chance, weil er ebenfalls K1 kämpft. Aber das wird erst Kampf Nummer 31 sein. Das muntere Warten geht also weiter....unerklärlich, warum die WKA solche Probleme hat Wettkämpfe gut zu organisieren...als weltgrößter Verband sollte man da doch auf einige Erfahrungswerte zurückgreifen können...

Nun gut, Stunden später so gegen 19 Uhr ist endlich Thomas wieder an der Reihe...die Spannung steigt...doch wie bereits bei den anderen Kämpfen zu vor, bricht das Chaos wieder aus...Thomas' Gegner tritt nicht an, damit gewinnt er kampflos. Wenig später soll das "Halbfinale" sein, beide Gegner sind da, doch der Ringsprecher blickt in seinem Zettelwirrwar nicht mehr durch und beide Kämpfer verlassen wieder den Ring noch vor dem Gong. Stattdessen findet ein anderen Kampf. Chaos pur...


Published at 20:19 ( 0 comments / 92 visits )
This post is public

March 5, 2009

Bollywood....

Ich gebe es zu, ich liebe Bollywood-Filme. Und das seit über fünf Jahren. Hatte ich am Anfang noch erwartet, dass auf das Verliebtsein schnell Ernüchterung folgt, weiß ich heute das es eine innige Beziehung geworden ist, die von Dauer sein wird. Denn keinen Film lasse ich aus und niemand zaubert mich schneller ein Lächeln auf die Lippen als Shah Rukh Khan.

Doch was wäre eine Passion, wenn man sie mit niemanden teilen kann. Bei mir ist das meine Freundin Antje, die genau wie ich jeden Film in sich aufsaugt und in voller Vorfreude auf den nächsten ist. Wenn es doch nur immer nicht solange dauern würde...

Mein Traum war immer ein Sari. Jetzt endlich habe ich mir diesen erfüllt. Sechs Meter Stoff im schönesten Weinrot und mit Gold bestickt, nenn ich mein eigen. Natürlich will so ein Sari auch ordentlich gewickelt sein. Zum Glück es ja Anleitungen....und Antje.

Meine Anleitung umfasst acht Schritte. Voller Optimismus machen wir uns ans Werk. Das kann ja nicht so schwierig sein.....Ist eigentlich auch nicht, wenn man einmal geklärt wo recht uns links ist und wenn man weiß wie man Schritt drei am besten angeht. "Nun müssen Sie aus dem verbleibenden Stoff ca. 1m raffen. Falten Sie dieses so, dass eine Ziehharmonika entsteht." Mh...eine kurzer Blick und es ist klar, Antje und ich denken mal wieder dasselbe: wie faltet man so viel Stoff zu einer Ziehharmonika? Naja, probieren geht ja bekanntlich über studieren....

Und siehe da, es geht doch ganz einfach und schneller als wir dachten, bin ich in sechs Meter Stoff eingehüllt. Es ist ein traumhaftes Gefühl und ich hab noch nie etwas so angenehmes getragen....ich mag mein Sari gar nicht mehr ausziehen.

Mein Sari und ich...
Mein Sari und ich...


Published at 21:36 ( 0 comments / 108 visits )
This post is public

March 4, 2009

Es begann mit einem Auto...

Unverwechselbar und überragend. Eine Legende auf der Leinwand und hinter der Kamera -Clint Eastwood. Sein neuester Coup „Gran Torino“ spiegelt genau das wider. Das Drama um den verbitterten Kriegsveteranen Walt Kowalski, der sich mit seinen langgepflegten Vorurteilen gegen alles „nicht amerikanische“ stellt, ist ein Film, der von der typischen eastwoodischen Intensität lebt. Die Rolle des zerknirschten, eigenwilligen, unflexiblen Walt ist Eastwood nicht nur auf dem Leib geschrieben, sondern sie prägt den gesamten Film Nur schwer kann sich Walt mit seinen neuen Hmong-Nachbarn abfinden. Als der 16jährige Tao (Bee Vang) versucht seine einzige Lebensfreude, den 1972er Gran Torino zu stehlen, öffnet er sich zähneknirschend seinem Umfeld. Er nimmt sich Taos an. Während Walt sich überwindet, wird Tao in das Gang-Treiben seines Cousins hineingezogen. Bis Walt letztlich, beinahe ohnmächtig feststellen muß, solange es Gangs gibt, werden Tao und seine Schwester Sue keinen Frieden finden.

„Gran Torino“ wagt den Blick in das Innenleben eines 78jährigen frustrierten, von Vorurteilen zerfressenen Mannes. Das stetige Geknurre Eastwoods zeigt auf simple und doch geniale Weise Walts Unzufriedenheiten. Und während Walt über die Welt nur den Kopf schüttelt, versucht Tao verzweifelt seinen Weg zwischen zwei Kulturen findet. Ein Film der von Diskriminierung, Wut und Rassismus auf so beeindruckende und sensible Art erzählt, daß er nicht nur nachdenklich stimmt, sondern einen bleibenden Eindruck hinterläßt, der noch lange nachhallt.

Published at 16:57 ( 0 comments / 72 visits )
This post is public

February 6, 2009

Politschauspiel

"Frost/Nixon"



Die Watergate-Affäre erschütterte die Grundfesten der amerikanischen Demokratie. Sie kostete Richard Nixon die Präsidentschaft. 1977, drei Jahre nach seinem Rücktritt, trifft er sich zu einer Interviewreihe mit dem britischen Showmaster David Frost. Sein sinkender Stern am Showhimmel und die kühne Vorstellung Millionen Menschen vor den Fernseher zu locken, bewegten ihn zu dem beinahe waghalsigen und vor allem kostspieligen Unternehmen.

Ron Howard („A Beautiful Mind“) inszeniert das Bühnenstück „Frost/Nixon“ für die Kinoleinwand und setzt dabei auf die Originalbesetzung Michael Sheen („The Queen“) als Frost und Frank Langella („Die neun Pforten“) als Nixon. Der Film lebt von zynischen Schlagabtauschen. Sheen stellt Frosts verzweifelten Wunsch nach Anerkennung so glaubwürdig dar, daß seine Schauspielkunst nur noch von Langella getoppt wird. Sein Nixon ist so großartig dargestellt, daß es keinen Zweifel gibt: Langella ist Nixon.

Bundesstart: 5. Februar

Erschienen in der ad rem, am 4. Februar 2008, S.13

Published at 19:35 ( 0 comments / 87 visits )
This post is public

December 3rd, 2008

Hoch zu Roß'

Ich wollte schon immer mal reiten. Nicht auf einem Schaukelpferd, sondern einem echten, lebendigen Pferd. Ich stellte mir immer vor wie dabei meine Haare im Wind faltern.

Irgendwann, irgendwo muss ich diesen Wunsch, mit dem Reiten und weniger das mit den Haaren, laut geäußert habe. Denn die liebe Maria hat es in einer ihrer vielen grauen Zellen abgespeichert um dann pünktlich an meinem Älterwerdentag, umgangssprachlich auch Geburtstag genannt, mit einer Überraschung aufzutrupfen. Zwei Woche mußte ich mich gedulden. Das ist schon fast eine unmenschliche lange Zeit. Nur einen kleinen Hinweis, ich gebe zu nicht gerade hilfreichen Hinweis, habe ich bekommen...warme Kleidung, die auch dreckig werden kann und keine Jeans...oh je. In meinen Träumen musste ich mit Maria durch die tiefste Sandwüste laufen (ja ich weiß, Wüste und warme Kleidung passt nicht zusammen, aber das soll einer mal meinen Träumen sagen!), auf hohe steile Berge klettern oder viel schlimmer wandern über Stock und Stein und dabei Flüsse überspringen. Gerade das Letztere war doch eine erschreckende Vorstellung. Es half nichts, ich mußte warten und grübeln. Snowboarden könnte es auch sein. Immerhin hatte Maria mal auf so einen seltsamgeformten Brett gestanden. Spaß mag es ja gemacht haben, aber das dicke Knie danach hat da irgendwie was anderes erzählt. Keine sehr erbauliche Vorstellung.

Zwei Tage vorher flatterte dann noch eine Hinweismail ins Haus. Um Neun geht es los. Ich soll an warme Kleidung und feste Schuhe denken. Und was zum Essen einpacken. Oh Gott...es ist doch Wandern...

Heute endlich war es dann soweit. Kurz nach neun wurde ich abgeholt. Es ging erstmal auf die Autobahn. Und nach einer gefühlten Ewigkeit und vielen Rechtskurven waren wir dann da - in Haselbachtal. Das Schild am Parkplatz verrät es mir.. ja, wir gehen reiten. Wie toll. Hoffentlich sind es nicht so große Pferde, habe ich noch im Auto gedacht. Nach dem Ausstiegen machte mir die Kälte und vor allem der bitterkalte Wind mehr Sorgen.

Kein großen Pferd...nein Islandponys. Unsere Reitlehrerin Katharina stellt mir mein Pferdchen vor...es heißt Draumur, was soviel wie Traum bedeutet. Schicken kleines Pony mit einer langen Mahne. Bevor es los geht, kommt erstmal das strickeln und Hufe sauber machen. Während ich noch saghaft ans Werk gehe, ist Maria als alter Reitprofi, gut dabei. Helm auf, Handschuhe an, Sattel drauf und los gehts....und wieder erwarten komme ich gut auf das Pferd. Katharina erklärt mir geduldig was ich machen muss damit Draumur los läuft und wie ich "bremse". Hört sich alles nicht so schwierig an...aber die Praxis ist ja bekanntlich immer was anderes. Doch irgendwie geht es und Draumur trottet los. Ich versuch' daran zu denken gerade zu sitzen, die Hüfte zu entspannen, die Ferse nach unten zuhalten, die Zehen nach oben aber parallel zum Pferd zu ziehen, die Zügel nicht zu weit unten zu halten und geradeaus zu schauen.

Es geht erstaunlich gut. Selbst das lenken klappt. Und dann nach einer Weile kommt die Ansage...wir traben jetzt. Aha...und wie geht das?!

Ganz einfach, immer schön gleichzeitg mit den Schenkeln durchausüben und das Pferd damit antrieben. Gerade Draumur noch schon gemütlich in Schritt gegangen und plötzlich geht er ab wie Schmidts Katze...klasse...was für ein Gefühl...soviel Adrenalin. Und mein Haar faltert wirklich im Wind. Toll und wahnsinnig schnell, ein klein bisschen zu schnell. Zum Glück ist es ein Schulpony und kennt den Weg...denn lenken konnte ich nicht mehr. Aber ich habe es in vollen Zügen genossen.

Und dann ist die Reitstunde auch ganz schnell vorbei...leider. Nicht ganz so elegant schaffe ich es aus dem Sattel. Ist das Adrenalin erstmal weg, kehrt auch die Kälte zurück und man merkt, welche Finger und Zehen man nicht mehr spürt.

Aber ich hoch zu Roß'....was für ein Tag.




Published at 18:53 ( 2 comments / 178 visits )
This post is public

November 26, 2008

Advent, Advent...

...nein bei mir brennt noch kein Lichtlein, aber bald. Immerhin rückt der erste Advent und damit auch der 24.12 unausweichlich näher. Die Weihnachtszeit, abgesehen von den vermeintlichen Stress den uns die Konsumwelt suggerieren will, ist für mich die bester Zeit des Jahres. Ich kann es immer kaum abwarten meine Deko auszupacken. So ist das immer. Auch dieses Jahr....

Grünzeug ohne Ende...
Grünzeug ohne Ende...
Sonnabend, 23.11.2008 war es dann auch endlich soweit. Mit einer Freundin ging es in den nächstgelegenen Baumarkt um Grünzeug für die Weihnachtskränze zu kaufen. Selber machen lautet hier die Devise. Nach beinahe zehn Bündeln Grünzeug geht es zu Hause ans klein schnippeln, soll heißen die schönen Ästen werden auf Kranzgröße gestutzt.



Die richtige Wickeltechnik...
Die richtige Wickeltechnik...
Und dann geht es auch schon ans Draht wickeln....Es ist ein Pupselarbeit, aber auch eine Freude zu sehen, wie die Kränzen wachsen. Wenn man nicht gerade nochmal von vorne anfangen muss wegen falscher Wickeltechnik....



Schnell noch Mittag essen, Forelle mit Kartoffelpü, und weiter geht es...bei weihnachtlicher Musik und Räuchermännchen vergeht die Zeit wie im Fluge. Jetzt kommt der beste Teil Basteltages...den Kranz dekorieren. Wo kommen die Kerzen hin? Nimmt man lieber rote Kugeln oder doch lieber Goldene, Schleife oder doch lieber Engelshaar...Fragen über Fragen. Keine leichten Entscheidungen. Zuviel Auswahl kann eben doch das Leben schwer machen. Doch das Resultat spricht am Ende für sich....

Kleiner Kranz ganz groß...
Kleiner Kranz ganz groß...
Schick' in rot...
Schick' in rot...
Noch mehr schick in rot...
Noch mehr schick in rot...

Published at 22:09 ( 2 comments / 116 visits )
This post is public

October 26, 2008

Einmal Weltmeisterschaft hin und wieder zurück

3.30 Uhr Sonnabend morgens und mein Wecker klingelt. Was für eine christliche Zeit. Ab ins Bad, einmal das volle Programm bitte und weiter geht es in die Küche. Frühstück ruft. Die Sonne ist noch nicht mal aufgegangen, doch ich fühle mich erstaunlich fit und wach. Was vielleicht daran liegt, dass ich ein klein bisschen aufgeregt bin...immerhin geht es nach Berlin. Das alleine ist nicht der Grund für meine Aufregung, sondern viel mehr das dort die WKA Weltmeisterschaft der Ringsportarten stattfindet. Immerhin nimmt mein kleiner Bruder John daran teil. Um genau zu sein, er steht im Finale im Thaiboxen bis 85kg. Und das will ich auf keinen Fall verpassen...

In Berlin angekommen, gerade mal 7.30 Uhr, gilt es das öffentliche Verkehrssystem zu studieren um dem schnellsten Weg zur Unterkunft und dann zum SEZ (Sport- und Erlebniszentrum) zu kommen. Dort warte ich auf meinen Bruder Kenneth, Johns Zwillingsbruder, der gemeinsam mit Freunden den Weg aus Thüringen nach Berlin genommen hat.

In einer ehemaligen Schwimmhalle ist ein Ring aufgebaut. Sportler, Trainer und Publikum laufen wild umher. Alles ist so unübersichtlich und unstrukturiert. Nicht gerade das was man von einer Weltmeisterschaft erwartet. Aber darüber muss ich hinweg sehen, denn es geht um Wichtigeres.

16.00 Uhr ist es endlich so. Mein Magen hängt schon ewig durch und die eisenkalten Hände zeigen auch die Aufregung. John tigert schon seit Stunden hochkonzentriert auf und ab. Die Spannung steigt...mein Herz rast. Ich halte mich an der Kamera fest und warte auf den Gong. Und dann geht es los. Mein Herz, was gerade noch gerast hat wie wild, setzt plötzlich einen Schlag aus. Mit solche einer Wucht, mit der die Kämpfer aufeinander los gehen, hatte ich nicht gerecht. John teilt gut aus, doch sein Gegner aus dem Kosovo ebenso. Mein Blut fließt vom Kopf in die Füße und ich spüre wie ich ganz blass werde...Das es so heftig ist, hatte ich nicht erwartet. Die Masse schreit...John, John, John...aber auch die gegnerischen Fans sind euphorisch am Anfeuern. Es ist eine im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubende Stimmung. Und dann passiert es....ich mag gar nicht hinsehen...John geht zu Boden und als ich das nächste Mal hinschauen, wird er vom Schiedsrichter rausgenommen... Zerplatzt der Traum vom Weltmeistertitel.

Tränen der Enttäuschung fließen. Doch eigentlich ist Enttäuschung hier fehl am Platz. John hat einen klasse Kampf abgeliefert, nicht nur weil er mit gerade mal mit 80 Kilo um den Titel in der Gewichtsklasse 85 kg gekämpft hat. Sondern weil er ein äußerst fairer Sportsmann ist. Nicht nur ich bin mächtig stolz auf ihn, auch meine Familie und seine Freunde sind es. Und wer kann schon sagen, dass er einen Vizeweltmeister, Internationalen Deutschen Meister und Ostdeutschen Meister in der Familie hat.

Nun gut, ich kann das!

Thomas Neugebauer und John Kallenbach
Thomas Neugebauer und John Kal…

Published at 20:45 ( 2 comments / 359 visits )
This post is public

October 26, 2008

Ein Blick hinter die Mauer...

Berlin, Berlin. Ich bin mal wieder in Berlin. Ich geben offen zu, dass ich nicht der größte Fan dieser Stadt. Sie erscheint mir immer zu laut, zu groß, zu unübersichtlich, zu viele Baustellen...Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich nie wirklich Zeit hatte sie mir anzusehen. Ich war immer aus eine bestimmten Grund dort. Diesmal war das auch nicht anders, ich war nur dort um meinen Bruder zu unterstützen, aber dazu mehr in einem extra Eintrag.

Aber ein kleines Stück Geschichte wollte ich mir dann aber doch ansehen - die East Side Gallery. Immerhin sind diese 1300m die Bekanntesten der Berliner Mauer. Um den Grauschleicher ein Ende zu bereiten, gestalteten Anfang der 90er 121 Künstler diesen Teil der Mauer farblich und künstlerlich. Es ist sozusagen eine Außen-Galerie, neben der gigantischen O2-World-Arena (Ich vermute mal das es eine Arena ist, nach dem da hunderte von Menschen in blauben Trikots und dutzenden Schals um den Hals und die Handgelenke gewickelt hineinströmen.) und direkt an der Spree gelegen. Seit 1992 unter Denkmal stehend, erzählt sie all jenen die genau zu hören von den tragischen Geschichten die sich an der Mauer abspielten, aber auch von den Visionen der Künstler.

Doch Ignoranten gibt es überall, denn leider hindert es Einige nicht daran, die Werke der Künstler mit sinnfreien, pubertären Graffitis zu beschmieren. So ist von manchen Bildern nicht mehr viel zu erkennen, weil die Farbe abprökelt oder die kunterbunten Beschmierungen den Blick trüben. Schade, sehr schade.

Published at 17:41 ( 0 comments / 99 visits )
This post is public

October 10, 2008

Lebensmittel fürs Gesicht

Als Kind habe ich mich immer gefragt, woher weiß eigentlich die Creme, dass sie für trockene Haut ist. Oder die Haarwäsche, dass nur für kurze blonde Haare ist. Oder nur für Männerhaar. Mir war das immer ein Rätsel. Heute weiß ich natürlich, dass das an den Inhaltsstoffen liegt. Oder doch nicht?! Vielleicht ist ja überall der gleiche Inhalt drin und die Firmen wollen uns mit unterschiedlichen Packungen einfach glauben lassen, dass es was ganz anderes ist. Getreu dem Motto es gibt für jeden Typ was. Wer zählt sich schon zur großen breiten Masse?!

Über alle diese Dinge mußte ich gestern wieder nachdenken als mir ein neue Creme-Sorte formlich ins Gesicht sprang. Body Butter! Ja, genau Butter. Das Milch gut für die Haut ist, hat uns ja schon Kleopatra vor tausenden von Jahren bewiesen. Und die Ferres will uns neuerdings weiß machen, dass Kavier nicht nur schmeckt, sondern gegen Falten hilft. Aber Butter. Was kann die denn bitte schön. Für mich hält sie immer nur die Wurst am Brötchen fest.

Nun habe ich notgezwungen zwei solche Butterexemplare bei mir zu Hause. Denn sie klebten förmlich verbissen an meiner Haarwäsche- und Spülung dran. Immer diese extra Beilagen. Man muss sie mitkaufen ob man will oder nicht. Naja, vielleicht sollte ich das nächste Mal einfach einen Schlagbohrer oder so mitnehmen...Zurück zum Thema Butter. Diese Prachtexemplare kann ich nun gründlich untersuchen. Die Enttäuschung ist groß. Nichts mit Butter. Sondern nur Creme. Einfach weiß mit einem angenehmen Duft. Sie ist vielleicht ein bißchen fester wie die normale Creme der gleichen Marke...aber das wars dann auch an Unterschiedenen. Das bringt mich zu meiner Anfangstheorie zurück das im Grunde der Inhalt der gleiche ist nur die Verpackung ist anders. Die Butter ist eben nur für extra trockene Haut. Was immer das sein soll, denn trockene Haut ist ja schon trocken und kann nicht noch trockner sein, also extra trocken. Oder?






Published at 15:11 ( 2 comments / 171 visits )
This post is public

October 9, 2008

Werkbank

War heute im IKEA. Hab den Arvid gesucht, aber leider nicht gefunden.

Published at 14:36 ( 5 comments / 128 visits )
This post is public

October 8, 2008

Gehirnfrosting und Sonnenmopsing...

Softeis, ist das einzig Wahre. Am liebsten Schoko-Vanille. Und bei einem so schönen sonnigen Tag muss es einfach Eis geben. Also geht die Fahrt los. Ich bin, wie immer, nur Beifahrerin, denn meine Antje fährt. Antje fährt eigentlich immer überall hin. Und manchmal bin ich dabei. Heute geht es eben zur Eisdiele. Keine weite Strecke, aber das Ziel lohnt sich.

Während wir gemütlich da stehen und uns Eis schlecken, sie ein Mittleres und ich ein Großes, genau wie meine bessere Hälfte, der statt mit dem Auto lieber Rad fährt, beginnt das große Schütteln. Zähne knirschen, die Hände werden wild bewegt...ja, das ist Gehirnfrosting. Wer zu schnell, zu viel und zu kaltes Eis leckt, dem steigt das Eis ins Gehirn. Bei Antje heißt das eben Gehirnfrosting.

Männer stört sowas nicht, die suchen sich lieber einen Platz an und in der Sonne. Und sie genießen sie. Wenn da nicht gerade das überaus verpönte, aber dennoch häufig stattfindende Sonnenmopsing wäre. Noch so nettes Wort von der Antje.

Gehirnfrosting und Sonnenmopsing. Ob diese beiden Wörter wohl jemals in den Duden schaffen werden?

Falls ja, wird sich mein Chefredakteur zum Lachen unter den Tisch stellen... das muss dann ein ziemlich großer Tisch sein







Published at 18:56 ( 3 comments / 156 visits )
This post is public


← previous 1 2 next →

( 19 posts )

rss Latest posts - Subscribe to the latest posts of JKK

 

Català | Čeština nové | 中文 | Deutsch | English | Español | Esperanto | Ελληνικά | Français | Galego | Italiano | Nederlands | Português | More...