ich bin so leise geworden...dieses eine wort, dieser hämmernde satz. dieser roman der sich in mir anknüpft.unausgesprochen und schwer, lastet das alles auf meiner sorgsam gepflegten und geliebten seele. es sollte an mir abprasseln, genau dafür habe ich trainiert. mich schlägt niemand ins gesicht, nichts und niemand wirft mich aus der bahn. ich bin eine starke frau, getrieben von achtung, respekt und stolz. und da ist es...das eine wort, der eine satz, beiläufig am rande erwähnt. wie ein unbedeutender artikel im lokalteil...keine 20 zeilen...mein kopf ist ler, 1000 leere gedankenhüllen, fein sortiert... nach datum, ereignis...als wäre es kein teil von mir, ich finde nicht rein. ich würde jetzt gerne einmal kurz aufgeben, nur um die seitenstiche loszuwerden... einmal kurz zu boden gehen... vielleicht ein paar tränen an einer festen schulter vergiessen. aber es geht nicht... es kommt mir so falsch und lächerlich vor... also mach ich es wie immer ... (ver-)suche den alltag. die beständigen, langweiligen aber wertstabilen ereignisse werden mir wie champagner vorkommen... irgendwann. bis ich mich laut wiederfinde.
oder ums mit peters und friedrichs worten zu sagen, "mund abwischen und weitermachen"... "denn was man nicht aufgibt, hat man nie verloren". (schiller)
Send a message
Search for members
renovatio06 says:
Vielleicht so: Leise sein muß kein Nachteil sein, vor allem kein Schlag ins Gesicht. Denn: Laute Menschen hören den leisen Flügelschlag der Gedanken nicht. Und wie das aussieht? In etwa so, würde ich sagen...
Ina replies:
du hast schon recht... ich möchte kein lauter mensch sein... aber ab und zu wäre es wohl angebracht, sich zu melden... wenn man in seiner angepasstheit untergeht. ach, das könnte ich jetzt wieder so unendlich ausschmücken...s.u.;)) ich halte es einfach mit shakespeare "gut gebrüllt, löwe!" ;)
Dink says:
Vielleicht ist dann das Kapitel schneller gelsen und das nächste erdenkbar.
Und das "laut wiederfinden" verstehe ich als Antworten darauf haben - oder? Nicht laut werden. Das ist nämlich so wie Werner das ganz gut gesagt hat.
Hier würde gut Dein Haare-raufen-Bild dazu passen.
"Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen?
Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen." (Erich Kästner)
Ina replies:
mit laut meine ich nichtmal wirklich, sich laut zu wehr setzen... eher, nicht den mund zu halten... s.o. und ja: antworten zu haben!!
ich danke dir, für deine netten worte und das schöne zitat. da ist echt was dran... kästner eben!!
renovatio06 replies:
Ina says:
Mona Lisa says:
ja, wir alle haben solche augenblicke ... und es tut weh.
:-)
Ina replies: